Ibiza, Ibiza, Antifascista!

Nicht wundern, das ist echt.

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Heute Abend habe ich die wohl skurRilste politische Demonstration gesehen.

Es war die 30. Donnerstagsdemo in Wien. Mittlerweile eine Tradition. Normalerweise führt diese Demo durch immer wechselnde Bezirke in Wien. Begleitet mit viel Lärm und Musik, hat diese Demo immer versucht, auf die Missstände in Österreich aufmerksam zu machen. Gegen Rassismus, gegen Diskriminierung.



Doch in dieser Woche war Vieles anders. Wir schreiben gerade die Woche Null: Die rechtspopulistische FPÖ ist nicht mehr in der Regierung, Kanzler Kurz ist weg, Österreich hat seit heute zum ersten Mal sogar eine Kanzlerin, die von Präsident Van der Bellen ernannt wurde.

Vieles ist anders. Vieles ist ANDERS. Echt anders. Echt mal. Wenn man überlegt, dass in anderen Zeiten beispielsweise die Scorpions mit Wind of Change eine Begleithymne waren, so schaffen es ausgerechnet (AUS-GE-RECH-NET!) die Vengaboys zur Hymne des Umsturzes hier. Kein Scherz.

Klar, das dürfte unfreiwillig an dem Titel „Ibiza“ liegen und Ibo kann man schlecht auferstehen lassen. Insofern sind die Vengaboys alternativlos gewesen. Hey, und die waren heute am Abend wirklich live inklusive Vengabus vor dem Kanzleramt in Wien.

Konfetti, bunte Luftbälle und ein Haufen singender Menschen. Irgendwie hat dann noch ein Schlachtruf am Ende die Gesamtstimmung perfekt zusammengefasst:
Ibiza, Ibiza, Antifascista!

Ganz ehrlich? Ich habe es lächelnd genossen und auf dem Heimweg von der Demo meine JBL Box mit meinem Smartphone gekoppelt. ♫♪♬ Fly away on Venga airways ♫♪♬

Artikelbild: Andre Wolf

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