Rechtspopulismus geht nicht auf: Selbst Mehrheit der Bayern unzufrieden mit der CSU-Politik

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Der Rechtspopulismus der CSU, der die Republik in die völlig sinnlose so genannte „Asylkrise“ gestürzt hat, geht nach hinten los. Drei Viertel aller Bayern halten Geflüchtete nicht für ihre größten Probleme und strafen die Politik der CSU ab, die wohl ihre absolute Mehrheit in der nächsten Landtagswahl weit verfehlen wird.

Rechtspopulismus, um Stimmen am rechten Rand zu fischen, zahlt sich nicht aus: Die CSU um Innenminister Seehofer und dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder sieht einer desaströsen Landtagswahl in Bayern entgegen: Bei einer Bundestagswahl würden sie nur noch 36% erhalten, bei der Landtagswahl derzeit nur 40% – Was ein Ende der konservativen Alleinherrschaft bedeuten würde – und der niedrigste Wert seit der letzten Bundestagswahl.

Der Versuch, im Bund rechtspopulistische Asylpolitik durchzuboxen, um so Stimmen von der AfD zu gewinnen, hat einen hohen Preis gekostet. Laut Forsa besitzt Seehofer nur noch die Zustimmung von 44% der CSU-Wähler, dafür aber von 83% der AfD-Wähler. Nur 38 Prozent der Bayern insgesamt sind mit der bisherigen Arbeit Söders zufrieden, 56 Prozent aber „weniger zufrieden oder unzufrieden“. Merkel erhält auch in Bayern mehr Zuspruch als Seehofer und die CSU – 5 Prozentpunkte mehr als Söder.



75% halten Geflüchtete nicht für das größte Problem

61% der Bayern bewerten die Arbeit von Innenminister Seehofer negativ: 75% der Bayern sind der Meinung, dass es Probleme gibt, „die genauso wichtig oder sogar noch wichtiger sind“ als Flüchtlinge. Selbst 2/3 der CSU-Anhänger halten Seehofers erklärtes Hauptziel, die „Lösung der Flüchtlingsfrage“ nicht für das wichtigste Problem unseres Landes. Die Fakten sprechen auch dagegen. Nur AfD-Anhänger sehen das anders.

Ministerpräsident Söder und Innenminister Seehofer machen derzeit AfD-Politik, weshalb sie auch nur mehrheitlich von den AfD-Wählern Unterstützung finden. Die Taktik ist klar: Man möchte Wählerstimmen am rechtsextremen Rand sammeln. Der Preis dafür ist jedoch hoch: Viele ehemalige CSU-Wähler sind unzufrieden mit dem, was die Parteioberen tun. Rechte Wähler bleiben beim rechtsextremen Original, viele andere wenden sich von der CSU ab.

Nicht nur, dass durch Seehofers Verhalten die Hetze und der Hass der AfD belohnt wird, indem ihre Forderungen umgesetzt werden, seine Partei schlägt aus dem rechtspopulistischem Kurs nicht einmal Kapital – Und erreichen kann er mit seinen Forderungen sowieso nichts, außer an den Grundfesten der EU sägen, wie wir hier erklärt haben.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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