Good News vom 04.07. – 10.07. Recycling von Elektrogeräten erleichtert

| Aktuelles | 10. Juli 2022

Volksverpetzer ist nur durch eure Spenden für alle Menschen kostenlos.
Nur eine*r von 250 Leser*innen unterstützt uns langfristig.
Du kannst eine*r davon sein!

Jetzt Spenden

Später lesen:
800

GOOD NEWS DER WOCHE KW 27

Gastbeitrag vom Good News Magazin

Jeden Tag und überall finden zahlreiche positive Ereignisse statt. Einmal die Woche sammelt das Good News Magazin für Volksverpetzer die guten Nachrichten der Woche. Für mehr gute Nachrichten in diesen turbulenten Zeiten, schaut hier vorbei.

Software identifiziert bedrohte Tierarten auf Fotos und Videos

Die aufwendige Markierung von Tieren mit Sendern könnte der Vergangenheit angehören, denn eine Software liefert ganz einfach wichtige Daten für die Wissenschaft.

Künstliche Intelligenz nutzen, um den Artenschutz zu unterstützen? Genau das schafft die gemeinnützige Organisation Wild Me mit ihrer Open-Source-Software. Über diverse Plattformen können User:innen ihre Fotos und Videos der Tierwelt einstellen und so bedrohten Arten helfen.

Wollten Forschende bislang Tiere erkennen oder verfolgen, mussten sie diese aufwendig markieren und mit Sendern ausstatten. Daten seltener Arten oder ganzer Herden konnten so jedoch nur eingeschränkt erfasst werden. Mehr Infos

Schneiderin pflanzt 1.000 Bäume im Westerwald durch den Verkauf nachhaltiger Mode

Sinah Schlemmer macht neue, nachhaltige Mode aus alten Stoffen. Mit dem Gewinn will sie drei Hektar des Westerwaldes wiederaufforsten.

Bereits als Schülerin sitzt Sinah Schlemmer in ihrer Freizeit an der Nähmaschine. Als sie beginnt, für ihre liebevoll genähten Unikate bereits vorhandene Stoffe einzusetzen, stößt sie auf Begeisterung. Sie beschließt, ihr Hobby größer zu denken – und gründet 2020 ihr eigenes Label, mit einem Grundgedanken, der wohl kaum besser in die Fast Fashion-Epoche passen könnte: Upcycling. Durch eine Spendenaktion soll ihre Mode nun dazu beitragen, den Westerwald wiederaufzuforsten. Mehr Infos

Alte Elektrogeräte können nun kostenfrei im Supermarkt abgegeben werden

Seit dem 01. Juli können Verbraucher:innen alte Handys, Waschmaschinen, Fernseher oder andere Geräte kostenfrei in Supermarktfilialen abgeben. Grundlage dafür ist eine Änderung des Elektro- und Elektrogerätegesetzes, die die Märkte zur Annahme von Elektroschrott verpflichtet.

Voraussetzung dafür ist neben einer Ladenfläche von mindestens 800 Quadratmetern, dass der Markt regelmäßig Elektrogeräte in seinem Sortiment führt. Das trifft auf marktführende Unternehmen wie Aldi, Lidl und Co. zu. Bei größeren Geräten ist die Annahme zudem nur beim Kauf eines neuen Gerätes verpflichtend. Mehr Infos

Durch besondere Erinnerungsstücke ermutigt Alessia Argiolas zu einem offeneren Umgang mit dem Thema Tod

Alessia Argiolas setzt sich für einen offeneren Diskurs um die Themen Trauer und Tod ein – und schafft mit ihren selbstgenähten Erinnerungsstücken „Trost zum Anfassen“.

Der Tod eines geliebten Menschen gehört wohl zu den schlimmsten und schmerzhaftesten Erfahrungen überhaupt. Doch nach eigenen Erlebnissen glaubt Alessia Argiolas umso mehr, dass dem Thema durch einen offeneren Diskurs in Teilen der angsteinflößende Charakter genommen werden kann. Vor einem Jahr gründete sie darum das Label Herz & Stich und näht seitdem aus den Kleidungsstücken verstorbener Angehörigen individuelle Erinnerungsstücke – beispielsweise Elefanten, Hasen oder Schutzengel –, „Trost zum Anfassen“, wie sie es nennt. Zum Artikel

Tierärztin betreut kostenlos die Haustiere wohnungsloser Menschen

Das Projekt HundeDoc in Berlin bietet kostenlose Tierarztbesuche für mittellose Menschen. Menschen aus sozialen Brennpunkten sollen so über ihre Tiere erreicht werden.

„Es scheint so zu sein, dass es viel einfacher ist, für sein Tier um Hilfe zu bitten als für sich selbst”, sagt Tierärztin Jeanette Klemmt. Die Tierärztin versorgt unentgeltlich Haustiere von Menschen in prekären Lebensverhältnissen, die sich einen gewöhnlichen Tierarztbesuch nicht leisten können. Seit über 20 Jahren ist Klemmt in den Straßen Berlins unterwegs zu Sozialeinrichtungen. Dort muss sich ihre Klientel im Vorfeld registrieren, um das eigene Tier untersuchen zu lassen. Für einen Termin beim HundeDoc nehmen die Haustierbesitzer:innen Kontakt zu Sozialarbeitenden auf. So soll Tierschutz mit effektiver Hilfe für die Menschen verbunden werden.

Spenden und eine private Stiftung übernehmen sämtliche Kosten. Ins Leben gerufen wurde das Projekt, da die Hunde wohnungsloser Jugendlicher an Bahnhöfen zum Sicherheitsrisiko wurden und Fahrgäste bissen. Deshalb wollte man die Menschen durch ihre Haustiere besser erreichen – mit Erfolg! Zum Artikel

Sechs Alternativen für faire und nachhaltige Smartphones

Dringend nötig und lange überfällig: die Revolution der nachhaltigen Elektronik-Herstellung.

Du möchtest dein aktuelles Smartphone am liebsten so lange wie möglich benutzen, aber eben dieses Gerät macht dir ständig einen Strich durch die Rechnung? Dann sind folgende Beispiele vielleicht eine nachhaltige Alternative für dein nächstes Handy. Faire Smartphones sind noch eine Nische, aber das können wir Käufer:innen ändern.

„Schon wieder ist der Akku alle!“ – Der erzwungene Neukauf von Smartphones

Wer kennt nicht das Problem des kaputten Handyakkus nach wenigen Jahren. Austauschen kommt gerade bei preiswerten Modellen selten in Frage, da die Reparatur fast so teuer ist wie ein neues. Die geplante Obsoleszenz ist die, vom Hersteller aus Marktorientierung bewusst herbeigeführte, kurze Haltbarkeit technischer Geräte und Bauteile. Das führt zum schnellen Altern der Produkte und somit zum Neukauf. Wer da nicht mitmachen will, dem bleiben einige Alternativen, die Ressourcen sparen, auf faire Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette achten und somit Mensch und Umwelt schützen. Wo also das nächste Smartphone kaufen, wenn es nachhaltig und nicht allzu teuer sein soll? Zum Vergleich

Artikelbild: shutterstock.com

Spendiere uns doch einen Kaffee für unsere gemeinnützige Arbeit:
Unterstütze uns auf Paypal Unsere Autor:innen nutzen die Corona-Warn App des RKI.