Good News der Woche vom 13.06. – 19.06. – Superwurm gegen Plastikmüll?

| Aktuelles | 19. Juni 2022

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Sammlung Good News KW24

Gastbeitrag vom Good News Magazin

Jeden Tag und überall finden zahlreiche positive Ereignisse statt. Einmal die Woche sammelt das Good News Magazin für Volksverpetzer die guten Nachrichten der Woche. Für mehr gute Nachrichten in diesen turbulenten Zeiten, schaut hier vorbei.

Gesundheit – Diese Ameisen retten ihre verletzten Artgenossen – und heilen ihre Wunden

In der Elfenbeinküste beobachtete der Biologe Erik T. Frank bereits 2017 etwas ganz Besonderes: ein strategisches Gesundheitssystem, wie es in der Insektenwelt bisher noch nicht bekannt war.

Die Megaponera Analis, auch Matabele-Ameisen genannt, sind furchtlose Jäger. In großen, geordneten Gruppen von mehreren Hundert Ameisen überfallen sie Termitenkolonien. Sie fangen die Insekten ein, töten und fressen sie, ziehen sich im Kampf aber nicht selten selbst schwere Verletzungen zu.

Die verwundeten Ameisen rufen um Hilfe, indem sie bestimmte Pheromone ausstoßen. Für manche von ihnen gibt es keine Hoffnung mehr, sie wurden zu schlimm von den Termiten gebissen und werden zurückgelassen.

Andere jedoch werden von ihren Kameraden zurück ins Nest getragen, dort gründlich untersucht und behandelt. Termitengreifer oder -köpfe, die sich in den Körpern der Verletzten festgesetzt haben, werden entfernt. Offene Wunden teilweise minutenlang von anderen Ameisen geleckt, um Infektionen zu verhindern. Mit deutlich positiven Auswirkungen auf die Überlebenschancen: Eine Studie von Frank und zwei seiner Kolleg:innen fand heraus, dass 90 Prozent der Ameisen weiterleben, wenn sie eine Behandlung erhalten, nur 20 Prozent dagegen, wenn nicht. Mehr Infos.

Wirtschaft – Spanien legt Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung vor

Spanische Unternehmen, die unnötig Lebensmittel in den Müll werfen, könnten schon bald mit hohen Geldstrafen rechnen. Nach einer Stärkung der Frauenrechte will die linksgerichtete Regierung Spaniens nun auch das Thema Lebensmittelverschwendung angehen.

Ein Gesetzesentwurf sieht Bußgelder zwischen 2.000 und 60.000 Euro für Unternehmen der Produktions- und Vertriebskette vor, die vermeidbare Lebensmittelabfälle produzieren. Geht es nach dem Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, soll das „Gesetz zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung“ Anfang 2023 in Kraft treten. Damit folgt das südeuropäische Land ähnlichen Gesetzen aus Frankreich und Italien. Mehr Infos

Natur & Nachhaltigkeit- Rettet uns der Superwurm vor Plastikverschmutzung?

Australische Forschende konnten nachweisen, dass der sogenannte Superwurm Styropor verdauen kann. Dieses Wissen könnte eine Recycling-Revolution anstoßen.

Vielleicht können wir Menschen uns bald über neue Unterstützung aus dem Tierreich freuen. Forschende der australischen University of Queensland haben herausgefunden, dass der sogenannte Zophobas morio – auch bekannt als Superwurm – offensichtlich großen Appetit auf Styropor hat. Ein besonderes Enzym im Darm der Tierchen soll das möglich machen. Damit könnten die Würmer neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, um Recycling-Abläufe zu revolutionieren. Mehr Infos.

Natur & Nachhaltigkeit- Er ist wieder da: Der Artenschutz feiert die Rückkehr des Iberischen Luchses

Vor 20 Jahren war der Iberische Luchs die weltweit am stärksten gefährdete Katzenart. Seitdem hat sich die Population mehr als verzehnfacht.

Es ist ein enormer Erfolg für den Artenschutz: Lange galt der Iberische Luchs als vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2002 zählte man nur noch 94 Exemplare der Katzen mit den markanten Pinselohren, die etwa halb so groß sind wie ihre eurasischen Verwandten. Die Jagd, der Verlust ihres natürlichen Lebensraums und ein drastischer Rückgang ihrer wichtigsten Beutetiere, der Kaninchen, hatten die Spezies an den Rand der Ausrottung gebracht. Doch mit Hilfe von Schutz- und Zuchtprogrammen hat sich der Bestand erholt. Heute gibt es auf der Iberischen Halbinsel wieder mehr als 1.111 Luchse. Mehr Infos.

Gesundheit – Erstes Stadtteilgesundheitszentrum Berlins für gesundheitliche Chancengleichheit

Das neue Gesundheitszentrum in Berlin-Neukölln arbeitet nicht profitorientiert und betrachtet die gesamte Lebenssituation von Patient:innen.

Zum Arzt gehen vermutlich die wenigsten Menschen gerne, doch in Berlin-Neukölln könnte das erste multiprofessionelle Stadtteil-Gesundheitszentrum dies für die Menschen dort wahr machen.

Das Gesundheitszentrum wurde im Februar 2022 auf dem Gelände der alten Kindl-Brauerei eröffnet. Hier befinden sich nun allgemeinmedizinische und kindermedizinische Arztpraxen sowie Sozial- und Pflegeberatungen und Angebote zur psychologischen Betreuung. Besonders den Menschen, die einen schlechten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben oder in einer prekären psychosozialen Lage sind, soll das Angebot des Stadtteil-Gesundheitszentrums helfen. Mehr Infos.

Artikelbild: shutterstock.com

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