Dieser Boykottaufruf der Rechten hat einen ernsten Denkfehler…

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Äh, Leute…

Als „Große Protestaktion“ haben sie es angekündigt: Am Montag, den 26. November soll ein Tankstellenboykott stattfinden. In rechten Gruppen wirft es haufenweise geteilt: Alle „Patrioten“ sollen an diesem Tag nicht tanken, weil die Spritpreise so teuer sind. Aber: „Wer tanken muss, sollte das Sonntags am 25. November noch machen.“

Checkt das keiner? Bin ich der einzige? Was zur Hölle nutzt euch ein Tank-Boykott wenn alle einfach am Tag vorher tanken gehen?! Was bringt es, wenn am Montag weniger getankt wird, wenn dafür am Sonntag mehr getankt wird? Schnallt das keiner von denen? Und davon, dass dieser Kettenbrief ein „Zeichen agieren“ will (??) will ich gar nicht anfangen.



Marktwirtschaft boykottieren?

Ok, schön, die Rechten planen eine Aktion, die jetzt schon gescheitert ist. Wenn man ein Produkt boykottieren möchte, sollte man vielleicht auch komplett aufhören, es zu konsumieren. Und nicht nur einen Tag. Das merkt doch eh keiner, selbst wenn die Knalltüten nicht auch noch am Tag vorher vermehrt zur Tankstelle düsen. Lasst das Auto doch mal stehen, fahrt mit dem Rad, oder mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Umwelt würde das auch gut tun!

Aber was ist das bitte für eine dämliche Aktion. Sie ist weder vom Konzept noch von der Planung irgendwie sinnvoll. Wenn ihr Tankstellen boykottieren wollt, dann fahrt am Montag gar nicht Auto! Am besten die ganze Woche nicht! Sonst ändert ihr nichts an eurem Konsumverhalten. Ihr ändert nur den Tag, an dem ihr konsumiert. Aber vielleicht sollten wir froh sein, dass die Rechten ihre Aktivisten-Energie für so einen Quatsch verpulvern und nicht für irgendetwas anderes, wie zum Beispiel das hier:

Kein Witz: Rechte machen ihr eigenes Geld wertlos

Artikelbild: Von ShotPrime Studio, shutterstock.com, changes were made

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