3 Dinge, auf die du achten musst

| Analyse | 17. Dezember 2017

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Eine amerikanische Studie hat sich die Arbeit von Aufklärungsseiten angeschaut und festgestellt, dass die meisten Menschen, die Fake News glauben, nicht von den Richtigstellungen erreicht werden. Was wir machen müssen, um das zu ändern.

Nicht nur hier klären wir seit Jahren Fake News, Betrügereien, Lügen und urbane Legenden auf, weltweit machen sich Menschen unermüdlich daran, Fakten herauszufinden und diese gegen die Flut an Desinformationen zu stellen. Was wir uns dabei natürlich alle fragen: Bringt das was? Macht unsere Arbeit einen Unterschied?

Einer neuen Studie zu Folge leider nicht: Die Beiträge werden fast ausschließlich von unserer eigenen „Filterblase“ gelesen – Also allen denjenigen, die die Mythen sowieso nicht glauben. Und die wenigen, die wir aufklären wollen und die unsere Artikel lesen, scheinen nicht überzeugt zu werden, im Gegenteil, der Glaube an den Fake verstärkt sich.

Wie die Studie aufgebaut ist, habe ich hier ausführlicher erklärt.



3 Dinge, die man beachten muss, wenn man Fake News effektiv widerlegen will:

Ist die Aufklärungsarbeit völlig umsonst? Wenn diese wirklich gelingen soll, ist es wichtig, folgende Punkte unbedingt zu beachten:

1.) Versuche, Menschen außerhalb der Filterblase zu erreichen

Da nur weniger als 1 von 10 Interaktionen mit Aufklärungsposts von Leuten stammen, die aufgeklärt werden sollen, muss versucht werden, mehr davon zu erreichen. Ansonsten verstärkt man nur Glauben der eigenen Fanbase.

2.) Sei so respektvoll und tolerant wie möglich

Wird sich über diejenigen lustig gemacht, die die Fake News glauben, oder ist der Aufklärer arrogant und herablassend, wird ihn niemand ernst nehmen, der ihm nicht sowieso schon glaubt. Instinktiv wird sich der Aufzuklärende angegriffen fühlen und egal wie gut die Argumente sind, sie werden auf taube Ohren stoßen. Ein freundlicher und toleranter Ansatz, der bescheiden versucht, Barrieren abzubauen, hat die besten Chancen ernst genommen zu werden und ist der erste Schritt, Desinformationen im Internet zu bekämpfen.

3.) Bringe sofort und ausschließlich dein bestes Argument

Wer zuvor schwache Argumente gegen seine Position gehört hat, die ihn oder sie nicht überzeugt haben, wird dadurch auch gegen starke Argumente “immunisiert” und festigt den Irrglauben. Es ist sinnvoller, zwei gute Argumente zu präsentieren, als fünf, wovon drei schlecht sind. Der Aufzuklärende kann dann nämlich drei der fünf Argumente entkräften und hat das Gefühl, die anderen beiden nicht mehr so ernst nehmen zu müssen. Deshalb ist es sinnvoll, direkt das beste Argument zu präsentieren, um den Immunisierungseffekt zu umgehen und am Effektivsten zu sein.

Alle weiteren Ergebnisse, die Methodik und weitere Hintergründe zur Studie gibt es hier.