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Good News der Woche vom 21.-27.11.22: Generatoren für Ukraine, Human Library

von | Nov 27, 2022 | Serie

 GASTBEITRAG VOM GOOD NEWS MAGAZIN

Jeden Tag und überall finden zahlreiche positive Ereignisse statt. Einmal die Woche sammelt das Good News Magazin für Volksverpetzer die guten Nachrichten der Woche. Für mehr gute Nachrichten in diesen turbulenten Zeiten, schaut hier vorbei.

Die Human Library Organization – Eine Bibliothek der Menschen

Bei der Human Library kann man sich Menschen als Buch ausleihen und mit ihnen über ihr Leben sprechen, um die bestehende Vielfalt der Gesellschaft zu erforschen und sich mit ihr auseinanderzusetzen.

Ein Buch liest man meistens im Stillen, allein für sich. Doch was, wenn das Buch nicht aus Papier und Druckerfarbe besteht, sondern als echter Mensch vor einem sitzt?

Die internationale Non-Profit-Organisation The Human Library Organization schafft auf Veranstaltungen auf der ganzen Welt einen sicheren und neutralen Raum, in dem sich Leser:innen menschliche Bücher ausleihen und mit ihnen Gespräche führen können. Wie es unserer Redakteurin Pia beim Ausleihen menschlicher Bücher ging, lest ihr hier.

Radikale Offenheit: Der Erfolg der Human Library Organization

Der Mensch als Buch: In der Human Library öffnen sich menschliche Bücher den Fragen ihrer “Leser:innen” und klären so über Tabuthemen auf.

Dabei sind wirklich alle Fragen erlaubt und erwünscht. Und zwar gerade die unangenehmen. Denn in der Human Library geht es darum, genau das zu thematisieren, was in unserer Gesellschaft sonst tabu ist. Das Ziel? Ein offener Austausch, der unsere Gesellschaft verständnisvoller macht und Stigmata abschafft. Im Interview erklärt Gründer Ronni Abergel, was die Human Library ausmacht, wie sie funktioniert und vor allem: Warum unsere Gesellschaft sie braucht. Mehr Gedanken des Gründers gibt es hier.

Johannes Bichmann fotografiert ehrenamtlich alte Menschen

Mit seinem Projekt „Das Leuchten des Alters“ fängt der Fotograf Johannes Bichmann die Lebensfreude von Senior:innen ein.

Der 35-jährige Fotograf Johannes Bichmann arbeitet seit 11 Jahren ehrenamtlich für soziale Projekte. Damit möchte er Licht auf Menschen am Rande der Gesellschaft werfen, die ansonsten häufig vom sozialen Leben ausgeschlossen werden. Durch die Linse entlockt er ihnen ihre wahre Persönlichkeit, häufig begleitet von Grimassen.

In den vergangenen Jahren hat er auf diesem Wege bereits Ausstellungen für Altenheime organisiert, Bewerbungsbilder für Flüchtlinge geschossen, auf der Straße lebende homosexuelle Jugendliche fotografiert sowie mit behinderten Menschen zusammengearbeitet. Zuletzt kam die Caritas auf ihn zu, um gemeinsam für ein Altenheim an einer Ausstellung und einem Kalender zu arbeiten. Mittlerweile ist daraus ein Langzeitprojekt geworden. Die Möglichkeiten, die der Fotograf heute in seiner sozialen Arbeit hat, sind jedoch gezeichnet von einem langen Weg teils steinigen Weg als professioneller Fotograf. Über Bichmanns Erfüllung in seiner sozialen Arbeit erfahrt ihr mehr hier.

Australien will 30 Prozent seiner Land- und Wassermasse schützen

Australien ist der Klimakoalition HAC beigetreten und verpflichtet sich damit, fast ein Drittel seines Gebietes zu schützen.

Sie haben sich dazu entschieden, der High Ambition Coalition (HAC) beizutreten. Die Zusammenkunft aus verschiedenen Staaten hat es sich zur Aufgabe gemacht, bis zum Jahr 2030 mindestens 30 Prozent der eigenen Land- und Wassermasse zu schützen. Konkret bedeutet das für den pazifischen Inselstaat, er muss seine bisherigen Schutzgebiete um 500.000 km² erweitern – eine Fläche von der Größe Spaniens. Damit will Australien dem Artensterben auf seinem Gebiet Einhalt gebieten. Mehr zu den konkreten Plänen Australiens gibt es hier.

Fundraiser sammelt 10.000€ für Generatoren für Ukrainer:innen

Über einen Fundraiser spendeten Menschen binnen zwei Wochen 10.000 € für Generatoren, die an Ukrainer:innen in Not gehen.

Der Winter kommt. Das ist für die Menschen in der Ukraine kein Game of Thrones-Zitat, sondern bitterer Ernst. Denn neun Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gibt es in über zehn Millionen ukrainischen Haushalten keinen Strom und oft keine Heizung, um der Kälte zu trotzen. Zwei Mitglieder eines Rotterdamer Filmkollektivs haben daher einen Fundraiser organisiert. Sie wollten Geld für Generatoren sammeln, die sie anschließend in die Ukraine transportieren. In unter zwei Wochen haben sie ihr Ziel von 10.000 € erreicht und konnten erste Hilfsgüter in die Ukraine liefern. Wie es zu der Fundraising-Kampagne kam, lest ihr hier.

20.000 Konflikte im Leben, was kann es Schöneres geben!?

Streit und hitzige Diskussionen, die wenigsten Menschen mögen sie und doch begegnet ihnen jede und jeder immer wieder. Wir haben mit Daniel Privitera, dem Gründer von streitgut gesprochen. Streitgut verändert, wissenschaftlich nachweisbar, die Diskussionskultur in Deutschland. Wie können wir Meinungsverschiedenheiten anders gestalten – gegen Spaltung und für gemeinsame Lösungen?

Lucia Oiro: Daniel, ich bin super gespannt auf unser Gespräch. Vor allem, weil ich mich selbst, ehrlicher Weise, eher als harmoniebedürftig bis -süchtig beschreiben würde. Umso gespannter bin ich, wie Diskussionen und Streit anders gehen können. Du hast die Initiative streitgut gegründet. Also, sag mal, streitest du dich denn wirklich gerne? 

Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen.

22 Fotograf:innen unterstützen durch gemeinsame Soli-Aktion die Menschen im Iran

Auf 44 Postcards for Iran haben 22 Fotograf:innen besondere Motive gesammelt. Der Erlös kommt nun den Menschen im Iran zugute. 

Lenny Rothenberg ist Fotograf, Kameramann und Regisseur aus Berlin und stellte sich die Frage, die gerade viele Menschen beschäftigt: Wie kann ich den Menschen im Iran am besten helfen? Die Antwort: Gar nicht so einfach. Einen Weg gefunden hat er doch – gemeinsam mit 21 anderen Fotograf:innen. 

Mit Kunst Gutes tun

Mit Geld die Menschen im Iran zu unterstützen, scheint sinnvoll zu sein, schließlich brauchen Kämpfe jeglicher Art die entsprechenden finanziellen Rücklagen. Doch nachdem Lenny angefangen hatte, sich intensiver mit der Situation vor Ort zu beschäftigen, merkte er schnell: Eigentlich geht es noch um etwas ganz anderes. Lenny’s Gedanken lest ihr hier.

Wie GoBanyo und STELP dafür sorgen, dass Privilegien keine Privilegien mehr sind

Duschen für obdachlose Menschen, Versorgung in Kriegsgebieten: GoBanyo und STELP leisten humanitäre Arbeit von Stuttgart, Hamburg bis nach Tansania. 

Aus dem warmen Bett aufstehen, gemütlich duschen, sich frische Kleidung aus dem Schrank nehmen, dann ein Frühstück zubereiten. Für viele Menschen ein normaler Tagesablauf. Gleichzeitig ist es unbequem, sich damit zu beschäftigen, wie ein Leben ohne diese scheinbaren Banalitäten aussieht, ohne ein sicheres Zuhause, Sanitäranlagen oder genügend Lebensmittel. Anders gesagt: Eine Reflexion mit den eigenen Privilegien ist für viele womöglich weit von “good news” entfernt. Doch wir beim Good News Magazin wollen uns ganz bewusst auch diesen Themen widmen. 

Dafür blicken wir jene Projekte und Initiativen, die dafür sorgen, dass ein scheinbar normaler Tagesablauf für mehr Menschen zur Normalität wird – und Privilegien diesen Status eines Rechts, das nur einem Einzelnen oder eine Gruppe vorbehalten ist, verlieren. Zu Projekten, die mehr Menschen ein besseres Leben ermöglichen, zählen GoBanyo und Stelp. Die Vereine aus Hamburg und Stuttgart machen den Anfang einer Reihe an Projekten, die wir euch als besonderes Weihnachtsgeschenk an den Adventssonntagen vorstellen wollen. Mehr zu den tollen Projekten hinter GoBanyo und STELP erfahrt ihr hier.