Ekelhaft: AfD-Politiker verharmlost Halle-Attentat & Antisemitismus

widerliche verharmlosung von antisemitismus

Nach dem schrecklicken rechtsextremen Terroranschlag von Halle versuchen AfD-Politiker reihenweise  den Vorfall zu instrumentalisieren, Lügen darüber zu verbreiten oder herunter zu spielen. Unter anderem wurde versucht, dem Täter eine Zugehörigkeit zum muslimischen Glauben anzudichten, damit das rechte, hasserfüllte Weltbild bestehen bleiben kann. Besonders perfide, da der Täter schließlich u.a. auch darauf aus war, Muslime zu töten.

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Der Leipziger AfD-Stadtrat Roland Ulrich löste ebenfalls massiv Empörung aus mit seinen verachtenswerten Kommentaren zum Anschlag in Halle auf Facebook:

„Was ist schlimmer, eine zerstörte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?“



Antisemitismus

Ulbrich relativiert damit massivst den terroristischen Anschlag. Als Jurist müsste er wissen, dass er damit aktiv Verharmlosung von rechtsextremistischem Terror betreibt. In der Kommentarspalte zeigt er weiter deutlich, dass er dies genau so meinte.

Wer ein versuchtes, rechtsextremistisches und antisemitisches Massaker zu einer Sachbeschädigung verharmlost, der will bewusst die Tat und die Verantwortung der eigenen Partei herunter spielen. Die AfD ist die Partei, die am meisten anfällig für Antisemitismus ist und Holocaust-Leugner und -verharmloser beherbergt.

Alle Beweise für den Antisemitismus in der AfD

Jedem ist klar, was der rechtsextreme Mörder vor hatte – er hatte es angekündigt und anschließend auch zugegeben. Und in voller Kampfmontur und bewaffnet versucht man nicht eine vollbesetze Synagoge zu stürmen, nur um dann den Anwesenden nur nett Hallo zu sagen. Es ist eine Verhöhnung des Terrors und eine Verharmlosung von Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Viel schlimmer: Der Text ist subtil ebenfalls antisemitisch. Denn Ulbrich unterstellt, dass die Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft und die deutsche Staatsangehörigkeit sich gegenseitig ausschließen. Er suggeriert, die „deutschen“ Opfer – die der Täter nicht primär töten wollte – seien wichtiger als die potentiellen jüdischen – Und tut so, als wären Juden (oder Muslime) eben keine Deutschen.

Widerliche Reaktionen der AfD zu Halle

Es war bei Weitem nicht die einzige widerliche Reaktion auf die Tat, die ein AfD-Politiker äußerte.

Es wurde hier wieder versucht, irre Verschwörungstheorien zu verbreiten, um gleichzeitig die eigene Verantwortung der Partei, die aktiv die rechtsextreme Szene bestärkt, von sich zu weisen und sich perfiderweise selbst als Opfer zu inszenieren – obwohl man der geistige Brandstifter ist, der zu solchen Taten erst anstachelt.

Auch der Abgeordnete Brandner retweetete diesen widerlichen Kommentar, der genau die gleiche Absicht hatte wie der Ulbrichs: Relativierung der Gesinnung des Täters und des Terrors. Die AfD behauptet, ein Terrorist solle nicht für seine Gesinnung bestraft werden. Und instrumentalisiert tagtäglich unpolitische oder erfundene Straftaten von Muslimen und alles, was sie dafür halten, indem sie ihnen erst eine Gesinnung andichten. Es ist widerlich, verlogen und geheuchelt.

Man fragt sich, ob Ulbrich ebenfalls nur von einer Sachbeschädigung sprechen würde, wenn jemand versucht hätte, gewaltsam in sein Haus einzudringen, um alle Anwohner*innen zu töten. Die Mitglieder dieser Partei gehören geächtet und vom Verfassungsschutz beobachtet.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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AfD Politiker verharmlost Halle-Attentäter




Sorry Dieter Nuhr: Du bist kein alter weißer Mann

…du bist einfach nur schlecht informiert.

Lieber Dieter Nuhr *,

ich muss mich bei Dir entschuldigen. Ehrlich! Ich gehörte auch zu der Gruppe von ‚Fanatischen‘, die glaubten, Du wärst mittlerweile ein „alter weißer Mann“ geworden, der einfach keine Lust hat, auf seine Privilegien zu verzichten, weiterhin mehrmals im Jahr Fernflugreisen unternehmen und SUV fahren will und „nichts verstanden“ habe. Es tut mir leid, Dieter, so vorschnell geurteilt zu haben. Ja… Du hast Recht… wenn man Witze in ernsten Interviews erklären muss, ist es eh zu spät.

Warum Dieter Nuhr manchmal witzig, aber nie komisch ist

Aber stell Dir mal vor, Du hättest den Witz nicht erklärt:

„Ein Drittel unserer Emissionen entstehen durch Wohnen, sprich Warmwasser und Heizung.
Wenn ich den Witz mache, dass ich meine Tochter unterstütze und deshalb ihr Zimmer nicht heize, dann offenbart das den zentralen Konflikt, nämlich dass die meisten Kinder und Jugendlichen gar nicht abschätzen können, was eine Erfüllung ihrer Forderungen für sie ganz persönlich bedeuten würde. Das ist nicht den Kindern anzulasten, sondern denen, die sie einseitig informieren.“

Dann wäre ich im Leben nicht drauf gekommen, dass Dein Problem ganz woanders liegt. Du bist einfach sehr, sehr schlecht informiert. Aber Dieter… gib Dich nicht auf! Da kann man doch was machen.



Faktencheck zu Dieter Nuhr

„Ein Drittel unserer Emissionen entstehen durch Wohnen, sprich Warmwasser und Heizung.“
Ich vermute… da hast Du Dich z.B. auf diese Informationen bezogen:

Nun hat Deine Aussage zwei Probleme:

1. Die Zahlen stammen aus dem Jahre 2007 und sind damit hoffnungslos veraltet. Was natürlich nicht einer gewissen Ironie entbehrt, schließlich merkst Du in Deinen Interviews an, dass Du schon seit Jahrzehnten so denkst wie heute. Das kann auch nicht wirklich verwundern, wenn Du Deine Meinungen auf Jahrzehnte alten Daten aufbaust. 😉

2. Wenn man eine Aussage zu Emmissionen treffen möchte, sollte man schon in der Lage sein, die Transferleistung zu erbringen, dass Energieverbrauch und Energieemissionen zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Ich hab Dir mal aktuelle Zahlen hochgeladen.

Guckst Du! Die Haushalte sind zwar für 26% der Energieverbäuche aber nur für etwa 9% der Emissionen verantwortlich. Heizen und Warmwasser sogar nur für 7%. Mir scheint dann doch, dass Du „den zentralen Konflikt“ des Klimawandels intellektuell nicht so gut durchdrungen hast, wie die Kinder und Jugendlichen.
Das kann man Dir sicherlich nicht anlasten, sondern denen, die Dich einseitig informiert haben.

Was FFF wirklich will

Du schreibst, dass die Kids nicht wüssten, was ihre Forderungen bedeuten würden. Hmmm… ich hab Dir auch mal die Forderungen der Kids aufgeschrieben.

Zunächst fällt mir dazu auf, dass FFF gar nicht fordert, auf Heizen zu verzichten. Die wollen einen schnellen Ausstieg aus der Kohle. Mit anderen Worten… wenn Du bei Dir zu Hause nicht mit nem Kohleofen heizt, dann würde Deine Tochter nicht im entferntesten verstehen, worauf Du hinaus willst.

Weiterhin sagst Du:

„Ich bin schon so oft von Wissenschaftlern über das baldige Ende der Welt informiert worden, dass ich in der Tat nicht mehr zur Panik neige. Das fing mit dem Waldsterben und dem Ozonloch an, ging weiter mit dem Rinderwahnsinn und endete beim Stickoxid.“

Och Dieter, Du bist doch älter als ich.

Du müsstest doch auch mitgekriegt haben, dass infolge der Diskussionen über das Waldsterben in den 80er Jahren, die Immissionsschutz-Gesetze extrem verschärft wurden und seinerzeit beispielsweise Rauchgasentschwefelluftsanlagen in Kraftwerke eingebaut wurden. Die Wälder wurden gekalkt. Es wurde tatsächlich gehandelt.

Ebenso beim Ozonloch. Auch Du erinnerst Dich sicherlich noch an das weltweite Verbot von FCKW und anderen Gasen, die die Ozonschicht schädigten. Natürlich gab es auch damals Typen, die behaupteten, dass das alles nix mit den Menschen zu tun hat. Ozonloch… pah… das seien natürliche Schwankungen der Ozonschicht. Die Wissenschaftler hätten keine Ahnung.

Nun hat man seinerzeit auf die Wissenschaftler gehört und das Ozonloch ist mit den Jahren wieder kleiner geworden. Bestimmt nur Zufall. Die Diskussion um Stickoxide hatte und hat wenig mit dem Klimawandel zu tun. Es ging und geht alleine um die Gesundheit von atemwegserkrankten Erwachsenen und Kindern. Ich hab natürlich schon mitbekommen, dass Du bereit bist, deren Belange für einen guten(?) Witz hinten anzustellen.

Nochmal, Dieter,

entschuldige, dass ich die Aussagen bei Deinen Auftritten so ernst genommen habe. Ich konnte ja nicht ahnen, wie egal Dir die tatsächlichen Daten sind. Aber kannst Du mir einen Gefallen tun? Berufe Dich doch bitte nicht andauernd auf Wissenschaftler, wenn Du offensichtlich nicht den blassesten Schimmer hast, was die Wissenschaftler (und #FFF) überhaupt empfehlen oder fordern. Danke Dir!

Beste Grüße.

*ich hätte Dir ja gerne persönlich geschrieben, aber seitdem ich Dich darauf hingewiesen hatte, dass in der Bibel mindestens genauso viele blutrünstige, menschenverachtende Textstellen enthalten sind wie im Koran, bin ich leider bei Dir gesperrt.

Text: Joshua Ben (Hier gehts zum Original) Artikelbild: Euku, CC BY-SA 3.0 

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Halle: Kiez-Döner-Besitzer klagte an: Steinmeier war nicht für uns da (Update 14.10.2019)

Denkt an alle opfer!

Die schrecklichen Geschehnisse in Halle sind noch frisch, Menschen trauern, Menschen verzweifeln an anderen Menschen und deren menschenverachtender Gesinnung. Der Schwerpunkt der Trauer liegt verständlicherweise rund um die Synagoge, die das Hauptanschlagsziel darstellte. Der Ort, an dem es zum Glück noch einmal relativ glimpflich ausging. Der Sicherheitstür sei Dank.

Auch Politiker reichen sich dort die Hände, geben sich die virtuelle Klinke in die Hand – und das ist auch gut so, es wird allen Opfern helfen, Zuspruch zu bekommen. Aber es gab noch mehr als diesen symbolischen Ort, es gab auch woanders Menschen in Angst und Schrecken, es gab auch woanders Opfer, die Opfer unter den Passanten waren nicht in der Synagoge, nicht auf dem Friedhof, sondern auf der Straße und im Döner-Laden, der jetzt traurige Bekanntheit erlangte.



Kiez-Döner-Besitzer klagt an

Wie Shahak Shapira auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, beklagte der Inhaber des Bistros, das auch Schauplatz des Terrors wurde, dass Bundespräsident Steinmeier nicht mit seinen Mitarbeitern sprach, die Zeugen wurden. Sie stünden unter Schock, Izzet Cagac hätte sich gewünscht, dass der Bundespräsident auch ein paar Worte mit ihnen hätte wechseln können.

„Wenn der Präsident eines Landes für die Opfer da ist, dann bitte für alle da sein. Wir verachten das ganze genauso“

Der Besitzer des Ladens, der in Halle von einem bewaffneten Neonazi angegriffen wurde, hat mir diesen Kommentar hier auf…

Gepostet von Shahak Shapira am Sonntag, 13. Oktober 2019

 

Es wäre wünschenswert gewesen, auch mit ihnen zu sprechen, den Überlebenden auch hier einmal Mut zuzusprechen. Dies ging leider unter, auch als Bundespräsident, der ja für alle Einwohner des Landes steht, wäre eine Anteilnahme, ein kurzer Besuch des Ladens oder eine kurze Erwähnung respektive Reaktion durchaus angemessen gewesen, um ihnen zu zeigen, dass jedes Opfer ein Opfer zu viel ist.

Hier wurde eine große Chance verpasst.

Update 14.10.2019:
Mittlerweile gab es direkten Kontakt zwischen Izzet Cagac und dem Bundespräsidenten und das Ganze wurde in einem langen persönlichen Gespräch ausgeräumt, wie wir via Twitter von Sawsan Chebli erfuhren, es entpuppte sich einfach als unglückliches Missverständnis.

 

Auch über Facebook hat sich der Kiez Döner noch einmal herzlichst bedankt, sodass dieses Thema doch noch, wenigstens in der Kommunikation, ein versöhnliches Ende fand.

 

 

Artikelbilder: Screenshot facebook.com; Screenshot twitter.com

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Alle Beweise für den Antisemitismus in der AfD

Jede Stimme für die AfD stärkt Antisemitismus

Nach dem rechtsextremen Terroranschlag von Halle versucht die AfD Schadensbegrenzung zu betreiben – mit wenig Erfolg. In Umfragen hat sie sofort Zustimmung verloren, fast alle, die nicht mit der rechtsextremen Partei sympathisieren, sind der Ansicht, dass sie den Terroristen mit zu verantworten habe (Quelle). Vor allem mit Bezug auf Antisemitismus – der Täter schließlich versucht, ein Massaker in einer Synagoge anzurichten – versucht die AfD jedoch, die Vorwürfe zurück zu weisen. Das macht sie mit einem geheuchelten Gegenangriff. Faschist Höcke zum Beispiel tut so, als seien die anderen Parteien antisemitischer als seine eigene. Wir haben das gestern aufgegriffen:

Der größte Heuchler in diesem Land ist der Faschist Höcke!

Auch Jörg Meuthen durfte im ZDF die Lüge verbreiten, die AfD habe „mit Antisemitismus nichts, aber auch wirklich nichts zu tun.“ Warum das nicht stimmt und wieso die AfD die Partei im Bundestag ist, wo Antisemiten am ehesten willkommen sind, belegen wir in diesem Artikel.



1. Juden wollen nichts mit der afd zu tun haben

Die Partei wird so ziemlich von allen Juden gemieden und verurteilt. Der Zentralrat der Juden und 16 andere jüdische Organisationen distanzierten sich in einer gemeinsamen Erklärung. Ihre Begründung: In der AfD haben „Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoa ein Zuhause“. Mehr dazu gleich. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung sagt über die AfD, sie habe „sehr viele judenfeindliche Positionen.“

Sogar die Regierung Israels, der man nicht unterstellen kann, besonders links zu sein, will mit der rechtsextremen AfD nichts zu tun haben. Als zum Beispiel alle NRW-Landtagsabgeordnete eine Israel-Reise unternehmen wollten, bestand Israel darauf, dass die AfD-Abgeordneten keinen Empfang bekommen würden und nicht am Programm teilnehmen dürften. Die Reise musste wegen der AfD abgesagt werden (Quelle). Das gleiche passierte mit einer Delegation aus Hessen (Quelle). Wenn die AfD Freund der Juden sein möchte: Die Juden wollen es auf jeden Fall nicht.

Achja: Und die Gruppe „Juden in der AfD“? Dieses Feigenblatt für die AfD ist parteiintern völlig unbedeutend und hat gerade einmal 24 Mitglieder – die meisten davon aus der ehemaligen Sowjetunion (Quelle). Alle jüdischen Organisationen distanzieren sich davon.

2. judenfeindliche positionen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung erwähnt, dass die AfD das Schächten verbieten will. Es ist zwar als Drangsalierung von Muslimen gedacht, trifft aber auch Juden. In ihrem Grundsatzprogramm lehnt die Partei das Schächten ab. Auch gebe es „eine nicht ganz eindeutige Haltung der AfD zur Beschneidung“ sagt der Beauftragte (Quelle).

Unter afd anhängern sind die meisten antisemiten

Die meisten Anhänger der AfD haben antisemitische Positionen und damit ist die AfD Spitzenreiter unter allen großen Parteien. 55 % der AfD-Anhänger meinen laut einer Allensbach-Umfrage, Juden hätten auf der Welt zu viel Einfluss (Quelle). Das ist eine typisch rechtsextreme Verschwörungstheorie – die übrigens auch der Terrorist von Halle glaubt. Die Anhänger der AfD scheinen also mit Meuthen nicht einer Meinung zu sein.

3. Holocaustleugner und -verharmloser

Faschist Höcke hat das Holocaust-Denkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und in Dresden eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert, was ebenfalls heißt, die Zeit des Nationalsozialismus und des Holocausts positiv zu betrachten, was man aus seiner Rede auch einfach herauslesen kann. Er ist Spitzenkandidat der AfD in Thüringen. Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg, der offiziell als Holocaust-Leugner bezeichnet werden darf, ist immer noch in der AfD. Er schrieb in einem seiner Bücher: „Wie der Islam der äußere Feind, so waren die talmudischen Ghetto-Juden der innere Feind des christlichen Abendlandes.“

Er wurde trotz angestrebtem Ausschlussverfahren eben nicht aus der AfD geworfen, musste nur die Parteiführung der AfD-Fraktion in Stuttgart verlassen – was zeitweise sogar zu einer Spaltung der Fraktion führte. Klare Kante gegen Antisemitismus sieht anders aus. Auch die AfD-Politikerin Doris von Sayn-Wittgenstein, die einen Verein unterstütze, der den Holocaust leugnete, wurde zuerst noch zur Landesvorsitzenden gewählt, bevor sie aus der Partei ausgeschlossen wurde. Gegen den Willen der Basis, die das offensichtlich nicht störte.

Es gibt unzählige weitere Verbinungen der AfD in die rechtsextreme Szene, zu Pegida, zu vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen wie der NPD, der Idenitäteren Bewegungen und vielen mehr – und dort wird regelmäßig der Holocaust geleugnet und antisemitische Parolen und Verschwörungstheorien verbreitet. Die ziehen sich jedoch bis weit in die AfD, wie man bereits sehen kann. Der Attentäter von Halle ist auch Holocaust-Leugner gewesen (Quelle). Und wir möchten daran erinnern, dass die AfD während einer Holocaust-Gedenkstunde demonstrativ sitzen geblieben ist:

4. Die AfD ist rechtsextrem. Rechtsextremismus ist antisemitisch

Benjamin Winkler von der Amadeu Antonio Stiftung analysierte in einem Thread:

„Die AfD kultiviert Menschenhass. Menschen werden objektiviert, vor allem Minderheiten werden kollektiv negative Eigenschaften zugeordnet. Dieses Denken, auch als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bezeichnet, ist eine der Ursachen für den Hass und die Gewalt von Halle.“ Und weiter: „Im antisemitischen Narrativ stehen immer im Geheimen agierende Kreise dahinter, welche alles lenken und organisieren. Genutzt werden Codierungen wie „Globalisten“ oder einzelne, meist jüdische Namen wie „Geore Soros“. Man will nicht „Jude“ sagen, weil das nicht so gut klingt.“ Kein Wunder, dass in AfD Kreisen antisemitische Verschwörungstheorien über Greta Thunberg zu beliebt sind:

Antisemitischer Fake: KEIN Foto von Greta Thunberg mit George Soros!

Winkler weiter: „Die AfD weiss genau, dass sich Antisemitismus prima als verkürzte Kritik an gesellschaftlichen Prozessen eignet. Und sie weiß auch dass sie mit diesem uralten Mythos Massen emotionalisieren und mobilisieren kann. Wir brauchen daher dringend eine erweiterte Auffassung von dem, was Antisemitismus ist. Es ging und geht dabei um mehr als bloßen Judenhass. Es geht um die Auffassung, dass letztendlich alles Schlechte und Krisenhafte in der Welt auf die Figur des „Juden“ zurückzuführen sei.“

Wer in weiten Teilen offen rechtsextrem ist, sich menschenfeindlicher Narrative bedient und von geheimen Eliten spricht, die die Weltgeschickte lenken, wer den NS verherrlicht oder verharmlos, der ist mitten drin im Antisemitismus und bereitet den Boden für diese Ideologie. Und für Taten wie die des Terroristen von Halle.

Die 50 schlimmsten Aussagen der AfD: Dieses Video entlarvt die AfD mit ihren eigenen Worten

5. So reagieren AfDler nach Halle

Während einige AfD-Politiker halbherzig den Antisemitismus verurteilten und sich gegen Rechtsextremismus aussprachen (natürlich nicht ohne unzusammenhängend Linksextremismus zu erwähnen), zeigten andere noch offener, wie egal ihnen der Anschlag war – und verbreiteten Lügen und Verschwörungstheorien über den Attentäter.

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Der Sprecher der AfD Sachsen störte sich darüber hinaus wohl daran, dass man nach dem versuchten Massaker in einer Synagoge über Antisemitismus spricht und nennt Juden absichtlich „Semiten“. Der Begriff wird heute fast ausschließlich als rassistischer Begriff verwender (Quelle).

In den Kommentarspalten wimmelte es auch nur so vor antisemitischen Aussagen und volksverhetzenden Aussagen. Daran störte sich wohl auch niemand. Der Bundestagsabgeordnete Brandner reagierte darüber hinaus mit solchen Retweets:

Die AfD ist antisemitisch

Die AfD hat aber auch „mit Antisemitismus nichts, aber auch wirklich nichts zu tun“? Die anderen Parteien seien „Heuchler“, Faschist Höcke? Die AfD ist die Partei, in der wie in keiner anderen Antisemiten und Holocaust-Leugner Platz haben. Sie hat die judenfeindlichsten AnhängerInnen von allen und schafft es nicht mal richtig, den Opfern des Holocausts zu gedenken, sondern will lieber positiv über das dritte Reich reden – einen „Vogelschiss“, wie es Gauland nannte. 

Juden möchten mit der AfD rein gar nichts zu tun haben. Eine Partei, die in weiten Teilen offen faschistisch ist und bereits jetzt teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die AfD ist nur nach außen gegen Antisemitismus, um sich selbst zu verharmlosen (Mehr dazu) und um so gegen Muslime hetzen zu können. Denn sie spricht bei Antisemitismus ausschließlich über Islamisten. Und tut so, als gäbe es keinen deutschen Antisemitismus. So mancher Springer-Chef macht es genau so.

Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Antisemitismus ist immer noch vor allem ein Nazi-Problem

Halle dürfte der beste Gegenbeweis sein, dass es nicht nur auch rechtsextremen Antisemitismus gibt, er auch noch brandgefährlich ist. Ein Neonazi wollte ein Massaker in einer Synagoge anrichten – und natürlich auch Muslime töten, weshalb er auch in einer Dönerbude um sich schoss. Doch rechtsextremer Antisemitismus ist auch noch das wahre Problem: Fast 90% aller antisemitischen Straftaten wurden von Rechtsextremen begangen.

Antisemitismus in der rechtsextremen SzeneDer antisemitische Anschlag in Halle zeigt: Deutschland hat ein massives…

Gepostet von Monitor am Samstag, 12. Oktober 2019

Wer die AfD wählt, stärkt den Antisemitismus. Dabei helfen keine Hinweise auf die Mini-Gruppe der „Juden in der AfD“ oder der geheuchelten Vorwürfe und Verurteilungen der Vorsitzenden. Wenn die AfD es ernst meinen würde mit der Verurteilung des Antisemitismus, müssten nicht nur eine ganze Reihe an Holocaust-Leugnern aus der Partei geworfen werden, sondern ihr gesamter völkisch-nationalistischer Flügel, bis einschließlich ihres Spitzenkandidaten für Thüringen, dem Faschisten Höcke.

Artikelbild: ColorMaker, shutterstock.com

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Nazi-Sprache: AfD Rostock blamiert sich mit diesem irren Antrag

Die Satire-Partei afD schlägt wieder zu

Demokratische Parteien beschäftigen sich mit wichtigen Themen wie der Klimakrise, mit militanten Rechtsextremisten, die Terroranschläge begehen. Oder mit Armut und Arbeit, die sich lohnt, mit Bildung oder mit Sicherheit. Irgendetwas, das irgendwie relevant oder sinnvoll ist. Nein, aber nicht die rassistische AfD. Die AfD Fraktion für den Landkreis Rostock stellt vor wenigen Tagen tatsächlich einen Antrag, der völliges Kopfschütteln hervorrufen muss. Nachdem die Stadt Rostock wie über 50 Gemeinden zuvor den Klimanotstand ausgerufen hatte, möchte die AfD jetzt im Landkreis einen anderen Notstand ausrufen.

Der Antrag liest sich wie Satire, die jemand auf die AfD selbst gemacht hätte: Die AfD hätte gern einen Notstand wegen „Überfremdung“. Ja, richtig. Das Wort „Überfremdung“ – ein rechtsextremes Schlagwort, das bereits 1993 zum Unwort des Jahres (wegen der vielen Nazis, die es verwendeten!) ernannt wurde – wird jetzt von der AfD verwendet. Der manipulierende Begriff möchte versuchen, dass nicht nur Menschen als „fremd“ erklärt werden, dass „fremd“ etwas Schlechtes sein sollte, sondern dass auch noch „zu viel“ davon da sei. Astreine Nazi-Sprache, die man sonst nur bei der NPD oder anderen vom Verfassungsschutz überwachten Gruppen findet. Was das über die AfD aussagt, kann man selbst entscheiden. Oder nein, warte, lieber nicht: Das heißt, die AfD Rostock sind wohl auch Faschisten.



Kopfschütteln oder Auslachen?

In ihrem Gaga-Antrag möchte die AfD aus dem Landkreis Rostock jetzt für alle Beschlüsse feststellen, ob damit die „Identität“ geschützt werde. Warte, Identität? Ja wirklich, das ist (leider) keine Satire. Weil der Landkreis Rostock sage und schreibe 3,0% Ausländeranteil hat und davon 1,1% Schutzsuchende sind (Quelle), verliert der Landkreis Rostock… seine Identität oder so? Nazi-Logik ist seltsam, muss man wissen. Die AfD Fraktion vom Landkreis Rostock sieht in „kultureller Beliebigkeit“ (Was zur Hölle ist das?) ein „Risiko“.

Deshalb möchte die AfD mit diesem Antrag alle Menschen, die nicht aus dem Landkreis Rostock stammen, deportieren („Wege in die Heimatländer ebnen“). Jep, anscheinend müssen auch das Viertel der EU-Ausländer irgendwie aus Rostock geworfen werden oder so. Weil nicht genug „Identitätsarbeit“ geleistet werde. (Keine Ahnung, ich kann nichts davor, dass das keinen Sinn ergibt!) Die AfD, die alle Ausländer deportieren will, weil irgendwas mit Kultur und Identität, lehnt aber laut Antrag aber natürlich Ausgrenzung und Rassismus ab. Ok, vielleicht ist der Antrag doch Satire.

Analyse: Nazi-Sprache und verfassungsfeindliche Ideologie

Also jetzt mal im Ernst: Die AfD Fraktion Landkreis Rostock ist ein Musterbeispiel für eine astreine, faschistische und rassistische Gruppe, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden muss. Sie verwendet nicht nur NPD-Begriffe, glaubt, dass wir nicht nur „zu viele“ Nicht-Deutsche hätten, sondern, dass es überhaupt „zu viel“ geben kann, sie möchte diese Menschen auch noch deportieren. Und behauptet dann dreist, nicht rassistisch zu sein.

Durch die ungewollte, rassistische Parodie auf das ernste Thema des Klimanotstandes möchte sie so tun, als seien ihre irren, rassistischen Fantasien genau so ernst zu nehmen wie der menschengemachte Klimawandel, den über 99% aller Experten als Bedrohung für die Menschheit ansehen. Und natürlich die AfD als einzige nicht. So viel zu ihrer vermeintlichen Seriosität und wie ernst sie zu nehmen ist.

Diese Anfrage der AfD zum Konsens über den Klimawandel ist ein Eigentor

Das ist ein sprachliches Verwirrspielchen, dass astreinen Faschismus etablieren und normalisieren soll. Es ist so absurd, dass es wirklich ungewollt eine Satire auf sich selbst ist. Mit Nonsens-Begriffen wie „Identitätsarbeit“ und „kulturelle Beliebigkeit“ sagt sie „Ausländer raus“ (übrigens 1992 in Rostock-Lichtenhagen auch groß im Kurs), nur mit etwas mehr Blabla. Das ist völlig sinnfrei und natürlich eindeutig rechtsextrem. Und deshalb kauft ihnen auch keiner diesen Unsinn ab. Hoffentlich bleibt das auch so. Verfassungsschutz, wann übernehmen Sie endlich?

AfDler erklärt offen, warum sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden müssen

Artikelbild: nakaridore, shutterstock.com

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Der größte Heuchler in diesem Land ist der Faschist Höcke!

So antisemitisch ist die AfD

Als ich dieses SharePic von Bernd Höcke auf Facebook gesehen habe ist mir alles hochgekommen.

Wie kann Bernd Höcke es wagen, auch nur irgendeinen Kommentar zum rechtsextremistischen Terroranschlag in Halle zu sagen? Wie kann er es wagen, die ganze Geschichte für seine politische Agenda zu nutzen? Und wie kann er es wagen, andere als Heuchler zu bezeichnen, obwohl er der größte Heuchler Deutschlands ist? Denn Höcke ist und bleibt nichts weiter als ein Lügner und Faschist.

Hier eine kurze Auflistung warum Höcke und seine ganzen AfD Freunde zu Halle einfach ihre Schnauze halten sollten und Lügner sind, wenn Sie behaupten Sie hätten mit Antisemitismus nichts am Hut:



Björn Höcke und die „erinnerungspolitische Wende“

In einer Rede von 2017 forderte Höcke eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. In diesem Zusammenhang bezeichnete er das Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“. Im genauen Wortlaut sagte er: „Wir Deutschen, und ich rede jetzt nicht von Euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben, wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Herr Höcke wäre es am liebsten, man würde diesen Teil der deutschen Geschichte aus dem kollektiven Gedächtnis löschen.

Wieso? Damit er und seine geistigen Verbündeten Hetze wie 1933 betreiben können, ohne dass die Bürger Parallelen zur Vergangenheit ziehen. Sein Kollege Gauland blies ins selbe Horn und bezeichnete den Nationalsozialismus als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte. Generell verfolgt die AfD eine Strategie der Relativierung des Nationalsozialismus und der daraus resultierenden Verantwortung. Aber wir vergessen die Geschichte nicht und wir werden auch nicht vergessen, dass der Attentäter von Halle Holocaust Leugner gewesen ist (Quelle).

Holocaust Leugner Gedeon

Der Holocaust wird in der AfD zum Beispiel ganz offen vom Baden-Württembergischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon geleugnet. Ein Gericht entschied, dass Gedeon auch ganz offiziell als Holocaust Leugner bezeichnet werden darf.

Bernd Höcke ist Landolf Ladig

Bevor Bernd Höcke ein bekannter Politiker der AfD geworden ist, hat er unter dem Pseudonym Landolf Ladig Artikel für verschiedene rechtsextreme Blätter verfasst und hat in diesen für die NPD geworben.

Argumentationshilfe: So einfach beweist du, dass Höcke ein Faschist ist

In der AfD sind Antisemtische Thesen weit verbreitet

Während die Zustimmung zur These »Juden haben auf der Welt zu viel Einfluss.« unter den Anhängern der demokratischen Parteien 15 – 20 Prozent beträgt (was auch schon erschreckend ist), liegt die Zustimmung bei den Anhängern der AfD bei ganzen 55 Prozent.

„AfD gründet ihre Politik auf Hass und Ausgrenzung“

Als die ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden Frau Knoblauch eine Rede im bayrischen Landtag gehalten hat und gesagt hat, dass die Politik der AfD auf Hass und Ausgrenzung gründet, verließen die AfD Abgeordneten die Sitzung. Nach der Rede erhielt Frau Knoblauch massive Drohungen, beinahe im Minutentakt. Anlass ihrer Rede war eine Gedenkfeier für NS-Opfer (Quelle, Quelle, Quelle).



Bernd Höcke darf als „Faschist“ bezeichnet werden

Ein Gericht entschied, dass die Bezeichnung Faschist für Höcke ihre Berechtigung hat und zulässig ist, weil es hierfür genug Indizien gibt. So wurden dem Gericht zahlreiche Zitatstellen aus einem Höcke-Buch sowie Presseberichte Höckes vorgelegt. Die Materialsammlung bestätige die faschistische Agenda Höckes. Dort befanden sich Sätze vom „bevorstehenden Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch“ oder die „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Bezogen auf den Hitler-Faschismus geht es um die „katastrophale Niederlage von 1945“.

Gerichtlich bestätigt: Man darf Höcke als „Faschist“ bezeichnen

Teile der AfD als verfassungsfeindlich eingestuft

Der „Flügel“ der AfD, dessen Kopf Herr Höcke selbst ist, wurde vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft. Der Flügel ist eine als völkisch und nationalistisch eingestufte Gruppierung innerhalb der Partei Alternative für Deutschland (Quelle).

Dieser Faschist Höcke tritt unser historische Verantwortung mit Füßen. Für mich ist er kein „Deutscher“. Er spricht weder für uns „Deutsche“ noch für das „Volk“. Denn Deutsch zu sein bedeutet gegen Rassismus jeder Art zu sein. Keinen von uns trifft die Schuld für die Vergangenheit dieses Landes. Aber wir alle tragen gemeinsam die Verantwortung, dass sich die Geschichte #niewieder wiederholt.

Das ist das was uns vereint und auch auf die nächsten Jahrzehnte Seite an Seite stehen lässt. Höcke und seine rechtspopulistischen Freunde werden es niemals schaffen uns zu spalten: Es gibt in diesem Land zu viele Menschen, die diese Verantwortung in ihrem Herzen tragen. Wir sind und bleiben mehr. Wir sind und bleiben unteilbar.

Teilt diesen Artikel bitte, und wem das nicht genug ist: Hier geht’s zum Post von Heuchler Höcke.

Artikelbild: Screenshot facebook.com

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Ich habe euch rechte Hetzer & Trolle so unglaublich satt!

Ich hab die schnauze voll!

Hallo willkommen, meine lieben Volksverpetzer-Leser*innen zu meinem persönlichen Kotzeimer. Oder wenn wir es positiver formulieren wollen: Meine Therapiestunde. Und ihr dürft alle daran teilhaben. Gestern habe ich den viel diskutierten Leitartikel von Springer-Chef Döpfner in der WELT gelesen. Und war entsetzt. So offen, mit so vielen Whataboutismen und Lügen gespickt hat sich der Springer-Verlag noch nie rechtsextrem geäußert (außer vielleicht in der BILD). Das ist hart formuliert, und vielleicht merkt man auch meinen Ärger im Text selbst, in dem ich die Lügen und die unglaublichen Unterstellungen Döpfners aufgezählt habe:

Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Merkt man das Entsetzen? Wahrscheinlich. Manche meinen, wer so reagiert, müsse übertreiben. Es kann doch nicht sein, dass so ein Text wirklich erschienen ist. Vielleicht war ich harsch. Aber was ich definitiv nicht getan habe, sind haltlose Anschuldigungen zu verbreiten. Man mag nicht einer Meinung mit dem Volksverpetzer sein, und dass wir uns manchmal erlauben, wütend zu sein, wenn so ein einflussreicher Mann wie Döpfner seine Plattform dafür nutzt, um einen rechtsextremen Anschlag dafür zu instrumentalisieren, nicht über Rechtsextremismus zu reden, nicht mal über Antisemitismus, sondern um Lügen über Merkels Flüchtlingspolitik 2015 zu verbreiten und Lügen über die niedrigste Kriminalität seit 1992.

Aber das machen wir immer sachlich. Nicht unkommentiert, aber inhaltlich begründet. Ich verwende keine Begriffe, die ich nicht begründen kann. Wenn ich „Lügen“ sage, dann sind Dinge bewusst falsch dargestellt. Wenn ich „rechtsextrem“ sage, dann kann ich belegen, dass es falsche, rechtsextreme Narrative sind. Das kann man gern kritisieren. Hey, natürlich machen wir Fehler. Ich freue mich immer über konstruktive Kritik und sachliche Hinweise auf Fehler. Aber 99% des negativen Feedbacks, das wir in Twitter, Facebook und Instagram bekommen ist ganz bestimmt nicht das. Und darüber will ich heute reden.



 

Hass, hetze, lügen, verdrehungen

Ich habe schon öfter über Trolle und Hetzer im Netz geschrieben. Verschwendet nicht eure Zeit damit. Blockt sie kommentarlos. Und selbst wenn sie ein Bundestagsmandat haben. Dass Menschen rechtsextreme Trolle wählen, sollte deren Hass, Hetze und Verwirrspielchen nicht legitimieren. Aber wie kann es sein, dass 99% des negativen Feedbacks auf Artikel wie den über Döpfner semantische Verwirrspielchen und Beleidigungen sind?

Wir seien „linksextrem“. Was bitte, ist an uns „linksextrem“? Stellen wir irgendwo den Marktmechanismus in Frage, wenn wir Faschisten kritisieren? Wir seien „Hetzer“. Weil wir Hetze Hetze nennen? Wenn die Feuerwehr als Brandstifter bezeichnet wird. Wir blocken ohne zu Zögern jeden, der solche Vorwürfe bringt. Nicht, weil wir nicht bereit sind, Selbstkritik zu üben. Hey, wenn jemand mal aufrecht der Meinung sein sollte, dass das so ist, sind unsere Türen offen für Kritik. Erklärt sachlich, ohne Beleidigungen (!), was euch stört und vielleicht können wir Fehler korrigieren. Im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn ich meine Methodik oder Rhetorik verbessern könnte.

Aber keiner von denen will das. Sie wollen uns zum Schweigen bringen. Entweder durch Entmutigen oder durch Mobbing. Sie wollen uns brandmarken. Sie wollen uns geistig zermürben. Sie wollen unsere Zeit mit sinnlosen Diskussionen verschwenden. Doch lasst euch gesagt sein: Wir werden das nicht zu lassen. Wir werden euch blockieren, ohne zu Zögern. Wir löschen eure Hass-Mails ungelesen. Wir werden euren geistigen Müll einfach ignorieren. Und dann noch bestimmter eure Lügen aufzeigen. Ihr seid es, die eure Zeit verschwendet.

Volksverpetzer antidemokratisch??

Wer behauptet, wir seien „Extremisten“, „Hetzer“ oder „Antidemokraten“, der will uns nur ärgern und aus dem Diskurs verbannen. Es ist das Kindergarten-Spiel, wenn einem die Argumente ausgehen und man nur „SPIEGEL!!“ ruft. Wir blocken euch, denn mit Idioten diskutieren wir nicht. Und ja, mit diesem Vorwurf müsst ihr leben, aber wer hat mit Beleidigungen angefangen? Blocken ist nicht antidemokratisch, ganz im Gegenteil.

Wenn man mich zwingen müsste, jeden Tag Lügen, Hass, Hetze und Morddrohungen gegen mich zu lesen, das hielte ich für ziemlich autokratisch und grausam. Und dann müsste ich meine Arbeit in Social Media beenden. Ja, ich weiß, dass ihr das erreichen wollt. Könnte euch so passen. Das gilt übrigens auch für Unternehmen und private Sender, wenn es um AfD-Politiker geht. Wer so argumentiert, will sich in den Diskurs mobben. Nicht mit uns. Wenn ihr ein Problem mit uns habt, dann formuliert es sachlich und höflich, mit Quellen und Argumenten. Wenn ihr das nicht könnt, dann überlegt erst einmal, was das über euch aussagt und dann ignoriert uns. Es ist ein freies Land, auch wenn ihr was anderes behauptet.

Wir ignorieren übrigens auch nicht die Fake News und die Argumente, die die Trolle uns vor die Füße werfen. Auch wenn wir sie dann blocken. Wenn sich ein Argument und eine Lüge oft wiederholt, dann greifen wir das in einem Artikel auf. Aber sachlich, mit Fakten und Quellen. Und mit richtigem Framing. Damit andere Menschen vor der neuesten rechtsextremen Lüge gewarnt werden und diese bequem entkräften können. Aber mit Trollen reden werden wir nicht. Wir haben es satt, es zu versuchen.

Ich habe euch rechte Hetzer & Trolle so unglaublich satt!

Und während wir das Blocken von irrationalen Extremisten praktizieren und auch anderen dazu raten, glauben manche, das würde uns unseriös machen. Nur weil jahrzehntelang der Vorwurf, dass jemand rechtsextremes Gedankengut verbreitet, meistens haltlos war, heißt das nicht, dass derjenige unseriös ist, der jetzt echte rechtsextreme Hetze rechtsextreme Hetze nennt. Sondern derjenige, der so tut, als sei das jetzt völlig normal. Der Rechtsruck im Diskurs ist erschreckend. Und dass manche es nicht wahr haben wollen, ist umso erschreckender.

Wenn Faschisten wie Höcke zu Interviews geladen werden, wenn nach einem rechtsextremen Anschlag ein Politiker einer rechtsextremen Partei eingeladen wird, um seine Partei von seiner Verantwortung reinzuwaschen, läuft etwas gewaltig schief. Nur weil viele Menschen eine Lüge glauben, macht es diese Lüge nicht ernstzunehmender. Nur weil Menschen Lügner, Hetzer und Verschwörungsideologen wählen, heißt das nicht, dass wir dessen Lügen ernst nehmen sollen. Das ist nicht undemokratisch, sondern im Gegenteil die beste Verteidigung der Demokratie.

die lügen nicht normal werden lassen

Wenn Trolle systematisch anfangen, diejenigen, die Hetze aufklären als Hetzer zu bezeichnen, wenn Extremisten die normalen Menschen als Extremisten bezeichnen und Faschisten plötzlich links sind, dann ist oben unten. Und nichts ist mehr wahr.

Das wollen die Hetzer doch erreichen. Dann stehen ihre Lügen gleichwertig neben der Wahrheit. Dann entgleist uns der Diskurs vollständig. Dann hat die Demokratie und die Meinungsfreiheit verloren. Deswegen habe ich genug davon. Und ich rate euch allen, euch auch nicht auf diese Spielchen einzulassen.

Danke fürs Haare halten, mir geht’s auch gleich viel besser.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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Rechte Lüge & Hetze: Der Terrorist von Halle ist KEIN Iraner, sondern Deutscher!

Rechte verschwörungstheorie zu halle

Zum rechtsextremen Anschlag in Halle werden viele Lügen geteilt, vornehmlich in AfD-Kreisen. Die AfD Salzgitter teilte noch während der Live-Berichterstattung rechtsextreme Verschwörungstheorien:

Halle: AfD Salzgitter verbreitet Fake News & Verschwörungstheorien

Auch der Sprecher der AfD Sachsen teilte Lügen über die Religion des rechtsextremen Täters:

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Eine weitere rechtsextreme Lüge, die derzeit verbreitet wird, ist, dass der Täter Stephan B. angeblich aus dem Iran stamme und Islamist sei.

via Mimikama



Das ist frei erfunden!

Fakt ist: Der Mörder Stephan B. ist Deutscher und auch in Deutschland geboren. „Bailliet“ ist NICHT sein Nachname. Er ist NICHT im Iran geboren. Wir werden jedoch seinen echten Namen nicht nennen und sein Gesicht nicht zeigen. Warum, haben wir hier erklärt:

Halle: Warum uns Name und Gesicht des Täters keine Schlagzeile wert sind

Wie unsere Freunde von Mimikama berichten, werden auch Screenshots eines gefälschten Profils verbreitet, das NICHT den Täter zeigt:

via Mimikama

Die Generalbundesanwaltschaft schreibt dazu eindeutig: (Quelle):

„Die Bundesanwaltschaft hat heute (10. Oktober 2019) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den deutschen Staatsangehörigen Stephan B. wegen Verdachts des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in mehreren Fällen (§§ 211, 212, 22, 23, 52, 53 StGB) sowie weiterer Straftaten gestellt. Der Beschuldigte wurde gestern (9. Oktober 2019) vorläufig festgenommen.“

Auch ist eindeutig geklärt, dass Stephan B. 1992 in Eisleben geboren wurde, ganz in der Nähe des Ortes vom Anschlag (Quelle). Fest steht: Der rechtsextreme Terrorist ist also deutscher Staatsbürger, der in Deutschland geboren wurde. Die Herkunft mit dem Iran ist eine bewusste Lüge!

Frame-Check: Warum die Lüge?

Genau wie mit den anderen Lügen von Rechtsextremen zum Terroranschlag von Halle soll erreicht werden, dass die Tat wieder Menschen mit Migrationshintergrund zugeschoben wird. Und das, obwohl der Mörder selbst ein Rassist und Faschist ist. Bereits nach den ersten Meldungen der Tat behaupteten viele, die Herkunft des Täters zu kennen:

Ziel ist natürlich, dass in unseren Köpfen jede Gewalttat mit Migranten oder Muslimen verknüpft wird, und dass man denkt, dass diese nur von diesen verübt werden. Doch die Realität und die Statistik zeigt: Das ist vollkommen falsch! Tatsächlich ist Deutschland sogar so sicher wie seit 1992 nicht mehr. Die meisten Straftaten werden von Deutschen begangen und die meisten politischen Verbrechen werden von Rechtsextremisten begangen. Halle ist wieder das beste Beispiel dafür und nur eines aus einer langen Reihe an jüngsten, rechtsextremen Anschlägen.

Diese Lüge ist besonders schäbig und dumm, da der deutsche Terrorist ja sogar seine eigene Tat im Live-Stream gefilmt hatte, sich schriftlich und später vor dem Ermittlungsrichter die Tat gestanden hatte, ebenso wie auch sein rechtsextremes und antisemitisches Motiv (Quelle). Es ist also eine blanke, offensichtliche Lüge, damit Rassisten und Faschisten ihre perverse Weltsicht aufrecht erhalten können. Und vielleicht einige davon überzeugen. Dabei ist es genau diese Ideologie, die erst zu diesen grausamen Morden führte. Deswegen widersprecht diesen Lügen und lasst diese geistigen Mittäter damit nicht davon kommen!

Artikelbild: Screenshots facebook.de

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Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Springer-chef lässt seine afd-maske fallen

Heute morgen veröffentlichte Springer-Chef und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger Mathias Döpfner einen Artikel in der WELT mit Titel „Terror in Halle: Nie wieder „nie wieder“. Es ist ein WELT+ Artikel, aber keine Sorge, die unglaublichen Dinge, die Döpfner dort geschrieben hat, will man nicht lesen.

Es ist unfassbar, dass ein Artikel, der so voller Lügen, Whataboutismen und Verteidigung von rechtsextremen AfD-Narrativen ist, derart prominent eine Bühne bekommt. Und es ist der Beweis, dass der Springer Verlag mittlerweile der Partei-Verlag der AfD ist. Wir zerlegen den Artikel, die Behauptungen und die krassen Unterstellungen des Artikels.



Der Anfang war noch in ordnung

Zuerst beginnt der Anfang des Artikels von Döpfner noch richtig: Er verurteilt die Verharmlosung des Halle-Terrors durch Annegret Kramp-Karrenbauers als „Alarmzeichen“ – Denn über Alarmzeichen sind wir längst hinaus. Richtig sieht er auch die Parallelen zum Attentat von Christchurch – auch wenn er dann später diese Parallele völlig vergisst und nicht mehr darauf eingeht. Wohin sein Text jedoch danach abdriftet, ist unfassbar und höchst erschreckend.

Plötzlich spricht er davon, dass es eine „politische Kultur“ gäbe, in der die „Selbstgerechten“ den „Wunschtraum der Political Correctness“ träumen. Moment, was? Ging es nicht gerade um einen rechtsextremistischen Terroranschlag eines Neonazis, der laut seinem Manifest nicht nur Juden umbringen wollte, sondern auch „Muslime“ und „Linke“? Wieso nutzt Döpfner plötzlich den rechten Kampfbegriff „Political Correctness“?

Döpfner instrumentalisiert die Tat eines rechtsextremen Terroristen plötzlich, um genau die fremdenfeindliche Stimmung anzuheizen, die eben zu genau diesem Terror geführt hat. Die offen rechtsextreme AfD dürfte über diesen Leitartikel jubeln. Denn was Döpfner danach macht, ist, nicht mehr über den grassierenden Antisemitismus oder Rechtsextremismus zu sprechen – Sondern plötzlich redet er über Dinge, die damit rein gar nichts zu tun haben. Und macht so die Drecksarbeit für Rechtsextreme. Und er scheut auch nicht davor zurück, Lügen dabei zu verbreiten.

Lügen und rassistische Whataboutismen

Plötzlich spricht Döpfner von Limburg und wiederholt talking point, die rechtsextreme AfD-Trolle seit Tagen nutzen. Was zur Hölle hat das mit einem rechtsextremen Anschlag zu tun? Über das Motiv in Limburg ist bis heute offiziell nichts bekannt. Was Döpfner macht, ist hier reine AfD-Verschwörungstheorien zu verbreiten. Umso mehr, da er behauptet, man würde den Täter als „verwirrten Einzeltäter“ bezeichnen. Wir haben keinen einzigen Artikel gefunden, der das getan hat, außer als Frage unmittelbar nach der Tat.

Im Gegenteil, wer diesen Begriff ernsthaft verwendet ist die AfD. Und zwar über den rechtsextremen Mörder von Halle. Warum verurteilt Döpfner nicht das, als Dinge zu kritisieren, die er sich einbildet? Die vermeintliche „politische Korrektheit“ – ein Begriff, den ausschließlich die AfD und Rechtsextreme (und jetzt auch Döpfner, was das bedeutet, kann man sich selbst beantworten) verwenden – ist wieder einmal herbeiimaginiert. Dann spricht er weiter über Dinge, die nichts mit Antisemitismus, Rechtsextremismus oder Terror zu tun haben.

Er kritisiert, dass der gambische Fußballspieler Bakery Jatta angeblich eine falsche Identität angegeben hätte und dass Journalisten „systematisch wegschauen“ würden. Was zur Hölle? Was hat das bitteschön mit dem rechten Terror von Halle zu tun? Und es stimmt nicht einmal: Viele haben darüber berichtet, eine kurze Google-Suche hätte das bestätigen können.

Was ebenfalls nicht stimmt: Die Polizei hat in dem Fall nie ermittelt und nie Beweise gefunden, dass er eine falsche Identität angegeben hatte. Also auch eine glatte Lüge. Er kritisiert, dass der Deutschlandfunk nicht über den Mord in Stuttgart berichtet hätte – obwohl die Tat überhaupt keinen politischen Hintergrund hatte. Während er selbst übrigens kein Wort über den Mord in Kassel verliert, der am gleichen Tag wie in Stuttgart passierte. Der Unterschied? Dort war der Täter Deutscher. Man sieht das Muster.

Rassistische Hetze: Wo sind die empörten Wutbürger zum Mord in Kassel?

Weiterer rassistischer Unsinn & Lügen

Dann schwenkt er plötzlich zum AfD-Highlight der Kölner Silvesternacht, welche – nochmal! – absolut rein gar nichts mit Antisemitismus, rechtsextremen Terror oder irgendeiner Form von politischer Gewalt zu tun hat. Auf die Frage, warum Döpfner völlig am Thema vorbei schreibt und nur rassistische Schlagworte raushaut, kommen wir gleich noch.

Und wieder verbreitet er Lügen dazu: Er behauptet, dass die Übergriffe keine Konsequenzen gehabt hatten. Und vergisst dabei vollkommen, dass eine ganze Sexualrechtsreform die Folge war, um eben solche Taten (stärker) bestraften zu können. Aber nein, er verbreitet den AfD-Mythos, dass gegen sexualisierte Gewalt (nur von Nicht-Deutschen natürlich!) nichts unternommen werde.

Dann kommt er wenigstens ansatzweise zum Thema zurück, nachdem er das halbe AfD-Hetz-Repertoire durch genommen hatte und nennt wieder Fälle von Antisemitismus. Auffälligerweise aber nur Beispiele von muslimischem Antisemitismus, obwohl Halle definitiv nicht so ein Fall war. Er nennt eine Diskriminierung einer Airline aus Kuwait (die leider rechtmäßig war) und dass Deutschland zu tolerant zu einem Rapper sei, der antisemitische Demos besucht habe.

Döpfner gibt tatsächlich merkel schuld an halle!

Hier kommt die perfideste Unterstellung Döpfners: Er gibt tatsächlich Merkels Flüchtlingspolitik Schuld an den Morden in Halle. Wörtlich nennt er sie „Brandbeschleuniger“. Wie bitte? Das ist eine reine Lüge und eine glatte Rechtfertigung für Terror! Merkels Flüchtlingspolitik war 2015 einwandfrei rechtmäßig – Döpfner behauptet frecherweise das Gegenteil. Er behauptet, es werde kein Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und „Wirtschaftsflüchtlingen“ gemacht. Das ist faktisch 100% falsch. Und einfach nur das Wiederkäuen rechtsextremer Lügen der AfD.

Döpfner nimmt hier allen Ernstes einen rechtsextremen Terroristen in Schutz und betreibt eine perfide Täter-Opfer-Umkehr. Denn er verbreitet das rechtsextreme Narrativ der „Selbstverteidigung“, das die Hetzer der AfD auch teilen. Und ohnehin: Warum sollte jemand einen Amoklauf in einer Synagoge unternehmen, um „Kritik“ an Flüchtlingspolitik zu üben? Das ist doch irre.

Hier zeigt sich auch, warum Döpfner zuvor völlig zusammenhanglos mit keinem Wort nach den ersten Absätzen von Rechtsextremismus geredet hat und am Ende nur über entweder völlig unzusammenhängende Fälle, die weder antisemitisch waren, noch rechtsextrem, noch politisch. Döpfner wagt es, den Faschisten, die er zuvor noch vermeintlich verurteilen wollte, einen Verständnis für ihre Morde auszudrücken, indem er ihnen dann am Ende ja doch Recht gibt. Man muss sich fragen, wie sehr es um rechtsextreme Einstellungen beim Chef des Springer-Verlages besteht, wenn solche wahnwitzigen Zeilen geschrieben werden.

Wie Döpfner am Anfang noch richtig feststellte, war das eine Nachahmung des Täters von Christchurch. Er tötete aus Judenhass, er schrieb ein eindeutig rechtsextremes Manifest (auf englisch!), und hat seine Tat gestreamt, während er Helm und Militärkleidung trug. Der Täter war ein mordender Faschist, der übrigens auch Muslime gehasst hat, und Döpfner veröffentlich ein Hass-Pamphlet auf Muslime, denen er perfiderweise indirekt die Schuld am Terrror gibt.

Das ist keine Judenverteidigung, sondern salonfähiger Rechtsextremismus

Döpfner kritisiert die Kriminalität in Deutschland, nennt dabei ausschließlich Fälle, in denen die Täter keine Deutschen waren und dass der Staat die Kontrolle verloren hat. Das ist aber faktisch falsch. Die Kriminalität ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Muslime oder Migranten begehen den kleinsten Teil daran. Dass viele Menschen das anders sehen ist ganz allein Döpfner, seinen Zeitungen wie der BILD und seinen geistigen Freunden von der AfD zuzuschreiben, die über jede lokale Tat von Ausländern wochenlang berichten und Taten von Deutschen verschweigen und beschönigen (so wie offensichtlich derzeit Tat in Halle).

Kriminalität: So realitätsfern ist die „alternative“ Sicht der AfD-Wähler

Warum sonst wird Stuttgart erwähnt, aber Kassel nicht? Oder noch besser, wie konnte Döpfner mit keinem Wort den rechtsxtremen Mord an Walter Lübcke erwähnen? Was ist mit den zehntausenden rechten Morddrohungen, Todeslisten, rechte Straftäter, die sich immer häufiger bewaffnen, Revolution Chemnitz, Nordkreuz, NSU 2.0 und so weiter und so fort? Wie kann es sein, dass nach einer politisch motivierten Tat eines Faschisten über unpolitische Straftaten von Migranten gesprochen wird?Döpfner puscht also erneut eine rechte Verschwörungstheorie, die sich nahtlos in sein „Selbstverteidigung“-Narrativ fügt. Und gut zu den rechtsextremen Narrativen der AfD passt. Und zum Mörder von Halle.

26Döpfner schafft es also, einen Text zu schreiben, von dem er sich selber einreden möchte, dass er Juden verteidigt. In Wirklichkeit kritisiert sein Text ausschließlich wahllose unpolitische Straftaten ausschließlich von Muslimen und ausschließlich muslimischen Antisemitismus und nimmt im Gegenteil Rechtsextremismus als „Selbstverteidigung“ in Schutz. Er besitzt dann auch noch die Dreistigkeit, die Tat von Halle für seine eigene politische Agenda auszuschlachten.

Döpfner lässt seine AfD-Maske fallen

Döpfner schützt nach einer rechtsextremistischen Tat lieber die Lügen und Verschwörungstheorien der AfD als jüdisches Leben in Deutschland. Natürlich gibt es muslimischen Antisemitismus, der bekämpft werden muss. Aber die größten Antisemiten sind immer noch die Faschisten selbst, wie jede Statistik zeigt und verdammt nochmal das Attentat von Halle, oder etwa nicht? Döpfner nutzt seine enorme Reichweite dafür, rechte Verschwörungstheorien und Lügen zu streuen.

Er erwähnt und verurteilt mit keinem Wort die Ideologie des Täters, er verurteilt sie nicht, er erwähnt mit keinem Wort die Opfer, er verschweigt den Muslimhass des rechtsextremen Mörders und hat dann noch die Dreistigkeit, völlig zusammenhanglos mit Lügen und Whataboutismen, während der sichersten Zeiten seit der Wiedervereinigung vom Versagen bei Kriminalität zu sprechen, die er ausschließlich und wieder falscherweise nur auf Migranten und Muslime zurückführt.

Entweder Döpfner hatte einige gewaltige geistigen Ausssetzer beim Verfassen des Textes oder er sympathisiert mit Faschisten und der AfD. Da er ihre Narrative wiederholt, verteidigt und in Schutz nimmt, muss man letzteres befürchten. Applaus von der AfD erhält er schon massiv, in rechtsextremen Gruppen wird er begeistert geteilt. Und besonders beliebt ist er bei AfD-Seiten und -PolitikerInnen, Erika Steinbach und dem rechtsextremen Portal Journalistenwatch:

Döpfner sollte sich als ernst zu nehmender Journalist vollkommen disqualifiziert haben. Da dies wahrscheinlich nicht der Fall ist, zeigt, wie schlecht es um den Zustand des konservativen Journalismus und der Springer-Gruppe bestellt ist. Und das ist längst auch kein „Alarmzeichen“ mehr.

Artikelbild: Screenshot facebook.com

Da du diesen Artikel zu Ende gelesen hast: Möchtest du mehr Recherchen und Analysen zu den Hintergründen von politischen Mythen und Fake News? Oder auch Kommentare zu politischen Forderungen und aktuellen Ereignissen? Dann unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende für einen Kaffee, dazu kannst du einfach hier entlangschauen. Vielleicht hast du auch Fragen oder Artikelwünsche? Dann schreib uns auf redaktion@volksverpetzer oder auf Facebook oder Twitter




Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Sprecher AfD-Sachsen verbreitet fake news

Ihr wisst, dass wir uns bewusst dagegen entschieden haben, den Fall von Halle politisch im großen Stil auszuschlachten. Dass wir aus Respekt vor den Opfern und deren Angehörigen darauf verzichtet haben, Schlagzeilen im AfD-Stil zu bringen.

Ja, wir hätten sofort zum Zeitpunkt der ersten Eilmeldungen über die Schreckenstat titeln können „DANKE WEIDEL!“ oder so. Aber wir waren einstimmig der Meinung, dass das einfach moralisch falsch ist. Auch über den Täter haben wir nicht berichtet – die Gründe dafür erklärt unsere Autorin hier:

Halle: Warum uns Name und Gesicht des Täters keine Schlagzeile wert sind

Wer dachte, dass die AfD es nicht auch schaffen würde, einen rechtsextremen Attentäter für ihre Zwecke auszuschlachten, hat falsch gedacht: die moralische Hemmschwelle war natürlich schnell überwunden, und die Tatsachen auch erfolgreich verdreht.



Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt…

Der Pressesprecher der rechtsextremen AfD Sachsen, Andreas Albrecht Harlaß, postete diesen Screenshot einer Google-Suche auf facebook, welchen er mittlerweile wieder gelöscht hat:

Screenshot via Frank Stollberg

Darin sieht man, wie er nach den Begriffen „täter halle islam konvertiert“ gesucht hat. Das erste Ergebnis ist ein Artikel von welt.de: „Schüsse vor Synagoge: Was wir über den Täter von Halle wissen – Video …“, den es auch wirklich gibt (siehe Link). Der Verdacht wird weiter verstärkt, da man unten schon die Metabeschreibung des Artikels lesen kann. Darin taucht auf: „Er soll vor eineinhalb Jahren zum Islam konvertiert sein“.

Wir haben nochmal „nachgegoogelt“: An dem Screenshot ist alles richtig, der Artikel ist auch nach wie vor online.

Weiß der rechtsextreme AfD-Sprecher also etwas, wovon wir alle nicht wissen?

Kurzer Faktencheck

Nein. Weiß er nicht. Eigentlich müsste man nur auf den Link klicken und man wüsste das auch. Der Artikel selbst ist nämlich „nur“ ein Video. Neben der bereits bekannten Überschrift steht da nicht viel mehr als:

Nach den Schüssen in Halle geht die Polizei von einem antisemitischen Hintergrund aus. Offenbar hat der Täter seine Tat live über eine Gaming-Plattform gestreamt.

Wo kommt das jetzt der Islam ins Spiel?

Gar nicht. Mit Strg+F kann man die Seite nach dem angeblich entlarvenden Satz absuchen. Dieser ist allerdings nicht zu finden.

Theorie Nr. 1: Der Satz befindet sich irgendwo in den Kommentaren – auf die wir als Nicht-Mitglieder keinen Zugriff haben. Das heißt, dass keine öffentliche Quelle diese Aussage bestätigt hat. Sie stammt bestenfalls also von einem rechtsextremen Hetzer, der dieses Gerücht in die Welt (no pun intended) streuen wollte.

Theorie Nr. 2: Es handelt sich um irgendeine versteckte Verlinkung zu diesem Artikel (auch von welt.de). Immerhin hat er den Satz „Er soll vor eineinhalb Jahren zum Islam konvertiert sein“ im Wortlaut in der Überschrift. Der Artikel bezieht sich jedoch auf den (ebenso tragischen) Messerangriff auf Polizisten in Paris.

Egal, welche Theorie jetzt stimmt, es gilt: Das Attentat in Halle hat nichts mit dem Islam oder Islamismus zu tun. Höchstens in soweit, dass der Täter neben Juden gerne auch Muslime hätte töten wollen.

Update: Mittlerweile ist klar: Theorie 2 stimmt. Vielen Dank an die Follower, die uns auf Social Media darauf hingewiesen haben!

Das Spiel umdrehen

Frank Stollberg drehte das Spiel auch einfach um und bekam dafür diese Ergebnisse:

Damit findet man diesen Artikel der Kollegen von Watson, in dem erzählt wird, dass zwei Dresdner Gerichte Anfang des Jahres festgestellt hatten, dass der Landesvorsitzende der AfD Urban (der den Halle Anschlag übrigens sofort als Folge der offenen Grenzen bezeichnete) und der Pressesprecher der Partei Harlaß als Neonazi beziehungsweise Anhänger der „NS-Rassenlehre“ bezeichnet werden dürfen. „Auch interessant“.



Fazit

Auch wenn es sich nur um einen Facebookpost handelt, nimmt man mehrere Dinge mit:

1. Rechten Hetzern ist nichts zu verwerflich. Egal, ob es einfach nur das Verdrehen von Fakten ist oder das Ausnutzen einer schändlichen Tat ohne Rücksicht auf die Opfer und Hinterbliebenen. Selbst wenn diese Tat eigentlich gar nicht das eigene Weltbild unterstützt.

2. Die bittere Ironie bei der ganzen Sache: Die Rechtsextremen, die sich selbst immer als „Kritiker“ darstellen, die alles mit dem „gesunden Menschenverstand“ hinterfragen, nutzen einfach einen Screenshot einer Google-Suche als „Quelle“. Das ist so ziemlich die am wenigsten belastbare Quelle, die man sich vorstellen kann.

3. Die Respektlosigkeit. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen, die gerade die wohl härteste Zeit überhaupt haben.

Denkt eigentlich überhaupt jemand an die Ehepartner, Eltern, Geschwister, Kinder, deren Liebste(r) nie wieder nach Hause kehren wird? Die gerade gleichzeitig den Verlustschmerz verarbeiten müssen, irgendwie den Alltag meistern, im schlimmsten Falle noch selbst irgendwelche Anfragen von BILD und co. bekommen, weil diese die Story auf Teufel komm raus ausschlachten wollen und dann noch im Internet ständig vom Anschlag lesen und davon, wie die Tode ihrer Angehörigen politisch ausgeschlachtet werden?
Denkt jemand an die Leute, die den Tag durch Glück überlebt haben, weil die Sicherheitsvorkehrungen der Synagoge gehalten haben und die sich jetzt vielleicht trotzdem Vorwürfe machen? Die gerade ebenfalls psychisch fertig sind?

Nein. Niemand tut das. Zumindest niemand, der sein Geld mit Schlagzeilen verdient. Und das ist das wirklich Traurige. Hört auf den Fall mit Lügen und Verdrehungen politisch auszuschlachten. Das hilft niemandem. Höchstens denen, die diese Tat begangen haben und genau das wollten: Aufmerksamkeit.

Text: Frederik Mallon, Thomas Laschyk. Artikelbild: Alex E. Proimos, Flickr,  (CC BY 2.0), changes were made, Screenshots facebook.com

Zum Thema:

Halle: AfD Salzgitter verbreitet Fake News & Verschwörungstheorien

Da du diesen Artikel zu Ende gelesen hast: Möchtest du mehr Recherchen und Analysen zu den Hintergründen von politischen Mythen und Fake News? Oder auch Kommentare zu politischen Forderungen und aktuellen Ereignissen? Dann unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende für einen Kaffee, dazu kannst du einfach hier entlangschauen. Vielleicht hast du auch Fragen oder Artikelwünsche? Dann schreib uns auf redaktion@volksverpetzer oder auf Facebook oder Twitter