Indonesien: Maskenverweigerer müssen zur Strafe Gräber für Covid-Tote ausheben

| Bericht | 15. September 2020

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Die Strafe für Maskenverweigerer

Wie die indonesische Zeitung “The Jakarta Post” berichtet, haben lokale Behörden in Indonesien acht Personen, die gegen das Maskengesetz verstoßen haben, damit bestraft, dass diese die Gräber für die Opfer von Covid-19 ausheben mussten. In Indonesien wurde eine landesweite Maskenpflicht verhängt, während das Land besonders schwer von Corona heimgesucht wird. Die Infektionszahlen steigen rapide und stehen derzeit bei über 220.000 Infektionen und über 8.800 Toten (Quelle).

Laut lokalen Medienberichten sagte der verantwortliche Politiker: “Wir haben gerade nur drei Totengräber, also dachte ich, dass diese Leute ihnen genau so gut helfen könnten.” Er hofft, dass diese Strafe als Abschreckung für zukünftige Maskenverweigerer funktioniere. Keiner der Maskenmuffel wurde dazu gezwungen, mit den Leichen zu arbeiten, wird versichert. Ausschließlich geschultes Personal behandelt die Körper der Verstorbenen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. In der Stadt, in der der Vorfall stattfand, hatten die Behörden die Maßnahmen erst kürzlich verschärft, da die Infektionszahlen rapide steigen. Wer die Maßnahmen verweigert, muss Strafen zahlen oder gemeinnützige Arbeit leisten.

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Artikelbild: Ridwan Mandar

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