Wie eine Studie nach der Bundestagswahl der Stiftung Neue Verantwortung zeigt, ist die Gruppe der AfD-Wähler am naivsten, wenn es um rechte Falschmeldungen geht.
Die Stiftung Neue Verantwortung hat telefonisch eine repräsentative Umfrage nach der Bundestagswahl durchgeführt und verschiedene, gängige Fake News aus dem Wahlkampf abgefragt und wie wahr die Probanden diese einschätzten. Beispielsweise glauben ganze 41% der AfD-Wähler, dass Geflüchtete in Deutschland die Führerscheinprüfung kostenlos bekämen. Der Schnitt aller Wähler liegt nur bei 14 Prozent und bei den Grünen-Wählern sogar nur 4%. In der Studie heißt es:"Nun, was sagt uns das alles über den Einfluss von Fake News? Sie wirken vor allem dort, wo sie geglaubt werden sollen und wo sie dazu beitragen, die verzerrte Realität zu zeichnen, die politisch gewollt ist. In dieser „Ersatzrealität“ sind es die Flüchtlinge, die – so den Fake News nach – „ungebildet, massenhaft hier einwandern, Straftaten begehen und vom Staat auch noch alimentiert werden“. In dieser Logik argumentiert vor allem die AfD und erreicht in den Echokammern auf Social Media und den rechtspopulistischen Blogs und Nachrichtenseiten mit diesem „Narrativ der Wirklichkeit“ ihre Wähler – „toxische Narrative“ nennt das die Amadeu-Antonio-Stiftung, die zu ähnlichen Schlüssen in ihrem aktuellen Monitoringpapier kommt. Dies wird bei all denen problematisch, die sich dieser Logik hingeben, der Realität nicht mehr stellen und somit ihre eigene Echokammer nicht mehr verlassen."

Stitfung Neue Verantwortung
AfD-Wähler leben in ihrer eigenen Medien- und Glaubenswelt
Die Studie fragte zudem ab, wie sehr die WählerInnen die Vertraunswürdigkeit der Medien einschätzten - AfD-Wähler waren wieder die Gruppe, die "die Medien" für am wenigsten glaubwürdig erachteten:
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