Good News vom 11.07. – 17.07. Toilette als Klimaretter

| Aktuelles | 17. Juli 2022

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GOOD NEWS DER WOCHE KW 28

Gastbeitrag vom Good News Magazin

Jeden Tag und überall finden zahlreiche positive Ereignisse statt. Einmal die Woche sammelt das Good News Magazin für Volksverpetzer die guten Nachrichten der Woche. Für mehr gute Nachrichten in diesen turbulenten Zeiten, schaut hier vorbei.

Weltweit vereinigen sich Expert:innen, um Kinder vor gefährlichen Chemikalien zu schützen

In einer Online-Konferenz des World Future Council wurden weltweite Ansätze vorgestellt, um gegen giftige Substanzen vorzugehen.

Die Verschmutzung durch Chemikalien ist zu einer großen Bedrohung für die Umwelt und die menschliche Gesundheit geworden. Toxische Metalle und hochgefährliche Pestizide erhöhen das Risiko für Krankheiten wie Krebs enorm und sind gar jedes Jahr für 1,7 Millionen vorzeitige Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich. Zahlreiche Expert:innen wollen dem nun gegensteuern.

„Healthy Planet, Healthy Children”

Die gemeinnützige Stiftung World Future Council lud Expert:innen zur Online-Konferenz „Healthy Planet, Healthy Children: Success Factors For A Future Without Toxics“ (deutsch: Erfolgsfaktoren für eine Zukunft ohne Giftstoffe) ein, um zu diskutieren, welche politischen Änderungen für eine Zukunft ohne Giftstoffe nötig sind. Mehr Infos

Die Toilette als Klimaretter?

In Südkorea hilft eine Toilette, die Uni mit Energie zu versorgen. Studierende finanzieren sich mit ihren Exkrementen den Mensabesuch.

Wie können Fäkalien sinnvoll verwendet werden? Die Universität in Ulsan zeigt uns wie’s geht! Dort werden Besucher:innen des nachhaltigen WCs „BeeVi” pro Aufenthalt mit bis zu zehn „Ggool” (dt. Honig) am Tag belohnt. Diese können in der Mensa gegen Obst, Kaffee oder sogar Bücher eingetauscht werden. Dazu wurde eigens eine Preisliste der digitalen Währung ausgehängt. Diese Finanzierungsmöglichkeit rückt Ausscheidungen vom verpönten gesellschaftlichen Randthema mitten an den Esstisch in der Mittagspause.

Wie funktioniert das „BeeVi”?

Der Toilettenname „BeeVi” setzt sich aus den Wörtern „bee”(dt. Biene) und „vision” zusammen. Das erklärt auch die Bezeichnung der Währung als “Ggool”, die auf die Biene im Namen anspielt. Der Erfinder des Klosetts Cho Jae-weon ist Professor für Stadt- und Umwelttechnik an der Universität. Er sieht in menschlichen Ausscheidungen Rohstoff mit viel Potenzial: Eine Person könne mit ihren durchschnittlich 500g Exkrementen pro Tag etwa 50 Liter Methangas “erzeugen”. Das entspricht 500 Watt Strom. Zum Vergleich: So viel verbraucht man bei einer aktiven Laptopnutzung pro Tag.

Wie Fäkalien in Strom umgewandelt werden? Das erfahrt ihr hier. 

Retuschierte Fotos müssen in Norwegen gekennzeichnet werden

Seit Anfang Juli gilt in Norwegen ein neues Gesetz, nach dem retuschierte Werbung gekennzeichnet werden muss. Dies gilt für alle Arten von Werbung, auch Videos oder Posts von Influencer:innen fallen unter das Gesetz. 

Die Erweiterung des Marketinggesetzes besagt, dass Werbetreibende dafür sorgen müssen, dass Anzeigen, bei denen “Körperform, -größe oder -haut durch Retusche oder sonstige Manipulation verändert worden ist”, gekennzeichnet werden müssen. Dieser Hinweis muss sieben Prozent der Bildfläche ausmachen – bei Videos muss er über die gesamte Dauer gezeigt werden. Auch wenn in ersten Diskussionen noch die Retusche von Pickeln oder Wunden als Ausnahme angedacht war, war die Rückmeldung von Jugendlichen an die Entscheidenden so positiv, dass nun die strengste Form des Gesetzes greift. Zum Artikel

Blumensamen statt Kaugummis und Kondome

Jonte Mai aus Bremen recycelt Kaugummi- und Kondomautomaten zu Saatgutautomaten um. Er setzt sich damit gegen das Insektensterben ein.

Jonte Mai ist 14 Jahre alt und kommt aus Bremen. Schon seit seinem siebten Lebensjahr ist er Hobbyimker und unterstützt damit die Bienen. Die Insekten sind ihm ans Herz gewachsen und er beschäftigt sich viel mit dem Schutz der Artenvielfalt. Vor einigen Jahren begann er, nach einem Weg zu suchen, um auch etwas für die Wildbienen zu tun. Auf einem Flohmarkt in Berlin entdeckte er dann 2019 einen alten Kaugummiautomaten und baute ihn zu einem Saatgutautomaten um. Das Projekt Naturschutz2go war geboren. Mehr über das Projekt erfahren.



Artikelbild: shutterstock.com

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