Todeswünsche & Morddrohungen: 12 Beispiele, wie extrem der Hass in den AfD-Gruppen ist

So verroht sind die rechtsextremen

Während man bei der AfD-Spitze dabei zusehen kann, wie derzeit der dritte Machtkampf nach Lucke und Petry zwischen den (vergleichsweise) gemäßigten AfD-Gruppen und dem teilweise vom Verfassungsschutz beobachteten faschistischen Höcke-„Flügel“ stattfindet, ist die Verrohung der AfD-Anhänger anscheinend jedoch schon vollends vollzogen.

Wenn AfD-Politiker sich in der Regel (jedoch auch oft genug nicht) mit direkten Todeswünschen zurückhalten, und nur „subtil“ Menschen „entsorgen“ wollen, so ist die Sprache ihrer Anhänger für alle sichtbar völlig enthemmt und entmenschlicht. Das hat nichts mit der vermeintlichen Anonymität in ihren rechtsextremen Gruppen zu tun, das sieht man auch mit Klarnamen in den öffentlichen Kommentarspalten – oder auf der Straße bei Pegida und Co. Diese AfD-Politiker verurteilen das aber auch nicht.

Pegida heißt Lübcke-Mord gut: Dieses Video zeigt das wahre Ausmaß des Faschismus

Diese Menschen haben schon lange den Boden der Demokratie und des Gesetzes verlassen. Sie wünschen ihren politischen GegnerInnen den Tod, entmenschlichen sie, hetzen, hassen und schicken ihnen diese Drohungen gerne auch persönlich. Und so einige setzen diese Drohungen auch in die Tat um, oder versuchen es zumindest. Wir müssen aufhören, die AfD und ihre Anhänger wie eine normale Partei zu behandeln, denn dieser Faschismus ist völlig außer Kontrolle geraten. Als Beweis haben wir 12 Fälle gesammelt, in denen wir den Hass und die Hetze, voller strafrechtlich relevanter Aussagen, dokumentiert haben.

1. Merkels erster Zitteranfall – Sie hoffen auf ihren tod

Bei Merkels erstem öffentlichen Zitteranfall in Berlin konnte man in den rechtsextremen Gruppen, aber auch auf offiziellen AfD-Seiten und in jeder Kommentarspalten, den Hass deutlich sehen. Das ist keine politische Meinung, das ist ein Verbrechen.

Mehr dazu bei unserem Bericht:

Habt ihr sie noch alle? AfD-Politiker spotten über Merkels Zittern, ihre Anhänger wünschen ihr den Tod



2. wieder zittern, wieder todeswünsche

Und auch bei ihrem jüngsten besorgniserregenden Zitteranfall sah es nicht anders aus. Wie auf Kommando wird der Hass in den Kommentarspalten entladen, enthemmt wird Frau Merkel entmenschlicht und nur zu einem Ziel für Todeswünsche.

Mehr dazu in unserem Bericht:

Ekelhaft! Merkels nächster Zitteranfall – AfD-Anhänger wünschen ihr wieder den Tod

3. Terrorwünsche (!) bei Merkel im Flugzeug

Bleiben wir bei Frau Merkel. Das Feindbild der Bundeskanzlerin ist so festgesetzt und so brutalisiert, dass jede Erwähnung ihrer Person Gewaltwünsche, Todeswünsche und sogar Hoffnungen auf Terroranschläge in diesen Menschen hervorruft. Selbst wenn sie einfach nur im Flugzeug fliegt.

Der ganze Bericht hier:

Terrorwünsche: So widerlich reagieren Rechte auf Merkel im Flugzeug

4. selbst mordfantasien beim einkaufen!

Und noch ein letztes Mal Frau Merkel. Um zu sehen, wie hirnlos dämlich und substanzlos dieser Hass geworden ist, äußern die AfD-Anhänger schon Mord- und Gewaltfantasien bei einem Foto von Frau Merkel beim Einkaufen. Ja, wirklich. Man will sie töten, weil sei einkauft. Das hat nichts mehr mit Politik zu tun. Das ist einfach nur Hass auf Andersdenkende. So etwas kann und darf man nicht ernst nehmen. So etwas gehört strafrechtlich verfolgt.

Mehr dazu bei unserem Bericht:

Mordfantasien: So widerlich reagieren Rechte auf Merkel beim Einkaufen

5. Jubel über mord an Lübcke

Wenn dann tatsächlich ein Politiker von einem ihrer Gesinnungsgenossen nach so einem faschistischen Shitstorm umgebracht wird, wird das nicht bedauert. Da wird sich nicht über die eigene Verantwortung bewusst geworden. Man sieht nicht ein, dass das keine „harmlosen“ Morddrohungen sind, sondern die Gesellschaft und die Anhänger der rechtsextremen Partei verrohen und Anschläge wahrscheinlicher machen. Nein, es wird zustimmend gejubelt.

Und damit zeigen sie dem nächsten potentiellen Mörder: Wir wollen mehr davon und werden das nicht verurteilen. Der ganze Bericht und auch wie AfD-Seiten daran beteiligt waren:

Grausam: So widerlich feiern Rechtsextreme den Mord an Lübcke

6. Terrorwünsche beim Brand von notre Dame

Die Partei und rechtsextremen Seiten, die angeblich so Angst vor (ausschließlich) islamistischen Terroranschlägen haben, konnten es beim Brand in Notre Dame, welcher ein Unfall war, kaum abwarten, zu erfahren, ob es ein nicht doch Anschlag war. Buchstäblich wünschten sie sich es. Diese Menschen wollen Angst, Terror und Morde. Denn sie profitieren davon, deswegen verbreiten sie Lügen und Verschwörungstheorien und Spekulationen. Unser ganzer Bericht::

Feuer in Notre Dame: Rechte wünschen sich Terroranschlag

7. Jubel über christchurch-Attentäter

Aus dem gleichen Grund wird auch über einen Terroristen gejubelt, wenn er weiß ist und Muslime umbringt. Glaubt keinen Moment, dass die AfD und ihre Anhänger sich irgendetwas um Menschenleben scheren. Es werden lediglich Krokodilstränen geweint, wenn die Mörder in das Feindbild passen. Sind die Opfer aus dem Feindbild, dann wird Mördern applaudiert. Schamlos. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte das auch keinen mehr verwundern. Die ganze Dokumentation:

Applaus, Lügen oder Schweigen: So reagieren AfD & Co auf Neuseeland

8. Morddrohungen gegen Tauber

Heutzutage muss ein demokratischer Politiker auch nur irgendeine Form an berechtigter Kritik an der AfD oder eben genau dieser Hetze, die ich aufzeige, äußern, damit seine Aussage aus dem Kontext gerissen und verzerrt wird, um ihn damit zum nächsten Hass-Ziel zu machen. So geschehen bei Tauber – dem man prompt wieder den Tod wünschte.

Tauber will gegen Verfassungsfeinde vorgehen – So geben sie ihm mit ihrer Hetze Recht

9. Morddrohungen gegen Kahrs

Die gleiche Geschichte bei Kahrs (SPD). Ein Tweet wurde völlig entstellt und falsch zitiert, und prompt warf man diese Meldung den Faschisten zum Fraß vor für den täglichen 2-Minuten-Hass.

Fake! Kahrs (SPD) fordert kein Berufsverbot für AfD-Anhänger, bekommt dafür Morddrohungen

10. Morddrohungen gegen Günther

Und die exakt gleiche Geschichte mit einem Zitat der Berliner Verkehrssenatorin Günther. Aus dem Kontext gerissenes Zitat – übrigens nur über Verkehrspolitik! – und schon rollen die Morddrohungen an. Es ist absurd, dass das inzwischen normal ist. In den Hassgruppen, Kommentarspalten, überall. Man muss nur irgendeine Lüge erzählen und schon will der Mob den nächsten Kopf rollen sehen.

Mordrohungen: So dämlich reagieren Rechte auf Verkehrssenatorin Günther

11. Morddrohungen gegen Hofreiter

Und ein letzter Politiker noch für die Liste: Anton Hofreiter. Als Nicht-AfD-Politiker reicht es sogar aus, wenn man am Ende eines Interviews kurz erwähnt, dass man viele Morddrohungen erhält, damit die verrohten AfD-Anhänger gleich die nächsten Todeswünsche hinterher schicken. Alle als Feinde wahrgenommenen Menschen und Gruppen sollen in den Augen der AfD einfach sterben. Warum sollte man so etwas im politischen Diskurs zulassen?

Nach Lübcke: AfD-Fans hoffen, dass Morddrohungen gegen Hofreiter wahr werden

12. Und natürlich flüchtlinge

Und nur der Vollständigkeit halber: Natürlich ist das alles auch für Schutzsuchende wahr, und noch viel mehr. Dazu könnten wir dutzende Beispiele geben. Aber jeder kann es selbst in jedem Beitrag der BILD sehen, die irgendwas über Muslime oder Flüchtlinge schreibt. Sei es, dass es Syrer ertrunken ist, oder dass Hakenkreuze bei einem muslimischen Festival beschmiert wurden: Man wünscht den Menschen den Tod, Gewalt, Abschiebung. Es sind in ihren Augen keine Menschen mehr. Hier ein weiteres Beispiel.

So ekelhaft fordern AfD-Sympathisanten Erschießung eines Schutzsuchenden

AfD gehört geächtet

Diese Liste könnte man noch ewig weiterführen. Die AfD verbreitet in ungeahntem Ausmaß Lügen über ihre politischen Gegner, sie verdreht Statements, erfindet Dinge hinzu, lässt den Kontext weg und verwendet alte Videos und Bilder, aber auch gefälschte Meldungen und reine Fabrikationen, um Hass gegen alle Politiker außer der AfD und Muslime und (vermeintlich) Nicht-Deutsche zu schüren. Sie spielen Straftaten von Deutschen herunter oder ignorieren sie, während alle anderen dramatisiert und erfunden werden. Wir dokumentieren das täglich.

Die AfD mag vielleicht Politiker haben und Menschen anziehen, die eine konservative „Alternative“ zur Groko suchen. Doch dann sind diese Menschen nur naive Mitläufer oder Komplizen von lupenreinen Faschisten, die ihre „Feinde“ entmenschlichen, die enthemmt Gewalt und Mord fordern und gutheißen und die am Sturz unseres Rechtsstaats und der Demokratie interessiert sind. Die AfD und ihre Anhänger sind keine Demokraten. Wer das verharmlost, macht sich mitschuldig.

Das ist keine Meinung, das sind keine Sorgen. Das ist keine Kritik, das ist keine „alternative“ Politik. Sie wollen ihre Feinde aufgrund von Lügen tot sehen. Weil diese Einkaufen oder Zittern. Das ist Hass und Faschismus, der kompromisslos ausgegrenzt und bestraft gehört. Die meisten der Aussagen sind strafrechtlich relevant, aber meistens bleiben sie folgenlos. Die BILD und andere moderieren ihre Kommentarspalten nicht. Und viele Politiker zögern, diese Dinge eindeutig zu verurteilen. Facebook und Co haben weder das Personal noch ein Interesse daran und die Polizei hat ebenfalls zu wenig Kapazitäten. Wenn wir nicht klare Kante zeigen und mit allen demokratischen Mitteln dagegen vorgehen, tolerieren wir diese Unmenschen und ihren Hass. Wir dürfen das nicht zulassen. Es ist Zeit, jetzt zu handeln, bevor noch mehr Menschen sterben

Artikelbild: Straight 8 Photography, shutterstock.com / Screenshots: DieInsider

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