Anfrage zu „Speermüll“: AfD macht sich wieder zum Gespött

Bericht

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Neue Anfrage, neue blamage

Die letzte Anfrage der AfD, die ein klassisches Eigentor war, ist erst eine Woche her. Die AfD in Gelsenkirchen wollte wissen, was die Stadt gegen Linksextremismus tut. Nur um dann gesagt zu bekommen, dass es überhaupt gar keine linksextremen Vorfälle in Gelsenkirchen gäbe. Und die Stadt dementsprechend nichts tun müsse. Im Gegensatz zu einer Reihe an rechtsextremen Angriffen (Mehr dazu). Gestern kam zu der langen Liste an Peinlichkeiten jetzt „Speermüll“ dazu.

Mit der nächsten Blamage war die AfD Neukölln dran, als sie vom Bezirksbürgermeister in einer Anfrage wissen wollte, warum die entsorgte „Speermüll-Menge“ in Neukölln größer sei als in Marzahn-Hellersdorf. Die SPD Neukölln und der amtierende Bezirksbürgermeister Martin Hikel konnten sich bei diesem Fehler wohl das Lachen nicht verkneifen und beantworteten die mündliche Anfrage entsprechend.



Keine illegalen Speere

„Dem Bezirksamt ist das Phänomen von illegal entsorgten Speeren weder in Neukölln noch in Marzahn-Hellersdorf bekannt“, antwortete der Bezirksbürgermeister Hikel. Ergänzt wird die Antwort jedoch dann natürlich um das, was in Wirklichkeit gemeint war. Hikel erklärt, dass das Bezirksamt seine Bemühungen fortführen wird, illegale Müllablagerungen zu verhindern. (Ergänzung: Mündliche Anfragen werden vorab schriftlich bei der Verwaltung der Bezirksverordnetenversammlung eingereicht. Vom Antragsstellenden werden sie dann mündlich nochmals im Plenum vorgetragen und dann mündlich vom Bezirksamt beantwortet. Auskunft SPD Neukölln)

Nach dem peinlichen Rechtschreibfehler machte die AfD auch nicht besser weiter. Bereits zum dritten Mal wollte sie anscheinend wissen, ob an Neuköllnern Schulkantinen die Scharia gilt (Quelle), stellte erneut die Existenz des Klimawandels in Frage (Quelle) und wegen einer „abwegigen und überflüssigen persönlichen Erklärung“ der AfD musste man für nur 30 Sekunden die Öffentlichkeit ausschließen, wie der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende beklagt (Quelle). Wenigstens sorgt die AfD neben Kopfschütteln auch für Lacher.

Artikelbild: icsnaps. shutterstock.com, Foto: SPD Neukölln

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