Ich war selbst an Seenotrettungen beteiligt – Glaubt nicht diesen 6 Lügen der Rechten

Ein FAQ

Ich habe selbst jahrelang Menschen aus dem Meer gerettet. Seehofer weiß schon, dass die EU und die Bundesregierung uns dazu erpressen, Menschen zu retten und nach Europa zu bringen?



BEHAUPTUNG 1: DIE NGO SCHIFFE MACHEN SICH DER SCHLEPPEREI MITSCHULDIG

Nein, dies ist nicht der Fall. Im Gegenteil. Oftmals ist die libysche Küstenwache selbst in das Schleppergeschäft verwickelt. Die NGO Schiffe sind darum bemüht, nach dem Retten der Flüchtlinge und dem Bergen der Leichen die Boote zu versenken oder zu zerstören, damit sie nicht weiter verwendet werden können. Mehrfach kam es vor, dass dies jedoch nicht möglich war, da die Libysche Küstenwache oder die sogenannten Engine Fisher das mit Waffengewalt verhindert haben. Wir haben Angst vor denen und legen uns nicht mehr mit diesen Leuten an. Zu oft wurde auf uns geschossen. Hat ein mutiger Kapitän das Kommando, versuchen wir diese mit unserem Schiff zu vertrieben, indem wir auf Kollisionskurs gehen.

BEHAUPTUNG 2: NGOS SOLLEN DIE MENSCHEN ZURÜCK NACH AFRIKA BRINGEN

Dies ist völlig unmöglich. Ein Eindringen in die territorialen Hoheitsgewässer ist absolut verboten. Darauf stehen langjährige Haftstrafen, da sich die NGO´s dann der Schlepperei schuldig machen würden. Zudem ist es lebensgefährlich, da die libysche Küstenwache oftmals sofort das Feuer eröffnet, selbst wenn man sich noch weit entfernt von den libyschen Hoheitsgewässern befindet. Zudem ist Libyen als nicht sicher durch die EUeingestuft.

Selbst wenn wir nach Libyen fahren könnten, würden wir damit gegen das internationale Völkerrecht verstoßen. Auch Tunesien können wir nicht ansteuern. Wir können als Europäer unter keinen Umständen in die Hoheitsgewässer ohne die Erlaubnis der tunesischen Regierung mit Geflüchteten an Bord einfahren. Diese Erlaubnis wurde uns bisher nicht erteilt. Würden wir zuwider handeln, würden wir uns der Schlepperei schuldig machen.

BEHAUPTUNG 3: WIR BRINGEN DIE „MIGRANTEN“ NACH EUROPA

Richtig. Aber: Wir wollen das nicht und wir wollten das auch nie. Die EU hat uns dazu jedoch verpflichtet. Wir mussten den sogenannten Code of Conduct unterzeichnen, welcher besagt, dass wir uns verpflichten, die Menschen nach Europa zu bringen. Wir haben uns viele Monate dagegen gewehrt und haben laut protestiert. Als Antwort der EU hat man unsere Schiffe beschlagnahmt oder uns die Einfahrt in europäische Häfen verweigert. Die EU hat uns zum Unterschreiben genötigt – erst dadurch sind wir überhaupt in der furchtbaren Situation, die Menschen nach Europa bringen zu müssen. Wir tun dies unter Protest.
Unser ursprünglicher Auftrag war die schlichte Seenotrettung. Wir haben die Menschen aus dem Wasser gezogen und MRCC Rom die Anzahl der Geretteten gemeldet. Normalerweise dürfen wir uns aus eigener Kraft nicht mehr bewegen, sobald wir auch nur einen Flüchtling an Bord haben. Rom hat dann umliegende behördliche Schiffe informiert (meist schiffe der Nato), welche uns die Geretteten abgenommen haben. Flüchlingsaufnahmen sind Behördensache. Leben retten ist zivile Pflicht. Seit dem CoC, müssen wir zwangsläufig geltendes Recht brechen.

BEHAUPTUNG 4: DIE NGO´S SIND EIN PULL-FAKTOR

Nein. Wir haben erst angefangen Rettungseinsätze zu fahren, nachdem mehrere 10.000 Menschen im Mittelmeer aufgrund der Untätigkeit der EU ertrunken sind. Das konnten viele nicht ertragen. Deswegen wollten wir das ändern. Zuerst sind die Menschen ertrunken – erst danach begannen die Rettungseinsätze. Vorher haben vor allem Frachtschiffe oder Schiffe der Nato diese Rettungseinsätze durchgeführt. Mit mäßigem Erfolg. Zum Retten in internationalen Gewässern ist im Übrigen jeder verpflichtet – tut man dies nicht, drohen lange Haftstrafen. Wenn ein NGO Schiff also einen Distress Call erhält, so ist dieses Schiff dazu verpflichtet zu retten. Tut es das nicht, verstößt man gegen das internationale Völker- und Seerecht.

BEHAUPTUNG 5: NGO´S BEKOMMEN GELD FÜR IHRE ARBEIT

Nein, dies ist nicht so. Wir werden finanziert durch Spenden. Dabei werden jedoch nur die Instandhaltung der Schiffe, Lebensmittel für Crew und die Geretteten sowie Ausrüstungsmaterial finanziert. Es gibt durchaus die Gerüchte, dass wir von Soros finanziert werden, durch die Bundesregierung „für die große Umvolkung“ Geld bekommen und von den Schleppern bezahlt werden oder wir für die CIA oder den BND arbeiten. Das allerdings stimmt alles nicht. Tatsächlich gibt es manchmal größere Spenden von prominenten Personen für die Organisationen. Denen geht es aber tatsächlich darum, dass weiterhin die Werte der EU an den Grenzen durch uns vertreten bleiben.

Alle Helfer auf den Schiffen nehmen Urlaub, bezahlen ihre Flüge und kommen eigenfinanziert zu den Schiffen und wieder zurück. Die Organisationen bezahlen kein Geld für Flugtickets der Helfer. Tatsächlich ist es so, dass einige freiwillige Helfer mittlerweile vor dem persönlichen wirtschaftlichen Bankrott stehen. Einige haben ihren Beruf aufgegeben, um Leben zu retten, andere spenden für die Organisationen, obwohl sie selbst freiwillig aktiv auf den Schiffen sind. In Ausnahmefällen wird eine Beteiligung für die Flugtickets übernommen. Wenn beispielsweise kurzfristig ein Crewman ausfällt und dieser dringend ersetzt werden muss.

BEHAUPTUNG 6: ES KOMMEN NUR JUNGE MÄNNER ÜBER DAS MITTELMEER

Das entspricht nicht der Wahrheit. Der Anteil an Frauen und Kindern ist ebenfalls sehr hoch. Tatsächlich ist es so, dass die Überfahrt vor allem die jungen Männer überleben. Die Babys, jungen, oftmals schwangeren, Frauen und Kinder sterben als erstes. Sie werden auf dem Boden erdrückt, verdursten oder sterben an den Vergiftungen durch das Benzin in den Booten. Oftmals wird das Benzin einfach in das Boot eingelassen und der Schwimmerkörper selbst als Tank benutzt.

Es sterben auch viele Männer bei der Überfahrt. Nur die Stärksten überleben. Es sei denn, wir finden sie rechtzeitig genug. Nichtsdestotrotz ist der Anteil der fliehenden Männer erhöht, was darin begründet liegt, dass die Wahrscheinlichkeit zu überleben höher ist, um anschließend Asyl in Europa beantragen können und dadurch mit Hilfe des Familiennachzugs ihre Familien holen können.

Meine Geschichte dazu:

Ich habe Flüchtlinge aus dem Meer gerettet – Glaubt nicht den Lügen der AfD

Artikelbild: pixabay.com, CC0, Autor: Johann Pätzold

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% S Kommentare
  1. Bugspriet sagt

    Danke für diese sachliche Recherche. Ich bin selbst zur See gefahren. Und was ich ganz sicher sagen kann: man kann sich nicht darauf verlassen, gerettet zu werden, wenn man in Seenot gerät. Man kann auf See bei gutem Wetter die Aufbauten anderer Schiffe vielleicht 15 – 18 km weit erkennen. Das ist gemessen an der Größe des Meeres nichts. Die Boote der Flüchtlinge sind noch viel schwerer zu erkennen. Die Chance da also einfach an ein paar um ihr Leben kämpfenden Menschen vorbeizukacheln ist schon irre hoch. Dann ist Meer kein Ententeich. Bei Schlechtwetter – und lang danach sind Wellenhöhen von 4 – 6 Metern noch harmlos. Für sichere moderne Schiffe (Für Landratten: bemisst sich ab Meeresspiegel, danach kommt das Wellental). Da siehst Du kein flaches Schlauchboot mehr, bis Du kurz davor bist. Die Retter, die bei solchen Aktionen nicht selten ihr eigenes Leben gefährden zu kriminalisieren, halte ich für pervers. Die Aussage, dass Flüchtlinge mit der Aussicht auf Rettung einfach „kommen“ um so mehr.

    1. asisi1 sagt

      Es ist doch völliger Unsinn, was Sie sich da zurechtbasteln!
      wer sich selber und aus eigenem Willen in Gefahr begibt, kann keinen anderen dafür verantwortlich machen.
      aber dieses „Selbstverantwortliche Leben und Handeln“ wurde hier den Menschen aberzogen. heute suchet jeder die schuld immer bei den anderen. es kommt so wie bei der Kriminalität, man hat es 40 Jahre lang verniedlicht und nun kommt selbst der Staat dagegen nicht mehr an!

      1. Regina sagt

        Asisi1, bitte veröffentlichen Sie Ihr Autokennzeichen. Sicher stimen Sie zu, dass man sich durch die Teilname am Straßenverkehr selbst und aus eigenen Willen in Gefahr begibt. Durch die Bekanntgabe Ihres Kfz-Kennzeichens können Sie ein starkes Zeichen dafür setzen, dass Sie aus diesem Grund bei einem Unfall nicht gerettet werden möchten. Vielen Dank.

        1. Itti sagt

          Noch nie so einen Schwachsinn gelesen! So was erklärt warum eine Annäherung auf beiden Seiten nicht möglich ist.

          1. Mindy sagt

            Wer sofort als „Schwachsinn“ bezeichnet, was über seinen Horizont geht, sollte die Ursache für fehlende Annäherung erstmal bei sich selbst suchen statt Krokodilstränen zu vergießen.

          2. citrus sagt

            Es ist halt deswegen ein schwachsinniger Vergleich, da Auto fahren zwar eine gewisse Gefahr mit sich bringt, aber wohl in keinem Vergleich dazu steht, mit einem Schlauchboot aufs Mittelmeer zu paddeln, in der Hoffnung gefunden zu werden…

          3. Gehtdichnichtsan sagt

            @Mindy

            Wer sofort andere persönlich angreift und ihnen unterstellt das etwas über ihren Horizont gehen würde ist natürlich besser. Wir sind alle gleich doch Sie sind offensichtlich gleicher als gleich. Vielleicht auch mal an die eigene Nase fassen, genau das was Sie ja von anderen verlangen ?

            Die Art der Argumentation die Sie verwenden, diffamieren und diskreditiere was einem nicht gefällt, bringt uns nicht weiter ! Vielleicht mal selbst die eignen Nase fassen, anstatt ins immer gleiche Horn zu pusten.

            Leben Sie doch einfach mal nach dem kategorischen Imperativ. Wie wurde es doch so schön von Kant gesagt : “ Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“

            Versuchen Sie es doch mal damit.

            Im übrigen kann ich mich Itti im Geiste anschließen. Ohne es begründen zu wollen. Billigster Populismus an allen Fronten. Der Artikel hat nichts mit einer sachlichen Recherche gemein. Nichts wird bewiesen, sondern nur unsachliche Behauptungen in den Raum gestellt.

        2. ekaf sagt

          Genaugenommen müsste der Vergleich eigenlich folgendermaßen lauten. Asisi1 versucht mit seinem Auto eine stark bewachte Grenze zu überqueren und wird darauf hin von den Grenzwächtern beschossen, von denen er auch wusste. Nun darfst du gern dazwischen springen und Asisi1 bei der Überfahrt helfen.

    2. Markus sagt

      Fragen die ich immer stelle:
      1.
      Warum fahren die „Rettungsschiffe“ immer 10-12km vor dem Land rum wo die Flüchtlinge her kommen.
      2.
      Warum überhaupt die Leute retten? Sie wissen worauf sie sich einlassern, ich meine nur wirklich dumme also so richtig dumme Menschen glauben das ein Schlauchboot Hochseetauglich ist. Und sowas lassen wir in die EU. Schön den IQ senken naja bekommen die Linken wenigstens ein paar Artgenossen.
      3.
      Wie kommt ihr Moralisch damit zu recht das ihr die Kriminalität Steigert in der EU und ich meine damit noch nicht mal die in meinen Augen kleinen Delikte wie Diebstahl der schon gar nicht mehr Öffentlich gemacht wird. Ich rede von Vergewaltigung, Gewalt gegenüber Frauen und Älteren Menschen. Grade Frauen haben bei den unzivilisierten Typen nichts zu sagen und sollen gefälligst immer das machen was man ihnen sagt. Hätte ich jetzt einen übertriebenen Hass gegenüber den Linken würde ich sagen das sie hoffentlich das Glück haben in den genuss einer schöner Gruppenvergegewaltigung zu kommen von unseren netten Migranten, vielleicht reicht das ja aus um sie wach zu rütteln.

      1. h4ckbard sagt

        Markus du bist schlicht zu dumm für diese Welt und ihre Komplexität.

    3. Peter sagt

      Wenn Sie, wie Sie selbst sagen erfahrener Seemann sind, und Sie selbst wissen, das es fast unmöglicht ist ein Schlachboot im Meer zu erkennen, wie verdamt noch mal holen die NGOs reihenweise Flüchtlinge aus dem Wasser?
      Sind NGOs mit besonderen Fähigkeiten ausgerüstet?
      Verfügen NGOs über eine Glaskugel wo Sie die Flüchtline sofort erkennen?

      Ich denke, das NGOs sehr wohl sehr dicht in die 12 Meilen Zone fahren, was zu beweisen geht.
      2014 wurden die Flüchtlinge weit ausserhalb der 12 Meilen Zone aufgenommen, heute 2018 ist es innerhalb.

      Ein Grund warum die Lifeline den Transponder ausgeschaltet hat.
      Die Lybische Küstenwache ist selbst auf unterssten Niveau ausgestattet, ein Grund warum Merkel letzte Woche mal so 46 Mio an die Jungs überwiesen hat.
      Dagegen, liebe NGOs solltet Ihr mal vorgehen.

  2. Dave McMilman sagt

    Nun, das ist aber keine sachliche Recherche sondern eine subjektive Einschätzung, wie der Autor ja selbst immer wieder mitteilt, sei er selbst dabei gewesen. Objektiv kann er nicht sein, da er nur die Sicht der Seenotretter kennt, nie jedoch mit den anderen Parteien gesprochen hat. Er gibt vor, dass er gegen seinen eigenen Willen gezwungen ist die Seenotrettung zu betreiben, was natürlich völliger Unsinn ist. Erst durch das Wissen, dass dort immer Schiffe sind, die die Menschen ohne weiteres Aufnehmen begeben sich die Flüchtlinge auf diese abenteuerliche Reise. Es ist das klassische Henne-Ei Dilemma, und jede Partei hat ihre eigene Sicht auf die Umstände.

    1. Markus sagt

      @Dave McMilman: Der Auto gibt nicht vor, Seenotrettung gegen seinen Willen zu betreiben. Was gegen seinen Willen geschieht ist, dass man die privaten Retter dazu verpflichtet, die Geretteten eigenhändig in die EU zu bringen (vgl. BEHAUPTUNG 3: WIR BRINGEN DIE „MIGRANTEN“ NACH EUROPA).

    2. Patrick Schmidt sagt

      Der Autor muss gar nicht objektiv sein, wenn die Behauptungen, gegen die er Widerspruch erhebt, ebenfalls nicht objektiv sind. Wo bleibt denn die sachliche Recherche der Behaupter?
      Weiterhin gibt er mitnichten vor, die Seenotrettung gezwungenermaßen zu betreiben. Er schreibt, dass sie gezwungen werden, die Flüchtlinge selbst nach Europa zu bringen anstelle von behördlichen Schiffen. Das ist kein marginaler Unterschied.
      Aber das ist nunmal ein klassisches Henne-Ei-Problem bei Kommentaren aus dem neurechten Spektrum: eingeschränkte Lesekompetenz und ein nichtverstehen-Wollen, was war nur zuerst da?

      1. Darko Verhar sagt

        Behauptungen widerlegt man wohl kaum durch anderen Behauptungen. Es gibt genug Stimmen die anderer Meinung sind als die hier vom Autor vorgebrachte. Es fällt einem schwer diese alle dem rechten Lager zuzuordnen.

    3. Michel sagt

      Das ist doch Schmarri, von wegen Henne-Ei. Das Mittelmeer ist riesig. Wie viele „Seenotretter“ gibt es denn und seit wann? Wenn es stimmen würde, dass die Aussicht auf Rettung durch diese NGO-Schiffe erst die Flüchtenden „anlocken“ würde, dann wären die NGOs doch gar nicht im Mittelmeer, weil es keinen Anlass gab, dort hin zu fahren und Seenotrettung zu betreiben.

      Von welchen anderen Parteien sprichst Du denn? Von den Flüchtenden? Dann geh doch und frag sie mal, ob sie wegen der Retter den Seeweg wählen oder aus anderen Gründen. Der obige Beitrag ist nicht neutral, der Autor hat natürlich einen Standpunkt. Aber er hat auch Informationen aus erster Hand – besser als jeder Seehofer oder NfdAP-Fanboy.

    4. Rolf Schröter sagt

      In dem Bericht sind aber mehrere überprüfbare Fakten-Darstellungen enthalten, die Sie, Herr McMilan hier einfach diskreditieren wollen, da ja auch von eigenen Erfahrungen berichtet wird, und das daher subjektiv sei. Um die zu widerlegen müßten sie das aber schon konkret tuen, anstatt einfach zu sagen, dass sei ’natürlich Unsinn‘. Auch für ihre eigene Behauptung, die Rettungsschiffe würden die Flüchtlinge ja erst motivieren, geben Sie keinen Beleg sondern ignorieren einfach das Argument des Autors, dass die Flucht massenhaft versucht wurde, bevor es überhaupt private Rettungsschiffe gab. Den logischen Schluß aus Ihrer Argumentation, dass man also nicht retten dürfe, da dass ja nur zu weiteren gefährlichen Fluchtversuchen motiviere, vermeiden Sie auszusprechen. Menschen ertrinken zu lassen, damit andere die Gefahr erkenne und meiden – ein solches Vorgehen würde auf Europäer angewandt allgemein als Barbarei erkannt werden. Warum kann es in Bezug auf nicht europäische Menschen in Not in vermeintlich zivilen Debatten immer wieder als einzig mögliche Lösung suggeriert werden (freilich in der Regel, ohne es konkret auszusprechen)?

    5. Kannfallappatas sagt

      Dave McMilman: bitte lies den Artikel. Dort steht sehr genau, wie die rechtliche Lage aussieht. Außerdem stellt der Artikel – wirklich sehr einfach zu verstehen – dar, dass das kein Henne-Ei-Problem ist, sondern alle Rettungen erst begonnen haben, als bereits 10000e ertrunken waren.

    6. Logiker sagt

      Menschen zu retten ist also völliger Unsinn. Genau dies sagen Sie. Okay, wenn Sie in einem brennenden Auto sitzen, muss ich Sie also verrecken lassen, da Menschenrettug ja asozial ist.

      Ich hofe, ich begegne Ihnen nie, ich müsste Sie töten da Sie Sauerstoff verbrauchen.

    7. Harry sagt

      Danke für die Argumentationshilfe! Hat mir persönlich viel gebracht für mein eigenes Denken und für Diskussionen, denen man bei dem Thema ja immer wieder ausgesetzt ist. Und: Schön, dass ausnahmsweise mal nur ein rechter Troll sich traut, zuzugeben, dass er Texte nicht versteht, und eingesteht, dass er der Sicht einer „Partei“ anhängt, für die Menschenwürde und Menschenleben nichts zählen (außer natürlich, es sind Deutsche).

      1. Harry sagt

        Das sollte grad ein eigener Beitrag sein. Als Antwort auf McMilman ist das jetzt missverständlich. Mein Dank gilt Johann Pätzold.

      2. Tina sagt

        Was mich immer wieder traurig stimmt sind verallgemeinerte Aussagen und Unterstellungen wie :

        „Und: Schön, dass ausnahmsweise mal nur ein rechter Troll sich traut, zuzugeben, dass er Texte nicht versteht,..[]“

        Hiermit unterstellen Sie einfach mal allen mit abweichender Meinung als die Ihre eigene, ein dummer rechter Troll zu sein. Wow sind Sie mal liberal und demokratisch. Aber das glauben auch nur Sie selbst, Sie sind kein Deut besser als die Sie meinen bekämpfen zu wollen.
        Demokratie nur wenn sie ins eigene Konzept passt steht hier wohl an der Tagesordnung.

    8. Jana sagt

      Herr McMillan, sie geben ein gutes Beispiel dafür ab, wie rechte Tatsachenverdrehung funktioniert. Einfach verzerren, was da steht, vor allem weglassen, was stört und dann so tun, als wäre das objektiv.

      1. Gehtdichnichtsan sagt

        Liebe Jana,

        welche Tatsachen wurden Ihrer Meinung nach verdreht ? Bitte nicht einfach jemanden Drittes etwas unterstellen, ohne es auch aufzuführen. Was sind das bitte für **** Methoden ?
        So beginnt oft Hetze.

    9. Karl sagt

      Das haste aber den Text nicht richtig gelesen, gell?

    10. Gehtdichnichtsan sagt

      Kann mich der Aussage nur anschließen. Billigster Populismus verkauft sich an allen Fronten gut. Damit erreicht man intellektuell eben Jedermann.

      Der Artikel ist schlecht recherchiert und erhebt zeitgleich Anspruch auf Richtigkeit. So aber wird nichts widerlegt, sondern nur noch mehr Irritationen geschaffen. Keine Quellenangabe, keine Angabe des Autors, nur subjektive Behauptungen von jemand anonymes.

  3. Tobs sagt

    @ Dave McMilman also Textverständnis ist jetzt nicht so dein ding kann das sein?

  4. Siegfried sagt

    @Dave: Nun, in zumindest einem Punkt steht diese Aussage dem Inhalt des Artikels entgegen: „Es ist das klassische Henne-Ei Dilemma“. Nein, das ist es nicht. Laut Assage des Artikels kamen die Flüchtlinge schon vor den Rettungsschiffen. Diese Rettungsschiffe waren lediglich eine Reaktion darauf. Es gibt hier also kein klassisches Henne-Ei-Dilemma, sondern eine klare Abfolge von Ursache und Wirkung.
    Dass der Artikel nicht objektiv, sondern subjektiv ist, ist richtig. Nur wie bitte sollte eine objektive Sichtweise aussehen angesichts der vielen Toten? Wenn ich das richtig verstehe, dann ertrinken jedes Jahr um die 60000 Menschen auf der Flucht. Das beinhaltet noch nicht die, die in den Flüchtlingslagern sterben oder umgebracht werden. Das dürfte zumindest in Lybien ein Vielfaches davon sein. Wie bitte soll man da „objektiv“ sein?

  5. Wolfgang Hammes sagt

    Er gibt nicht vor, gegen seinen Willen Seenotrettung zu betreiben, sondern die Geflüchteten gegen seinen Willen und wohl auch gegen geltendes Recht in die EU bringen zu müssen.

    Auch die Behauptung, die Flüchtlinge würden sich wegen der Helfer auf den Weg gegeben, wird völlig ohne Nachweis in den Raum gestellt. Die Flüchtlinge waren schon lange über das Mittelmeer unterwegs, bevor die ersten NGO sich auf den Weg gemacht haben.

  6. Mkaysen sagt

    @Dave
    „Er gibt vor, dass er gegen seinen eigenen Willen gezwungen ist die Seenotrettung zu betreiben, was natürlich völliger Unsinn ist.“

    Da haperts aber mit dem Textverständnis. Er sagt offen, dass er aus Überzeugung die Seenotrettung betreibt, aber DIE AUSLIEFERUNG nach Europa wird ihnen aufgezwungen. Er schildert doch, wie die NGOs durch die EU gzwungen werden, die Geretteten nicht nur zu versorgen, sondern auch diese dann nach Europa zu bringen.

    „Erst durch das Wissen, dass dort immer Schiffe sind, die die Menschen ohne weiteres Aufnehmen begeben sich die Flüchtlinge auf diese abenteuerliche Reise.“

    Der Kommentar von Bugspriet belegt ganz gut, das dem eben nicht so ist. Auch die nach wie vor hohen Todeszahlen lassen einen solchen Schluß nicht zu. Die Leute kommen nicht über das Mittelmeer, weil die Aussicht auf Erfolg so hoch ist, sondern weil diese düstere Prognose immer noch besser ist als die Zustände zu Hause.

    „Es ist das klassische Henne-Ei Dilemma, und jede Partei hat ihre eigene Sicht auf die Umstände.“

    Kann man zum Themna Migration und Flüchtlingsaufnahme meinetwegen so stehen lassen, aber hier geht es um die Rettung von Menschen in Seenot. Und die ist schlicht rechtlich und menschlich geboten. Im übrigen ist das auch aus christlicher Nächstenliebe geboten

  7. Thankmar sagt

    @McMilman, das ist natürlich großer Quatsch, was Sie da schreiben. Weder handelt es sich um eine Recherche oder um eine „subjektive Einschätzung“, sondern um eine Art Faktencheck. Steht ja auch so in der Überschrift.
    Nirgendwo schriebt der Autor, er sei persönlich gezwungen, Seenotrettung zu betreiben. Die Retter sind gezwungen, selbst die Flüchtlinge nach Europa zu bringen, weil die EU das so von Ihnen verlangt (Behauptung 3).
    Das wissen Sie natürlich auch alles, schreiben aber Ihren Quatsch, weil Sie ein Troll sind. Ich antworte hier nur, um Späterlesenden nicht den Eindruck zu geben, dass man diese Kommentarspalte unwidersprochen vollsudeln kann.
    Statt das zu machen, dürften sich alle mal ein, zwei Scheiben Zivilcourage und Energie beim Autoren abschneiden, der mit persönlichem Einsatz humanistische Werte in Taten umsetzt.

  8. R. Reschke sagt

    Hallo,
    unter welcher Quellenangabe kann ich den unter „Behauptung drei“ erwähnten speziellen Code of Conduct finden? Meiner Kenntnis nach steht code of conduct allgemein für einen Verhaltenskodex. Welcher konkrete wurde hier unter Zwang unterschrieben?

    1. Harry sagt

      Das würde mich auch sehr interessieren, zumal es – so wie es da steht – ein echter Skandal wäre. Aber die Medien interessieren sich ja mehr für erfundene und scheinbare Skandale, siehe BAMF Bremen.

  9. Salsabel sagt

    Danke für diese Fackel im Sturm!
    Es ist so wichtig, im Sturm der Empörungs- und Panikmeldungen jemanden lesen zu können, der weiß, wovon er spricht. Danke für den Mut, die klare Sicht und die Motivation, die ich mitnehme!

  10. Muffelin sagt

    Oh Mann. Ich wusste ehrlich nicht, dass es sooo schlimm ist.

    Im moment wünsche ich mir Seehofer und Co einen Platz auf so einem Boot und überlasse die Entscheidung über das Gerettet werden oder nicht der Christengott-Ausgabe von Söder. Nicht der Ausgabe derjenigen Christen die mit der Nächstenliebe nicht nur den nächsten Christen meinen, wohlgemerkt.

    Die Seenotretter kriegen ein kleines Spendenabo von mir und dürfen sich davon auch gern mal ein Bierchen kaufen. Oder was immer ihnen grade mal hilft

  11. llamaz sagt

    Ich hab heute einen guten Kommentar gelesen, der das ganze eigentlich ganz gut zusammenfasst:
    „Gleichgültig wie man in der ganzen Flüchtlingsfrage steht, ob man meint es sollten gar keine Flüchtlinge aufgenommen und das Recht auf Asyl ganz abgeschafft werden, ob man meint es sollten soviele wie möglich aufgenommen werden – spielt überhaupt keine Rolle.

    Wenn Menschen in akuter Not sind, sei es jetzt durch einen Autounfall, oder in Seenot oder bei einem Lawinenunfall, dann hat man wenn es möglich ist Hilfe zu leisten. Ohne Ansehen der Person und gleichgültig ob derjenige selbst verschuldet oder unverschuldet in die Lage gekommen ist in der er sich befindet.

    Ich fahr auch nicht an einem Autounfall vorbei mit der Begründung ich wolle damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, weil meine Hilfeleistung andere zu einer unsicheren Fahrweise ermuntern könnte.
    Und die Bergwacht lässt keinen unter einer Lawine liegen, nur weil er ja selbst Schuld ist, weil er Abseits der Piste gefahren ist.

    Flüchtlingspolitik kann man anschließend machen, wenn die Menschen in Sicherheit sind.“
    https://www.sellerforum.de/spielwiese-offtopic-f104/zufrieden-heute-wer-noch–t23368-s3380.html#p620880

  12. […] Johann Pätzold @SecretofElement 6 Lügen, welche Horst Seehofer und die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag über uns verbreitet. https://www.volksverpetzer.de/hintergrund/seenotrettung-faq/ […]

  13. user unknown sagt

    Ein guter Artikel.

    Schade nur, dass durch die Verwendung von GROSSBUCHSTABEN die Überschriften so schlecht zu lesen sind. Ich würde das nochmal überdenken.

    Größere Buchstaben, evtl. Fettdruck, sollten reichen.

  14. Regina sagt

    Ein sehr interessanter Bericht. Das einzige, was ich nicht verstehe, ist die „Behauptung 3“. Wohin hat die NATO die Flüchtlinge gebracht? Wieso müssen alle Geretteten nach Europa gebracht werden? Es gibt doch noch eine ganze Reihe mehr Einwanderungsländer.

  15. Mein Senf sagt

    Behauptung1: kann stimmen, schwer zu überprüfen, wenn man nicht selbst dabei ist. Aber die Frage wäre: Wieso spielt die lybische Küstenwache mit?
    Behauptung2: Die NGO´s machen sich der Schlepperei schuldig, wenn sie die Leute wieder dort zurückbringen, wo sie herkamen? Also wenn ein Grieche auf offener See von einem ägyptischen Boot aufgenommen wird, dann darf er nicht mehr nach Griechenland gebracht werden? Wenn Lybien und Tunesien die Erlaubnis nicht erteilen, dann sind diese Länder der Schlepperei schuldig. Wieso verweigern sie die Rücknahme? Wieso macht man nichts dagegen? Beim Gaddafi war man auch nicht zimperlich eine Invasion zu machen. Und warum ist Lybien nicht sicher anhand der EU? Hat vielleicht die EU selber diesen Zustand erschaffen? 😉 Es gibt ja noch andere Länder wie z.B. Algerien.
    Behauptung3: die EU hat verpflichtet? Willkommen in der Diktatur.
    Behauptung4: Wenn schon 10.000nde ertrunken sind, warum kommen dann noch mehr? Spricht sich das nicht herum? Woher haben wir die Informationen?
    Behauptung5: Aha jetzt wirds interessant. Natürlich werden Spenden hauptsächlich für Instandhaltung und Lebensmittel und Arzneien verwendet. Die meisten Retter arbeiten freiwillig, auch bei Naturkatastrophen. Die reguläre Schiffsbesatzung bekommt aber trotzdem ihren Sold. Aber woher will ein Retter vor Ort wissen, dass ein Soros nicht finanziert, und woher will er wissen, dass die Manager der NGO´s nicht doch eine „Belohnung“ bekommen? Das ist für mich der rauchende Colt, und lässt den ganzen Bericht in einem schiefen Licht erscheinen.
    Behauptung6: Das ist eine subjektive Aussage, wo ich gerne Beweise sehe. Ich sehe immer nur Bilder mit mind. 95% Männern.
    Generell möchte ich sagen: Wieso kommen auf einmal Millionen Afrikaner nach Europa? Wer hat diese Völkerwanderung angestossen? Wieso wurden die Grenzen nicht gesichert????? Und es gibt noch viele andere Fragen und Ungereimtheiten. Der Seitenhieb auf die AfD hat natürlich auch einen fahlen Beigeschmack ;-). Alle Parteien lügen zu ihrem Vorteil.
    Abschliessend: Natürlich hat man eine Pflicht Menschen in Lebensnot zu retten. Aber diese Pflicht endet, wenn man dadurch selbst in Lebensgefahr käme.

  16. Veronika Buckel sagt

    Der Autor Johann Pätzold hat übrigens schon vor einem Jahr ein Interview gegeben, in dem sich die gleichen Erfahrungen wiederspiegeln, die er hier schreibt:

    http://rostock.studentsstudents.de/2017/08/interview-mit-johann-paetzold-ertrinken-ist-keine-option/

  17. Anmerker sagt

    Beim Suchen nach dem CoC bin ich auf einen Kommentar von Ärzte ohne Grenzen gestoßen:
    https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/code-of-conduct-ngos-seenotrettung-mittelmeer

  18. Karl Käfer sagt

    #FAKENEWS-Verdacht – Zumindest bei Punkt 6 –
    „Das entspricht nicht der Wahrheit. Der Anteil an Frauen und Kindern ist ebenfalls sehr hoch. Tatsächlich ist es so, dass die Überfahrt vor allem die jungen Männer überleben“

    „Es sterben auch viele Männer bei der Überfahrt. Nur die Stärksten überleben“

    Wie ist dann der Männerüberschuss und die Party-Stimmung in folgendem Video zu erklären?!

    https://youtu.be/PlMLddh3qS0?t=2042

  19. Lars sagt

    Mal unabhängig von der Diskussion, ob sich die „seenotrettenden“ NGOs der Schlepperei mitschuldig machen oder nicht – der größte Pullfaktor sind unsere Asylsysteme und die Möglichkeit, hier mit wenig Aufwand Sozialleistungen zu erhalten, die in Teilen Afrikas das Einkommen mehrerer Jahre entsprechen.

    Afrikas Bevölkerung wächst jedes Jahr um die 50 Millionen Menschen und viele davon werden in bitterste Armut geboren. So sehr man diesen Menschen helfen möchte, aber man muss sich im klaren sein, dass weder wir, noch Europa, noch die USA, noch Australien dieses Bevölkerungswachstum auffangen oder ernähren können. Und ich glaube auch nicht, dass es unserer Erde gut tut.

    Unsere Antwort muss Hilfe zur Selbsthilfe sein, Bildung, Aufklärung. Nicht nur einfach Geld hinwerfen, mit denen sich korrupte Politiker Paläste bauen, Warlords ihre Kriege ausrüsten. Aufbau von Verwaltungen, Infrastruktur, Bildungswesen, Landwirtschaft und das alles unter der Obhut der Vereinten Nationen.
    Das Land, dass nicht mit den Vereinten Nationen kooperieren will, bekommt halt nichts. Und Migranten aus den Ländern werden postwendend abgewiesen. Während talentierte Köpfe aus kooperierenden Ländern gern bei uns studieren dürfen um ihrer Heimat später von Nutzen zu sein.

    Diese ganze verklärte Menschenrettungs-Ideologie übersieht die wesentlichen Ursachen und ignoriert, wo man ansetzen muss. Ich bin absolut gegen Kolonialisierung, aber im Gegensatz zu asiatischen Ländern haben afrikanische Staaten nichts aus ihrer Unabhängigkeit gemacht. Vielleicht braucht Afrika einfach noch mal eine Führung, bis sich dort Strukturen gebildet haben, die es den Völkern dort ermöglicht, in Frieden zu leben und am eigenen Wohlstand zu arbeiten. Wünschenswert wäre es, denn Afrika ist ein faszinierender Kontinent.

  20. Marcus Meyer sagt

    Ich finde es schlimm was manche hier in die Kommentare schreiben. Keine Ahnung haben und große Schnauze. Diese Leute sollten alle nach Afrika abgeschoben werden, dann wüssten die wenigstens wieso die Flüchtlinge weg wollen. Arbeitslosikeit und Krimminalität sind in vielen afrikanischen Ländern Alltag. Und zum Thema AfD, die sind genauso verlogen wie alle anderen Politiker.

  21. Jk sagt

    kann man nicht versuchen in den anderen ländern zu investieren, sodass sie es garnicht von nöten haben hierher auszuwandern…?

  22. Manfred Sommer sagt

    Rettung aus Seenot ist niemals eine geplante Aktion – Rettung aus Seenot geschieht immer zufällig von einem Schiff, das da gerade vorbeikommt. Was die Schlepperbanden von „Pro Asyl“ und „Ärzte ohne Grenzen“ vor der Küste Libyens veranstalten, ist Schleppertum im wahrsten Sinne des Wortes – keine Rettung aus Seenot.
    Sie warten am Rande des Hoheitsgebietes Libyens auf die Boote der Invasoren, um sie aufzunehmen. Und sie nehmen alle Afrikaner auf – auch aolche, die nicht in Seenot sind. Allerdings helfen die Invasoren nach: sie inszenieren einen Seenotfall, indem sie beim Annähern der Schlepperbanden von „Pro Asyl“ aus ihren sicheren Schlauchbooten ins Wasser springen und ein Ertrinken simulieren. Die Leute auf den Schlepperbooten werden das filmen, um so rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
    Es bleibt kriminelles Schleppertum!
    Versorgt mit Informationen, was sie sagen müssen, damit sie niemals wieder abgeschoben werden können, bringt man die Invasoren nach Italien.
    Das ist ein Shuttle-Service, ein illegales Einschleusen nach Europa und letztlich nach Deutschland!
    Diese Schiffe gehören versenkt! Das spricht sich in Afrika rum und niemand geht mehr mit einem überfüllten Schlauchboot aufs Mittelmeer hinaus.
    Europa sollte froh sein über jeden Afrikaner, der es nicht nach Europa schafft! Immer daran denken: es werden hunderte Millionen Invasoren kommen – das hat noch gar nicht angefangen!

    1. gunter krueger sagt

      Also meine Mutter ist geflüchtet damals aus Russland. und auch in Deutschland ist der Frieden sehr fragile. ich hoffe nicht das wir eines Tages flüchten müssen. Vielleicht Afrika? Glaubt bloß nicht das Menschen gerne aus ihrer Heimat gehen.

  23. gunter krueger sagt

    Übrigens die Welt ist so klein das ich in ein paar stunden da sein kann wo Krieg ist. Genauso schnell kann der Krieg auch wieder hier sein. nur weil sich ein paar Idioten in die Haare kriegen.

  24. multi_io sagt

    „BEHAUPTUNG 6: ES KOMMEN NUR JUNGE MÄNNER ÜBER DAS MITTELMEER
    Das entspricht nicht der Wahrheit. Der Anteil an Frauen und Kindern ist ebenfalls sehr hoch. Tatsächlich ist es so, dass die Überfahrt vor allem die jungen Männer überleben.“

    Also wenn die Flüchtlinge bei der Abfahrt je 50% Männer und Frauen waren und sie bei der Rettung zu 90 Prozent junge Männer sind, dann würde das heißen, dass bei so einer Fahrt mindestens 90% aller Frauen und Kinder umkommen und „junge Männer“ eine zehnmal höhere Überlebenschance haben als alle anderen Gruppen. Dies würde wiederum bedeuten, dass da haufenweise afrikanische Familien ihre Frauen und Kinder auf eine Reise begleiten oder schicken, bei der diese mit 90% Wahrscheinlichkeit umkommen.

    Das ist Seemannsgarn.

  25. Lusit sagt

    Wichtige Aussagen von jemanden der dabei war, dennoch auch hier der prinzipielle Grundsatz: Vertrauen ist gut, Kontrolle (von unabhängiger Seite) ist besser, von dieser Überprüfung dürfen auch humanitäre Aktionen nicht ausgeschlossen werden. Ich bin gerade mittendrin andere Berichte mit diesem abzugleichen und bin auf ein paar Widersprüche zu seinen Aussagen gestossen, werde in Bälde hier nochmal posten

  26. Erwin sagt

    Antwort von Martin Sellner auf diesen Artikel:
    https://www.youtube.com/watch?v=8kcjDarD37g
    … und das gehoert auch noch dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=OrlY5a5uHSY

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