Rezo ruft zum Boykott von Medien auf, die Maaßen Reichweite geben

| 11. Juli 2019

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Maaßen-Boykott?

Auf Twitter kritisierte die SPD-Politikerin Sawsan Chebli den großen Medienrummel, der jedes Mal stattfindet, wenn Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen, der aufgrund seiner rechten Umtriebe seinen Posten räumen musste, etwas sagt. Die diversen Kritikpunkte in seiner Zeit als Verfassungsschützer haben wir hier aufgelistet. Chebli forderte deshalb auf, den Mann aufgrund seiner fehlenden politischen Relevanz zu ignorieren, worauf Youtuber Rezo ihr zustimmte:



„JEde Zeitung, die ihn […] pusht, wird 4 wochen von uns allen nicht mehr gekauft“

Auch ich stellte bereits die Frage, warum Maaßen, der eben aufgrund seiner höchst kritisierenswerten Parteilichkeit und Nähe zur AfD entlassen wurde, für seine steilen Thesen so viel Aufmerksamkeit bekommt. Als Mitglied des Mini-Vereins innerhalb der Union, der nur 0,5% aller Mitglieder angehören, und ohne politische Ämter oder gewählter Posten ist seine Position für die öffentliche Debatte irrelevant.

Rezo schlägt deshalb auf Twitter vor, eine Zeitung vier Wochen mit Boykott zu ächten, wenn sie wieder ohne Not Maaßen derart Aufmerksamkeit schenkt. Innerhalb kürzester Zeit erreichte der Tweet viel Reichweite und Zustimmung. Aber auch Kritik: So wird der Boykott-Aufruf als „undemokratisch“ kritisiert oder unterstellt, dass Meinungen unterdrückt werden. Jedoch soll Maaßens Meinung nicht unterdrückt werden – sie soll nur nicht unerklärlicherweise derart weit verbreitet werden. Außerdem sind Boykotte nicht undemokratisch – und darüber hinaus ein beliebtes Mittel genau von denen, die diese Kritik äußern.

Die inzwischen verdammt lange Liste an Dingen, die Rechte boykottieren

Es bleibt abzuwarten, ob der Boykottaufruf einen Effekt zeigt oder nicht.

Artikelbild: RewinsideCC BY 3.0

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