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DIESES Video entlarvt die AfD Rosenheim!

7. März 2026 | Aktuelles

Wenn es dieses Video nicht gegeben hätte, hätte NIEMAND geglaubt, dass die AfD sich einen „linksextremen Angriff“ einfach nur ausgedacht hat! Wir berichteten bereits über ein Video, das der offiziellen Geschichte im bayerischen Rosenheim widersprach – jetzt gibt es neue Entwicklungen: Der AfD drohen selbst Ermittlungen. Unser Video dazu, in dem wir den Vorfall noch mal aufgreifen und die weiteren Entwicklungen berichten, die die Enthüllungen zur Folge hatten.

Was passiert war

Wenn niemand gefilmt hätte, wäre Rosenheim wohl schon als der nächste Fall angeblicher „linker Gewalt“ abgeheftet worden. Genauso begann die Geschichte in den Medien und bei der Polizei ja auch: Ein 70-jähriger AfD-Kandidat sei an einem Infostand in Rosenheim brutal angegriffen worden, hieß es zunächst in Polizeikommunikation und vielen Medienberichten wie WELT, die titelte "Drei junge Leute schlagen 70-jährigen AfD-Politiker zusammen". Volksverpetzer hatte die Schieflage dieser ersten Erzählung schon vor einigen Tagen deutlich benannt. Denn das Material, das inzwischen öffentlich ist, zeigt keinen eindeutigen Angriff auf einen wehrlosen AfD-Politiker, sondern ein Gerangel um ein Banner, bei dem AfD-Leute selbst die Aggressoren waren, am Banner zerrten und die Szene eskalieren ließen. Diese AfD möchte am Sonntag bei der Kommunalwahl gewählt werden.

Genau deshalb ist das Video der entscheidende Punkt dieses Falls. Es zerlegt die zentrale Behauptung, mit der AfD, Polizei und große Teile der Presse zuerst gearbeitet haben. Die taz schreibt, der Videobeweis lege „eher eine Schwalbe nahe“; t-online berichtet nach Rücksprache mit Polizei und Staatsanwaltschaft, die Ermittler hätten die Aufnahmen inzwischen als authentisch bewertet. Zu sehen ist demnach ein Tauziehen um das Banner. Der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Winhart greift danach, rangelt mit, tritt auf die Fahne, und als Michael Maurer zu Boden geht, zückt Winhart laut taz erst einmal sein Handy.

Hier unser Video mit den Szenen, die zeigen, was wirklich vorgefallen ist:

Umso brisanter ist, wie die erste Version überhaupt in Umlauf kam. Nach Angaben von taz und t-online gab die Polizei früh die Schilderung des Anzeigeerstatters weiter, obwohl die andere Seite da noch nicht einmal gehört worden war. Aus einer parteiischen Darstellung wurde so in Windeseile eine scheinbar gesicherte Tatsache.

Screenshot Rosenheim24.de vor der Korrektur
Screenshot welt.de vor der Korrektur (Teaser so noch in X)

Genau vor diesem Automatismus warnt der Deutsche Journalisten-Verband seit langem. Polizeimeldungen seien nur eine Quelle unter mehreren, und „Copy and paste verträgt sich nicht mit kritischem und sorgfältigem Journalismus“. Die Polizei sei bei Einsätzen eben „Partei und nicht unabhängige Beobachterin“. Dass die Rosenheimer Polizei ihre Öffentlichkeitsarbeit nun intern nachbereiten und sensibler zwischen bestätigten Fakten und bloßen Schilderungen unterscheiden will, ist immerhin ein gutes Zeichen.

Hier auch noch mal das ungeschnittene Video:

#Rosenheim - @dpa.com -Meldungen, die auf PMs der Polizei basieren, sind immer mit Vorsicht zu genießen.So auch hier:Gemeldet werden Ermittlungen wg. Gefährlicher Körperverletzung gegen Antifas, auf dem Video zu sehen aber ein mutmaßlicher versuchter Diebstahl, angeführt von #noAfD MdL Winhart.

Sinom Tiev (@simmerl19.bsky.social) 2026-03-02T06:44:47.201Z

AfD & Co. haben den Fake schamlos ausgeschlachtet

Auf AfD-Seite wurde natürlich sofort parallel das maximale Opfer-Narrativ bedient. In der Propaganda der Rechtsextremen wird von „ortsbekannten Linksextremisten“ gesprochen und der Vorgang als Eskalation einer „Gewaltspirale“ gerahmt. Und auch bei den Rechten sehr beliebt: die Lüge, „die Medien“ würden derartige Angriffe auf die Medien verschweigen. Der rechte „ÖRR Blog“ fragte sofort, nachdem die ersten Meldungen dazu herumgingen, warum der BR den Vorfall „verschweigen“ würde – der BR hatte tatsächlich fast zeitgleich aber einen Artikel veröffentlicht. Eine Woche später ist die Fake News immer noch ohne Richtigstellung online.

Screenshot x.com

Auch in der AfD wurde geframed – „WO BLEIBT DER AUFSCHREI“ schrieb Götz Frömming von der AfD. Und viele weitere, entsprechende Posts in und um die rechtsextreme AfD.

Screenshot x.com via Lars Wienand

Die klassische rechte Masche: Schnell von „Verschweigen“ titeln. Die falsche Opferinszenierung wider jede Fakten muss bedient werden. Der ÖRR-Blog hat bis jetzt nicht seine Anschuldigung gelöscht, der BR würde den Vorfall (der sich offenbar so nicht ereignet hat!) verschweigen. Obwohl der BR sogar den Vorfall ganz im Sinne der AfD berichtet hatte. Obwohl diese Darstellungsweise offenbar nicht so richtig ist. Und obwohl der BR sogar verzweifelt versucht hatte, mit diesen rechten Spin-Doktoren in einen sachlichen Austausch zu treten und den Vorwürfen auf der rechtsextremen Plattform X zu widersprechen.

Screenshot x.com

Neue Entwicklungen: Ermittlungen gegen die AfD?

Inzwischen droht die Sache für die AfD selbst zum Problem zu werden. Die Staatsanwaltschaft Traunstein teilte der taz mit, Maurer habe sich das Video auf der Polizeiwache angesehen und „festgestellt, dass er nicht geschlagen wurde“. Zugleich prüft die Behörde nach eigener Aussage, ob auch Ermittlungen wegen falscher Verdächtigung oder Vortäuschens einer Straftat in Betracht kommen. t-online berichtet zusätzlich, dass nach Sichtung des Materials über versuchte Nötigung nachgedacht werde. Besonders aufschlussreich ist dabei Maurers Kurswechsel: Erst kündigte er an, seinen Strafantrag zurückziehen zu wollen, dann hielt er nach anwaltlicher Beratung doch wieder daran fest.

Ohne die Aufnahmen wäre vermutlich genau das geblieben, was zuerst überall stand: AfD als Opfer, Gegendemonstranten als Täter, Polizeidarstellung als neutrale Faktengrundlage. Rosenheim zeigt, wie schnell so ein Narrativ gebaut ist. Und wie viel zu selten in Redaktionen die naheliegende Frage gestellt wird, die man in diesem Fall von Anfang an hätte stellen müssen: Wer hat hier eigentlich wen angegriffen? Die Frage, die wir uns als Beobachter einer immer weiteren Radikalisierung der AfD stellen müssen: Was wäre passiert, wenn niemand die Sache gefilmt hätte? Und wie viele Fälle von "linker Gewalt" gibt es noch, die nie welche waren?

Das mediale Framing und seine Folgen

Ein prominentes Beispiel war ein angeblicher Stich bei AfD-Rechtsextremist Chrupalla. Chrupalla hatte eine Wahlkampfveranstaltung zur bayerischen Landtagswahl in Ingolstadt unter Verweis auf Übelkeit und Kopfschmerzen abgebrochen. Er gab an, in den rechten Arm gestochen worden zu sein. Es gab keine Hinweise auf eine Injektion, keine auf einen Anschlag. Entsprechende Ermittlungen wurden durchgeführt, doch: Nichts. Dennoch titelte die AfD von „Anschlag“ und genau so landete das auch in den Medien. Sogar ein Gericht musste feststellen, dass nichts hinter den AfD-Anschuldigungen steckte. Zu dem Zeitpunkt war die Wahl aber gelaufen. Und die Opfer-Inszenierung hatte Wirkung gezeigt.

In einem anderen Fall war ein „linker Anschlag“ offenbar nur billig verbaute Felgen an einem Auto, in einem anderen soll es einen „Brandanschlag“ der „Antifa“ gegeben haben, das ging als versuchte, linksextreme Morde in die Statistik ein. Am Ende war es offenbar doch kein politisches Motiv und die Polizei vermutete sogar eine Beziehungstat. Der Vorfall mit AfD-Politiker Magnitz verlief 2019 schon genau so: Der „Kantholz“-Angriff stellte sich am Ende nicht als der „linksextreme Angriff“ heraus, den die AfD inszeniert hatte.

Aber wir lernen einfach nicht hinzu. Ständig landet die Inszenierung der AfD in den Schlagzeilen. Selbst wenn sie sich oft kurz darauf als falsch herausstellt. Und wer die Überschrift kontrolliert, kontrolliert oft schon die Debatte. Es sollte ein Moment der Introspektion sein für alle, die sich medial betätigen. Lasst euch nicht von den Angriffen der Rechten dazu nötigen, so zu berichten, wie sie es wollen. Sie lügen. Und sie sind viel öfter Täter, als Opfer.

Artikelbild: Screenshots https://bsky.app/profile/simmerl19.bsky.social/post/3mg2nq5s3rc24. Volksverpetzer. Teile des Artikels wurden mit maschineller Hilfe erstellt. Wie Volksverpetzer KI verwendet.

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