Keine „Besorgten Burger“ bei McDonald’s: Neues Plakat aufgetaucht

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Keine „Besorgten Burger“

Nachdem ein inoffizielles Anti-AfD-Plakat von Coca Cola zu einem Eklat und zu diversen Distanzierungen von verschiedenen Cola-Herstellern von der AfD führte, ist heute ein weiteres Plakat aufgetaucht. Vergangene Woche gab es einen regelrechten Social-Media-Schlagabtausch mit Fakes und Boykottaufrufen, die alle für die Rechten peinlich endeten. Hier die ganze Geschichte:

Colagate: Alle Peinlichkeiten der AfD & alle Distanzierungen der Cola-Marken



Nutella und jetzt MCDonald’s

Dann tauchte ein Plakat von Nutella auf. „Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf! Gegen Rassismus, Intoleranz und die rechte Hetze der AfD“ steht auf dem vermeintlichen Plakat von Nutella. Das Unternehmen bestätigte uns, dass das Plakat nicht von ihnen sei. Eine Antwort steht derzeit noch aus.

Diesmal Nutella: Wieder Anti-AfD-Plakat in Berlin aufgetaucht

Mutmaßlich zogen weitere AktivistInnen jetzt mit einem Plakat von McDonald’s nach:

🍔😂

Gepostet von Adnan Selimanjin am Dienstag, 11. Dezember 2018

Doch genau wie das Pepsi-Plakat ist dieses Plakat lediglich eine Bildbearbeitung, wie unsere Kollegen von Mimikama hier erläutern. Wir haben McDonald’s ebenfalls kontaktiert und um Stellungnahme gebeten. Update 13.12: McDonald’s hat reagiert! Hier ihre Antwort!

Was soll das alles bezwecken?

Wie viele Plakate und Unternehmen sollen noch folgen? Was bringt das alles? So genanntes „Adbusting“ ist nicht legal, aber hat meistens kaum rechtliche Konsequenzen für die KünstlerInnen oder AktivistInnen – Sofern sie nicht erwischt werden. Der Aufwand einer Strafverfolgung lohnt sich kaum, weil die Plakate schnell wieder entfernt werden. Aber Fotos davon können interessante Debatten anstoßen.

Manche fragen sich was der Sinn immer neuer Plakate sein soll, aber Unternehmen aus der Reserve zu locken, und quasi zu einem politischen Statement zu „zwingen“ kann durchaus Vorteile haben. Es wird über Werte wie Offenheit, Toleranz und Menschlichkeit geredet – Und diesmal nicht, dass sie wieder einmal fehlen, sondern dass es Werte sind, die auch Unternehmen vertreten.

Es sind wichtige Zeichen, wenn sie kommen – oder auch deutliche Zeichen, wenn sie ausbleiben. Quasi den Kapitalismus zu „kapern“ und ihn gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz ausspielen. Das Beispiel Coca Cola hat gezeigt, dass es funktionieren kann. Und es ist vielleicht eine sympathischere Protest-Strategie als brennende Autos. Und die ganzen peinlichen Blamagen für Rechtsextreme sind das kleine Sahnehäubchen.

Artikelbild: Screenshot facebook.com

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