Nach Lübcke: AfD-Fans hoffen, dass Morddrohungen gegen Hofreiter wahr werden

Social Media, Kommentar

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Morddrohungen gegen hofreiter

Die Internet-„Patrioten“, die selbstverständlich empört zurückweisen, dass sie eine Mitverantwortung an der Ermordung Walter Lübckes durch einen Neonazis tragen, nachdem sie jahrelang Morddrohungen aussprachen und ihm den Tod wünschten und auch über seinen Tod jubelten, freuen sich jetzt über Morddrohungen an Anton Hofreiter (Grüne).

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Hofreiter berichtet in der „Abendzeitung München“ trotz der Überschrift des Artikels nur gegen Ende, dass im Zuge der Ermordung Lübckes auf gar keinen Fall von einem Einzelfall auszugehen ist, wenn rechtsextreme Netzwerke und „massive Beleidigungen und Volksverhetzung“ den Nährboden für solche Taten liefern und nicht unterbunden werden. Und auch, dass er und die Grünen vor allem seit dem Aufkommen der AfD Morddrohungen bekämen. Die „Patrioten“, die ganz offensichtlich nur die Überschrift gelesen haben, geben ihm durch ihre Antworten wiederum vollkommen Recht:



Die Verrohung der Gesellschaft

Nicht nur sei Hofreiter wegen seiner Aussagen „selbst Schuld“, wenn er Morddrohungen bekommt, er hätte den Tod auch verdient („Jeder bekommt seine Strafe“) und das sei „wunderbar“ und „hoffentlich“ bliebe es nicht nur bei Drohungen. Wir leben wieder in Zeiten, in denen politische Radikale Andersdenkenden den Tod wünschen und dafür nicht einmal die Schuld bei sich selbst sehen. Und mit Anonymität im Netz hat das nichts zu tun, das sieht man auch bei Pegida auf der Straße:

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In anderen Kommentaren wird per Whataboutismus hingegen von Drohungen gegen AfD-Politiker geklagt, um Morddrohungen und massive Shitstorms zu rechtfertigen. Diese Menschen haben jegliche Empathie, Schamgefühl und jegliche Menschlichkeit verloren. Und sie sind deshalb so gefährlich, weil sie einen parlamentarischen Arm besitzen. Der diese Unmenschlichkeit und Heuchelei kopiert, verharmlost und rechtfertigt.

Wie lange wollen wir diesem offenen Faschismus noch zusehen? Wie viele Politiker, Anwälte, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens sollen noch wegen ihrer Meinung bedroht und eingeschüchtert werden? Und wie viele Todeslisten, rechtsextreme Netzwerke und Morde, bevor wir endlich einsehen, dass der Rechtsextremismus eine ernste Gefahr für uns alle darstellt?

Artikelbild: Aaron Amat, shutterstock.com, Screenshots #DieInsider

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