Facebook werde keine Faktenchecks machen, sagt Popelfresser Mark Zuckerberg

| Satire | 29. Mai 2020

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Lecker, Popel! – Facebook-Chef Zuckerberg

Twitter zeigt seit kurzem Faktenchecks zu den Tweets des US-amerikanischen Lügenpräsidenten Trump an. Trump, der nur manchmal versehentlich die Wahrheit twittert, versucht die Plattform, die es ihm seit Jahren ungehindert ermöglicht, mit sehr hoher Reichweite alles zu sagen, was er will, mit absurden Verordnungen einzuschüchtern (mehr dazu) und gleichzeitig davon abzulenken, dass sein Land wegen Protesten gegen rassistische Mörder in Polizeiuniformen quasi in einem Bürgerkrieg versinkt und sein rechtsextremes Regime das durch Hassrede auch noch aktiv befeuert (mehr dazu).

Während Trump also gegen die viel größere Ungerechtigkeit kämpft als die in Minneapolis, dass das private Unternehmen, dessen Plattform er weiter ungehindert zum Lügen benutzen kann, anderen verrät, dass er lügt, bekommt er Rückdeckung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Im Gespräch mit dem persönlichen Propagandakanal des rassistischen, sexistischen Betrügers, “Fox News”, erklärte Zuckerberg, Facebook sollte keine Faktenchecks machen. “Ich glaube einfach fest daran, dass Facebook nicht der Schiedsrichter über die Wahrheit bei allem sein sollte, was die Leute online sagen.” (Quelle).

“Ich verdiene ebenfalls Geld mit den Lügen von Nazis” – Zuckerberg

Dass Zuckerberg sich auf die Seite des Vergewaltigers Trump (Quelle) stellt, gibt das Signal, dass es weder moralisch noch rechtlich in Ordnung sei, wenn eine private Plattform wie Facebook oder Twitter keine Verpflichtung hat, selbst bestimmen darf, was auf ihrer Plattform geschieht. Während Zuckerberg erklärte, sie werden nicht in die Freiheiten ihrer Nutzer*innen eingreifen, den Holocaust zu leugnen oder Nazi-Lügen zu verbreiten, löschte sein Unternehmen Millionen Fälle von Kinderpornografie, Gewaltdarstellungen und Bilder von weiblichen Nippeln.

“Sie müssen verstehen, es wäre technisch und rechtlich problemlos möglich, alle Lügen und Fake News auf unserer Plattform zu löschen”, erklärte Zuckerberg, der nebenbei richtig widerlich in seiner Nase bohrte. “Aber diese Hetze und Lügen von Nazis bringen uns enorm viel Content und Nutzer*innen, die damit viel Zeit auf Facebook verbringen, wo sie viel Werbung sehen, womit wir enorm viel Geld verdienen!”. Nachdem er kurz probierte, ob seine Popel schon durch seien, ergänzte er: “Wir verdienen massiv an den Lügen von Nazis!”

“Holocaustleugnung sollte möglich sein, sofern keine weiblichen Nippel zu sehen sind!”

Zum Glück wird diese Maßnahme nicht Nazis, Verschwörungsideologen und Hetzern ermöglichen, die Plattformen dazu auszunutzen, um Gewalt anzustacheln und das Vertrauen in die Demokratie zu zerstören, sondern nur die Meinungsfreiheit stärken. Also die Meinungsfreiheit von denjenigen, die das Geld haben, um sich viel Reichweite für Propaganda zu kaufen, nicht für diejenigen, die Ziel dieser Lügen werden und sich nicht wehren können und damit von der Öffentlichkeit verdrängt werden.

“Und sicherlich wird kein deutscher Blog meine Heuchelei ausnutzen, um diesen Umstand mit einem Satire-Artikel gegen mich persönlich aufzugreifen”, lachte Zuckerberg letztlich und ging mit seinem Popel am Spieß davon. Mahlzeit!



Artikelbild: Frederic Legrand – COMEO

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