Peinlich: Deutsche Bahn „linksextrem“?! AfD-Politiker blamiert sich auf Twitter

| Social Media | 29. Juni 2020

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AfD kann nicht einmal mehr pöbeln…

Zur Global Pride 2020 am 27. Juni teilte die Deutsche Bahn einen süßen Tweet. Mit vielen bunten Herzen und der Botschaft „Habt euch lieb“ feierte die Deutsche Bahn Toleranz und Liebe. So weit, so normal.

Toleranz? Liebe? Menschenrechte? Dass so eine stinknormale, schöne Botschaft natürlich nicht ohne dumme Kommentare von rechten Trollen bleibt, ist in Social Media leider normal. Dumm nur, wenn einer dieser rechten Twitter-Trolle für die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. Bereits in der Vergangenheit fiel er neben der üblichen rechtsextremen AfD-Rhetorik derart negativ auf, dass der „Tagesspiegel“ ihn für sein Verhalten deutlich zurechtweisen musste. Wir haben berichtet:

So geht das! „Tagesspiegel“ weist hetzenden AfD-Politiker genial zurecht

Auch mit der pfiffigen BVG, den Berliner Verkehrsbetrieben, hatte er in der Vergangenheit schon zu tun. Regelmäßig prallen er und der Account der BVG aufeinander – immer mit dem selben Ergebnis. Ein prominentes Beispiel sind diese Erinnerungen daran, wer den AfD-Politiker regelmäßig durch die Stadt fährt.

Auch diese lächerlichen Vorwürfe gehen nach hinten los:

Der rechtsradikale AfD-Politiker versuchte Aufmerksamkeit zu erregen, indem er die Deutsche Bahn zu ihrem Tweet für Liebe anpöbelte. Und auf ihre Antwort, nachvollziehbarerweise bestehend nur aus Facepalm-Emojis, mit: „Und das erklärt Ihre linksextremistische Gesinnung!“ reagierte.

Ja, wirklich. Für die AfD ist die Deutsche Bahn „linksextremistisch“, weil sie „Habt euch lieb“ twittert und seine Pöbeleien nicht ernst nimmt. Doch die Bahn ließ sich von diesen Sinnlos-Vorwürfen nicht einschüchtern und konterte lässig:

Diese nicht einmal gelungenen Versuche des rechten Trollens sorgen in Social Media nur für Kopfschütteln und Gelächter. Auch wenn einem das Lachen vergehen könnte, wenn man bedenkt, dass dieser Mann ein gewählter Volksvertreter ist.

Satz mit X

Für den AfDler, der gerne von „Asyl-Irrsinn“ spricht, Kontakte ins rechtsextreme Spektrum haben soll und mit rassistischen Äußerungen auffällt, scheint es allerdings nicht peinlich zu sein, sich ständig so zu blamieren. In den realitätsfernen, rechtsextremen Filterblasen geht dieses Eigentor immer noch als ein Grund durch, sich zu empören. Und dass man sich regelmäßig blamiert ist nur der nächste paranoide „Beweis“, dass alle anderen „linksextremistisch“ sind und nur man selbst im Recht(s). Selbst wenn man weder die deutsche Kultur noch Orthographie kennt, die man vermeintlich verteidigen will.

„Deutsche Küche“: Dieser AfD-Post wurde mit nur einem Kommentar zerlegt

Artikelbild: Screenshots twitter.com/Shutterstock

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