Danke Merkel! So großartig entlarvt die Bundeskanzlerin Alltagsrassismus

| 3. März 2020

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Wir werden sie noch vermissen!

Stichwort Integration: Wie lange muss sich eigentlich jemand fragen lassen, ob er oder sie “integriert” sei? Nach dem Integrationsgipfel der Bundesregierung in Berlin begegnete Kanzlerin Merkel dieser zentralen Frage mit einer sehr persönlichen Antwort. Sie habe in der vierten Generation einen Migrationshintergrund – und bekomme die Frage “Woher kommst du?” nicht zu hören. Nicht so Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe. “Muss jemand, der schwarz ist, immer beweisen, dass er integriert ist, oder ist er per se nicht integriert, weil er zu einer Minderheit in der Hautfarbe gehört?” Gute Fragen, die den alltäglichen Rassismus treffend aufzeigen und zum Nachdenken anregen.

Frau Merkel lehnt eine Einteilung von “Wir Deutsche” und “Die Einwanderer” auf dem Gipfel deutlich ab. Ethnische oder religiös homogene Gruppen sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Es gehe nicht einfach nur um Integration, sondern darum, „miteinander zu leben“. Es gebe „nicht immer das Wir und das Ihr“, sondern „wir sind eine Gesellschaft. Das ist der zentrale Satz.“ In Zeiten von Hass, Rassismus und rechtsextremen Terroranschlägen und Staatsoberhäuptern – und potentiellen CDU-Nachfolgern – die solche Worte vermissen lassen, großartige Worte von der Bundeskanzlerin. Danke Merkel!



Artikelbild: Screenshot facebook.com

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