Zuckerberg: Holocaustleugner sollen auch ihre (falsche) Meinung sagen dürfen

Bericht

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Disclaimer: Das gilt natürlich nicht für Deutschland und Österreich

Mark Zuckerberg, Chef von Facebook und selbst Jude, findet die Leugnung des Holocaust „zutiefst beleidigend“, ist jedoch der Meinung, sein Unternehmen dürfe die Meinungsfreiheit der Holocaustleugner nicht beschränken und diese Beiträge automatisch löschen, solange man dies nicht aus einer antisemitischen Haltung heraus tue, wie er dem Technikblog Recode in einem Interview sagte.

Auch nach einem Einwand der Interviewerin, dass Holocaustleugnung in der Regel mit diffamierender Absicht geschieht, bekräftigt er, es sei schwierig, da Menschen häufig aus Unwissenheit heraus falsche Dinge behaupten, einschließlich ihm selbst. Solange damit niemand angegriffen werden solle, dürfe auch diese Aussage auf seiner Plattform stehen. Selbst wenn sich andere, einschließlich ihm selbst, dadurch beleidigt fühlen.




Diese Meinung bekommt viel Gegenwind. Die Bürgerrechtsorganisation Anti-Defamation League ist der Meinung, Facebook habe eine „moralische und ethische Verpflichtung“, die Verbreitung solcher Lügen zu stoppen. Rabbi Abraham Cooper, führendes Mitglied des Wiesenthal Centers, sagt, Zuckerberg habe „Unrecht“ und Holocaustleugnung sei klassische „Fake News“. Deren Verbreitung müsse gestoppt werden. In Deutschland und Österreich ist die Leugnung des Holocaust sogar strafbar. Facebook folgt diesen Gesetzen und löscht in diesen beiden Ländern Verbreitung dieser Lügen.

Danke an Mimikama, Artikelbild: pixabay.com, CC0

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