Politisch motivierte Gewalt gegen Kinder zu 87% von Rechtsextremen verübt

Bericht

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141 Jugendliche und 34 Kinder unter 13 Jahren.

Zu den Opfern von Gewalt von Rechtsextremen zählen viele Kinder und Jugendliche. Laut Bundesinnenministerium wurden für 2017 175 Gewalttaten politisch motivierter Gewalt von rechts gezählt. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Monika Lazar hervor.

Zum Vergleich waren 2017 nur ein Kind und elf Jugendliche Opfer linksextremistischer Gewalt. Und Taten, die „ausländischen“ oder religiösen Ideologie zugeordnet werden, waren es fünf Kinder und neun Jugendliche. Damit sind 87% der politisch motivierten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche von Rechtsextremen begangen worden.



Die Gefahr des Rechtsextremismus

Das Personenpotential der gewaltbereiten Rechtsextremisten ist 12-mal größer als zum Beispiel das der Islamisten, sagt der Verfassungsschutz. Auch begehen Rechtsextremisten viel mehr Straftaten und viel mehr Gewalttaten:

Quelle: Verfassungsschutz

Die Amadeu Antonio Stiftung vermutet, dass die Dunkelziffer rechtsmotivierter Gewalttaten weit höher liegen sollten, als die Zahlen des Bundesinnenministeriums vermuten lassen. „Viele Fälle kommen nie zur Anzeige, weil Betroffene Angst vor der Polizei haben, die sie beispielsweise nach Erfahrungen mit Racial Profiling berechtigterweise mit Repressionen verbinden. Für Geflüchtete kommt noch dazu, dass sie aus Sorge um ihren Aufenthaltsstatus oder ihr laufendes Asylverfahren lieber kein Aufsehen erregen wollen.“

Auch erwähnenswert: 95% aller antisemitischen Straftaten werden von Rechtsextremen begangen. Auch werden 27 Mitglieder rechtsextremer Organisationen von AfD-Abgeordneten beschäftigt.

Falsche Toleranz: Tausende teils polizeibekannte Islamisten versammeln sich am Wochenende

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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