Die Verbindungen des europaweiten Neofaschismus-Netzwerkes – auch zu Le Pen

| Recherche AfD | 22. April 2022

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Deutschland

Partei – Die Rechte

Die rechtsextreme Partei Die Rechte (DR) wurde 2012 von Christian Worch zusammen mit anderen ehemaligen Mitgliedern der Deutschen Volksunion (DVU) aus Protest gegen die Fusion ihrer Partei mit der Nationaldemokratischen Partei (NPD) im Jahr 2011 gegründet.

Die rund 600 Mitglieder starke Die Rechte hat direkte Verbindungen zu einigen der berüchtigsten Elemente der rechtsextremen Szene in Deutschland und ist mit verschiedenen gleichgesinnten Organisationen in ganz Europa vernetzt.

Die derzeitigen Parteivorsitzenden sind Sascha Krolzig und Sven Skoda, die stellvertretenden Vorsitzenden sind Michael Brück und Kevin Koch. Die Beisitzer sind Leon Dreixler, Markus Walter, Christian Worch, Christoph Drewer und Alexander von Malek.

Logo der Partei – Die Rechte

 

Hintergrund

Der Parteigründer Christian Worch (*1956) ist einer der führenden Kader des Neonazi-Milieus in Deutschland seit den 1970er Jahren und mehrfach wegen Körperverletzung, Volksverhetzung und Verbreitung von NS-Propaganda verurteilt worden.

Worch, der bis 2017 Vorsitzender der Partei „Die Rechte“ war, arbeitete eng mit dem damals wohl bekanntesten deutschen Neonazi Michael Kühnen (1955-1991) zusammen und engagierte sich in verschiedenen rechtsextremen Gruppierungen wie der „Aktionsfront Nationaler Sozialisten“ (ANS), der „Freien Deutschen Gesellschaft“ (FDGB), der „Freien Deutschen Gesellschaft“ (FDGB), der ANS), der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP), der „Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front“, dem Komitee zur Vorbereitung der 100-Jahr-Feier Adolf Hitlers, und beteiligte sich an Gary Laucks NSDAP-Aufbauorganisation / NSDAP/AO, einer U. S.- Organisation mit Sitz in den USA, die sich in den Fußstapfen der NSDAP sah.

Das ehemalige Mitglied der Roten Armee Fraktion, dder zum Neonazi wurde, Horst Mahler und Christian Worch während einer Demonstration in Leipzig im September 2001. – Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Horst_Mahler_and_Christian_Worch_demonstration_in_Leipzig_2001_09_01.jpg

 

In den 2000er Jahren war Worch Mitglied der neonazistischen NPD und fungierte als Verbindungsmann zur außerparlamentarischen Neonaziszene. Er war jedoch ein entschiedener Gegner des Zusammenschlusses der NPD mit einer anderen rechtsextremen Partei, der DVU, im Jahr 2011, was ihn dazu veranlasste, 2012 die Partei Die Rechte (DR) zu gründen, nur ein Jahr vor dem überragenden Erfolg der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Oberflächlich betrachtet behauptete die DR, weniger radikal als die NPD zu sein, was der früheren Abgrenzung der DVU gegenüber der NPD entsprach. Auch in anderen Punkten lehnte sich das DR stark an die ehemaligen DVU-Strategien an, da es – im Grunde wortwörtlich – das Parteiprogramm der DVU übernommen hatte.

Im Wettbewerb um ehemalige DVU-Mitglieder, die sich einer der verschiedenen rechtsextremen Minderheitenparteien anschließen wollten, positionierte sich Die Rechte zwischen der neonazistischen NPD und gemäßigteren rechtspopulistischen Parteien wie der Pro-Bewegung oder Die Republikaner. Verschiedene politische Beobachter stufen die Partei jedoch als offen neonazistisch und noch radikaler als die NPD ein.

 

 

2017

Im Oktober 2017 wurde Christian Worch auf dem Bundesparteitag der kleinen Partei mit 78,4 % der Stimmen in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt. In der Folge gab es jedoch einen Antrag aus dem Landesverband Thüringen, der vom Bundesparteitag forderte, zu erklären, „dass sich die Partei Die Rechte uneingeschränkt zur deutschen Volksgemeinschaft bekennt.“ Worch hielt „eine Gegenrede und erklärte, er lehne den Antrag in erster Linie aus rechtlichen, aber auch aus politischen Gründen ab„.

Es kam zu Auseinandersetzungen, da die Mehrheit der Mitglieder nicht Worch, sondern dem Thüringer Landesverband folgte. Worch trat daraufhin vom Vorsitz zurück, sein kommissarischer Nachfolger wurde der Dortmunder Neonazi-Kader und mehrfach verurteilte Schwerverbrecher Christoph Drewer. Auf einem Bundesparteitag Anfang Januar 2019 übernahm Worch jedoch den Posten des Schatzmeisters und Beisitzers im Bundesvorstand.

 

2018

Am 1. April 2018 wurden Michael Brück und Sascha Krolzig auf einem Bundesparteitag zu gleichberechtigten Bundesvorsitzenden gewählt.

Der bulgarische Bündnispartner des DR, die Bulgarische Nationale Union (BNS), unterstützt mit einer Videobotschaft eine Demonstration am 14. April 2018 in Dortmund.

Der bulgarische Bündnispartner des DR, die Bulgarische Nationale Union (BNS). Mit einer Grußbotschaft. Video wurde gelöscht – Link nur als Beispiel. https://www.youtube.com/watch?v=IeYgGtqnu-4 

 

2019

Am 8. Februar 2019 sprach der DR-„Außenbeauftragte“ Matthias Deyda auf dem faschistischen „Tag der Ehre“ in Budapest, Ungarn, zu dem rund 3000 Menschen kamen.

In Reden und Parolen wurde gegen Juden gehetzt, der Dortmunder Neonazi Matthias Deyda beschloss seinen Wortbeitrag mit einem Zitat Adolf Hitlers. – https://youtu.be/MyOUQquZVg0

 

Rede von Matthias Deyda im Video des Jüdischen Forum – https://youtu.be/MyOUQquZVg0?t=44

Die Veranstaltung diente dem Gedenken an die Pfeilkreuzlerpartei, die mit Nazi-Deutschland kollaboriert hatte. Deyda schloss seine Rede mit einem Zitat von Adolf Hitler.

 

Am 20. April 2019 veröffentlichte Die Rechte auf ihrer Website eine Nachricht über ein Treffen in Sofia, Bulgarien, an dem Deyda als außenpolitischer Vertreter der DR teilnahm. Bei diesem Treffen beschlossen die folgenden Gruppen ein Bündnis mit dem Titel „Festung Europa“:

1. Бытарски Национален Съюз (БНС) / Bulgarian National Union (BNS) – Bulgarien
2. Die Rechte – Deutschland
3. Les Nationalistes / Die Nationalisten – Frankreich
4. Légio Hupgária / Legion Ungarn (NSF) – Ungarn
5. Národní a sociální fronta (NSF) / Nationale und Soziale Front (NSF) – Tschechische Republik
6. Szłurm I Assault – Polen

Das Bündnis „Festung Europa“ mit Matthias Deyda am 20. April 2019 in Sofia, Bulgarien. Bildquelle: https://die-rechte.net/lv-nordrhein-westfalen/kv-dortmund-dortmundecho/internationales-buendnis-festung-europa-unter-beteiligung-der-partei-die-rechte-gegruendet/

Die Pressemeldung lautet wie folgt:

„Vom 20. bis 21. April 2019 fand in der bulgarischen Hauptstadt Sofia ein Vernetzungstreffen statt, an dem Nationalisten aus verschiedenen europäischen Ländern teilnahmen, zu denen zum Teil schon seit langem Kontakte bestehen. Während der internationale Austausch oft lose bleibt, hat sich die Vernetzung zwischen verschiedenen Parteien und Organisationen in den letzten Jahren weiterentwickelt und ein neues Niveau erreicht: Das internationale Bündnis „Festung Europa“, das unter dem Slogan „Unsere Nationen – Unser Europa“ agiert, wurde ins Leben gerufen. Künftig sollen länderübergreifende Kampagnen koordiniert und die Kontakte in einem immer enger zusammenwachsenden Europa intensiviert werden. Gründungsmitglieder des Bündnisses sind die Organisationen ‚Бытарски Национален Съюз (БНС) / Bulgarian National Union (BNS)‘ (Bulgarien), DIE RECHTE (Deutschland), Les Nationalistes“ (Frankreich), „Légio Hupgária / Legion Ungarn“ (Ungarn), „Národní a sociální fronta (NSF) / Nationale und Soziale Front (NSF)“ (Tschechische Republik) und „Szłurm I Assault“ (Polen). Die Gründungserklärung, die im Rahmen einer Pressekonferenz am Ostersonntag verkündet wurde, wurde in Bulgarien von zahlreichen Fernsehsendern ausgestrahlt, und ein Vertreter der Bulgarischen Nationalen Föderation wurde sogar zu einer der größten Talkshows des Landes eingeladen. Auch mehrere deutschsprachige Medien (z.B. „Der Standard“ und ORF sowie „Deutschlandfunk“) haben bereits über das neue Bündnis berichtet, das auch im Vorfeld des Europawahlkampfes 2019 aktiv sein wird.

Als deutscher Vertreter nahm der außenpolitische Sprecher von DIE RECHTE, Matthias Deyda, der auch auf der „Liste des nationalen Widerstands“ seiner Partei für die Europawahl am 26. Mai 2019 steht, an dem Vernetzungstreffen teil und berichtete von einer echten Aufbruchstimmung. Neben den sechs Gründungsmitgliedern sollen Gespräche mit weiteren Organisationen und Parteien geführt werden, um das Bündnis in Zukunft auf eine noch stabilere Basis zu stellen.“

Matthias Deyda in Sofia, Bulgarien, bei der Gründung der Allianz „Festung Europa“ am 20. April 2019. Bildquelle: https://die-rechte.net/lv-nordrhein-westfalen/kv-dortmund-dortmundecho/internationales-buendnis-festung-europa-unter-beteiligung-der-partei-die-rechte-gegruendet/

 

Dieses Bündnis „Festung Europa“ scheint ganz offiziell zu sein, denn die Gruppen unterstützen sich häufig gegenseitig in den Medien. Hier zum Beispiel die Légio Hupgária („Legion Ungarn“) mit einem Transparent mit der Aufschrift „Festung Europa“.

Mitglieder der Legion Ungarn, die der Allianz „Festung Europa“ die Treue halten. Bildquelle: https://die-rechte.net/lv-nordrhein-westfalen/kv-dortmund-dortmundecho/25-mai-in-dortmund-europaeische-aktivisten-kommen-zur-demo-anreisetreffpunkte-stehen-fest/

Am 10. August 2019 fand in Lissabon, Portugal, eine Konferenz mehrerer europäischer Neonazi-Parteien und -Gruppen statt, die sich vor allem auf die Dritte Position bezogen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Mario Machado von der portugiesischen Neonazi-Bewegung „Neue Soziale Ordnung“ (Nova Ordem Social), Matthias Deyda vertrat das DR.

Die Veranstaltung, an der rund 70 Personen teilnahmen, wurde von einer großen Gegendemonstration mit rund 2000 Demonstranten begleitet.Die Gegner veröffentlichten im Vorfeld der Demonstration ein Manifest und eine Online-Petition, die innerhalb einer Woche fast 10000 Unterschriften sammeln konnte.

Die folgenden Redner waren vorgesehen:

Mário Machado (Nova Ordem Social, Portugal)
Francesca Rizzi (Autonomia Nazionalista, Italien)
Yvan Benedetti (Parti Nationaliste Français, Frankreich)
Blagovest Asenov (Nationaler Widerstand, Bulgarien)
Matthias Deyda (Die Rechte, Deutschland)
Josele Sanchez (La Tribuna de España, Spanien)
Alba Lobera (La Tribuna de España, Spanien)

Neonazi-Konferenz in Lissabon am 10. August 2019, organisiert von der portugiesischen Nova Ordem Social. – Bildquelle: https://1.bp.blogspot.com/-iT20OFphwn4/XVFHxZHaCrI/AAAAAAAAJlg/YNCpMjZK790JOJVSHTcbXqc1hRnkOuoQwCLcBGAs/s1600/conferencia_2.png

 

 

Partei – III Weg

Der III. Weg ist eine kleine rechtsextreme und neonazistische politische Partei in Deutschland. Sie wurde am 28. September 2013 mit maßgeblicher Unterstützung ehemaliger Funktionäre der neonazistischen NPD, darunter der Gründungsvorsitzende Klaus Armstroff, sowie Aktivisten des verbotenen „Freien Netzwerks Süd“ (FNS) gegründet.Der III Weg gilt als Versuch, das FNS unter dem Schutz des Parteienprivilegs weiterzuführen.

Die Partei ist vor allem in Thüringen, Bayern und Brandenburg aktiv und strebt keine starke Expansion an; ihre derzeitigen Mitglieder verstehen sich vielmehr als „bewusste Neonazi-Elite, die nicht auf Wachstum aus ist. „

Der III Weg hat Verbindungen zur Assad-Regierung in Syrien, zur Hisbollah im Libanon, zum Nationalen Korps, zum Rechten Sektor und zu Svoboda in der Ukraine sowie zur in Skandinavien aktiven Nordischen Widerstandsbewegung. Der III Weg hat sich auch mit der inzwischen europaweit agierenden Reconquista-Bewegung verbündet, die ihre Wurzeln in der Ukraine hat.

Ein Großteil der III Weg -Mitglieder wird vom deutschen Verfassungsschutz als extrem gewaltbereit eingestuft.

Ideologie

Die Partei fordert einen sogenannten „deutschen Sozialismus“ als vermeintlichen „dritten Weg“ neben Kommunismus und Kapitalismus. Ihr Programm basiert in der Regel auf einem extrem völkischen Menschenbild in enger Anlehnung an den historischen Nationalsozialismus und die militante Kameradschaftsszene. Der III-Weg versteht sich ideologisch als „nationalrevolutionär“ und knüpft an das Programm des sogenannten „linken Flügels“ der NSDAP um die Brüder Strasser an.

 

Im Einklang mit seiner Ideologie sagte Armstroff bei einer Demonstration in Plauen im Mai 2014: „Kapitalistische Unternehmer […] stellen die Deutschen aufs Abstellgleis der Langzeitarbeitslosigkeit und gieren nach frischem Blut von Ausländern.“ Auf dem Bundesparteitag 2014 rief er dazu auf, Flugblätter vor Flüchtlingsunterkünften zu verteilen und gegen Ausländer zu hetzen. Die Partei wendet sich ausdrücklich gegen christliche Werte, die durch eine „heidnisch-germanische“ Esoterik der „Artgemeinschaft“ ersetzt werden sollen.

 

Der III-Weg ist mit verschiedenen rechtsextremen und neonazistischen Parteien im Ausland vernetzt, unter anderem mit der griechischen Neonazi-Partei Chrysi Avgi, ungarischen, ukrainischen und russischen Rechtsextremisten, der rechtsextremen schwedischen Widerstandsbewegung und dem syrischen Assad-Regime.

Darüber hinaus fordert der III-Weg in geschichtsrevisionistischer Weise die „Wiederherstellung Deutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen“, womit laut bayerischem Verfassungsschutz die Grenzen des Deutschen Reiches gemeint sind. Die Partei ist zudem antisemitisch und antizionistisch.

 

 

Nach Angaben des deutschen Inlandsgeheimdienstes:

Ideologisch bezeichnet sich die Partei als „nationalrevolutionär“ und bekennt sich in ihrem „Zehn-Punkte-Programm“ zum „deutschen Sozialismus“. Damit ist nicht die historische Ideologie in Opposition zum Nationalsozialismus gemeint. Vielmehr ist es eine Hommage an den „linken Flügel“ innerhalb des historischen Nationalsozialismus. Das völkische und biologistische Menschen- und Gesellschaftsbild, das dem Programm der im Herbst 2013 von ehemaligen NPD-Funktionären sowie von einigen Neonazis gegründeten Partei zugrunde liegt, ist mit den individuellen Menschenrechten im Rahmen des Grundgesetzes nicht vereinbar.

Aktivitäten

Die Partei versucht, karitative Aktivitäten zur Propaganda und zur Wählerrekrutierung zu nutzen, wie Sachspenden für Obdachlose („Deutsche Winterhilfe“) oder Kleiderspendenaktionen, ähnlich wie CasaPound in Italien, mit dem III-Weg in engem Kontakt steht. Im Gegensatz zu karitativen Organisationen, die ihre Hilfe an Bedürftige verteilen, werden die Spenden ausschließlich an Deutsche vergeben. Der III-Weg verteilt auch eine Broschüre, in der rassistische Ressentiments gegen Asylsuchende geschürt werden und „Tipps zur Verhinderung von Flüchtlingsunterkünften“ in der „eigenen Wohnung“ Rechtsberatung anbieten.

Die Partei initiiert zunehmend sogenannte „Nationale Streifen“, die mit ihrem „martialischen Auftreten“ den Eindruck einer Bürgerwehr erwecken. Mit ihren Patrouillen will die Partei „Straftaten“ von Flüchtlingen und Ausländern verhindern und der deutschen Bevölkerung ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Im Frühjahr 2016 startete die Partei eine bundesweite Postkartenaktion, in der sie Politiker und politisch engagierte Menschen in Deutschland auffordert, das Land z.B. über die Balkanroute zu verlassen.

Neben ihrer 2017 überarbeiteten und modernisierten Website betreibt die Partei eine Facebook-Seite, die – dem Selbstverständnis als Vorreiter im Neonazi-Milieu entsprechend – als „Wegweiser“ bezeichnet wird. Auf der Website erscheinen täglich Nachrichten, die zum Teil eindeutig von und für eine rechte Elite geschrieben sind. Darüber hinaus betreibt der III_Weg einen Online-Shop zur Verbreitung ihrer Propaganda und ein Internetradio namens „Revolution auf Sendung“, das einmal im Monat sendet.

Zu den verbreiteten Materialien gehört auch das Grundsatzpapier „National, Revolutionär, Sozialistisch“ der Partei. Dieser politisch-theoretische Text „soll der Neonazi-Szene eine ideologische Orientierung geben“. Von dieser wird jedoch „nur ein kleiner Teil […] diesen anspruchsvollen und abstrakten Text erfassen können. „ Die Broschüre ist „ein komprimierter Abriss der Grundlagen einer der heutigen Zeit angepassten nationalsozialistischen Weltanschauung“ und als „theoretische Abhandlung für die gesamte rechtsextremistische Szene“ zu verstehen. Sie ist „in ihrer Art bemerkenswert, da solche grundsätzlichen Überlegungen in dieser Form zuletzt in den 1980er und frühen 1990er Jahren vorgelegt wurden. „

 

Zeitleiste

Die Zeitleiste beinhaltet eine direkte Übersicht seit 2013 bis 2021.

2013

Die Partei wurde am 28. September 2013 in Heidelberg gegründet. Zum ersten Vorsitzenden der Partei wurde der ehemalige NPD-Funktionär Klaus Armstroff gewählt. Die Partei ist ein Sammelbecken einer relativ kleinen, aber sehr aktiven Gruppe von radikalen völkischen Nationalisten, die zuvor in der Kameradschaft Freies Netzwerk Süd aktiv waren. Die meisten der rund 500 Parteimitglieder sind in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen aktiv. In Bayern spiegeln die sechs sogenannten „Stützpunkte“ 2014 die Zentren der ehemaligen Kameradschaft des FNS wider.

2015

Im September 2015 trat der französische Ideologe der Neuen Rechten und Gründer des heidnisch-neonazistischen Thule-Seminars als Redner bei einer T3P-Veranstaltung mit dem Titel „Community Day 2015″ auf: Bismarck’s Legacy – Our Mission“.In einer Zusammenfassung der Veranstaltung auf der III-Weg Website heißt es:

Der eigens aus Frankreich angereiste Festredner Pierre Krebs von der Thule-Gesellschaft zeichnete in seinem Vortrag „Weltanschauliche Basis für ein neues Reich“ die kulturellen und historischen Ursprünge der Deutschen auf und erläuterte die politische, wirtschaftliche und militärische Struktur eines neuen, unabhängigen Deutschlands.

Pierre Krebs als Hauptredner bei einer Veranstaltung der deutschen neopaganen Neonazi-Partei Der III. Weg im September 2015. Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2015/09/tag-der-gemeinschaft-2015-bismarcks-erbe-unser-auftrag/

2017

Am 15. Juli 2017 vertrat der III-Weg im Rahmen des rechtsextremen Festivals „Rock gegen Überfremdung“ die Reconquista-Bewegung. In einem Beitrag auf der Interregnum-Intermarium-Facebook-Seite wird über die Veranstaltung berichtet:

Die Reconquista-Bewegung, die kürzlich ihre 1. Paneuropa-Konferenz in Kiew abhielt, war ebenfalls auf der Veranstaltung vertreten. Am Stand der mit der Bewegung verbündeten Partei Der Dritte Weg konnten die Besucher Flugblätter (dt., engl.) erhalten, die über die Aktivitäten und Pläne der Reconquista-Bewegung informierten.

Auf dem Festival wurde ein Reconquista-Flyer verteilt, in dem Andriy Biletsky als „Kommandeur des Asow-Bataillons und Führer der ukrainischen Nationalisten“ vorgestellt wurde. Nach Angaben von Belltower News:

Die Texte [auf dem Flugblatt], die ins Deutsche übersetzt wurden, werben in einer militanten Sprache dafür, „sich den Reihen der Besten anzuschließen“, um „Europa vor dem Untergang zu retten“. Biletskys „Ränge der Besten“ bieten eine paramilitärische Ausbildung für die „Reconquista“ – die Rückeroberung Europas. Vor allem in verschiedenen sozialen Netzwerken zeigen „Asow“-Mitglieder unverhüllt, welches politische Bild zurückerobert werden soll: Unzählige Fotos zeigen martialische „Asow“-Soldaten, die den Nazigruß, SS-Symbole und Hakenkreuztattoos zeigen.

Auf dem Festival „Rock gegen Überfremdung“ 2017 lag ein Reconquista-Flyer aus, auf dem Andriy Biletsky als „Kommandeur des Asow-Bataillons und Führer der ukrainischen Nationalisten“ vorgestellt wurde. Bildquelle: https://www.belltower.news/ukrainische-faschisten-miliz-rekrutiert-deutsche-neonazis-fuer-die-rueckeroberung-europas-44788/

 

Im Jahr 2017 nahmen „30 Aktivisten der Bewegung am jährlichen Marsch der Nation am 14. Oktober, dem Tag des Verteidigers der Ukraine und einem traditionellen Feiertag der Kosakenkrieger, sowie am deutschen Soldatenfriedhof in der Nähe von Kiew teil. In diesem Jahr [2018] marschierten auch 14 von ihnen unter den erkennbaren grünen Fahnen des III. Weg Seite an Seite mit ukrainischen nationalistischen Organisationen. „

Der III. Weg während des jährlichen Marsches der Nation am 14. Oktober 2018 in Kiew zusammen mit Olena Semenyaka (National Corps, Azov, Reconquista) und Pascal Lassalle (Nouvelle Droite). Bildquelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2172099052800295

 

2018

Der III. Weg hatte einen Stand auf der Neonazi-Veranstaltung „Jugend im Sturm“ am 7. Juli 2018 in Kirchheim (Thüringen). Es existiert ein Bild, das Olena Semenyaka zusammen mit dem Neonazi-Musiker und verurteilten Mörder Hendrik Möbus sowie Jerome Döring, einem Leipziger Neonazi-Webshop-Betreiber und Softwareentwickler, vor dem Der III. Weg-Infostand. Olena Semenyaka ist die außenpolitische Ansprechpartnerin des Asow-Regiments, einer bewaffneten Miliz von Neonazis, die im Ukraine-Konflikt kämpfen.

Olena Semenyaka, Hendrik Möbius und Jerome Döring bei der Neonazi-Veranstaltung „Jugend im Sturm“ in Kirchheim, Thüringen, am 7. Juli 2018.Bildquelle: https://pixelarchiv.org/event/2018.07.07.kirchheim/1/067.jpg

 

Am 15. Oktober 2018 nahmen Mitglieder von Der III. Weg an der 2. Paneuropa-Konferenz in Kiew, Ukraine, teil. Dort hielt Julian Bender, „Gebietsleiter Westdeutschland von Der III. Weg“, einen Vortrag mit dem Titel „Deutschland – Revolution oder Untergang“.

Julian Bender; Gebietsleiter Westdeutschland von Der III. Weg (Deutschland) Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/wp-content/uploads/2017/08/Julian-Bender.png

 

Anfang 2018 reiste eine Delegation des III_Weges nach Rom, um am jährlichen Acca-Larentia-Marsch teilzunehmen, der an den Tod von drei Mitgliedern der Jugendfront der Italienischen Sozialbewegung (MSI), einer italienischen rechtsextremen Partei, am 7. Januar 1978 in Rom erinnert.

 

 

2020

Am 18. August 2020 erschien ein Artikel auf der Website von Der III. Weg, in dem die neu gegründete ukrainische Miliz Centuria vorgestellt wird, die vom neonazistischen Asow-Bataillon, das jetzt Teil der ukrainischen Nationalgarde ist, ins Leben gerufen wurde. Nachstehend ein Auszug aus dem Artikel:

„Alles oder nichts, Glaube oder Verderben“ – das Motto der Organisation [Centuria] bezieht sich auf die Geschichte Roms und die Wiege der europäischen Zivilisation. Sie steht gegen das Chaos, für den Zusammenhalt, gegen die Trennung und für patriarchale Werte der Brüderlichkeit gegen die Verweichlichung und Zügellosigkeit der Massen.

Eine neue Organisation mit ewigen Werten – vielleicht genau das, was in der politischen (und vor allem metapolitischen) Arena Osteuropas fehlte, wo die Herzen der widerständigen Menschen schlagen …

Vertreter des Nationalen Korps [Asow-Bataillon] sagten, dass diese Organisation in den Reihen ihrer Bewegung entstanden sei, weil der Einfluss der anti-ukrainischen Kräfte sehr stark zugenommen habe und die korrupten Kräfte immer lauter den Wunsch äußerten, ihre revolutionäre Bewegung zu verbieten.

Centuria scheint also als Ersatz für die Asow-Miliz geschaffen worden zu sein, die international als Neonazi-Miliz anerkannt ist und deren Image unwiederbringlich geschädigt ist. Die Bilder, die bisher von der Centuria-Miliz aufgetaucht sind, scheinen in keiner Weise weniger martialisch und neonazistisch zu sein als ihre Vorgängerin.

 

Bild der Centuria-Miliz auf der Website von Der III. Weg.Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2020/08/centuria-neue-nationale-organisationsstruktur-in-der-ukraine-gegruendet-video/

 

https://www.foiaresearch.net/sites/default/files/2020-09/2020-08%20Centuria%20article%20by%20Der%20III.%20Weg.png
Mitglieder der ukrainischen Centuria-Miliz.- Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2020/08/centuria-neue-nationale-organisationsstruktur-in-der-ukraine-gegruendet-video/

Am 29. August 2020 nahmen Mitglieder von Der III. Weg an einer Massendemonstration von Corona-Leugnern in Berlin teil, darunter Hardcore-Neonazis, Reichsbürger, Identitäre, Anti-Vaxxer, Anhänger der Qanon-Verschwörungstheorie und andere Anhänger, die unter einem antiwissenschaftlichen und verschwörungstheoretischen Dach in die „Querfront“ gelockt wurden.

Mitglieder von Der III. Weg bei der Demonstration am 29. August 2020 in Querdenken. – Bildquelle: https://download.media.tagesschau.de/video/2020/0903/TV-20200903-2304-5600.webxl.h264.mp4

2021

Im Jahr 2021 wird ein Mitglied des III. Weg aus Franken, Susanne G., vom Oberlandesgericht München zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt, weil sie Morddrohungen an Politiker verschickt und einen Brandanschlag vorbereitet hatte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Heilpraktikerin in den Jahren 2019 und 2020 Grußkarten mit Morddrohungen unter anderem an einen Bürgermeister und einen Landrat verschickt hatte.

Außerdem hatte sie sich mit Waffen und Materialien zum Bau einer Benzinbombe eingedeckt. Damit wollte sie einen Amtsträger oder einen Muslim angreifen, so der Vorsitzende Richter Michael Höhne, der keinen Zweifel daran hatte, dass den Taten der Angeklagten eine „nationalsozialistische Gesinnung“ zugrunde lag.

Susanne G. war zunächst Mitglied des Nürnberger Motorradclubs Gremium MC, wurde dann Mitglied von Der III. Weg, für den sie auch als Ordnerin bei Aufmärschen tätig war.

 

 

Sie hatte sich auch bei der so genannten Gefangenenhilfe engagiert, die rechtsextrem motivierte Straftäter im Gefängnis betreut. Dadurch kam sie in Kontakt mit Mitgliedern der neonazistischen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund, Ralf Wohlleben und André Eminger, mit denen sie Briefe austauschte und die sie später auch privat besuchte. Wohlleben nannte sie „Susl mit den Zauberhänden“.

Susanne G. wurde von dem prominenten Neonazi-Anwalt Wolfram Nahrath verteidigt, der während des Prozesses sowohl Adolf Hitler als auch Joseph Goebbels zitierte. Nahrath leitete von 1991 bis zu ihrem Verbot 1994 die neonazistische Wiking-Jugend, die sich in den Fußstapfen der Hitlerjugend sah, und wurde später ein Funktionär der neonazistischen NPD. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung:

Am letzten Prozesstag vor der Urteilsverkündung ließ G.s Verteidiger Wolfram Nahrath keinen Zweifel daran, worum es ihm in diesem Verfahren ging. In seinem Plädoyer berief er sich ausgiebig auf Adolf Hitler und Joseph Goebbels, die erklärt hatten, die NSDAP verbiete „jede Ungesetzlichkeit“. „Sie verbietet jede Gewalttat gegen den Staat, wendet sich auf das Schärfste gegen politische Attentate“, zitierte Nahrath Hitler. Damit sollte offenbar gezeigt werden, dass Hitler-Anhänger keine Attentate auf Politiker planten, wie es Susanne G. vorgeworfen wurde. Der Anwalt zitierte auch die Worte von Goebbels: „Deutschland ist bereit, im Frieden mit echtem Herzen mitzuarbeiten.“

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 hat Der III. Weg mit einer aggressiven Plakatkampagne gegen die Grüne Partei Schlagzeilen gemacht. Die Partei platzierte ihre Wahlplakate mit der Aufschrift „Hängt die Grünen“ direkt neben den Wahlplakaten der grünen Kandidaten. Die Stadt Zwickau forderte die Partei auf, die Plakate abzunehmen, doch Der III. Weg klagte erfolgreich gegen die Entscheidung. Das zuständige Gericht erlaubte der Partei, ihre Plakate aufzuhängen, allerdings mit einem Mindestabstand von 100 Metern zu den Plakaten der Grünen.

 

 

Ein Mitglied der Partei Der III. Weg hängt ein Wahlplakat mit der Aufschrift „Hängt die Grünen“ auf, das sich gegen die Grüne Partei Deutschlands richtet. – Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2021/09/btw2021-haengt-die-gruenen-plakataktion-in-muenchen/

 

 

 

Klaus Armstroff

Der Deutsche Klaus Armstroff (*1957 in Jena), von Beruf Elektriker, ist ein rechtsextremistischer Politiker und Neonazi. Er war Mitglied der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), gründete dann die rechtsextremistische Partei Der III. Weg, deren Bundesvorsitzender er ist. Armstroff gilt als Bindeglied zwischen rechten Parteistrukturen und der Szene der „Freien Kameradschaften“ in Süddeutschland.

Klaus Armstroff, Vorsitzender von Der III. Weg. – Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2017/10/klaus-armstroff-bleibt-parteivorsitzender/

Leben

Klaus Armstroff saß seit 2009 als Vertreter der NPD im Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim und war bis Sommer 2013 Mitglied des NPD-Landesvorstands Rheinland-Pfalz. Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte er für die Partei und erhielt im Wahlkreis Südpfalz 1,3 Prozent der Stimmen. Der NPD-Landesverband wurde bis Sommer 2013 von seiner Frau Dörthe Armstroff geführt. Klaus Armstroff war einer der Protagonisten der innerparteilichen Auseinandersetzungen innerhalb des rheinland-pfälzischen Landesverbandes der NPD. Er gehörte dem nationalistisch orientierten Flügel der NPD an und missbilligte den neuen NPD-Landesvorstand mit Markus Walter und Ricarda Riefling, was ihn zum Austritt aus der Partei veranlasste.

Armstroff gehörte dem nationalsozialistischen Flügel der NPD an. Seine Partei, Der III. Weg, versteht sich ideologisch als „nationalrevolutionär“ und knüpft teilweise an das Programm des sogenannten linken Flügels der NSDAP um die Brüder Strasser an. In Anlehnung an diese Ideologie sagte er bei einer Demonstration in Plauen im Mai 2014: „Kapitalistische Unternehmer […] stellen die Deutschen aufs Abstellgleis der Langzeitarbeitslosigkeit und gieren nach frischem Blut von Ausländern.“ Auf dem Bundesparteitag 2014 rief er dazu auf, vor Flüchtlingsunterkünften Flugblätter zu verteilen und gegen Ausländer zu hetzen.

Auf dem Gründungsfest der Partei Der III. Weg am 28. September 2013 in Heidelberg wurde Armstroff zum Bundesvorsitzenden gewählt. In Rheinland-Pfalz wandten sich daraufhin Teile der „Freien Kameradschaft“ Strukturen um das „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ dem Der III. Weg. Seit Januar 2014 begann die Partei unter Armstroff offensiv, aus Strukturen des im Juli 2014 verbotenen „Freien Netzwerks Süd“ in Bayern zu rekrutieren.

Klaus Armstroff ist Elektriker, mehrfacher Vater und lebt im rheinland-pfälzischen Weidenthal.

Christian Worch

Christian Worch (*1956) ist einer der führenden deutschen Neonazi-Kader seit den späten 1970er Jahren und Gründer der rund 600 Mitglieder starken deutschen rechtsextremen Partei Die Rechte (DR) im Jahr 2012. Die DR hat direkte Verbindungen zu einigen der berüchtigsten Elemente der rechtsextremen Szene in Deutschland. Worch wurde bereits mehrfach wegen Straftaten wie Körperverletzung, Volksverhetzung und Verbreitung von Nazi-Propaganda verurteilt.

Biografie

Worch wuchs in Hamburg-Hamm auf und ist gelernter Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter. Durch eine Erbschaft von Immobilien und Kapital wurde Worch in jungen Jahren zum Millionär. Über Worchs Kindheit und Jugend ist wenig bekannt, aber bereits 1974 wurde er in der Hamburger Neonazi-Szene aktiv. ( Jens Mecklenburg, Handbuch Deutscher Rechtsextremismus (Elefanten Press, 1996), 543-544.)

Im Jahr 1977 schloss sich Worch den Kreisen um den damals bekanntesten deutschen Neonazi Michael Kühnen (1955-1991) an. Kühnen hatte in diesem Jahr mit anderen Rechtsextremisten die Neonazigruppe „SA-Sturm Hamburg“ gegründet, eine Unterorganisation der neonazistischen NSDAP-Aufbau- und Auslandsorganisation (NSDAP/AO) von Gary Lauck mit Sitz in den USA, die sich in den Fußstapfen der NSDAP sieht.

Im November 1974 war Lauck als Redner auf einer NSDAP-Veranstaltung in Hamburg aufgetreten, wurde jedoch festgenommen und mit Ausreiseverbot belegt. 1976 gelang Lauck die illegale Einreise nach Deutschland, wurde aber in Mainz erneut festgenommen und zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt.(Mecklenburg, Handbuch Deutscher Rechtsextremismus, 486-487.)

Die NSDAP/AO war besonders aktiv im Druck und in der Verbreitung von NS-Propaganda wie Adolf Hitlers Mein Kampf oder dem antisemitischen Propagandafilm Der Ewige Jude, der in Deutschland, nicht aber in den USA, strafbar ist.

Michael Kühnen und Gary Lauck, interviewt von Michael Schmidt, vermutlich 1990/1991. Screenshot des Dokumentarfilms Wahrheit macht frei von Michael Schmidt aus dem Jahr 1991. – Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=QsQsgei98sk 

 

Aktionsfront Nationaler Sozialisten (1977-1983)

Aus dieser Untergruppe ging im November 1977 die neonazistische Organisation „Aktionsfront Nationaler Sozialisten“ (ANS) hervor, die Worch mit aufbaute.

Bei der Gründung der Gruppe erklärte Kühnen: „Wir sind eine revolutionäre Partei, die sich der Wiederherstellung der Werte des Dritten Reiches verschrieben hat“, und nahm eine Version der Nazi-Flagge als Emblem ihrer Organisation an, bei der das Hakenkreuz umgedreht wurde, so dass die Zwischenräume schwarz sind und das eigentliche Kreuz mit dem Hintergrund verschmilzt. (Martin A. Lee, The Beast Reawakens (Warner Books, 1997), 196-197.)

Flagge der ANS/NA

Die ANS fetischisierte die Nazipartei und Ernst Röhms „Sturmabteilung“ (SA), deren Habitus und Ideologie sie übernahm, einschließlich der Unterstützung der Rassengesetze des Dritten Reiches. Um Wissen aus erster Hand von der „alten Garde“ zu erhalten, suchte die ANS den Kontakt zu Veteranenorganisationen der Waffen-SS, indem sie beispielsweise eine Delegation zu den vom Orden der flämischen Militanten organisierten internationalen Neonazi-Kundgebungen in Diksmuide schickte und eng mit der Wiking-Jugend zusammenarbeitete, einer Organisation, die sich in den Fußstapfen der Hitlerjugend sah.(Lee, The Beast Reawakens, 198.)

 

Die ANS wurde 1978 durch eine umstrittene Presseveranstaltung bekannt, an der Worch teilnahm, als mehrere Neonazis mit Eselsmasken durch Hamburg marschierten und Plakate mit unverhohlen antisemitischen Parolen trugen, wie z. B. „Ich, Esel, glaube immer noch, dass in Auschwitz Juden zu Tode vergast wurden“.

Presseveranstaltung organisiert von Christian Worch – Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=QsQsgei98sk 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu empfehlen wir die Dokumentation „Wahrheit macht frei – Dokumentation über Neonazis & Holocaustleugner, Deutschland“.

In den Jahren 1977 und 1978 raubten ANS-Mitglieder eine Reihe von Banken aus und stahlen Waffen aus Militärstützpunkten. Unter dem Vorwurf, Bombenanschläge auf NATO-Einrichtungen und eine Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Bergen-Belsen geplant zu haben und den ehemaligen Nazi-Politiker Rudolf Hess aus dem Gefängnis befreien zu wollen, wurden sechs Mitglieder festgenommen und zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.

Kühnen selbst wurde 1979 wegen Aufstachelung zu Rassenhass und Gewalt inhaftiert, nachdem ihm die Gründung einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt worden war. Nach Kühnens Inhaftierung übernahm Worch die Leitung der ANS. Im Jahr 1980 wurde Worch jedoch mehrfach verurteilt, unter anderem wegen seiner Teilnahme an einer Razzia, die zu einer dreijährigen Haftstrafe zusammengefasst wurden. Seine Verteidigung wurde von dem rechtsextremen Prominentenanwalt Jürgen Rieger geführt.3

1981 wurde Johannes Bügner, ein ehemaliges Mitglied der ANS, von fünf ANS-Mitgliedern ermordet, weil er aus der Gruppe ausgetreten und angeblich schwul war.9 Unter den fünf Tätern war auch der Neonazi Michael Frühauf, der im Prozess behauptete, er habe mit dem Hamburger Verfassungsschutz zusammengearbeitet, also dem Inlandsgeheimdienst. Sein Verbindungsmann habe ihm Straffreiheit zugesichert, wenn er sich nicht aktiv an Straftaten beteilige. Die beiden Haupttäter, darunter Frühauf, wurden jedoch zu lebenslanger Haft verurteilt, die drei Mitangeklagten zu geringfügigen Haftstrafen.

 

Mitglieder der ANS

 

Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF)

Die Mitglieder der GdNF entstammten den Kameradschaften der 1983 verbotenen Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA).

»Die Gesinnungsgemeinschaft gruppiert sich um den Informationsbrief zur Lage der Bewegung “Die Neue Front”, nach dem sie sich benennt, und findet ihr Fundament in den Leserkreisen der Neuen Front.« (Quelle: Vgl. M. Kühnen: Politisches Lexikon der Neuen Front. Butzbach 1987, S. 187 f.)

Getreu ihrem historischen Vorbild, der NSDAP, gliederte sich die Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF) in sieben Bereiche, die sich in Gaue, Kameradschaften und Stützpunkte teilen, darunter auch die ANS-Niederlande unter Eite Homann und die österreichische Volkstreue Außerparlamentarische Opposition unter Gottfried Küssel.

Der innere Kreis der Kameradschaft wurde von 1984-1986 vom Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Adolf Hitlers (KAH) gebildet. Die GdNF-Mitglieder traten ab 1984 in die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP) ein und übernehmen sie.

Nach der Veröffentlichung eines schwulenfeindlichen Anti-Kühnen-Manifestes durch einen Teil der GdNF spaltet diese sich 1986 in einen Flügel um Kühnen und einen um den FAP-Generalsekretär Jürgen Mosler. Während der Mosler-Flügel die organisatorischen Strukturen in FAP und KAH übernimmt, bildet die GdNF um Kühnen in der Folgezeit neue Vorfeldorganisationen und regionale Wahlparteien.

Mit dem Tod Kühnens am 25. April 1991 geht die faktische Führung der GdNF an eine Troika aus Christian Worch, Gottfried Küssel und Arnulf Winfried Priem über. Ende November 1994 wird Christian Worch wegen Leitung der GdNF zu zwei Jahren Haft verurteilt. Das Gericht stellt fest, daß die GdNF eine Nachfolgeorganisation der verbotenen ANS/NA sei.

 

Revolution Chemnitz

 

Revolution Chemnitz war eine neonazistische Gruppe, die in der ostdeutschen Stadt Chemnitz aktiv war und sich nach einer Reihe von einwanderungsfeindlichen Protesten, die die Stadt zwischen August und Anfang September 2018 überschwemmten, militant zeigte.

Die Proteste hatten sich nach einer tödlichen Messerstecherei auf einen Deutsch-Kubaner in Chemnitz am frühen Morgen des 26. August nach einem Fest zur Feier der Stadtgründung gebildet. Als Tatverdächtige wurden zwei kurdische Einwanderer, ein Iraker und ein Syrer genannt. Am selben Tag hatte ein Polizeimitarbeiter Informationen über die Messerstecherei an den berüchtigten rechtsextremen Hetzer Lutz Bachmann, den Anführer der rassistischen antimuslimischen Gruppierung PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“), weitergegeben, der diese Details im Internet verbreitete. Innerhalb weniger Stunden wurde eine rechtsextreme Demonstration organisiert, bei der Politiker der rechtsextremen Alternative für Deutschland Seite an Seite mit Neonazis, Hooligans und PEGIDA-Mitgliedern marschierten. Irgendwann begannen Gruppen rechtsextremer Demonstranten, Migranten und Linke zu jagen, und verwandelten die Chemnitzer Innenstadt in ein wahres Schlachtfeld.

Inspiriert von den gewalttätigen Ausschreitungen während der Chemnitzer Demonstrationen, beschlossen einige der Männer, die an den Ausschreitungen teilgenommen hatten, eine militante Gruppe zu gründen, nämlich Revolution Chemnitz. Die meisten Mitglieder der Gruppe sollen führende Köpfe der Hooligan-, Skinhead- und Neonaziszene im Raum Chemnitz sein.

Es ist nicht ganz klar, wann genau Revolution Chemnitz entstanden ist. Es gab zwei Facebook-Seiten mit dem Namen Revolution Chemnitz, eine davon mindestens seit 2013, so Miro Dittrich, Experte der Amadeu Antonio Stiftung. „Wir wissen zwar noch nicht, ob die mutmaßlichen Rechtsterroristen in dieser Gruppe aktiv waren, aber es ist klar, dass dort nationalsozialistisches Gedankengut propagiert wird und die Mitglieder eine gewaltsame Revolution herbeisehnen“, sagt Dittrich. Diese Facebook-Gruppe namens „Revolution-Chemnitz ANW“ warb mit dem Slogan: „Kampf gegen Staat und Kapital – frei, sozial, national.

Social-Media-Post von Revolution Chemnitz aus dem Jahr 2017. – Bildquelle: https://www.belltower.news/revolution-chemnitz-fuer-die-mutmasslichen-rechtsterroristen-war-der-nsu-eine-stuempertruppe-49498/

Laut Staatsanwaltschaft fand sich die Gruppe in ihrer jetzigen Form im Rahmen einer am 10. September 2018 gegründeten Chatgruppe zusammen und begann sofort mit der Planung schwerer Straftaten, darunter auch die Tötung von Menschen. Die Gruppe rief zu gewalttätigen Aktionen gegen „Linke, Schmarotzer, Merkel-Zombies, Mediendiktatoren und deren Sklaven“ auf.

Bereits am 14. September 2019 verübten Mitglieder von Revolution Chemnitz gemeinsam mit anderen Neonazis erste Angriffe auf mehrere zufällig anwesende Jugendliche und Ausländer in der Stadt. Bewaffnet mit Glasflaschen, Quarzhandschuhen und einem Elektroimpulsgerät sollen sie mehrere Migranten angegriffen und verletzt haben.

Einer von ihnen hatte einen Iraner mit einem Flaschenhals verletzt. 15 Personen wurden daraufhin von der Polizei im Zusammenhang mit dem Angriff festgenommen. Weil die mutmaßlichen Täter auch Ausweise von Passanten kontrolliert haben sollen, bezeichnete die Polizei sie als „Bürgerwehr“. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei diesen Angriffen lediglich um einen „Probelauf“ von Revolution Chemnitz-Mitgliedern für künftige Übergriffe handelt.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler plante Revolution Chemnitz, „mit einer symbolischen Veranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober 2018 eine Revolution auszulösen. Ziele sollten ausländische Staatsbürger und politisch Andersdenkende, „Vertreter der politischen Parteien und Angehörige des sogenannten gesellschaftlichen Establishments“ sein. Die Sicherheitsbehörden schritten bereits im Vorfeld ein und nahmen am 1. Oktober 2018 alle an der Verschwörung beteiligten Verdächtigen fest.

Über ein Jahr lang saßen acht Mitglieder von Revolution Chemnitz in Untersuchungshaft, im März 2020 begann der Prozess gegen sie. Am 25. März 2020 wurden fünf von ihnen wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Landfriedensbruchs zu Haftstrafen zwischen 27 Monaten und fünfeinhalb Jahren verurteilt. Einer von ihnen wurde außerdem wegen Körperverletzung verurteilt. Nach Ansicht der Richter ist Christian K. der Anführer und Koordinator der Gruppe; er ist der einzige, der wegen der Gründung einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurde. Die Staatsanwaltschaft stützte ihre Anklage unter anderem auf Chatprotokolle, die auf den Mobiltelefonen der Angeklagten gefunden wurden.

Mehrere der Angeklagten hatten einen bekannten gewalttätigen Hintergrund, zum Beispiel Tom W., der bereits vor zehn Jahren wegen Gewalttaten verurteilt wurde. Er war einer der Köpfe der rechtsextremen Kameradschaft „Sturm 34“, die 2007 verboten wurde. Laut Polizeiberichten beging „Sturm 34“ allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 rund 70 Straftaten, darunter Körperverletzung, Bedrohung und Volksverhetzung. Schon damals war Tom W. Mitglied einer Bürgerwehr, den sogenannten „Streifen für ein ausländerfeindliches Mittweida“.

Der mutmaßliche Anführer von Revolution Chemnitz, Christian K., war ebenfalls ein bekannter Rechtsextremist. Seit 2006 wurde Christian K. mehrfach wegen Raubes, Betrugs, Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Während seiner Haftzeit bot Christian K. dem sächsischen Verfassungsschutz seine Dienste als Informant an. In seinem zweiseitigen Bewerbungsschreiben verwies er auf seine Kenntnisse über rechtsextreme Strukturen: Er könne Angaben über die verbotenen „Nationalen Sozialisten Chemnitz“ (NSC), den verbotenen Verein „Sturm 34“ und die Hooligan-Gruppe HooNaRa (Hooligans Nazis Rassisten), rechtsextreme Fans des Chemnitzer Fußballvereins, machen. Meyer-Plath und seine Kollegen entschieden sich jedoch gegen eine solche Zusammenarbeit, da sich K. als „sehr unzuverlässig“ erwies und nur veraltete Informationen liefern konnte. Aufgrund polizeilicher Hinweise verdächtigte der sächsische Verfassungsschutz 2017 Christian K., der Initiator der Facebook-Seite „Revolution Chemnitz ANW“ zu sein.

Laut dem Politikwissenschaftler Hajo Funke, einem Experten für Rechtsextremismus, gibt es in Chemnitz seit mehr als 20 Jahren ein „terroraffines Netzwerk“:

Das war der Grund, warum die drei bisher bekannten Täter des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, bei ihrem Untertauchen zunächst nach Chemnitz gingen. Dort waren sie unter ihresgleichen. Dieses Netzwerk besteht bis heute und wurde nur hier und da ein wenig geschwächt, zum Beispiel als die Gruppe „Nationale Sozialisten Chemnitz“ verboten wurde. In Chemnitz hatten die Ausschreitungen Ende August und Anfang September 2018 zu einem Bündnis des völkisch-nationalistischen Flügels der AfD mit rechtsextremen Vorfeldorganisationen, Hooligans und Neonazis geführt. Die rechte Szene fühlte sich durch die freigesetzten Ressentiments ermutigt.

So auch die sächsische AfD, als die AfD-Fraktion des Hochtaunuskreises am 27. August 2018 den „Beginn einer Revolution“ angekündigt hatte: „Bei den uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann Radiosender sowie die Presse gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. „

 

Ein Prozent

 

Die Kampagne Ein Prozent für unser Land ist eine deutsche Kampagne, die der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) angeschlossen ist. Der Name ist eine Anspielung auf die Idee, dass es nur ein Prozent der Bevölkerung braucht, um Deutschland zu verändern.

Ein Prozent versucht, verschiedene rechtsextreme Initiativen miteinander zu verbinden, indem es Veranstaltungen organisiert und Petitionen initiiert, die sich vor allem gegen die deutsche Einwanderungspolitik richten. Ein Prozent unterstützt auch Projekte wie den Aufbau einer „patriotischen Gewerkschaft“. Die Organisation wurde 2015 als Scharnier zwischen der AfD und der Identitären Bewegung von dem Publizisten Götz Kubitschek (Antaios Verlag, Sezession, Institut für Staatspolitik etc.), Jürgen Elsässer (Compact Magazin) und dem AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider gegründet.

Derzeit wird Ein Prozent von Philip Stein geleitet, der den Verlag Jungeuropa betreibt, in dem vor allem deutsche Übersetzungen international bekannter rechtsextremer Autoren wie Alain de Benoist veröffentlicht werden. Stein ist auch Sprecher der rechtsextremen „Deutschen Burschenschaft „, einem Dachverband rechtsextremer deutscher Burschenschaften.

In einem aktuellen Schaubild hat Ein Prozent sein Aktionsfeld mit den folgenden Schlagworten definiert:

Unsere Projekte: Wahlbeobachtung, Deutsche Opfer, Aktionen, Gegenkultur, Freiräume, Soziales Engagement, Recherche, Dokumentation

Zeitleiste

Im Juni 2017 kündigte Götz Kubitschek auf der Website von Ein Prozent an, dass die Geschäftsstelle in das mittlerweile berüchtigte identitäre „Klubhaus“ Kontrakultur Halle umziehen werde, für das Kubitschek maßgeblich mitverantwortlich ist. Das identitäre Klubhaus ist neben dem „Institut für Staatspolitik“ (IfS) in Schnellroda und der „Bibliothek des Konservatismus“ in Berlin ein weiterer Treffpunkt der Neuen Rechten aus dem braunen Umfeld Kubitscheks.

Mitte August 2020 veröffentlichte Ein Prozent ein Interview mit dem Leiter von Reconquista Germanica, Nikolai Alexander. Reconquista Germanica ist eine mehrere tausend Mann starke deutsche rechtsextreme Trollgruppe, die regelmäßig Hassattacken gegen unerwünschte Webseiten und Personen startet. Martin Sellner, Galionsfigur der Identitären Bewegung Österreich, hatte nach SWR2-Recherchen „VIP“-Status auf dem Server von Reconquista Germanica.

 

Ein Prozent führte Mitte August 2020 ein Interview mit Nikolai Alexander von Reconquista Germanica. – https://twitter.com/ein_prozent/status/1293226513945567233

Im August 2020 nahmen Mitarbeiter von Ein Prozent an einer Massendemonstration von Corona-Leugnern teil, darunter Hardcore-Neonazis, Reichsbürger, Identitäre, Anti-Vaxxer, Anhänger der Qanon-Verschwörungstheorie und andere Anhänger, die unter einem antiwissenschaftlichen und verschwörungstheoretischen Dach in die „Querfront“ (rot-braunes Bündnis) gelockt wurden. Ein Prozent-Mitarbeiter Simon Kaupert führte ein Interview mit Stephan Bergmann, dem rassistischen Pressesprecher von Querdenken, der Organisation, die hinter der Demonstration stand.

Simon Kaupert (links) von Ein Prozent interviewt den rassistischen Pressesprecher von Querdenken, Stephan Bergmann (weißer Kapuzenpulli). – https://twitter.com/felixhuesmann/status/1299410391504760834

Im September 2020 kündigte One Percent an, dass es bald das „erste patriotische Computerspiel“ mit dem Namen „Rebellion – Heimat Defender „ veröffentlichen wird:

In dem Spiel müssen sich die spielbaren Charaktere Alex Malenki, Martin Sellner, Outdoor Illner und der dunkle Ritter durch eine dystopische Zukunftsvision bewegen, in der die Globohomo Corporation das öffentliche Leben und sogar die Köpfe der Bürger kontrolliert.

Mehr als ein Jahr lang entwickelte der patriotische Spieledesigner Kvltgames exklusiv für „One Percent“ das Programm, das Sie ab dem 15. September auf der Website www.heimat-defender.de für Windows und Mac kostenlos herunterladen können. Wir arbeiten auch an einer Veröffentlichung des Spiels über die Plattform Steam, um noch mehr junge Menschen zu erreichen.

Ein Prozent wirbt für „Rebellion – Heimat Defender“, das erste „patriotische Computerspiel“. – https://www.einprozent.de/blog/gegenkultur/das-erste-patriotische-computerspiel-ist-da/2694

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