BILD-Framing-Gutachten geleaked: So will die BILD uns umerziehen!

BILD will dich manipulieren!

Die Meinungsmanipulateure des Hassfunks BILD arbeiten laut an einem heute aufgetauchten Umerziehungs-Gutachten jeden Tag daran, ihre LeserInnen zu manipulieren! Das vielleicht finsterste Detail: Dabei tun sie so, als seien sie „Journalisten“ und arbeiteten für eine seriöse „Zeitung“. Ihre Hetzwerke haben einen niederen Zweck, wie jetzt ans Licht kommt.

In dem geheimen Gutachten, das uns heute zugespielt wurde, steht, wie man über Sprache unschuldige LeserInnen dazu umerzieht, Schutzsuchende und Arbeitssuchende zu hassen. Auch sollen echte und seriöse Journalisten wie vom öffentlich-rechtlichem Rundfunk schlecht dargestellt werden, damit man im Vergleich dazu wie echte Journalisten aussieht.

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Framing, Anchoring

Im BILD-Gutachten wird erklärt, dass es durch Framing möglich ist, einen Sachverhalt in ein bestimmtes Licht zu rücken – ohne dass man lügen muss! Wohingegen die Eigenbezeichung „überparteilich“ leider kein Framing ist, sondern Selbstironie. Ein „Schutzsuchender“ und ein „Asylschmarotzer“ sind erst einmal Synonyme. Dennoch sollen BILD-AutorInnen eher letzteres benutzen, damit niemand irrtümlicherweise auf die Idee kommt, hier gäbe es Menschen, die Hilfe statt Hass verdient hätten.

Auch soll die ARD anders dargestellt werden. Man könnte sie als unabhängiges, da von allen Bürgern finanziertes Medium verstehen, welches dadurch nicht von Werbeinvestoren und Geldgebern mit politischer Agenda abhängig ist. Aber dieser Eindruck darf laut Schlechtachten (Es ist ja kein GUTachten) nicht entstehen, deshalb spricht man von „Zwangsgebühren“, „Gebühren-TV“ und „Staatsfunk“. So wird aus „positiver Selbstdarstellung“ der ARD ganz einfach „Umerziehung“.

Jetzt wieder ernst: Was ist Framing?

Ok, genug Spaß. Das gerade eben, war Framing. Wenn auch sarkastisch gemeint. Ein bisschen zumindest. In Diskussionen zum Framing-Gutachten der ARD habe ich festgestellt, dass viele nicht verstanden ist, was „Framing“ eigentlich ist. Framing – von „frame“, englisch für „Rahmen“ – ist ein „Rahmen“, indem ein Sachverhalt präsentiert wird. Es gibt für alle Dinge verschiedene Wörter, Synonyme.

Wie oben bereits erwähnt kann man für das Gleiche mehrere Wörter verwenden. Das heißt aber nicht, dass die alle das Gleiche bedeuten. Neben der Hauptbedeutung (Denotat) eines Wortes gibt es auch Nebenbedeutungen (Konnotat). Und diese Konnotationen beinhalten immer Meinung, immer eine Wertung. Sie können etwas gut oder schlecht machen.

Und ganz wichtig. Du kannst nicht nicht framen. Du MUSST Worte verwenden und jedes Wort hat Konnotate. Dass die ARD also „Framing“ verwendet, ist erstmal überhaupt nicht schlimm. Tut jeder. Ich habe oben satirisch gezeigt, wie das funktioniert, wenn man negatives Framing verwendet, also wenn man andere schlecht darstellen will. Und abseits jeder Satire: Das betreibt BILD seit Jahren.

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Warum das ARD-Framing nicht schlimm ist

Nach dem Kommunikationswissenschaftler Watzlawick kann man nicht nicht kommunizieren. Und genauso wenig kann man nicht nicht framen. Wenn du Worte verwendest, verwendest du Worte, die bestimmte Dinge in einer bestimmten Art darstellen. Die Analyse (Hier nachzulesen) der Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin Elisabeth Wehling ist erstmal nichts schlimmes und hat mit „Manipulation“ so wenig zu tun wie der Deutschunterricht in der Schule mit Gehirnwäsche.

Darüber aufzuklären, wie Sprache unser Denken beeinflusst ist noch keine Beeinflussung des Denkens. Also nicht im Sinne einer „Manipulation“. Und Tipps, wie man sich selbst besser sprachlich darstellen kann, sind auch harmlos. Das ist das, was jede Werbung und jede PR-Agentur jederzeit macht. Und auch du, jeden Tag. Positive Eigendarstellung. Und abgesehen davon, dass sich selbst positiv darstellen weder verwerflich noch unüblich ist: Die Notwendigkeit dazu gab es ja erst, weil es eben seit Jahren ein systematisches Gegen-Framing gab, die die ARD und Co schlecht geredet hat. Das war nur eine Reaktion darauf.

Warum es nicht das gleiche ist, wie das, was BILD, AfD und Co betreiben? Weil es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man versucht, sprachlich nicht in Fettnäpfchen zu treten, oder ob man politische Gegner und Bevölkerungsgruppen aufgrund einer politischen Agenda dämonisiert. Und ironischerweise wird genau dieses Gutachten jetzt von diesen Leuten so geframed, um wieder mal Stimmung gegen die ARD zu machen. Framing nutzen, um das Framing von anderen negativ zu framen quasi.

Wer sich nicht manipulieren lassen will, sollte nicht passiv die BILD lesen. Denn auch die BILD verwendet Framing. Ganz offensichtlich sogar. Die Frage ist nur, was damit erreicht werden soll. Das macht Framing erst verwerflich. Wer aber die Realität mehr verbiegt, der sprengt dann den Rahmen.

Artikelbild: Cineberg, shutterstock.com, WAYHOME studio, shutterstock.com

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