Anscheinend verschweigt die Polizei immer wieder Anschläge auf Flüchtlinge

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Von einem Anschlag auf ein Asylbewerberheim im Sommer 2017, der einen Millionenschaden verursacht hat, hatte die Öffentlichkeit bis heute nichts erfahren. Kein Einzelfall, wie die bayerische Staatsregierung zugibt.

313 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte gab es im letzten Jahr – Doch von vielen hat die Öffentlichkeit wohl nichts mitbekommen, selbst wenn es sich um Schäden von rund drei Millionen Euro handelt – Im Juni 2017 gab es einen Anschlag auf die Asylbewerberunterkunft in der Fasanerie-Nord. Die Polizei hat den Fall nicht in den Pressebericht aufgenommen, keinen Zeugenaufruf gestartet. Die Täter wurden bis heute nicht gefasst.

Wie aus einer veröffentlichten Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der Münchner Landtagsabgeordneten Katharina Schulze (Grüne) vom 27. März hervorgeht, ist das kein Einzelfall: Acht Fälle werden aufgelistet, von welchem kein einziger von der Polizei in einem Bericht veröffentlicht wurde. Am 24. Februar 2017 wurde ein irakischer Flüchtling von Hooligans angegriffen und geschlagen. Am 2. Dezember prügelten ebenfalls Fußballfans auf Asylsuchende ein. Weitere Attacken auf Asylbewerber wie am 11. Juni und 11. November tauchten nie in Polizeiberichten auf.



Erst durch die Veröffentlichung der PKS kamen die Vorfälle ans Licht

Von den Vorfällen erfuhr die Öffentlichkeit erst durch die Veröffentlichung der PKS für Bayern und über Anfragen von Abgeordneten. Fremdenfeindliche Straftaten gibt es derzeit viel mehr als noch vor Jahren, auch wenn deren Anzahl im letzten Jahr wohl etwas zurückgegangen zu sein scheint – Dafür werden sie nun fast ausschließlich von Rechten begangen. Im letzten Jahr gab es im Schnitt jeden Tag eine Straftat gegen ein Asylbewerberheim oder einen Asylbewerber.

Eine ausführliche Analyse der bundesweiten PKS für 2017 werden wir veröffentlichen, sobald diese offiziell veröffentlicht ist, schaut doch regelmäßig bei uns vorbei, um sie nicht zu verpassen, oder folgt uns auf Facebook oder Twitter.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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