So absurd muss Sigi Maurer jetzt mit Hassrede umgehen

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Völlig Absurd!

Wer vom Fall Sigi Maurer noch nicht gehört hat, hier unser Kommentar dazu. Kurzfassung: Frau Maurer wurde zunächst von einem Lokalbetreiber nach eigenen Angaben auf der Straße blöd angemacht, und später auf übelste Weise sexistisch beleidigt (Hier die Details). Sie machte den Fall öffentlich, wurde daraufhin wegen übler Nachrede verklagt – und jetzt verurteilt, obwohl die Richter wissen, dass sie die Wahrheit sagt.

Warum das so ein Problem ist? Weil es bedeutet, dass Täter von Hassrede und Morddrohungen im Netz größeren Schutz besitzen als die Opfer. Dass man folgenlos eine Morddrohung verschicken kann, aber sich Sorgen machen muss, wenn man jemanden für diese Morddrohung anprangert. Aus Angst, verurteilt zu werden, müssen Opfer die Identität ihrer Täter schützen?



„Journalistische Sorgfaltspflicht“

Das ist umso perfider, weil Frauen ständig vorgeworfen wird, sich Anschuldigungen auszudenken oder nur Aufmerksamkeit zu suchen.

Doch die arme Frau Maurer ist noch nicht gestraft genug. Nach der Verkündung des (noch nicht rechtskräftigen) Urteils sehen viele Trolle und Hetzer dies als die Einladung, um ihren ganzen Hass und Drohungen an sie zu schicken. Sie wird regelrecht von einem Shitstorm an Hass und Morddrohungen heimgesucht. Und Sigi Maurer zeigt auf Twitter, wie absurd das Urteil für sie ist:

(Anklicken, um das ganze Bild zu sehen)

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Andere Frauen fangen an, zynisch die Reaktion Maurers zu übernehmen:

Sigi Maurer geht erst einmal in Berufung. Der Fall zeigt auf jeden Fall, das die Justiz nicht für das Ausmaß an Hass und Einschüchterung angedacht ist und dringend reformiert werden muss. Eine Möglichkeit, wie man sich gegen Hass im Netz wehren kann:

„Ich zeige in der Woche bis zu 100 Hetzer im Netz an.“

Artikelbild: Screenshot twitter.com

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