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GOOD NEWS DER WOCHE VOM 31.10. – 06.11: Bumble-KI gegen Dickpics, Erneuerbare-Boom

von | Nov 6, 2022 | Aktuelles, Gastkommentar, Kommentar

GASTBEITRAG VOM GOOD NEWS MAGAZIN

Jeden Tag und überall finden zahlreiche positive Ereignisse statt. Einmal die Woche sammelt das Good News Magazin für Volksverpetzer die guten Nachrichten der Woche. Für mehr gute Nachrichten in diesen turbulenten Zeiten, schaut hier vorbei.

Neuseeland schafft Behördensprache in offiziellen Dokumenten ab

Neuseeland schafft mit dem Plain Language Act die Behördensprache in offiziellen Dokumenten und auf Webseiten des öffentlichen Sektors ab.

In Deutschland wird manchmal das Gefühl vermittelt, dass die Behördensprache einen eigenen Zweig in der Sprache bildet. Denn das sogenannte “Beamtendeutsch” ruft häufig Verwirrung bei uns Bürger:innen hervor. Was zum Beispiel ist eine “Versagung” und warum wird eine Kopie als “Mehrstück” bezeichnet?

Die neuseeländische Regierung möchte in ihrem Land nun Distanz zu der komplizierten Verwaltungssprache schaffen. Ein neues Gesetz verspricht, die Behördensprache durch “Plain Language”, also einfache, leicht verständliche Sprache, zu ersetzen, um damit Transparenz und Zugänglichkeit zum Staatsgeschehen für die Bürger:innen des Landes zu fördern. Mehr zur Vereinfachung der Sprache findet ihr hier.

US-Bürger:innen erhalten Hörgeräte nun rezeptfrei

Eine neue Regelung in den USA erleichtert den Zugang zu Hörgeräten. 30 Millionen Menschen, die ein Hörgerät benötigen, sparen so hohe Kosten.

5.000 Euro kosten Premium-Hörgeräte in den USA, ähnlich wie in Deutschland. Anders als hierzulande übernimmt dort allerdings selten eine Krankenversicherung Teile der Kosten. Eine neue Regelung soll nun den Zugang zu Hörgeräten vereinfachen – und deutlich günstiger werden lassen. Die Gedanken dahinter erfahrt ihr hier.

Bumble geht mit KI gegen Dickpics vor

Die Dating- und Kennenlern-App Bumble geht mit einem KI-Tool gegen unerwünschte Nacktfotos vor. Damit verfolgt das Unternehmen weiter seine Mission, Online-Dating sicherer zu gestalten und vor allem Frauen und nicht-binäre Personen vor Übergriffen im Netz zu schützen.

Der sogenannte Private Detector scannt Fotos, die über die App verschickt werden, identifiziert Nacktfotos und macht diese unkenntlich. Nutzer:innen können dann entscheiden, ob sie das Foto unzensiert angezeigt bekommen wollen oder nicht. Mehr dazu hier.

Handball-Frauennationalmannschaft erhält gleiche EM-Prämie wie Männer

Bei der kommenden Europameisterschaft erhält die Frauen-Handballnationalmannschaft die gleiche Siegprämie wie die Männer. Bei einem Titelgewinn erhält das gesamte Team insgesamt 250.000 Euro. Der Deutsche Handballbund (DHB) will damit sportlichen Erfolg unabhängig vom Geschlecht wertschätzen. Das Turnier startet am 04. November.

Neben der möglichen Siegprämie kann das Team 30.000 Euro für das Erreichen der Hauptrunde erhalten. Dazu gibt es ein Tagesgeld, das abhängig von der Anzahl der absolvierten Länderspiele bis zu 100 Euro beträgt. Warum das so wichtig für Frauen ist, lest ihr hier.

Kurz oder Lang? Deswegen machen Ganzkörperanzüge einen Unterschied

Bei der EM 2021 in Basel turnte die Deutsche Frauen-Nationalmannschaft in langen Turnanzügen. 2022 zog mit dem KSV Hoheneck die erste Vereinsmannschaft nach. 

Nach dem Auftritt der deutschen Turn-Nationalmannschaft in langen Turnanzügen entbrannte innerhalb des Bundesliga-Vereins KSV Hoheneck eine Debatte darüber, ob die Drittliga-Mannschaft es ihr nicht gleichtun sollte. Vorne mit dabei Uta Ziegler, die Trainerin der Damenmannschaft, die maßgeblich an der Umsetzung und Einführung der Anzüge innerhalb des KSV beteiligt war. „Ein Herzensprojekt“, wie sie es selbst beschreibt. Denn in erster Linie gehe es ihr darum, dass sich ihre Turnerinnen wohl fühlen. Während des Wettkampfs sollte man sich keine Gedanken darum machen müssen, ob man etwas sieht, was man nicht sehen sollte, meint sie. Mehr Gedanken dazu teilen wir hier.

Erneuerbare Energien zeigen in 87 Ländern starkes Wachstum

Bereits in 87 Ländern weltweit machen erneuerbare Energien mindestens fünf Prozent des Marktanteiles aus.

Rund 50 Prozent des weltweiten Energiekonsums fließt in Heizenergie. Mit der weltweiten Energiekrise stellen viele Länder ihre Energieressourcen auf Alternativen um. Denn mittlerweile gibt es viele davon. Diese sind nicht nur nachhaltig, sondern teilweise sogar deutlich günstiger und damit attraktiver als fossile Energien.

Erneuerbare Energien haben bereits in 87 Ländern den Punkt überschritten, ab dem man bei einer Innovation davon ausgeht, dass sie sowohl preislich kompetitiv als auch zugänglich genug sind, um exponentiell adaptiert zu werden. Die sogenannte Fünf-Prozent-Hürde ist wissenschaftlich nachgewiesen eine Barriere, ab der sich die Investition in das Produkt lohnt, da Anfangsinvestitionen sinken sowie die Offenheit von Konsument:innen zunimmt. Hier erfahrt ihr mehr zu den Ambitionen einzelner Länder.

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