Wagenknechts #Aufstehen ist nur eine linke Version der AfD

Hintergrund

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„Aufstehen“ und die AfD haben viel gemeinsam.

Lafontaine und Wagenknecht haben eine Version einer „linken Volkspartei“ und einer starken linken Allianz gegen die Rechtsextremen der AfD: #Aufstehen. Ziel soll es sein, die sozialliberalen Kräfte in der SPD, Grünen und Linken zu vereinen. Klingt gut, aber dafür sind diese beiden genau die Falschen. Denn die Positionen, die Wagenknecht und ihr Flügel in der Linkspartei vertritt haben mit der AfD viele Gemeinsamkeiten. Weshalb es auch wenig verwunderlich ist, dass diese Bewegung auf Stimmen von AfD-Wählern abzielt.

Wer in einem viel zu simplen Links-Mitte-Rechts-Schema denkt, dem mag diese Behauptung seltsam erscheinen (und nein, die Extremismus- bzw. Hufeisentheorie ist auch Quatsch). Aber wenn man die politische Landschaft in mein Vier-Achsen-Modell aufteilt (Das ich hier ausführlich erkläre, ich empfehle die Lektüre), ergibt das durchaus Sinn. Die Linkspartei besteht nämlich vereinfacht gesagt aus zwei ziemlich unterschiedlichen Flügeln.



Kipping vs. Wagenknecht

In der Bundestagswahl hat die LINKE etwa 420.000 WählerInnen vor allem aus dem Osten an die AfD verloren, aber zusammen über eine Millionen von der SPD und den Grünen gewonnen. Die Gewinne sind vor allem WählerInnen, die global, sozial, liberal und progressiv sind. (Siehe mein Modell) Diese WählerInnen vor allem aus den westdeutschen Städten stehen für eine linksliberale Alternative zu den Grünen. Linken-Chefin Katja Kipping möchte diese Ausrichtung der Partei kultivieren.

Auf der anderen Seite stehen vor allem ältere WählerInnen aus Ostdeutschland. Diese sind EU-skeptisch, gegen die NATO, russlandfreundlich, gegen offene Grenzen und autoritär. Diesen Flügel repräsentiert Wagenknecht und auch ihre #Aufstehen-Bewegung. Hier sieht man auch deutlich, wieso es vielen WählerInnen so leicht fiel, von dort aus zur AfD zu wechseln.

Wagenknecht biedert sich AfD-Wählern an

Wagenknecht hat für eine Obergrenze für Flüchtlinge plädiert und die Schuld für den Anschlag am Breitscheidtplatz Merkels Politik zugeschoben. Dafür wurde sie von AfD-Chef Gauland gelobt. Compact, selbst von dem ehemals „linken“ zur Pro-Putin Rechten gewechselten Jürgen Elsässer, lobt Wagenknechts Bewegung. Wenn es nach Wagenknecht ginge, wäre die LINKE eine Partei, die sich gegen offene Grenzen ausspricht. Die Bewegung wird keine Brücken für Rot-Rot-Grün bauen, sondern Wagenknechts eigenes Konzept eines ökonomischen Nationalismus und kulturellen Konservativismus ausbauen.

#Aufstehen baut viel eher Brücken zwischen der AfD und der LINKE. Die alten Einteilungen zwischen „links“ (sozial und liberal) und „rechts“ (marktradikal und autoritär) weichen einer neuen Unterteilung. Politik der Weltoffenheit (Global) versus eine Politik der nationalistischen Verschlossenenheit. #Aufstehen ist lediglich eine linke Version davon. Und damit aus den gleichen Gründen abzulehnen wie die rechtsnationale Fassung der AfD.

Artikelbild: Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE

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  1. Fabian sagt

    Wobei ich das mit dem Ost-West nochmal infrage stellen würde. Ich finde, das Wagenknecht gerade im Westen große Erfolge einfährt und Kipping im Osten.
    Wagenknecht wird im Osten vielleicht noch von den Alten akzeptiert, aber halt auch nur noch von denen.

  2. Simone sagt

    Ich wähle Frau Wagenknecht zwar nicht, aber das oben gezeigte „Zitat“ grenzt an Verleumdung. Die Tortenwerferfraktion hat es auch langsam zu weit getrieben.

  3. Andrea Trautmann sagt

    Was für ein Blödsinn ! Ihr schadet der Linken nur mit eurem Bashing ! Wie bescheuert kann man sein! Ihr könnt doch den Leuten nicht vorschreiben, was sie denken sollen! Selbst die Parteispitze hat das begriffen und versucht einen Kompromiss. Ihr sollte euch um andere Genossen als Wagenknecht kümmern: So lange ein Bundestagsabgeordneter Liebich noch im Atlantikpakt hockt und sich damit auch noch rühmt und in Brandenburg gemeinsame Sache mit der CDU und AfD gemacht wird, und so lange die eigenen linken Funktionäre Genoss/Innen beschimpfen und beleidigen, weil die andere Meinungen oder unerwünschten Bewegungen nach gehen, so lange wird das nix mit der Linken. Für mich ist ganz klar: Mein Stimme kriegt ein Liebich bei der nächsten Wahl nicht !!!!! „Volksverpetzer“! Ihr habt dem Blog den passenden Namen gegeben !

  4. Popanz sagt

    Eine längst überfällige soziale Initiative, deren detaillierte Ziele noch offen sind und erst demokratisch festgelegt werden sollen, gleich mal zu diffamieren, weil man ein paar Ansichten von Frau Wagenknecht nicht mag – toll gemacht, liebe volksverpetzer.de ! Da freuen sich die Nazis und die Konservativ-Neoliberalen gleichermaßen. Für wen arbeitet ihr eigentlich wirklich?

  5. Yusuf Ludwig sagt

    Also so einfach kann mensch es sich nicht machen. Gerade in den sozialen Medien lässt sich schon erkennen, daß SW sehr viele rechtslastige Menschen anspricht und die zu denen gehören, die sich vorab mal bei #aufstehen registriert haben. Und wenn ich sehe, wie konzertiert von Protagonisten (Wagenknecht, Lafontaine, Brand, Di Masi, Dagdelen) gerade festgekloppt wird, was die Basis dann denken wollen soll, glaube ich nicht so recht an die noch offen und demokratisch fest zu legenden Ziele. Zumal ein auf vornehmlich auf SW zugeschnittener Personenkult schon sehr Angst machen kann, weil es immer gefährlich ist, wenn Menschen blindlings „ihrem Führer“ nachrennen. Dazu noch die Anwürfe von OL unter der Gürtellinie , der jeden Kritiker seiner neuen Spielwiese als „Nationalhumanisten“, mit anderen Worten als naive „Gutmenschen“ , als Steigbügelhalter des Neoliberalismus denunziert oder ihnen das links sein abspricht, was mich eher an stalinistische Meinungsdiktatur denken lassen, denn als demokratischer Diskurs. Wen die #aufstehen letztlich sammelt, muß sich noch zeigen, wen sie spaltet, die gesellschaftliche Linke, dagegen nicht. Das ist nämlich ein sichtbarer Fakt.

  6. Reiner Schmidt sagt

    Leute, mit dem Artikel habt ihr, nach meiner Meinung, äussert tief ins Klo gegriffen. Man muß nicht mit Wagenknecht und Lafontaine einer Meinung sein aber mit dem restlichen „Spitzenpersonal“ der Linken (und auch der SPD) kann es ohne übergreifende Bewegung nur noch weiter bergab gehen (und das recht schnell).

  7. […] Volksverpetzer: Wagenknechts #Aufstehen ist nur eine linke Version der AfD (via […]

  8. Michael sagt

    Jetzt müsste mir noch jemand erklären, warum ein ehemaliger AfD-Wähler, der jetzt die LINKE wählt, für diese LINKE Partei schädlich ist? Irgendwie fehlt mir da die Logik.

  9. Thomas Laschyk sagt

    Jetzt musst du mir nur sagen, wie man die AfD verhindert hat, wenn man selbst AfD-Politik macht.

  10. struppi sagt

    Während die andere Seite einen offenen und fairen Diskurs führt?

    Komisch mir kommt es so vor, als ob ich gerade einen Artikel gelesen haben in dem Wagenknecht nähe zur AFD unterstellt wird. Selbst in der Bildeitung schreibt einer, dass mit Bewegung doch automatisch die Nationalsoziale Bewegung gemeint sein müsste. Und du schwadronierst von „stalinistsicher“ Meinungsdikatur?
    Das ist exakt das, was man von der anderen Seite hört und das geht sogar bis zu öffentlicher Gewalt. Ich kenne keinen Tortenanschlag von jemanden aus dem Wagenknechtlager auf Kiping, Lederer oder andere – Du?

    Es geht hier um Verleumdungen auf kosten von Wählern die immer mehr verzweifeln, weil es in der Politik keine Stimmen gibt die entschlossen das Markradikale, Neoliberale denken bekämpft. Aktuell zeigt die Rentendiskussion die Armut an unrterschiedlichen Standpunkten und einer entschlossenen Stimme die z.b. ein Modell wie in Österreich fordert. Was ich zuletzt nur von Wagenknecht gehört habe.

  11. struppi sagt

    Bei #aufstehen geht es darum die Sozialpolitik endlich aus dem Würgegriff der Marktorientierten Politik zu befreien. Das ist mit Sicherheit keine AFD Politik, an deren Spitze ist eine ehemalige Unternehmensberaterin.
    Die in dem Artikel postulierten Themen sind kein Teil der bisher bekannten #aufstehen Kampagne und entspringen irgendwlechen Fanatsien, um diese soziale Bewegung zu diskreditieren. Das zeigt aber auch wie wichtig sie ist.

  12. rico sagt

    Ganz toller Beitrag.. und auch so schön geschrieben. 😀 .. da ihr die Weisheit ja mit Löffeln zu euch genommen habt.. wie ist denn nun der richtige Weg unter den heutigen Bedingungen? Da Aufstehen ja Kacke ist, nehme ich an, das ihr einen ganz konkreten Plan habt und kurz davor seid, den auch in die Tat umzusetzen!?.. ihr seid schon lustig. 🙂

  13. Martin Ebner sagt

    Also man ist RECHTS, oh nein … man st AFD, wenn man „gegen offene Grenzen ist“? … Ohne jegliche Differenzierung, was man unter „gegen offene Grenzen zu sein“ versteht?

    Ist es nicht logisch, dass wir unsere Grenzen „schützen“ sollten? (Bitte in den Satz nicht hineininterpretieren, was ich NICHT geschrieben habe!) Der Schutz der Staatsgrenzen obliegt jedem Land und ist doch ein legitimes Recht!

    Unter Schutz verstehe ich die Kontrolle, derer, die in das Land kommen möchten, die nicht innerhalb Europas leben und die dementsprechende „Freizügigkeit“ genießen.

    Ich spreche von Kontrolle! Also auch gerne den Einlass in unser Land unter kontrollierten Bedingungen, aufnahme von Daten, etc. aber auch der Abweisung, weil gewisse Bedingungen nicht erfüllt werden.

    Ich halte es auch für logisch nachvollziehbar, wenn straffällig gewordenen Ausländer ihren Antrag auf Asyl oder Aufnahme in Deutschlandm, verwirken. … Ist diese Meinung zu haben schon AFD? … Wäre es also notwendig um nicht AFD zu sein, die Meinung zu vertreten, die Grenzen müssten „bedingungslos und unktontrolliert“ geöffnet werden?

    Es ist immer sehr leicht jemanden zu diskreditieren, weil man „einen Satz, aus dem Zusammenhang gerissen“ etwas böswilliges unterstellt und dann gleich die „AfD Keule“ benutzt.

    Bitte, wenn Ihr Euch schon mit der Bezeichnung „Jounalisten“ betitelt, dann könnte man Euch doch auch in die Richtung der „Lügenpresse“ schieben, weil Ihr ja auch gewisse, subjektive oder objektive, Ziele verfolgt … und wenn Ihr wirklich guten Jounalismus anstrebt, dann solltet Ihr lernen, die Dinge endlich etwas ehrlicher und „wahrhaftiger“ zu untersuchen und differenzierter zu schreiben, denn das ist es was den meisten Medien wirklich fehlt … eine differenzierte und wahrhaftige Berichterstattung!

    PS: Bitte googelt mal nach der Bezeichnung und Bedeutung von „Wahrhaftigkeit“, nur dann könnt Ihr verstehene , das es einen Unterschied zwischen „der Wahrheit“ und Wahrhaftigkeit gibt! 😉

  14. Thomas Laschyk sagt

    Es ist immer sehr leicht jemanden zu diskreditieren, weil man „einen Satz, aus dem Zusammenhang gerissen“ etwas böswilliges unterstellt und dann gleich die „Lügenpresse“ benutzt. Nicht wahr? 😉

    Wenn du den Artikel noch mal liest, dass ich nicht geschrieben geschrieben habe, als „gegen offene Grenzen = Rechts“. Sondern ein bisschen mehr. Dann erübrigt sich auch der Rest deines Kommentars…

    Und deine Schlussfolgerung ist auch völlig falsch, denn „offene Grenzen“ bedeutet ja auch nicht unkontrollierte Einwanderung. Im Gegenteil! Ich empfehle mal die Lektüre: https://www.volksverpetzer.de/gastkommentar/8-dinge-regierung/

  15. quasilogo sagt

    Danke, Herr Laschyk für den Hinweis auf den „8-Dinge-Kommentar“
    Dieser Gastkommentar unterstützt doch eindeutig die Haltung Wagenknechts und Aufstehen! Ebenso der Artikel von Andreas Berholz „Alles was ihr über die EU wissen müsst“. Es ist wirklich ein Jammer, dass die Sachlichkeit, das Fachwissen und die Eloquenz dieser Frau, gerade von linker Seite attackiert wird. Es ginge darum, das Zuwandererthema den Rechten wegzunehmen und richtig anzupacken. SW und OL etc. machen das genau richtig!

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