AfD hat aufgedeckt: Wer wirklich hinter Volksverpetzer steckt!

| 3. Dezember 2019

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Wir wurden enttarnt?!

Jetzt ist es soweit. Nachdem wir jahrelang unermüdlich recherchiert, analysiert und kommentiert haben, hat uns die AfD endgültig geschlagen. Dieser geballten Macht an Recherche, erbarmungsloser Kritik und Enthüllung sind wir einfach nicht gewachsen. Wie ich vorgestern beim Scrollen durch unseren Instagram-Account feststellen musste, wurde Volksverpetzer ruiniert. Eine AfD-nahe-Seite (deren genauen Namen ich nicht zeigen werde, damit sie nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie haben wollen) postete diesen Screenshot meines Twitter-Accounts.

Oh nein! Jetzt weiß jeder, dass ich… Doch halt, warte. Das bin ja gar nicht ich. Das ist ja gar nicht mein Twitter-Account. Der sieht nämlich so aus:

Und ich schaue so aus. Hier sieht man mich meinen Kaffee trinken, spendiert von unseren großartigen Fans und Unterstützer*innen, aus meiner Tasse, die man auch nicht zufällig in unserem Shop kaufen kann und die auch gar keine subtile Botschaft an den Account senden soll.

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Abrechnung mit den Nazi-Hetzern

Moment mal, das wird dann doch nicht etwa heißen, dass dieser AfD-Account einen Screenshot eines false-flag-Accounts gebastelt hat,  mit einem Bild einer wildfremden Person aus dem Internet, um so einen für ihre lookistische und transphobe Nazi-Fangemeinde leicht zu hassenden Strohmann von mir zu basteln, weil sie anscheinend so verzweifelt ist, dass sie keinen einzigen realen Punkt an uns kritisieren kann?!

Doch natürlich heißt es das. Diese kleine Verlierer-Nazibande, die auf ihrem Instagram-Profil rassistische, antisemitische, frauenfeindliche Lügen und Hetze (“Memes” ah, ja) verbreitet, findet also kein bisschen etwas, mit dem sie uns Volksverpetzer kritisieren kann. Danke für das Lob! Sie muss auf billigen Lookismus und Transphobie zurückgreifen. Das Bild ist von einer britischen trans Frau, das ich aus Respektgründen hier zensiert habe. Diese kleinen Nazi-Loser sind also anscheinend so unsicher in ihrer eigenen Männlichkeit (Und ja, natürlich sind das Männer, was sonst), dass sie ihren politischen Gegnern diese absprechen müssen.

Äh, das ist eine trans Fau, natürlich ist das kein Mann, ihr Spaten. Was für ein fragiles Männerbild muss man haben, wenn man es anscheinend nur durch das (vermeintliche) Absprechen der Männlichkeit anderer aufrecht erhalten kann? Na gut, was erwarte ich auch von Leuten, die sich ihr “Deutschsein” auch nur in Abgrenzung zu anderen Menschen vorstellen können. Was für erbärmliche Jammerlappen. Muss ich es wirklich aussprechen? Das Aussehen, die Herkunft oder die Geschlechteridentität ist kein Indikator für den Wert eines Menschen. Sowas könnte man auch in dieser linksradikalen Kampfschrift “Grundgesetz” nachlesen, wenn man denn wollte. Doch damit haben solche Leute ja ohnehin eher ein Problem.

Das ist die Strategie dieser Versager

Es ist so absurd, dass Nazis sich alles, was sie an “mir” kritisieren wollen, selbst ausdenken mussten. Und es ist auch sehr “mutig”, dass sich die Seitenbetreiber hinter einem anonymen Label verstecken, während sie andere vermeintlich “outen” und ihrer Fangemeinde zum Fraß vorwerfen. So funktioniert Faschismus: Der Fokus wird immer auf “Andersartigkeit” gelenkt, und diese als etwas Schlechtes dargestellt. Dabei wird gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Denn solange man andere kritisieren kann – selbst für selbst ausgedachten Schwachsinn und für irrelevante Äußerlichkeiten – dann muss man sich nicht mit sich selbst beschäftigen. Gutes Beispiel auch Weidels Kopf-Ab-Affäre.

Peinlich! Weidel rastet aus – und wirft versehentlich AfD-Sympathisant raus

Die AfD-Seite hat den Post sofort gelöscht, nachdem wir darauf aufmerksam wurden (und nachdem wir unseren Instagram-Followern einen kleinen Tipp gegeben haben, dort doch mal freundliche Hinweise zu hinterlassen) und hat ihr Profil auf “Privat” gestellt. Anscheinend doch nicht derartige Fans von Kritik, wie es am Anfang den Anschein erweckte. Auch wieder genau so typisch. Doch diesen ganzen Text hier zu schreiben, weil ein paar Trolle uns versucht haben zu ärgern, wäre langweilig. Deswegen will ich die Chance nutzen, um die Volksverpetzer ein wenig vorzustellen. Denn Überraschung: Wir verstecken uns ja nicht wirklich.

Wer Volksverpetzer sind

Ich bin Thomas Laschyk, 27, der Gründer von Volksverpetzer. Ich bin auch bisher der einzige aus unserem Team, der für Volksverpetzer “hauptberuflich” schreibt. Wie oben bereits erwähnt ist das nur Dank Spenden von unseren treuen Fans möglich. Denn wir arbeiten unabhängig und überparteilich und versuchen so unsere Faktenchecks, Framechecks und Einordnungen menschenverachtender und demokratiefeindlicher Narrative und Mythen vorzunehmen und allen zur Verfügung zu stellen.

Doch ich wäre nichts ohne mein tolles Team, das ehrenamtlich bei Recherche und beim Schreiben aushilft, so gut es kann. Und ganz selten auch beim Lektorat, wie der ein oder andere bestimmt noch nicht gesehen hat. Die Tatsache, dass alle hier ehrenamtlich unterwegs sind, ist auch der Grund, wieso wir es nicht schaffen, alle PNs und Emails zu beantworten (sorry!!). Das war auch schon die ganze “Magie” hinter Volksverpetzer. Ich weiß, nicht so spannend. Im Gegensatz zu dem, was uns vorgeworfen wird, prangern wir nicht Menschen oder Personen an, sondern klären über ihre Kommunikation und Strategie auf.

Und ganz wichtig: Solche erbärmlichen Versuche, Fake News über uns zu verbreiten und uns einzuschüchtern (lol) sind für uns nur der Anlass, uns einen Nachmittag zu amüsieren. Neulich haben wir auch einen ganz lustigen “Fanbrief” bekommen, an dem wir so unsere Freude hatten. Los, schickt uns noch gern noch mehr Nazi-Blödsinn. Ihr gebt uns nur Material, aufzuzeigen, wie Einschüchterungsversuche und Lügen von Rechten funktionieren – und kostenlosen Content.

Wir haben einen widerlichen Hassbrief bekommen. Unsere Antwort.

Erzählt eure Lügen, verbreitet euren bemitleidenswerten Hass. Aber eine Sache oben stimmt: #wirsindmehr. Ihr seid Scheinriesen in Social Media. Verzweifelt, traurig und frustriert. Vor so etwas habe ich keine Angst. Damit habe ich Mitleid.

Artikelbild: WAYHOME studio, shutterstock.com

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