Journalist vor Ort platzt der Kragen wegen Butscha-Massaker-Leugner

| Videos | 5. April 2022


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Journalist Enno Lenze platzt der Kragen

Als wären die Bilder und Videos aus Butscha in der Ukraine nicht schlimm genug, gibt es immer noch Leute, die diese abscheulichen Verbrechen leugnen. Es kursieren mehrere Fake Storys um das Massaker in Butscha, die die Leichen auf der Straße als Inszenierung oder Schauspieler darstellen sollen. So behauptet die russische Seite, die Leichen seien dort erst nach dem Abzug der russischen Streitkräfte platziert worden. Das ist nachweislich gelogen, die Leichen lagen dort schon länger, wir haben es bewiesen:

Butscha: Leichen wurden direkt nach der Befreiung gefunden – Faktencheck

Das zeigen auch Satellitenaufnahmen, publiziert von der New York Times:

Neu veröffentlichte Aufnahmen zeigen den Mord russischer Truppen an einem wehrlosen Fahrradfahrer:

Dann gibt es perfide Fake Storys darüber, dass die Leichen nicht echt seien, was natürlich auch gelogen ist. Unser Faktencheck:

Butscha-Video: „Bewegung“ der Leiche ist nur Licht auf dem Glas – Faktencheck

Abrechnung mit Butscha Leugnung

Der Journalist Enno Lenze ist vor Ort in der Ukraine und hat mit eigenen Augen die grauenhaften Kriegsverbrechen gesehen und dokumentiert. „Ich habe Tote auf dem Highway liegen sehen“ beginnt er sein Video und führt aus:

„Zerschossene Autos mit Körper von Leuten, die offensichtlich dahinter Schutz gesucht haben. Die Wagen wurden aber dennoch durchschlagen und die Leute erwischt. Es gibt aufgeplatzte Körper, zerteilte und verbrannte. Zudem fehlende Gliedmaßen.“

Seine Kolleg:innen vor Ort kommen zu ähnlichen Beobachtungen: „Es gibt Leute, die zu Tode geprügelt und in Abwasserrohre gesteckt wurden, gefesselt oder in den Rücken geschossen“, „zudem gibt es Räume, die offensichtlich als Folterkammern genutzt wurden.“

Man sehe vor Ort ganz klar, dass Kriegsverbrechen begangen wurden. „Und zwar an Leuten, die ganz klar Zivilisten waren.“ Dann richtet Lenze klare Worte an die Leugner, die an der Echtheit der Bilder rund um Kiew zweifeln.

„Was meint ihr? Dass alle Journalisten sich abends zusammensetzen und sagen: Lasst uns mal Kriegsverbrechen ausdenken? Und dann schminken wir hier Leute und schleppen sie 50 Kilometer weit, nur um den Knut und den Willi auf Twitter zu verschaukeln?“, regt Lenze sich auf.

„Wie blöd seid ihr denn?!“

„Kommt mal von eurer Poly Pocket-Insel runter und guckt euch die Welt an. Sowas passiert in Kriegen jeden Tag. Das ist für alle hier normal geworden. Nur weil ihrs nicht glaubt, ändert daran nichts.“

Hier das ganze Video von Enno Lenze:

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Artikelbild:  Screenshots

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