Nach peinlicher Demo: Rechtsextremes Bündnis kapituliert

„Merkel, die hat uns besiegt“

Am Sonntag hat der rechtsextreme Aktivist Kay Hönicke im Livestream auf Facebook verkündet, dass seine Organisation „Wir für Deutschland“ keine Demonstrationen mehr in Berlin veranstalten wird. Die Gruppe demonstrierte seit 2016 regelmäßig in Berlin. Unter dem Motto „Merkel muss weg“ kamen zu Höchstzeiten 3000 Menschen. Doch die Teilnehmerzahlen sanken zuletzt immer weiter.

Besonders die stark umstrittene Demo der Gruppe zum 80. Jahrestag der Pogromnacht konnte zwar juristisch nicht gestoppt werden, eine peinliche Niederlage wurde sie aber dennoch. Kaum 80 Teilnehmer waren gekommen laut Polizei. Auf der Gegendemo waren tausende. (Quelle) Die Enttäuschung und Scham für die Gruppe war jetzt wohl doch zu groß.



Die Rechtsextremen haben keine Lust mehr. 

Sie wollen „nicht mehr im Kreis laufen“ und nicht mehr „von der Antifa angeschrieen werden“, so Hönicke im Video. „Merkel, die hat uns besiegt, das müssen wir akzeptieren.“ In Berlin sieht die Gruppe wohl kein Vorankommen, zu groß der zivilgesellschaftliche Protest und zu gering der politische Erfolg. Die Gruppe möchte in Zukunft „nur noch Bürgerbegehren und Volksentscheide“ unterstützen.

Gruppen gegen Rechtsextremismus sprechen von einem klaren Erfolg. Ob die Rechtsextremen es bei ihrer Ankündigung belassen werden, bleibt abzuwarten. (Quelle) Die Anhänger der Gruppe zeigen sich auf Facebook enttäuscht. Es sind derzeit keine guten Zeiten für Rechtsextreme.

Artikelbild: Screenshot facebook.com

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