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Diese frauenfeindlichen AfD-Zitate sind größtenteils echt – und wir haben noch mehr gefunden!

von  | Faktencheck | 6. März 2026 |  17 min

Die AfD ist eine frauenfeindliche Partei, die für traditionelle Rollenverteilung und gegen echte Gleichberechtigung ist. Diesen Fakt soll eine häufig geteilte Grafik voller schlimmer AfD-Zitate beweisen. Die meisten von ihnen sind belegbar – aber es gibt noch viel mehr Beweise für die Frauenfeindlichkeit der AfD!

Seit einigen Jahren kursiert eine Grafik auf Social Media, voller AfD-Zitate von männlichen (Ex‑)Mitgliedern der Partei, die die Frauenfeindlichkeit der AfD zeigen soll. Die meisten davon sind echt und belegbar.

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1. Stimmt: AfD-Mitglied beleidigt Frau und wird verurteilt

Die Aussage „Hoffentlich wird dich Mal ein schwarzer so richtig dran Nehmen, ohne daß du das möchtest. Dann wirst du vielleicht normal im Hirn.“ [sic] hat der Cottbuser AfD-Stadtverordnete Andy Schöngarth einer 18-Jährigen auf Instagram geschrieben. Dafür wurde er im Februar 2023 vom Amtsgericht Cottbus wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt, das Urteil ist rechtskräftig.

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2. Stimmt: Ehemaliger AfD-Abgeordneter findet: Frauen müssen Kinder kriegen

Auch Andreas Wild, ehemaliger AfD-Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus, hat das abgebildete Zitat so geäußert: Auf Twitter antwortete er 2017 auf die Frage, wie das Frauenbild der AfD aussehe: "Jede Frau kann machen was Sie will. Im Schnitt muß sie allerdings 2 Kinder bekommen. Das geht ohne Full-time-Job leichter." [sic] Er bestätigte diese Aussage auch gegenüber Correctiv. Wild wurde 2017 aus der Fraktion und 2021 aus der Partei ausgeschlossen, die AfD warf ihm Kontakte in die rechtsextreme Szene vor. (Die Ironie, da die AfD selbst inzwischen Teil der rechtsextremen Szene ist).

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3. Stimmt: Ehemaliger AfD-Stadtrat wirft Vergewaltigungsopfer Mitschuld vor

Die Aussage, eine Vergewaltigung finde nicht unabhängig von sexuellen Reizen statt, tätigte der Anwalt und ehemalige Freiburger AfD-Stadtrat Dubravko Mandic wirklich, und zwar in einem Plädoyer für seinen Mandanten während eines Vergewaltigungsprozesses am Landgericht Freiburg. Weiter behauptete er, das 15-jährige Opfer habe diese Reize gesetzt: "Der Mensch ist nicht immer Herr seiner Triebe."

Die Vergewaltigung erklärte er darüber hinaus mit einer genetischen Disposition und Marihuana-Konsum. Diese Aussagen stießen vor Gericht auf Unverständnis, der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt. Mandic trat 2021 aus der AfD aus, er wollte damit seinem Parteiausschluss wegen parteischädigendem Verhalten zuvorkommen.

4. Nicht belegt: frauenfeindliches Zitat von Petr Bystron

Dass der EU-Abgeordnete Petr Bystron gesagt haben soll, manche Frauen sollten lieber an einer Stange tanzen, als Politik zu machen, kann nicht belegt werden. Vorgeworfen wurde ihm die Aussage von der AfD-Politikerin Corinna Miazga auf dem AfD-Parteitag 2017 in Hannover. Miazga kandidierte damals ebenso wie Bystron für einen Vizeposten in der Partei. Correctiv gegenüber bestreitet Bystron, die Aussage getätigt zu haben. Miazga habe die Behauptung nach einer Unterlassungserklärung nicht mehr wiederholt. Miazga ist im Februar 2023 verstorben.

5. Stimmt: Ehemaliger AfDler zieht über Frauenquote her

Heiner Merz, ehemaliger Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, schrieb 2018 in einer E-Mail: Quoten nützten nur "unqualifizierten, dummen, faulen, hässlichen und widerwärtigen Frauen“. Dieses Zitat bestätigte er der Deutschen Presseagentur (dpa). Merz trat 2020 aus der AfD aus.

6. Stimmt: Frauenfeindliche Aussage von AfD-Stadtrat soll "ironische Antwort" gewesen sein

Der AfD-Stadtrat im bayerischen Moosburg, Gerhard-Michael Welter, hat auf Facebook geschrieben: „Mir soll es ja recht sein. Ich werde in meinen Rechten nicht eingeschränkt. Frauen brauchen einen Vormund. Bei Ihnen und ein paar anderen ‚Menschen mit Menstruationshintergrund‘ kann ich es sogar nachvollziehen.“  [sic]

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Correctiv gegenüber sagte er, dass er 2015 oder 2016 mit einer Frau über Facebook über Islam und Frauenrechte diskutiert habe. Am Ende einer "zwecklosen" Diskussion, habe er die angebliche "ironische Antwort" abgeschickt, die danach weiterverbreitet wurde. Sein Facebook-Profil ist mittlerweile gelöscht. Im von Welter genannten Zeitraum war er noch für die CSU im Moosburger Stadtrat tätig.

7. Unklar: Zum Weltfrauentag in den Puff – Zitat von AfD-Mann

Dass man zum Weltfrauentag "mal wieder in den Puff gehen" könne, soll Achim Nieder, ehemaliger AfD-Kreisrat von Wolfenbüttel, auf seinem Facebook-Profil gepostet haben. Der Beitrag wurde inzwischen gelöscht, es existiert aber eine archivierte Version. Der in der Grafik abgebildete Post wurde am 8. März 2019 von einem Profil mit seinem Namen und Bild gepostet.

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Ob es wirklich sein Profil war, kann nicht mehr geklärt werden: Nieder verstarb laut einem Nachruf der AfD Wolfenbüttel 2021. Das Profil ist nicht verifiziert und enthält in der Beschreibung den Hinweis: „Vorsicht, diese Seite kann Spuren von Satire und schwarzem Humor enthalten!“

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8. Stimmt: AfD-Mann bestätigt frauenfeindliches Zitat

Johannes Normann von der AfD Bayern hat 2017 gesagt: "Ein Land, das jeden reinlässt, wird genauso "geachtet", wie eine Frau, die jeden ran lässt." [sic] 2023 bestätigte er das Zitat auf X und fragte: "Ist mein Spruch (Rechtschreibung künstl. Freiheit) von 2017, der aktuell überall durchs Netz geistert, für Euch "frauenfeindlich"?" [sic] Normann ist laut eigener Website von Beginn an bei der AfD beteiligt, hat aber kein Amt inne und konzentriere sich auf Social Media.

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9. Stimmt: Björn Höcke suchte tatsächlich Deutschlands Männlichkeit

Der Faschist Björn Höcke ist bekannt für strafrechtlich relevante AfD-Zitate wie die verbotene SA-Losung "Alles für Deutschland", für die er zweimal rechtskräftig verurteilt wurde. Dieses Zitat ist zwar ausnahmsweise keine bekannte NS-Parole, hat der Landesvorsitzende der AfD Thüringen aber wirklich gesagt:

„Wir müssen unsere Männlichkeit wieder entdecken. Denn nur wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft. Und nur wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft, und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde!“ Gesagt hat es der Faschist aber bei einer Demonstration auf dem Erfurter Domplatz am 18. November 2015.

Jede Menge weitere AfD-Zitate, die beweisen, dass Höcke ein waschechter Faschist ist, haben wir euch hier gesammelt:

Noch mehr Frauenhass bei der AfD!

Sieben von neun Zitaten in der Grafik sind also gut belegbar, ein paar davon von Männern, die heute nicht mehr in der AfD sind. Aber der Frauenhass dieser Partei geht aber weit über diese AfD-Zitate hinaus.

So braucht man nicht lange, um neun weitere, gut belegte Zitate von aktiven AfD-Mitgliedern zu finden, die zeigen, was die AfD von echter Gleichberechtigung hält.

10. AfD-Landtagsabgeordneter: "Frauen weniger geeignet für Politik"

So sagte der AfD-Landtagsabgeordnete in Mecklenburg-Vorpommern Nikolaus Kramer 2021 in einem Interview mit dem YouTube-Kanal 4Pommern: "Bin ich nach wie vor der Meinung und es gibt auch Politikwissenschaftler, die mir da absolut Recht geben, dass Frauen weniger für die Politik geeignet seien, weil sie doch ein stückweit emotionaler sind als Männer." [sic]

11. AfD-Politiker sagt, Frauen sind weniger belastbar als Männer

AfD-Politiker Albrecht Glaser, der bis 2025 im Bundestag saß, antwortete 2021 im Bericht aus Berlin, auf die Frage, warum so wenig Frauen in der AfD seien: "Frauen stehen das, was von uns abverlangt wird, weniger gut durch".

12. Maximilian Krah: Echte Frauen kriegen Kinder

Maximilian Krah, EU-Abgeordneter für die AfD, brachte 2024 auf dem Politischen Aschermittwoch der bayerischen AfD in Osterhofen die Männer im Publikum mit folgendem Zitat zum Johlen: "Wir wollen echte Männer sein, meine Herren. Und echte Männer sind rechts. Und als echte Männer, wollen wir echte Frauen haben. Feministinnen sind alle hässlich und grässlich. [...] Liebe Frauen, seid Frauen. Und zur Weiblichkeit gehört die Mutterschaft dazu. Das ist das, was uns inspiriert."

13. AfD-Frau sieht keine Benachteiligung von Frauen

Aber auch Frauen in der AfD tun öffentlich kund, was sie von Feminismus und Gleichberechtigung halten: So kann die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst keinerlei Benachteiligung von Frauen erkennen: "Die strukturelle Benachteiligung von Frauen gleicht einem Yeti: Jeder spricht darüber, aber noch niemand hat ihn ernsthaft gesehen", sagte sie 2018 im Bundestag.

15. AfD: Frauenrechte nur, wenn es gegen Migranten geht

Genau hinschauen muss man besonders, wenn sich die AfD als Hüterin der Frauenrechte und weiblicher Selbstbestimmung ausgibt. Vanessa Behrendt, frauenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Niedersachsen, und Wiebke Muhsal, Thüringer Landtagsabgeordnete, sprechen in Posts aus diesem Jahr von Frauenschutz, schlagen aber als einzige Gegenmaßnahme Abschiebungen vor.

Behrendt kritisiert sogar Angebote, die Frauen schützen sollen: „Frauentaxis, Nightwalks für Frauen, ein Heimwegtelefon und sogenannte Awareness-Teams sollen richten, was die Migrationspolitik in Deutschland angerichtet hat? Unmöglich."

Junge Frauen der Generation Z, die Zielgruppe dieser Angebote sind, geben in der Jugendtrendstudie 2025 zu 88,7 Prozent an, mindestens eine erhöhte Angst vor Männern zu haben. Die Angst vor arabischstämmigen, schwarzen oder ostasiatischen Männern ist bei den jungen Frauen nur geringfügig höher als vor deutschen Männern. Die Konzentration auf migrantische Männer verfehlt den Kern des Problems deutlich.

Muhsal verneint sogar wörtlich, dass Männer die Gefahr für Frauen darstellen: "Wenn einer Schuld ist, dann Männer. Nein, dem ist nicht so. Erstens ist individuell derjenige, der vergewaltigt, schuld und nicht irgendjemand anders. Und das nächste ist doch die politische Frage. Was können wir tun, um solche Vergewaltigungen in unserem Land zu verhindern? Und dazu gehört nun mal, dass wir einen konsequenten Stopp der Einwanderungen haben und nicht einfach jeden hier ins Land lassen."

Männer sind also individuell schuld, während alle Einwanderer eine Kollektivschuld trifft – die rassistische "Logik" der AfD.

16. AfD Sachsen entscheidet, was eine "gute Frau" ist

Und auch mit der Wahlfreiheit zwischen Arbeit und Familie, die die AfD Frauen zugestehen möchte, scheint es nicht ganz so weit her zu sein. So postete die AfD Sachsen 2022 ein Bild, das darstellen soll, wie Feministinnen und die "traditionelle" Frau aussehen. Darüber und wie man mit solchen Nazi-Memes umgehen sollte, haben wir bei Volksverpetzer damals schon geschrieben:

Für "Wahlfreiheit" war hier ganz schön viel Bewertung drin: Die traditionelle, "richtige" Frau hat sich nicht zu schminken und die Haare zu färben, sondern "natürlich" zu sein. Sie soll schlank sein, die Kinderbetreuung für ihre "erste Pflicht" halten, für ihre Kinder leben und "unterstützt ihren Mann in Liebe", statt "häufig wechselnde Beziehungen" zu haben. Abtreibungen, Arbeiten für Mindestlohn und Gender-Studies studieren gehen laut AfD auch gar nicht.

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Die AfD Sachsen löschte den Post wieder, Jonas Dünzel, sächsischer Landtagsabgeordneter, hat ihn weiterhin auf seinem Instagram-Kanal gepostet, mit dem Kommentar, er entscheide sich "wie immer, für rechts".

17. Die AfD ist gegen Abtreibungen und kostenlose Tampons

AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch, die immer wieder an Demonstrationen gegen das Recht auf Abtreibung teilnimmt (zuletzt 2025), sprach sich 2018 im Bundestag deutlich gegen moderne Rollenbilder aus: "Im Haushalt heißt es nun folgerichtig dazu: Das Ziel ist „ein Umdenken in der Gesellschaft hin zu einem zeitgemäßen gemäßen Rollenverständnis“, und tradierte Rollenbilder sollen ausdrücklich überwunden werden. Das ist exakt die Sprache aller Radikalfeministinnen und Gender-Gaga-Ideologen und jetzt eben auch der CDU."

Und nur für diese Aufzählung zuletzt, sei Josef Burkart, Fraktionsvorsitzender der AfD im Stadtrat Euskirchen, genannt, für den die kostenlose Ausgabe von Menstruationsartikeln so ähnlich sei, "als würde Alkoholikern Alkohol, Rauchern Zigaretten oder Männern gewisse Mittel ausgegeben".

Gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger ruderte Burkart zwar etwas zurück und bezeichnete seine Äußerung als "überspitzt". Bei der Aussage, dass die kostenlose Abgabe von Tampons und Binden ins Persönliche eingreife und zu weit ginge, blieb er.

So weit, so unangenehm. Frauenhass betrifft aber nicht nur AfD-Zitate von (etwas zu vielen) Einzelpersonen. Er steht auch in ihren Wahlprogrammen schwarz auf weiß.

18. Auch das Wahlprogramm ist voller frauenfeindlicher AfD-Zitate

Die Aussagen von Vanessa Behrendt und Wiebke Muhsal zeigen, dass AFDler:innen den Schutz von Frauenrechten oft nur als Migrationsthema besprechen. In ihren Wahlprogrammen werden Frauen auch in anderen Kontexten genannt – was es nicht unbedingt besser macht.

Die AfD Rheinland-Pfalz widmet ihnen in ihrem Landtagswahlprogramm 2026 gleich das erste Kapitel unter dem Titel "Frauen. Wir regeln das." Die Bekenntnisse zu Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt werden gleich zu Beginn mit Hinweisen versehen, wen die AfD als Bedrohung für Frauen ansieht: "Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Diese Maxime ist bereits im Grundgesetz formuliert und darf nicht – auch nicht aus religiösen Gründen – aufgeweicht werden."

Mit der "Bedrohung aus patriarchalischen Kulturräumen" ist offensichtlich nicht Deutschland gemeint, und als ersten Punkt zum Schutz vor Gewalt von Frauen nennt die AfD hier die Abschiebung ausländischer Straftäter:innen. Nicht erwähnt wird, dass laut BKA Bundeslagebild 2024 97,9 Prozent der Tatverdächtigen bei Sexualstraftaten und 75,6 Prozent bei häuslicher Gewalt männlich sind – und die Mehrheit deutsch. Wie man Frauen vor männlicher Gewalt schützen kann, dazu gibt es kaum Vorschläge.

19. AfD: Gegen Abtreibungen, Frauenquote und Kinderbetreuung

Zu Einschränkungen von Frauen gibt es hingegen einiges an Vorschlägen:

Die AfD ist dagegen, traditionelle Geschlechterrollen aufzulösen, und stellt sich gegen die Aufklärung von Kindern über Geschlechterrollen und sexuelle Identitäten. Die Forderung „Den Kindern ist eine positive Lebenseinstellung zu vermitteln" im Bundestagswahlprogramm 2025 klingt nach der Streichung von Prävention vor sexuellen Übergriffen.

Die AfD ist gegen die Legalisierung von Abtreibungen und will ihre Anzahl senken. Laut AfD-Bundestagswahlprogramm 2025 seien Abtreibungen zur "Normalität" geworden. Die verpflichtende Schwangerschaftskonfliktberatung muss der AfD zufolge "dem Schutz des ungeborenen Lebens dienen". Das steht so auch im Schwangerschaftskonfliktgesetz - allerdings auch, dass die Beratung ergebnisoffen geführt werden muss und von der Verantwortung der Frau ausgeht.

Die Verantwortung spricht die AfD Frauen ab, indem sie Frauen und Ärzt:innen Abtreibungen so schwer wie möglich machen möchte: durch "Werbe"verbote, Streichung von Fördermitteln für Organisationen, die sich für das Recht auf Abtreibungen einsetzten, und verpflichtende Ultraschallaufnahmen während der Beratung vor einer Abtreibung.

20. AfD will Politik für Männer machen

Die AfD will Alleinerziehenden nur helfen, wenn sie "den anderen Elternteil nicht aus der Teilhabe an der Erziehungsverantwortung und praktischen Erziehungsleistung hinausdrängen". Gleichzeitig will sie "gezielte[...] Politik für Männer und Väter" machen. Kein Wort fällt dabei zu gewalttätigen oder übergriffigen Partnern. Ein Großteil der Gewalt in Beziehungen trifft Frauen, geht von Männern aus und zu rund 40 Prozent von ehemaligen Partnern.

Kinder unter drei Jahren sollen laut der AfD möglichst zu Hause betreut werden, von einem Elternteil, das komplett zu Hause bleibt. Sowohl mit Blick darauf, dass Frauen im Durchschnitt immer noch weniger verdienen als Männer, als auch auf das "traditionelle" Bild von Geschlechterrollen der AfD, trifft dies ganz im Sinne der AfD überwiegend Frauen.

Für mehr Hass im Netz gegen Frauen

Die AfD Baden-Württemberg will in ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026 Verfahren zu Äußerungsdelikten eingrenzen bzw. einstellen und EU-Vorschriften zur Beschränkung der Meinungsfreiheit im Internet aussetzen. Frauen sind von Beleidigungen und Belästigungen im Netz besonders betroffen: Eine von zehn Frauen in der EU hat seit ihrem 15. Lebensjahr Belästigung im Internet erfahren. Journalistinnen, Politikerinnen und Menschenrechtsaktivistinnen sind von Beleidigungen im Internet stärker betroffen als ihre männlichen Kollegen.

Die AfD stellt sich gegen die Frauenquote, die der systematischen Benachteiligung von Frauen in Unternehmen entgegenwirken soll – und die nachweislich wirkt.

Die AfD will der "Gender-Forschung" jegliche Förderung entziehen und keine Professuren mehr ermöglichen. "Gender-Forschung" beschreibt (vermutlich laut AfD) die Erforschung von Geschlecht als sozialer Kategorie und ist Teil vieler Fachbereiche. Häufig werden Unterschiede zwischen Geschlechterrollen und -identitäten, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse untersucht, aber auch konkrete Unterschiede in Medizin, Technik, Jura oder anderen Fachbereichen.

Die AfD will das Selbstbestimmungsgesetz abschaffen und erkennt nur zwei Geschlechter an, entgegen zunehmender wissenschaftlicher Evidenz. Das zementiert weiter starre Geschlechterrollen, unter denen Frauen leiden, und marginalisiert alle Menschen, die sich in diesem binären System nicht wiederfinden.

Die AfD will das Asyl- und Einwanderungsrecht stark einschränken, was gerade auch Frauen und Mädchen sowie queere Menschen treffen würde. Die Hälfte der Schutzsuchenden weltweit sind weiblich. Zusätzlich zu den gleichen Fluchtgründen der Männer sind sie oft von geschlechtsspezifischer Gewalt, Menschenhandel sowie Diskriminierung bedroht, müssen sich alleine um Kinder kümmern und sind besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt.

20 frauenfeindliche AfD-Zitate

Sieben der neun frauenfeindlichen AfD-Zitate in der Grafik sind auf jeden Fall echt, wiederum drei davon stammen von ehemaligen AfD-Mitgliedern, die aus der AfD ausgetreten sind oder ausgeschlossen wurden. Es gibt aber noch mindestens elf weitere AfD-Zitate von aktuellen AfD-Mitgliedern, die belegt werden können und zeigen, dass in der Partei weiterhin ein frauenfeindliches Klima herrscht. Auch bei einem Blick in die aktuellen Wahlprogramme sieht man, dass die AfD zur Gleichberechtigung der Geschlechter hauptsächlich Abschiebefantasien und die Abschaffung erkämpfter Frauenrechte anzubieten hat. Teile doch diesen Faktencheck, um über die AfD aufzuklären!

Artikelbild: Screenshot x.com

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