Danke Polizei München! Dieser AfD-Hetzversuch ging nach hinten los

| Social Media | 9. Dezember 2019

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Polizei München erteilt Rassisten eine Abfuhr

Die AfD und andere Rassisten sind nach dem tragischen Mord in Augsburg wieder in ihrem Element: Sie verbreiten die falschen Narrative von „Unsicherheit“ und von den „bösen, gefährlichen „Ausländern“. Mit der Hetze habe ich hier schon gestern abgerechnet:

Augsburg: War der Täter Nazi? Rechte Morde seit AfD-Gründung auf der Tagesordnung!

Und auch einen Messerangriff in München vom Montagmorgen versuchen AfD, Nazis und andere Rassisten für ihre Hetze auszuschlachten. Ein Polizist wurde von einem Obdachlosen mit einem Messer schwer verletzt (mehr dazu). Die AfD und ihre Schergen taten, was sie auch die ganze Zeit schon getan haben: völlig faktenfrei hetzen und damit vermeintliche „Belege“ für ihre rassistische Weltanschauung suchen.

Denn: Die Polizei hatte „nur“ erwähnt, dass es sich um einen Deutschen gehandelt hatte. Für die verfassungsfeindlichen Ideologen war jedoch das Fehlen einer „Tatverdächtigenbeschreibung“ oder des Namens klar: Dann musste es ein Deutscher mit Migrationshintergrund gewesen sein. Weil die Polizei das natürlich aus irgendwelchen PC-Gründen „verschweigen“ würde. Warum das Weglassen der für die meisten Tatbestände völlig irrelevanten Herkunft jedoch vollkommen richtig ist, haben wir hier erklärt:

5 gute Gründe, die Nationalität* eines Tatverdächtigen zu ignorieren



Polizei: „Sie würden weinen, wenn sie den Vornamen lesen würden“

Deutsche sind Deutsche, es gibt keine „Passdeutschen“. Wer etwas anderes behauptet, ist ein Rassist – und widerspricht dem deutschen Grundgesetz. Die AfD-Taktik, zu versuchen, deutsche Staatsbürger*innen in den Köpfen der Menschen zu Bürger*innen zweiter Klasse zu degradieren und sie unter Generalverdacht zu stellen ist eine elende Pest, die die Grundfesten unserer Demokratie erodiert.

Doch zum Glück gibt es großartige Teams der Polizei wie die Polizei München, die den ganzen Tag über zu dem Vorfall des Angriffs auf ihren Kollegen twitterten. Eine AfD-Politikerin wollte wissen, ob die Nicht-Angabe des Vornamens Rückschlüsse auf dessen Herkunft geben würde. Doch die Polizei durchschaute ihr rassistisches Spiel. Und erteilte ihr eine großartige Abfuhr.

Auch auf Facebook leistete sie großartigen Widerstand gegen den Rassismus:

Bravo!

Ganz genau: Die Rassist*innen von der AfD versuchen nur jede Information (oder das vermeintliche Fehlen dieser) zu verdrehen und zu instrumentalisieren. Es ist die größte Verachtung gegenüber den Opfern: Wenn die Vornamen der Tatverdächtigen wichtiger sind als das Wohlergehen der Opfer. Kein Wunder, dass die Polizei München nach einem ganzen Tag des Lesens rassistischer Spekulationen wenig Geduld hatte.

Wir brauchen mehr Beamt*innen, die mit den Rassist*innen von der AfD Klartext sprechen und deren Hetze und Instrumentalisierungen verurteilen! Gewalt und Kriminalität ist furchtbar und macht betroffen. So geht es uns allen. Aber Herkunft hat damit rein gar nichts zu tun, so sehr uns die AfD auch manipulieren will. Danke liebe Polizei München!

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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