Verleger Holger Friedrich startet die „Ostdeutsche Allgemeine“ – er verkauft sie als neue Ost-Stimme, kritisiert wird sie als Inszenierung: große Versprechen, kleine Realität. Brisant sind Russland- und RT-Nähen über Personalien, Gäste und Narrative. Ist es wirklich eine „Diskurserweiterung“ oder nur wieder mehr Propaganda im Sinne Russlands?
Holger Friedrich versteht etwas vom Bluffen: Wenige Wochen vor dem Start des „Projekts Halle“, seines ostidentären Zeitungsvorhabens, lud der Ost-Berliner Verleger nach Görlitz ein. Auf der Homepage des Ostdeutschen Verlages ließ Friedrich anschließend unter der Überschrift „Gespräch mit Görlitzer Bürgerinnen und Bürgern“ mitteilen, dass man sich in Görlitz „in einer größeren Runde aus Wissenschaft, Kunst, Unternehmertum und Kirche über die Anforderungen an modernen Journalismus ausgetauscht“ habe.
„Größere Runde“, „moderner Journalismus“, es hörte sich nach etwas ziemlich Bedeutendem an. Aber das mit den Bürgerinnen stimmte gar nicht. Denn es waren überhaupt bloß Männer der Einladung gefolgt, und es war bloß etwa ein halbes Dutzend. Ein Arzt war dabei, Kulturschaffende, darunter der Intendant des örtlichen Theaters.
Ein schwurbelnder Pastor in Görlitz
Mit „Kirche“ gemeint war ein in der Coronazeit abgedrifteter freikirchlicher Pastor, aus dessen Sicht Deutschland zum „Halunkenstaat“ geworden sei, „ohne Anstand, ohne Moral“. Die Corona-Proteste, auf denen der Mann sprach, wurden auch unter dem Titel „gegen Politfaschismus“ angemeldet, wie die Sächsische Zeitung 2021 berichtete.
Die Runde wurde vom Verlegerpaar Silke und Holger Friedrich in einem Gasthaus bewirtet. Auch der Geschäftsführer der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) war zugegen. Abgesehen von dem schwurbelnden Pastor handelte es sich um ziemlich honorige Vertreter der Görlitzer Stadtgesellschaft. Eine „überraschende Bereicherung“ sei der Abend, gewesen, „eine Offenbarung“, bilanzierte der Verlag. Und, was im Zusammenhang mit Friedrichs Bluff sich nicht einer gewissen Ironie entzieht: „Intensiv diskutiert haben wir über den Wahrheitsbegriff.“
Ganz wohl miteinander gefühlt hat sich die Runde in Görlitz, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Einer sagt: Holger Friedrich sei durchaus neugierig gewesen. Der Verleger verstehe es zu irritieren: „das ist erstmal nicht uninteressant“. Disruption sei „lustig, wenn man sehr viel Geld hat und oben dabei ist“.
„Fehlende ,vierte Himmelsrichtung‘“ – bis nach Moskau?
Dieser Text beginnt nicht ganz zufällig in Görlitz, Deutschlands östlichster Stadt. In den „publizistischen Leitlinien“ für die OAZ steht, dass sich das Blatt als „fehlende ,vierte Himmelrichtung‘ im gesamtdeutschen Diskurs“ verstehe. Wobei sich manche ja durchaus berechtigt fragen, ob das mit der Himmelsrichtung wirklich in Görlitz in Niederschlesien endet oder ob das Interesse von Friedrich nicht deutlich weitergeht Richtung Osten, nach Moskau. Doch dazu später.
Verbleiben wir noch einen Moment in Görlitz. Holger Friedrich hat die Stadt irgendwie liebgewonnen. Der erwähnte Theater-Intendant Daniel Morgenroth hatte ihn im November 2024 schon mal auf die Bühne seines Schauspielhauses geholt. Friedrich wollte dort eigentlich mit dem Chefredakteur des Spiegel, Dirk Kurbjuweit, eine „öffentliche Debatte“ führen, weil der verantwortlich sei für einen angeblich „einseitigen Bericht“ über die Berliner Zeitung. Kurbjuweit schlug alle drei von Friedrich vorgeschlagenen Termine aus. In Friedrichs Darstellung hat sich der Spiegel-Chef „verweigert“. In Friedrichs Darstellung ist ziemlich oft Friedrich das Opfer, das diffamiert und diskreditiert werde.
Vom großspurig angekündigten Start ist wenig geblieben
Das mit der „größeren Runde“ in Görlitz ist nicht der einzige Bluff des Holger Friedrichs. Großspurig kündigte er sein „Projekt Halle“ im vergangenen Jahr an, mit Regionalausgaben in allen 14 ehemaligen Bezirkshauptstädten der DDR und Redaktionen ostlandauf, ostlandab. Davon ist ziemlich wenig geblieben: Die Ostdeutsche Allgemeine soll nur in einer Gesamtausgabe und nur zum Wochenende gedruckt erscheinen, zunächst in einer Auflage von 40.000 Exemplaren. Daneben wird es ein Online-Angebot geben.
Nimmt man die vom Statistischen Bundesamt erhobene Zahl von 6.460.000 Privathaushalten in den neuen Ländern und würden alle 40.000 gedruckten Zeitungen verkauft, so würde jeder 162. Haushalt demnächst eine Ostdeutsche Allgemeine bekommen. Ein anderer Vergleich: Das SED-Blatt Neues Deutschland, das letzte ostdeutsche Leitmedium sozusagen, hatte 1989 eine Auflage von gut einer Million. Fairerweise muss man hinzufügen, dass das ND auch bloß 15 Alu-Pfennige kostete, während für die OAZ zum Wochenende 3,90 Euro erhoben werden.
Ein Chefredakteur aus Duisburg
Chefredakteur der OAZ ist Dorian Baganz, Jahrgang 1993. Vom Branchendienst Horizont lässt er sich als ehemaliger „Wirtschaftsressortleiter der linken Wochenzeitung Freitag“ vorstellen – was sich nun auch wieder wichtiger anhört, als es ist, denn „Wirtschaft“ ist beim Freitag ein Ein-Mann-Ressort. Baganz stammt aus Duisburg. Er hatte sich beim Freitag zuletzt warmgeschrieben als Ost-Experte, mit Texten zum BSW, zur Russlandpolitik sowie einem Interview mit Gabriele Gysi, das er so anteaserte: „AfD, Corona, Russland: Im Osten wird oft anders gedacht als im Westen.“
Baganz kündigte im Januar an, dass „wir von Dresden ausgehend die Redaktionen der neuen, jüngeren Schwester der Berliner Zeitung“ aufbauen. Die OAZ hat dafür im Medienhaus Pentacon Räume angemietet. Insgesamt war diese Sache mit dem Standort Dresden auch schon wieder eine Halbwahrheit: Denn in den Wochen vor dem Erscheinen der ersten OAZ-Ausgabe arbeitete Chefredakteur Baganz dem Vernehmen nach meist von Berlin aus. Bloß für einen Dreh des ZDF-Morgenmagazins ließen sich Holger Friedrich und Dorian Baganz dann doch diese Woche nach Dresden verpflichten.
Zu den Inhalten der OAZ: In den „publizistischen Leitlinien“ heißt es, die Zeitung verstehe sich „als Bühne für unterschiedliche Perspektiven“. In der Berliner Zeitung schrieb Baganz im Januar, dass „eine westdeutsch geprägte Medienlandschaft ein ebenso westdeutsch geprägtes Politikbild“ vermittele. „Zu diesem gehört es, die negativen Folgen von Aufrüstung und Ukrainehilfe nicht lautstark zu thematisieren. Bei der OAZ werden wir ohne diesen Bias berichten.“
„Putinismus und Querdenkerquark“
In Klartext übersetzt hat dieses Kommuniqué Markus Liske in der Jungle World: Er schrieb, der „einschlägig übel beleumundete" Verleger Holger Friedrich wolle die OAZ „auf Basis seiner von mit Putinismus, Ostdeutschtümelei und Querdenkerquark gepimpten Berliner Zeitung“ gründen. „Auch von Demokratie und Freiheit ist bei ihm viel die Rede – in AfD-tauglicher Verkehrung, versteht sich, nämlich als die demokratische Freiheit, sich für antidemokratische Unfreiheit starkzumachen.“ Der Schriftsteller und Publizist Marko Martin ergänzt: „Hinzu kommt eine nicht leugnende geistige Nähe zu Putins Angriffsstaat Russland, logischerweise einhergehend mit der geradezu bösartigen Freude, ,den´ Westen vor allem mit Verfallserscheinungen zu assoziieren.“
Zwei Wochen nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen die Ukraine – Holger Friedrich hatte die Berliner Zeitung gut zwei Jahre zuvor gemeinsam mit seiner Frau Silke gekauft – analysierte René Martens bei Übermedien, die „spezielle Berichterstattung“ der Berliner Zeitung unter der Überschrift „Sprechen wie der Kreml?“. Martens schrieb, die Russland-Berichterstattung des Blatts sei nicht nur deshalb problematisch, weil man dort den Botschafter eines autokratisch regierten Staates – also Russlands – „für einen legitimen Gastautor hält, sondern weil der Sound in manchen redaktionellen Artikeln ähnlich offiziös ist wie in den Texten des Diplomaten“. Der Branchendienst Meedia sprach seinerzeit mit dem Blick der Berliner Zeitung auf Russland von „einer bewussten Entscheidung zur Hofberichterstattung“.
Mit Krenz und Chrupalla in der russischen Botschaft
Dieser Kurs der Kreml-Sympathie verschaffte der Berliner Zeitung den vom Historiker und Social-Media-Aktivisten Ilko-Sascha Kowalczuk geprägten Titel „Berlinskaja Prawda“. Und Holger Friedrich lässt sich von solcher Kritik nicht beirren. Der Verleger war mit dabei, als am 9. Mai 2023 – 15 Monate nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine – in der russischen Botschaft in Berlin auf den Tag des Sieges angestoßen wurde. Der Tagesspiegel schrieb anschließend: „Kein Witz: Ein Ex-Kanzler, ein Honecker-Nachfolger, ein Linken- und ein AfD-Politiker treffen sich zum Feiern in der russischen Botschaft.“ Das bezog sich auf Altkanzler Gerhard Schröder samt Gattin So-yeon Schröder-Kim, Egon Krenz, den Ex-Linken-Parteivorsitzenden Klaus Ernst sowie die AfD-Politiker Alexander Gauland und Tino Chrupalla. Friedrich, wie gesagt, mittenmang.
Von der Jungen Freiheit zur Berliner Zeitung
Den Titel Kreml-Propagandist verdient sich Holger Friedrich redlich. Personell und inhaltlich baut er die Berliner Zeitung in diesem Sinne aus und um. Seit drei Jahren schreibt der Putin-Biograf Thomas Fasbender regelmäßig für die Berliner Zeitung, zuvor war er unter anderem für den Propagandakanal RT Deutsch und die rechtsradikale Junge Freiheit tätig. Franz Sommerfeld, der in den 90er Jahren in leitender Stellung bei der Berliner Zeitung war, schüttelt den Kopf: Fasbender öffne das Blatt nach Rechtsaußen, „im Einklang mit russischer Politik“, postete er auf Facebook. Fasbender entspreche „den Erwartungen der russischen Führung, die Rechtsextreme in vielen europäischen Staaten finanziert und mittlerweile in ihnen die wichtigsten westlichen Unterstützer findet“.
Gastbeitrag von Gerhard Schröder
Im Januar 2026 veröffentlichte die Berliner Zeitung einen Gastbeitrag von Altkanzler Schröder, der einer der wichtigsten Russland-Lobbyisten in Deutschland ist. Die Süddeutsche Zeitung sezierte Schröders Text. Sie schrieb: „Das Medium ist jedenfalls auch in diesem Fall mal wieder die Nachricht: Der Berliner Zeitung-Verleger Holger Friedrich lässt keine Gelegenheit aus, seine Zeitung als offenere Alternative zu einer westdeutsch dominierten Medienlandschaft in Stellung zu bringen.“ In Anspielung auf Schröder schrieb die SZ: „Und solange auch in der Berliner Zeitung unter dem Banner der Meinungsfreiheit solche offensichtlich interessengeleiteten Kampagnen gefahren werden, bleibt ihre angebliche Diskursoffenheit bloße Behauptung.“
In der Redaktion feierten jene, die Gerhard Schröder, Holger Friedrich und wahrscheinlich auch Wladimir Putin bewundern. „Schröder-Gastbeitrag in der Berliner Zeitung sorgt für heftige Reaktionen aus Ukraine und Estland“, überschrieb die Berliner Zeitung ihren Bericht über die „internationalen Reaktionen“ auf den Gastbeitrag Schröders. Demnach habe der Sprecher des Außenministeriums in Kiew, Heorhii Tykhyi, Schröder auf der Plattform X „attackiert“. Wieder mal hatte das Propagandablatt Angriff und Verteidigung verwechselt.
Ein Kreml-Propagandist als Parlamentskorrespondent
Bei der Ostdeutschen Allgemeinen soll diese Linie ganz offenbar fortgeschrieben werden. Als „bundespolitischen Berichterstatter“ verpflichtete die Zeitung Florian Warweg, der zuvor für die verschwörungsideologischen Nachdenkseiten schrieb und noch davor in leitender Rolle beim RT Deutsch war.
Aus jener Zeit kennt Warweg auch Jasmin Kosubek, die lange Jahre Moderatorin bei RT Deutsch war. Ihre Sendung nannte sie „Der fehlende Part“. Kosubek hatte Warweg Ende 2022 in einem Interview für ihren YouTube-Kanal befragt: Ob „der Ausbruch des Krieges, der, in Anführungsstrichen, russische Angriffskrieg“ für Warweg den Anstoß gegeben habe, RT nach siebeneinhalb Jahren den Rücken zu kehren? „Angriffskrieg“ in Gänsefüßchen – gleichbedeutend mit „angeblich“ oder „sogenannt“. Genauso gut hätte Kosubek auch die Kreml-Wortwahl von der „Sonderoperation“ übernehmen können.
Entsprechend des Vorhabens, die Angelegenheit mit der „vierten Himmelsrichtung“ weit zu interpretieren, tauchte Kosubek dann Ende Januar, noch vor dem Erscheinen der ersten gedruckten Ausgabe, bei der OAZ wieder auf, in deren Medien-Podcast „Sachlich richtig“. Drei notorische ÖRR-Kritiker:innen befragten Kosubek: der Autor des Buches „Inside Tagesschau“, Alexander Teske, sowie Annekatrin Mücke und Ole Skambraks als Mitinitiator:innen des Manifests für einen neuen ÖRR. Kosubek wurde begrüßt als „wunderbarer Gast“. Titel der Sendung: „Die Welt der Jasmin Kosubek: Von RT Deutsch zur Erfolgs-YouTuberin.“
„Putin-Fans als Journalisten getarnt und ein neues Propaganda-Organ des Kreml“, kommentierte ein Vertreter der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung auf LinkedIn: „All das kann es in Deutschland geben. Aber, angeblich gibt’s ja keine Meinungsfreiheit mehr.“
Interview mit Kretschmer
Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer gab der Ostdeutschen Allgemeinen bereits ein Interview – ohne überhaupt zu schauen, welchen Kurs das neue Ost-Blatt einschlägt. Sein Regierungssprecher Ralph Schreiber hatte schon zuvor wohlwollende Worte gefunden und erklärt, die Staatsregierung verfolge „Projekte im Medienbereich mit Interesse, die dazu beitragen können, journalistische Angebote zu erweitern und demokratische Diskurse zu fördern – insbesondere auch jenseits der etablierten Medienzentren“.
Ganz generell hat Kretschmer mit Parallelmedien wenig Probleme. Im August 2024, kurz vor der Landtagswahl in Sachsen, gab er dem Krawall-Portal Nius von Ex-Bild-Chef Julian Reichelt ein Interview. Er ließ sich dort vorstellen als „Marathon-mann der Ost-CDU“ und redete mit Nius-Mann Ralf Schuler unter anderem über den „Wunsch nach Frieden“.
Ziemlich wahrscheinlich gibt es in den Ansichten zum Ukraine-Konflikt auch große Schnittmengen zwischen Holger Friedrich und Michael Kretschmer. Die Zeit erinnerte im Zusammenhang mit dem Kretschmer-Interview für die OAZ daran, dass der sächsische Ministerpräsident wenige Monate nach Russlands Überfall auf die Ukraine bei Markus Lanz sagte, man müsse „den Krieg einfrieren“. Er habe dafür viel Kritik bekommen. „Uns Menschen in Ostdeutschland war aber wichtig, zu diskutieren, wie es wieder Frieden geben kann.“
Friedrich als „Top-Speaker“ beim Madsack-Kongress
Es gibt zum Start der Ostdeutschen Allgemeinen teilweise Kritik in der Medienbranche an Holger Friedrichs neuem Vorhaben. Aber dann auch wieder eine recht eigenartige Euphorie, so ähnlich übrigens wie 2019, als Silke und Holger Friedrich den Berliner Verlag kauften. Zu den erstaunlichen Momenten zählt die Einladung des Madsack-Konzerns, neben vielen West-Blättern Verleger der Ostsee-Zeitung in Rostock, der Märkischen Allgemeinen in Potsdam, der Leipziger Volkszeitung sowie der Sächsischen Zeitung in Dresden, an Friedrich. Er soll im März auf einem Kongress zur Zukunft der deutschen Medien in Hannover auftreten, angekündigt wird er als „Top-Speaker“. Obendrein hat der Medienkonzern entschieden, dass die OAZ bei der Madsack-Tochter DDV Media in Dresden gedruckt wird. „Der Rubel stinkt offenbar nicht“, kommentierte das ein Mitarbeiter.
Und dann fallen doch immer wieder welche auf die Bluffs herein, zuletzt sogar ein Bundesministerium. Ein Austausch zwischen dem neuen OAZ-Hauptstadtkorrespondenten Florian Warweg und dem Auswärtigen Amt auf der Plattform X entglitt. Ausgerechnet an die Adresse eines Kreml-Propagandisten schrieb das Außenamt: „Manchmal sehr schwer zu unterscheiden: russisch, pro-russisch, oder gleich RT. Klar bleibt: Gezielt Desinformation zu verbreiten, hat Folgen. Wichtig, @FWarweg, dass Sie das Thema russische Desinformation auf der Agenda halten!“
Sollte das jetzt Ironie sein? Oder hatte ein Praktikant in der Social-Media-Redaktion des Ministeriums ausgeholfen? Das Auswärtige Amt ließ eine Nachfrage dazu unbeantwortet.
Das mit der vermeintlichen „Diskurserweiterung“ ist der wohl größte Bluff des Holger Friedrich. Weniger als um Inhalte oder gar investigativen Journalismus geht es um Propaganda. Weniger als um einen neuen Ost-West-Konflikt geht es um die Auseinandersetzung zwischen denen, die sich für Demokratie einsetzen, und jenen, die sich von ihr abwenden.
Artikelbild: Frank May/dpa-Zentralbild/dpa. Korrekturhinweis: In einer früheren Fassung hatte die Angabe der ostdeutschen Haushalte versehentlich eine Stelle zu wenig.
