Diese 6 Punkte beweisen, dass die AfD islamistisch ist

Kommentar

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6-Punkte-Islamismus-Test beweist: die AfD ist islamistisch!

Wenn Islamismus der politische Missbrauch des Islam ist, dann ist die AfD die islamischste Partei Deutschlands

Wir haben die Religion des Islam. Dieser Religion gehören weltweit 1,8 Milliarden Menschen an. In Deutschland haben wir 2 Gruppen, die diese Religion politisch missbrauchen: Die Nationalisten aus der AfD und die Islamisten. Die Mehrheit der Muslime und der Deutschen stehen hinter dem Grundgesetz. Sie sind friedliebende und loyale Bürger Deutschlands! Es ist die Minderheit, die politisch extremistisch ist.

Bevor ich ausführlich werde, möchte ich die Begriffsentwicklung zu “Islamismus” erläutern, damit Leser Dinge richtig einordnen können um meine Position zu verstehen. In einem Wikipedia Artikel wird der “Islamismus” wie folgt zusammengefasst.

Was ist Islamismus?

Dieses Bestreben wurde maßgeblich ausgelöst durch die Anwesenheit und das Wirken des schiitischen Ruhollah Chomeini in Paris sowie die in Ägypten und Algerien aufkeimenden Protestbewegungen, die sich auf ein fundamentalistisch ausgelegtes Islamverständnis, d. h. auf eine wörtliche Auslegung des Koran, bezogen. (…) Die Alternative des Intégrisme (deutsch: Fundamentalismus) schied ebenfalls aus, da sie zu stark mit christlich-katholischen Bezügen konnotiert war. Folglich setzte sich zunehmend der Begriff des Islamisme durch, wenn auch gegen anfängliche Widerstände.”



6 Kriterien von Islamismus:

Der deutsche Politologe Armin Pfahl-Traughber nannte 2011 in einem Dossier für die Bundeszentrale für politische Bildung folgende Punkte als typische Merkmale des Islamismus:

  • Absolutsetzung des [Islam] als Lebens- und Staatsordnung
  • Gottes– statt Volkssouveränität als Legitimationsbasis
  • der Wunsch nach ganzheitlicher Durchdringung und Steuerung der Gesellschaft
  • homogene und identitäre Sozialordnung im Namen des [Islam]
  • Frontstellung gegen den demokratischen Verfassungsstaat
  • Potential zu Fanatismus und Gewaltbereitschaft.”

Aus dieser Begriffserklärung destillieren wir folgende Wörter heraus: “Protestbewegung”, “Die Alternative”, “Absolutsetzung (einer Ideologie) als Lebens- und Staatsordnung”, “ganzheitliche Durchdringung und Steuerung der Gesellschaft”, “Identitäre Sozialordnung”, “Frontstellung gegen den demokratischen Verfassungsstaat”, “Potenzieller Fanatismus und Gewaltbereitschaft”. Stellen wir diese Begriffe dem in der AfD beheimateten nationalistischen Gedankens doch Mal entgegen! Hierzu habe ich obige Erklärung kurz umgeschrieben:

Dieses Bestreben wurde maßgeblich ausgelöst durch die Anwesenheit und das Wirken der rechtsradikalen AfD in Deutschland sowie die aufkeimenden Protestbewegungen, die sich auf ein fundamentalistisch ausgelegtes national sozialistisches Verständnis. (…) Die Alternative des Intégrisme (deutsch: Fundamentalismus) …

Ich nenne als typische Merkmale des Nationalismus:

  • Absolutsetzung des [Nationalismus] als Lebens- und Staatsordnung
  • Volks– statt Gottessouveränität als Legitimationsbasis
  • der Wunsch nach ganzheitlicher Durchdringung und Steuerung der Gesellschaft
  • homogene und identitäre Sozialordnung im Namen des [Nationalismus]
  • Frontstellung gegen den demokratischen Verfassungsstaat
  • Potential zu Fanatismus und Gewaltbereitschaft.”

Die Parallelen sind eindeutig: Es gibt direkte Übereinstimmungen des Islamismus und dem Nationalismus der AfD.

Punkt 1:

Sowohl der Islamismus, als auch der Nationalismus der AfD streben eine Absolutsetzung der Lebens- und Staatsordnung. Was heißt das? Absolutsetzung impliziert Zwang, Unterdrückung und Kompromisslosigkeit. Als Beweis möchte ich hier 2 augenscheinlich sich widersprechende Gruppierungen gegenüber stellen: Den Salafismus und die AfD. Der Salafismus strebt einen theokratischen Staat an, die AfD einen völkisch nationalistischen.

Hinweis um Missverständnisse zu vermeiden: Hier stehen zwei Begriffe, die eine – in welcher Ausprägung auch immer geartete – Verbundenheit zum eigenen Land oder zur eigenen Religion durch ihren Missbrauch in einem negativen Kontext. Rechtsextremisten prägen den Nationalismus, während für religiöse Extremisten der Begriff “Islamismus” stellvertretend verwendet wird.

Interessant ist, dass laut Wikipedia beide Begriffe im 19. Jahrhundert ihre Bedeutung erhielten. Während die Verbundenheit zum eigenen Land und zur eigenen Religion schon vorher existierten. Obwohl im Wikipedia Artikel der Begriff “Islamismus” mit dem shiitischen Ruholla Chomeini in Verbindung gebracht wird, ist dies kein Grund alle Shiiten als Islamisten zu bezeichnen.

Punkt 2:

Sowohl der Islamismus, als auch der Nationalismus der AfD legitimiert sich durch Souveränität, oder besser gesagt: Überlegenheit. Die Legitimationsbasis der AfD basiert auf eine vermeintliche Auslöschung des deutschen Volkes durch eine “Islamisierung des Abendlandes”, die mit allen Mitteln verteidigt und verhindert werden muss. Die der Salafisten basiert auf eine vermeintliche Auslöschung der muslimischen Gesellschaft durch eine “Verwestlichung des Islam”, die ebenso mit allen Mitteln verteidigt und verhindert werden muss. Diese Gedanken hat Julia Ebner in ihrem Buch „Wut: Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen“ bereits ausführlich aus einem ähnlichen Blickwinkel erläutert.

Punkt 3, 5 & 6:

Die ganzheitliche Durchdringung und Steuerung der Gesellschaft der AfD soll durch Verbote von praktizierenden Muslimen erfolgen: Verbot des Koran, Verbot des Kopftuch, Verbot von Moscheen. Mit anderen Worten: Verbot der Religionsfreiheit für Muslime. Muslime soll man aus der Öffentlichkeit verbannen. Aussteiger oder Kritiker einer solchen Gesellschaft, in dem Falle einer Partei, werden bedroht diskriminiert und an den Pranger gestellt.

Aus der AfD geht eine Gewaltbereitschaft hervor. Hierzu seien einige Meldungen genannt: “Wie werden uns für jede Stimme rächen, die Du die AfD kostest! Blutig!!! Tod Dir und Deinen Alfa Schwachmaten”; “In einem internen AfD-Chat heißt es: „Früher hätte man so jemanden an die Wand gestellt”; “Plötzlich stehen sie vor deiner Tür: Satiriker Schlecky Silberstein bekommt nach AfD-Hausbesuch Morddrohungen”; “Der Siemens-Chef bezieht klar Position gegen die AfD – und das, obwohl deswegen zuletzt sogar seine Familie bedroht wurde”;

Die Liste ist lang und zeigt eindeutig: die AfD verfassungswidriges Gedankengut.

Nun stelle ich eine islamistische Gruppe aus der Salafisten-Szene (auch bekannt als “Ahlu sunna wa al Jamaa”) vor, die so jegliches Klischee der AfD erfüllt: “Die Vorstellung ist dabei in der ganzen islamischen Welt eine Herrschaft des Islams wieder zurück zu bekommen, welches über das alltägliche Leben herrscht, indem der Koran das Grundgesetz, die Scharia das Rechtssystem und der Islam zum Staat wird.

Mit anderen Worten: Ein Kalifat nach dem Muster und Verständnis des Propheten Mohammed.” Dieser Text ist entnommen aus der Webseite von “Im Auftrag des Islam”. Diese Gruppierung von Muslimen strebt tatsächlich die Herrschaft ihrer eigenen Ideologie an. Hierbei muss deutlich gemacht werden, dass diese Ideologie keineswegs stellvertretend für alle Muslime gilt, denn “den Islam” gibt es nicht (Vgl. Punkt 4 in diesem Artikel).

Punkt 4:

Die eigene Identität als die auserwählte zu deklarieren, während andere Identitäten in einer homogenen Sozialordnung keine Chance haben ist ein weiterer Punkt, der den Nationalismus der AfD und dem Islamismus auf die gleiche Stufe stellt. “Deutschland den Deutschen” oder “Wir sind das Volk” sind Parolen, hinter denen die Ablehnung anderer Völker oder Menschengruppen steckt.

Im Islamismus geschieht diese Ablehnung durch den sog. “Takfir” (persönlicher Glaubensabspruch in Form von “Du bist ein Kafir!”) auf andere Muslime. Der Nationalismus begründet seine Ablehnung mit “jene Menschengruppe passt nicht zu unserem Weltbild“ und schränkt im gleichen Atemzug ihre Rechte ein. Die Einschränkung hierbei ist der ausschlaggebende Punkt, denn auf der anderen Seite argumentieren Salafisten mit “jene religiöse Gruppe passt nicht zu unserem Weltbild”.

Auch hier fordern solche Extremisten Verbote und Sanktionen. Ein Beispiel dieser religiösen Verbote ist die Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Dieser Gemeinde wurde die Religionsfreiheit per Verfassung aberkannt. Sie dürfen sich in Pakistan offiziell nicht Muslime nennen, noch dürfen sie Moscheen bauen oder an Wahlen teilnehmen. Sie sind praktisch von der Öffentlichkeit verbannt. Und genau das möchte die nationalistische AfD in Deutschland für alle Muslime durch oben genannte Verbote erreichen.

Und jetzt?

Nun, was bringt uns diese Erkenntnis? Sie bringt uns Klarheit in der Sache und zeigt wie wenig in Sachen Islam differenziert wird. Diese Erkenntnis zeigt vor allem, dass weder “die Muslime” noch “der Islam” noch “die Deutschen” schuld sind. Die AfD ist solange stark, solange Gegenpole gibt, die der AfD in ihrer Propaganda von großem Vorteil ist. Sie weiß sehr genau, dass es “den Islam” nicht gibt, dennoch pauschalisiert diese Partei. Die AfD weiß sehr genau, dass es “den Muslim” nicht gibt, dennoch pauschalisiert diese Partei.

Gut, diese Partei möchte den Extremismus bekämpfen, dann sollte sie bitte friedliche Muslime aus ihrem Kampf heraushalten und nur jene nennen und anprangern, die im Verdacht stehen verfassungswidrige Handlungen zu unternehmen oder diese zu verbreiten. Doch man muss leider sagen, dass der AfD nicht daran liegt zuzuhören oder Transparenz zu verschaffen. Die pauschalisierte Verurteilung und die genannten 6 Punkte oben setzen diese nationalistische Partei mit dem Islamismus auf eine Stufe.

Somit ist klar: die AfD ist eine islamistische Partei. Und das wird sie solange bleiben, bis sie sich nicht klar und deutlich abgrenzt. Und sich vom Islamismus durch Klarstellung, Transparenz und das Aufzeigen von vorhandenen Grenzen zwischen friedlichen und extremistischen Muslimen, distanziert.

Als Schlusssatz gilt:

Liebe deutsche Mitbürger, in der letzten Zeit habe ich als Muslim gelernt, dass wir uns sehr ähneln. Ihr habt Radikale unter euch, wir auch. Und ihr habt Extremisten unter euch, wir auch. Ihr habt Spinner unter euch, wir auch. Lasst uns zusammen arbeiten. Es gibt viel zu tun. #Frieden

Artikelbild: Designed by Freepik

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