Schalke mit Heimsieg gegen die AfD – das Netz feiert die Reaktion

| Social Media | 26. Januar 2021

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Schalke setzt Zeichen – gegen Rechts und noch Rechtere

Der Fußballverein FC Schalke 04 wirbt in einem Film mit dem Motto #StehtAuf für mehr Toleranz und spricht sich gegen Rassismus aus. Kein Wunder, dass sich die Berufshetzer der rechtsextremen AfD daran stören. Doch der Verein kontert gelungen. Ausgangspunkt war folgender Tweet mit dem knapp zweiminütigem Video:

Spieler:innen, Trainerstab, Nachwuchs, aber auch Fans bekunden dort, wofür sie aufstehen. Nicht nur gegen Rassismus, Sexismus, Nazis, gegen Homophobie, sondern u.a. auch für Toleranz, Inklusion und Zivilcourage.

Absehbar, dass die rechtsextreme AfD beim Betrachten dieses Videos wie Rumpelstilzchen ums Feuer getanzt haben muss. Noch absehbarer, dass AfD-Hetzer Stephan Brandner dies wieder nutzt, um geistige Brandstiftung zu betreiben.

Der rechtsextreme AfD-Politiker ist regelrecht für seine notorische Hetzereien berüchtigt:

Hetze: Alle Gründe, warum Brandner (AfD) abgewählt werden musste

Schalke kontert AfD-Hetzer

Der Verein reagierte auf Brandners Aussage gelassen:

„Herr Brandner, sich über Werte wie Vielfalt und Toleranz lustig zu machen, ist für einen gewählten Volksvertreter arm. Unabhängig von unserer sportlichen Situation: Schalke wird nie auf ihr Niveau absteigen.“

Mit ihrem Konter nehmen sie Brandner sämtlichen Wind aus den Segeln, indem sie so selbstbewusst und souverän reagieren und selbst darauf hinweisen, dass die spielerischen Leistungen vielleicht nicht durchgängig erstklassig sind, das Verhalten und die Einstellung des Vereins hingegen schon.

Im Video heißt es auch: „Wir stehen auf gegen Intoleranz und Respektlosigkeit.“ Hätte Brandner wenigstens mal die zwei Minuten Bildungsarbeit investiert…

Die Bilanz:

1. Halbzeit: Sieg für Schalke Dank des klaren Statements

2. Halbzeit: unfaires Spiel von Brandner, Schalke dominierte auch die zweite Hälfte des Spiels.

Somit: Heimsieg für Schalke.

Kommentare unter dem neuesten Schalke-Tweet applaudieren dem Verein für dieses Statement, „in den Farben getrennt, in der Sache vereint“ ist eine häufig zu findende Reaktion. Auch User:innen, die konstatieren, dass sie mit Fußball „nichts am Hut hätten“, loben den Verein für die aufrechte Haltung. Manche gehen sogar so weit und wünschen dem FC Schalke 04 gar den Klassenerhalt oder nominieren diesen Tweet als „Tor des Monats“ bzw. „Tor des Jahrzehnts“ 😉

Auch ein Lob vom Rivalen BVB 09 ist drin:

und der SV Werder Bremen hat sich kurz danach ebenfalls angeschlossen:

In der Vergangenheit hat sich Schalke mehrfach klar gegen Rassismus positioniert, zuletzt lehnte der Verein auch Gelder von Clemens Tönnies ab, der 2019 noch mit rassistischen Äußerungen aufgefallen war.

Im Juni 2020 veröffentlichte der FC Schalke 04 gemeinsam mit dem 1. FC Köln, BVB 09 und Borussia Mönchengladbach bereits einen Clip gegen Rassismus (Hier).

Die Vereine schreiben dazu:

„In einem Video, das zeitgleich auf den Social-Media-Kanälen der vier Bundesligisten veröffentlicht wurde, sind die besonderen Torjubel von Anthony Modeste, Marcus Thuram (Gladbach) und Jadon Sancho (Dortmund) sowie die Armbinden-Aktion von Schalkes Weston McKennie vom vergangenen Spieltag zu sehen. Optisch angepasst an die Anti-Diskriminierungskampagne der Deutschen Fußball-Liga DFL erscheint in den Videos das Motto „In den Farben getrennt, im Fußball vereint – No Racism”. Die Botschaft ist universell: Bei aller sportlichen Konkurrenz bleiben Fairplay und unteilbare Menschenrechte die Grundlagen unseres Zusammenlebens – und damit auch des Sports.“

Wenn ihr ebenfalls ein Zeichen gegen die rassistische AfD setzen wollt, findet ihr die aktuelle #fckafd-Kollektion in unserem Shop.

Artikelbild: pixabay.com, CC0, Olaf KosinskyCC BY-SA 3.0-de via Wikimedia Commons

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