Fahndung nach „dunkelhäutigen“ Messerangreifern: Und am Ende war der Täter…

Kolumne Schwer verpetzt

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Fahndung in Niederbayern.

Am Montag Abend ruft eine Frau die Polizei. Ihr Mann taucht plötzlich auf ihrer Terrasse mit Stichwunden im Bauch auf. Er wird ins Krankenhaus gebracht, eine Fahndung mit Hubschrauber und Spürhund geht los. Warum? Der Mann sagt, er wurde im Park von drei unbekannten, „dunkelhäutigen“ Männern mit Messern angegriffen, berichtet die Polizei.

„Dunkelhäutige“ mit Messer? Kommt einem doch bekannt vor! Die AfD warnt doch bereits unzählige Male vor „Messermigration“. Doch 87% aller Fälle, von denen die AfD berichtet hat, waren entweder keine „Ausländer“ oder keine Messer als Tatwaffen. Die „Messermigration“-Lüge der AfD scheint wohl ein Mythos zu sein. Und jetzt ratet mal: In Neustadt an der Donau war’s auch nicht richtig. Warum?

Wahnsinn! So krass lügt die AfD über angebliche Messerattacken



Mann HAT SICH SELBST in den Bauch gestochen!

Kein Witz: Wie der Mann später selbst zugegeben hat, hat er sich die Verletzungen SELBST ZUGEFÜGT und die „dunkelhäutigen“ Angreifer erfunden. „Als Motiv dürften wohl persönliche Probleme im familiären Bereich ausschlaggebend gewesen sein“, schreibt die Polizei. Möglicherweise gibt es für den Mann kein juristisches Nachspiel – denn er selbst hat nicht die Polizei getäuscht, sondern nur seine Frau.

Und was lernen wir daraus? Lügen-Narrative der Rechtsextremen werden so normal, dass sich Menschen in diese als Ausrede flüchten, weil sie glaubwürdig erscheint. Sind sie aber nicht! Lasst euch nicht von AfD-Lügenmärchen einlullen! Die rechte Lügenpresse bastelt durch Fake News und selektive Auswahl an Geschichten ein Fake-Narrativ, um euch Angst zu machen und gewählt zu werden. Lasst euch nicht manipulieren.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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