Betroffener: Missbraucht unsere psychischen Belastungen nicht für Corona-Leugnerei

| Kommentar | 5. März 2021

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Extreme Psychische Belastung im „Lockdown“  – Ein Betroffener hat eine Botschaft für uns, die wir ernst nehmen sollten.

Vor wenigen Tagen schrieben wir über Marlene Lufens Thesen zur Corona-Problematik, machten einen Faktencheck, ordneten diese korrekt ein, versahen sie mit Zahlen, Daten und Fakten. Eines ihrer Hauptthemen waren die Folgen von psychischer Belastung durch gesellschaftliche Einschränkungen wie Lockdowns.

Faktencheck: Wo Marlene Lufen Recht hat & wieso ihr Querdenker applaudieren

Wir haben seitdem leider keine großen neuen Erkenntnisse gesammelt, wissen jedoch noch immer um die Wichtigkeit und haben hierzu im gleichen Kontext folgenden Appell eines Betroffenen bekommen, den wir hier anonym und exemplarisch veröffentlichen dürfen.

„Wenn ich mich als Betroffener dazu mal äußern „darf“:

Wie manche die psychischen Belastungen der Leute runterspielen oder Beiträge nutzen, um ihre Corona-Leugnerei zu rechtfertigen, ist wirklich unfassbar. Bitte behaltet folgende Dinge im Hinterkopf:

 1) Nein, man ist nicht schwach oder „kein Mann“, wenn man offen über seine psychischen Probleme spricht. Man ist dann schlicht nicht gesund – oder vielleicht sogar ernsthaft krank, aber nicht schwach. Kein Grund sich zu schämen. Und – Überraschung: Auch Männer weinen.

 2) Nein, die Maßnahmen aufzuheben ist NICHT die Lösung. Das lehne ich als Betroffener klar ab. Durch dieses Virus gegebenenfalls Menschen zu verlieren, die mir am Herzen liegen, wäre noch schlimmer. Ja, es ist jetzt schlimm und ich leide wirklich unter der Situation. Massiv.

 Aber das Problem ist weniger der Lockdown (auch wenn der eine Rolle spielt), sondern viel mehr die fehlende Empathie, mit der Mitmenschen Menschen wie mir begegnen. Seid einfach etwas netter zu uns und zeigt mehr

Verständnis für Betroffene. Das würde erst einmal schon vielen helfen!“

Klare Worte und eine Bitte!

Klare Worte, simpler Inhalt mit eindeutiger Message. Ich würde gerne noch eine Bitte ergänzen. Achtet auf eure Freunde, achtet auf eure Mitmenschen. Seid geduldiger, seid umsichtiger und seid noch solidarischer als sonst. Den Lockdown können wir nicht von heute auf morgen ändern oder gar auflösen, aber unserem Umgang mit ihm, der Pandemie und unserem Umfeld definitiv.

Passt bitte auf euch!

Artikelbild: myboys.me

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