So genial kontert das Theater Ulm die rassistische Anfrage der AfD

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Tolle Retourkutsche

Vor einigen Tagen stellte die AfD eine heftig kritisierte Anfrage an die Regierung Baden-Württembergs. Sie wollte wissen, wie viele Nichtdeutsche an staatlichen Bühnen beschäftigt seien. In ihrem Schreiben vom Juni fragte sie nach den Staatsangehörigkeiten und Ausbildungen der Angestellten an Opern und Theatern. Die AfD wurde kritisiert und gefragt, warum sie die Staatsangehörigkeiten der Künstler*innen wissen wolle – erinnere es doch stark an die NS Zeit.

„Die Anfrage der AfD spricht für sich selbst, und sie führt zur Überlegung, was für ein Sinn sich dahinter verbergen könnte“, sagte der Geschäftsführende Intendant der Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks im Interview. „Es fällt schwer, ein edles Motiv zu unterstellen.“ Der Bundestagsabgeordnete Michel Brandt (LINKE), früher selbst Mitglied im Badischen Staatstheater, nannte es einen „rassistischen Angriff gegen Kulturschaffende mit Migrationshintergrund“.



Jetzt kontert das Theater Ulm

Um die Absurdität und Unverschämtheit der Anfrage zu verdeutlichen, hat das Theater Ulm gestern auf Facebook und Twitter selbst eine „Kleine Anfrage“ gepostet. Es fragt darin, wie viele Mitglieder des AfD Landesverbands Baden-Württemberg vorbestraft seien oder welche Schulabschlüsse sie haben.

Gepostet von Theater Ulm am Dienstag, 2. Juli 2019

Es wäre interessant zu wissen, was die Antworten auf die Fragen sein dürften, wenn es ein*e Abgeordnete*r in den Landtag einbringen würde. Falls die AfD sich über die Suggestivfragen ärgern sollte, versteht sie vielleicht die Auswirkungen ihrer eigenen Taten besser. Das Netz ist begeistert von der Reaktion:

Die AfD nutzt öfter das Werkzeug der Kleinen Anfrage für strittige und absurde PR-Manöver. Manche vermuten darin auch eine Taktik, um den parlamentarischen Betrieb zu verlangsamen. Wir haben kürzlich eine Sammlung der peinlichsten Anfragen der AfD erstellt:

Dafür zahlen wir Steuergelder? Die 12 peinlichsten Anfragen der AfD

Artikelbild: Lan Images, shutterstock.com/Screenshot facebook.com

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