Diese Grafik zeigt, warum man „Sorgen der AfD-Wähler“ nicht ernst nehmen muss

Analyse

image_print

Haben AfD-Wähler ernst zu nehmende Ängste, weil sie negativen Folgen von Nicht-Deutschen sehen?

AfD-Wähler behaupten stets, sie „hätten ja nichts gegen Ausländer“, ABER… es gäbe schließlich negative Auswirkungen von Einwanderung. Und nur die würden sie kritisieren. Und sich Sorgen machen. Doch damit belügen sie sich leider nicht nur selbst, sondern auch viele PolitikerInnen. Die dem Irrglauben verfallen, härtere Asylpolitik oder vermehrte Abschiebungen auch in Kriegsgebiete würden das Problem des Rechtsextremismus eindämmen. Tut es aber nicht.

Denn diese Grafik (zusammen mit einer Analyse der FAZ) zeigt: Je geringer der Ausländeranteil in einem Wahlbezirk, desto stärker wird die AfD gewählt. Das heißt: Vor allem dort werden Maßnahmen gegen Ausländer gefordert, wo kaum welche gibt. Diejenigen, die tagtäglich mit Schutzsuchenden und Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben, teilen überhaupt nicht die vorgeblichen „Ängste“ der „Besorgten“.



Man sollte ihre „Ängste“ also nicht ernst nehmen

Wo die AfD stark ist, gibt es nicht viele Ausländer. Und umgekehrt. Die FAZ hat eine Grafik veröffentlicht, die das ebenfalls sehr deutlich macht. In dem Wahlkreis, in dem die AfD über 35% geholt hat, gibt es nicht einmal 3% Ausländer. Die können einem doch nicht erzählen, dass sie täglich unter Ausländern „zu leiden“ hätten. Es gibt dort mehr als 10 mal so viele AfD-Wähler wie Ausländer!

Das passt mit den Ergebnissen einer Studie zusammen, die festgestellt hat: Die AfD wird nicht gewählt, weil ihre WählerInnen sozial schwach seien. Sondern weil sie fremdenfeindlich sind. Wenn wir also umgekehrt den Ausländeranteil erhöhen würden, dürfte das lustigerweise unser Problem mit Rechtsextremen sogar eindämmen. Wenn die Bundesregierung also um jeden Preis Abschiebungen durchführt, auch von gut integrierten, arbeitenden Schutzsuchenden, wird das die AfD nicht schwächen. Im Gegenteil.

Und das sieht man auch daran, dass die Groko-Parteien, allen voran die CSU massiv an Wählerstimmen verlieren. Obwohl sie im Grunde genommen AfD-Politik betreiben. Fremdenfeindlichkeit bekämpft man nun mal nicht dadurch, dass man die Fremden los wird. Das führt erst zur Fremdenfeindlichkeit. Und gibt ihnen auch erst genau das, was sie wollen. Die Politik sollte sich diese Erkenntnis endlich einmal zu Herzen nehmen.

Da du diesen Artikel zu Ende gelesen hast: Möchtest du mehr Recherchen und Analysen zu den Hintergründen von politischen Mythen und Fake News? Oder auch Kommentare zu politischen Forderungen und aktuellen Ereignissen? Dann unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende für einen Kaffee, dazu kannst du einfach hier entlangschauen. Vielleicht hast du auch Fragen oder Artikelwünsche? Dann schreib uns auf redaktion@volksverpetzer oder auf Facebook oder Twitter

1 Kommentar
  1. Oscar sagt

    „Denn diese Grafik (zusammen mit einer Analyse der FAZ) zeigt: Je geringer der Ausländeranteil in einem Wahlbezirk, desto stärker wird die AfD gewählt. Das heißt: Vor allem dort werden Maßnahmen gegen Ausländer gefordert, wo kaum welche gibt. Diejenigen, die tagtäglich mit Schutzsuchenden und Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben, teilen überhaupt nicht die vorgeblichen „Ängste“ der „Besorgten“.“

    Was ist das denn bitte für eine schwachsinnige Aussage?! Es ist ja wohl vollkommen logisch, das in Regionen mit hohem Ausländeranteil nicht die AFD gewählt wird, oder glauben Sie tatsächlich, dass die Leute eine Partei wählen würden, die offenkundig zugebt, sie nicht im Land haben wollen?

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.