Norwegen widerlegt Impf-Panikmache: Kein einziger Todesfall an Impfung

| Corona-Fake | 18. Januar 2021

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Norwegen: Keine Zusammenhänge zwischen den gemeldeten Todesfällen und der vorher erfolgten Covid-Impfung.

Pandemie-Leugner:innen, die nonstop mit Fake News die Gefahr von Corona herunterspielen, versuchen jetzt systematisch mit Fake News und Gerüchten Panik über die Corona-Impfung zu verbreiten. Ganz aktuell über Tote in Pflegeheimen in Norwegen.

Nach über 28 Millionen Geimpften weltweit und extensiven Studien ist klar: Die Corona-Impfung ist ziemlich sicher. Trotz vieler Gerüchte und Lügen ist noch keine einzige Person weltweit nachweislich an der Impfung gestorben (Quelle) – während an Corona bereits über 2 Millionen gestorben sind (Quelle). Studien zeigen auch: In fast 2 Millionen Impfungen hat man lediglich 21 allergische Schocks beobachtet (Quelle), wovon sich alle, die bekannt sind, erholt haben (Quelle). Sie erfinden sogar Todesfälle:

Video widerlegt Impf-Panikmacher: Geimpfte Krankenschwester ist wohlauf

Die Meldung von 23 (und inzwischen 33) verstorbenen Personen zeitlich nach der Impfung aus Pflegeheimen in Norwegen macht dennoch die Runde in den faktenfreien Kreisen:

Norwegische Arzneimittelbehörde gibt entwarnung

Gesundheitsbehörden in Norwegen sehen keinen  direkten Zusammenhang zwischen den jüngsten Todesfällen bei älteren Menschen, die gegen Covid-19 geimpft wurden. Die Arzneimittelbehörde in Norwegen hat untersucht, ob die bisher eingetretenen 33 Todesfälle zeitlich nach der Impfung in norwegischen Pflegeheimen mit den vorher erfolgten Covid-19-Impfungen in Zusammenhang stehen. Dabei stellte sich heraus, dass die Verstorbenen, im Alter von 75 bis 80 Jahren, alle, zum Teil schwere, Vorerkrankungen hatten.

Die vorkommenden Nebenwirkungen des mRNA-Impfstoffes, wie Fieber, Übelkeit und Durchfall könnten laut norwegischer Arzneimittelbehörde die Zustände der Patient:innen verschlechtert haben, sodass diese an ihren jeweiligen schweren Erkrankungen starben. Für gesunde und jüngere Patient:innen bestünde keine Gefahr. Dennoch wird man die Impfanweisungen anpassen und den Gesundheitszustand der Patient:innen in Zukunft stärker berücksichtigen.

“Covid-19 ist für die meisten Patient:innen weitaus gefährlicher als die Impfungen“, sagte Steinar Madsen, Direktor der norwegischen Arzneimittelbehörde am Montag. Man sei nicht alarmiert (Quelle).

Auch in Deutschland keine Fälle

Auch in Deutschland wurden bisher 10 Todesfälle, die zeitlich auf erfolgten Impfungen folgten, vom Paul-Ehrlich-Institut untersucht. Dabei kamen die Expert:innen zu dem selben Schluss wie die norwegischen Kolleg:innen. Kein Todesfall durch die Impfung. Auch in diesen Fällen wiesen die Verstorbenen zum Teil schwere Vorerkrankungen auf. Man geht davon aus, dass sie an der Erkrankung und nicht an der Impfung starben (Quelle).

Nach derzeitigem Stand haben in Deutschland mehr als 800.000 Menschen eine erste Impfdosis erhalten. Die bei weitem häufigsten Nebenwirkungen, über die berichtet wurde, waren Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Solche vorübergehenden Nebenwirkungen seien etwas stärker als die einer Grippe-Impfung, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Schwere Nebenwirkungen seien sehr selten, ein Zusammenhang zudem oft unklar.

“Die Risiken sind sehr, sehr begrenzt.” Impfgegner:innen müssten einsehen, dass sie mit einem Pieks vor einem schweren oder gar lebensbedrohlichen Verlauf der Infektionskrankheit geschützt würden. Für die Prüfung der Impfstoffe seien keine Abkürzungen genommen worden (Quelle).

Gutachterin für Impfstoffe klärt auf: Warum keine „Langzeitdaten“ kein Problem sind

Fazit: Alles wie zu erwarten

Nach derzeitiger Datenlage sei man weder in Norwegen, noch Deutschland alarmiert. Allerdings müsse man den Gesundheitszustand der Patient:innen im Vorfeld berücksichtigen und Nutzen und Risiko genau abwägen. Auch mit Rücksprache der Familien, so der Direktor der norwegischen Arzneimittelbehörde. Die norwegischen Ärzte seien angehalten, die Impfungen fortzusetzen.

Danke an Putzgecko aus dem VVP-Team. Artikelbild: pixabay.com, CC0

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