Neonazistische Ausschreitungen auf Züge in Zwickau – Hintergrundrecherche

| Recherche AfD | 2. Mai 2022


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Klaus Armstroff

 

Klaus Armstroff (*1957 in Jena), von Beruf Elektriker, ist ein rechtsextremistischer Politiker und Neonazi. Er war Mitglied der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), gründete dann die rechtsextremistische Partei Der III. Weg, deren Bundesvorsitzender er war. 

Armstroff gilt als Bindeglied zwischen rechten Parteistrukturen und der Szene der „Freien Kameradschaften“ in Süddeutschland.

Klaus Armstroff, Vorsitzender von Der III. Weg. – Bildquelle: https://der-dritte-weg.info/2017/10/klaus-armstroff-bleibt-parteivorsitzender/

Leben

Klaus Armstroff saß seit 2009 als Vertreter der NPD im Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim und war bis Sommer 2013 Mitglied des NPD-Landesvorstands Rheinland-Pfalz. Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte er für die Partei und erhielt im Wahlkreis Südpfalz 1,3 Prozent der Stimmen. Der NPD-Landesverband wurde bis Sommer 2013 von seiner Frau Dörthe Armstroff geführt. Klaus Armstroff war einer der Protagonisten der innerparteilichen Auseinandersetzungen innerhalb des rheinland-pfälzischen Landesverbandes der NPD. Er gehörte dem nationalistisch orientierten Flügel der NPD an und missbilligte den neuen NPD-Landesvorstand mit Markus Walter und Ricarda Riefling, was ihn zum Austritt aus der Partei veranlasste.

Armstroff gehörte dem nationalsozialistischen Flügel der NPD an. Seine Partei, Der III. Weg, versteht sich ideologisch als „nationalrevolutionär“ und knüpft teilweise an das Programm des sogenannten linken Flügels der NSDAP um die Brüder Strasser an. In Anlehnung an diese Ideologie sagte er bei einer Demonstration in Plauen im Mai 2014: „Kapitalistische Unternehmer […] stellen die Deutschen aufs Abstellgleis der Langzeitarbeitslosigkeit und gieren nach frischem Blut von Ausländern.“ Auf dem Bundesparteitag 2014 rief er dazu auf, vor Flüchtlingsunterkünften Flugblätter zu verteilen und gegen Ausländer zu hetzen.

Auf dem Gründungsfest der Partei Der III. Weg am 28. September 2013 in Heidelberg wurde Armstroff zum Bundesvorsitzenden gewählt. In Rheinland-Pfalz wandten sich daraufhin Teile der „Freien Kameradschaft“ Strukturen um das „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ dem Der III. Weg. Seit Januar 2014 begann die Partei unter Armstroff offensiv, aus Strukturen des im Juli 2014 verbotenen „Freien Netzwerks Süd“ in Bayern zu rekrutieren.

Klaus Armstroff ist Elektriker, mehrfacher Vater und lebt im rheinland-pfälzischen Weidenthal.