Nach Greta-Scherz: Wir brauchen ein Meinungsverbot für Dieter Nuhr!

… hat absolut niemand gefordert.

Kaum kritisiert man den heiligen Dieter Nuhr, kommen schon seine Jünger angerannt und versuchen einem die Meinung zu verbieten. Eine völlige rechtsbraunversiffte Diktatur ist das, was die Nuhr-Jünger da abziehen. Völlig intolerant heucheln sie immer von Meinungsfreiheit, aber wenn es gegen ihren Propheten geht, dann betreiben sie reine Zensur!

Stellt euch vor, wir würden das so den ganzen Tag kommunizieren. Es ist völliger Schwachsinn, natürlich. Nur weil jemand Dieter Nuhr verteidigt, ist dieser kein Nuhr-Jünger. Und nur weil man sich dagegen ausspricht, ihn zu kritisieren, verbietet man niemandem seine Meinung oder betreibt gar Zensur. Oder? Es ist glaube ich schon längst klar, worauf ich hinaus will. Eine Debatte, die eine konstruktive hätte sein können, ist nur ein hirnloser Anschrei-Wettbewerb geworden.



Kritik an nuhr-kritik

Hallo, wir sind die linksgrünversifften Volksverpetzer, und wir haben heute bereits den zweiten Artikel veröffentlicht, der sich kritisch mit Aussagen des Komikers Dieter Nuhr auseinander setzt. Oder wie eigentlich alle Kritiker*innen es formulieren: Wir wollen Dieter Nuhr die Meinung verbieten und zensieren. Die Diskrepanz zwischen diesen beiden Framings dürfte glaube ich allen auffallen. Und dass nicht beides wahr sein kann. In unserem ersten Artikel Anfang Oktober kritisierten wir, dass Nuhrs Greta-Witz keine Satire ist, weil er auf Kosten von Schwächeren geht. Es ist natürlich immer noch Humor, aber eben keine Satire. Außerdem erklärte unser Autor darin ebenfalls deutlich:

„Nun lässt sich über Humor bekanntlich streiten und es ist auch eine wichtige Botschaft dieses Artikels, dass Dieter Nuhr sicherlich Witze reißen kann, über wen er möchte – und das darf auch so gezeigt werden (!).“

Warum Dieter Nuhr manchmal witzig, aber nie komisch ist

Heute dann veröffentlichten wir einen Gastbeitrag, der sich humorvoll (Überraschung: Die Vorwürfe waren, dass wir keinen Spaß verstehen) mit Dieter Nuhrs Erklärung zu seinem Greta-Witz auseinander setzte. Sich über Scherze echauffieren, weil andere angeblich Scherze zu ernst nehmen… es ist kompliziert. Darin erklärte der Gastautor, dass Nuhrs Vorstellungen, die ihn dazu veranlassten, den Witz zu reißen, auf ein paar falschen Annahmen beruhten. Auch der Gastautor erklärte lediglich, dass sich Nuhr nicht auf Wissenschaftler*innen berufen sollte, wenn er deren Erkenntnisse ignoriere. Von Zensurforderungen fehlte jede Spur.

Dennoch der O-Ton derjenigen, die mit der Einschätzung des Autors nicht übereinstimmten: Zensur! Beschneidung der Meinungsfreiheit! Heuchelei! Wie viel deutlicher müssen wir denn noch werden? Wir und auch sonst rein gar niemand fordert ernsthaft, dass Nuhr keine Scherze über Greta Thunberg machen darf. Oder gar dass er nicht mehr auftreten dürfte oder so einen Unsinn. Nuhr und sonst wer darf auch Vorurteile verbreiten, die nicht in der Realität fußen. Das ist ein freies Land, und daran will auch niemand etwas ändern. Das hat einen ganz einfachen Grund:

Es gibt keine Konsequenzen-Freiheit

Was hier von den „Nuhr-Jüngern“ (Nervt, so ein unfaires Framing, nicht wahr?) gefordert wird, ist, dass Nuhr seine Scherze über Greta Thunberg machen darf, ohne dafür kritisiert zu werden. Und DAS ist Zensur und eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Oder wollt ihr etwa uns verbieten, dass wir keine Kritik mehr an Dieter Nuhr üben dürfen? Wir könnten es genau so machen wie ihr und so tun, als würde euer Gejammer über die Kritik bereits eine Form von Zensur und nicht selbst eine reine Form von Meinungsäußerung.

Mich irritiert es gewaltig, dass die Kritik Nuhrs an Greta Thunberg und Fridays For Future als legitime Meinungsäußerung wahrgenommen werden soll, aber Widerspruch dazu als etwas Schmutziges, Undemokratisches. Und das ist die wahre Heuchelei: Diejenigen, die ach so laut eine Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit beklagen, sind die wahren „Faschisten“ (Wurden wir heute auch genannt, wirklich), die Kritik verbieten wollen. Nicht sehr demokratisch, oder? Ihr seht, man kann das Spiel problemlos umdrehen. Wie wär’s, wir belassen es einfach dabei?

Woher kommt dieses blöde narrativ?

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass wir sehr gerne darüber diskutieren können, was Satire bedeutet, wo sie sich von anderen Stilmitteln unterscheidet. Ob die Forderungen von Fridays For Future, die Pariser Klimaziele einzuhalten, wirklich dabei helfen, die Pariser Klimaziele einzuhalten. Wer weiß. Aber dass jede Form der Kritik an Nuhr, oder sei es an anderen Personen, die von (vermeintlich) Linken oder Grünen kommt, als Zensur und Beschränkung der Meinungsfreiheit gebrandmarkt wird, ist kein Diskurs. Das ist im Gegenteil genau das Gegenteil davon: Das Zerstören dieses Diskurses. Und das Zerstören der Meinungsfreiheit.

Und bevor bei den nächsten Absätzen wieder alle Schnappatmung kriegen: Nein, nicht jeder, der dieses Framing genutzt hat, ist rechtsextrem. Natürlich nicht, dazu braucht es schon ein bisschen mehr. Aber es ist auffällig, dass diese rhetorische Taktik so extrem um sich greift. Diese Taktik, die Gegner*innen als religiöse Fanatiker darzustellen (Hier mehr dazu), und ihre Kritik als Einschränkung der Meinungsfreiheit  ist nur das: Eine Taktik. Es ist kein Argument, es ist nicht wahr und es bringt niemanden weiter, außer dass es Fronten verhärtet.

Es ist eine beliebte Taktik von Rechtsextremen. Man tut so, als hieße Meinungsfreiheit, alles sagen zu dürfen. Und das stimmt nicht. Volksverhetzung, Beleidigung, Verleumdung, Mobbing usw. sind alle nicht umsonst illegal. Denn Äußerungen, die andere Meinungen einschränken, dürfen nicht zugelassen werden. Man muss zu Intoleranten intolerant sein. Das ist kein Widerspruch. Das steht im Grundgesetz, das ist keine linksgrünversiffte Meinung, sondern unsere Verfassung. Wer damit ein Problem hat, hat ein Problem mit der Verfassung. Doch genau diejenigen nutzen diese Taktik.

Faschisten wollen sich vor kritik immun machen

Faschisten, wie es sie in der AfD gibt, versuchen immer, sich als Opfer zu präsentieren. Sie verbreiten Lügen, sie hetzen gegen andere, sie beleidigen diese sondergleichen, aber wenn sie dafür noch so sachlich kritisiert werden, tun sie so, als wären sie hier das Opfer und ihre Meinungsfreiheit würde beschnitten werden. Was natürlich völlig unsinnig ist. Sie tun aber mit Absicht so, um uns alle zu verarschen.

Um uns dazu zu bringen, dass sie ihre Lügen und ihre Hetze ungestört verbreiten dürfen. Dass keiner mehr Kritik und die Wahrheit hört, nur noch ihre Lügen. Und ihr merkt, wenn nur noch eine Meinung zugelassen ist, ist das die wahre Diktatur. Diese rhetorische Taktik hat sich aber als so beliebt herausgestellt, dass viele Teile der Liberalen und Konservativen und auch andere übernommen haben. Nicht, weil sie Faschisten geil finden. (Wehe, jemand dreht mir hier das Wort im Mund um!)

Sondern weil die Rechtsextremen erfolgreich den Mythos etabliert haben, dass es eine „Political Correctness“ gäbe, die anderen die Meinung verbietet und dass Linke und Grüne keine anderen Meinungen zu lassen würden. Und währenddessen beklagen sie sich in allen Tageszeitungen und in allen Talkshows darüber, dass sie nirgendwo ihre Meinung sagen dürfen. Ja klar doch. Und weil sich manche diese Taktik (auch unbewusst) abgeschaut haben, halten sie wiederum jede Kritik, die aus dieser Ecke kommt für Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Können wir uns jetzt wieder einkriegen?

Also: Niemand fordert, dass Dieter Nuhr keine Witze über Greta Thunberg machen darf. Es ist ja nicht so, als wären jetzt reihenweise Auftritte von ihm abgesagt worden oder als hätte er irgendwelche Konsequenzen zu spüren bekommen. Und nein, kritisiert worden zu sein sind keine Konsequenzen. Es ist kritisiert werden. Eigentlich war es ja sogar kostenlose PR für sein Programm. Mehr als genug Zeitungen und Kolumnisten sind ihm auch zur Seite gesprungen. Also tut nicht so, als wäre irgendetwas Schlechtes für ihn passiert. Nuhr und auch sonst niemand hat das Recht, nicht kritisiert zu werden.

Er darf Scherze machen, den lieben langen Tag, wie er will. Gerne auch über Greta Thunberg, das ist mir völlig egal. Über einen guten Scherz über Greta Thunberg oder Fridays For Future kann ich auch lachen. Aber wenn die Punchline ist, dass Greta Thunberg „nur ein Kind“ sei, oder „krank“ oder eben, dass ihr Dinge vorgeworfen werden, die sie nie gefordert hat, dann kann ich halt nicht darüber lachen. Aber das heißt auch nicht, dass ich verbieten will, was ich nicht lustig finde. Das heißt aber auch nicht, dass ich dazu nichts sagen darf. Wer uns dazu auffordert, „leise zu heulen“, der soll doch bitte das tun: Leise heulen. Oder wahlweise mal sachliche Argumente bringen.

Artikelbild: Euku, CC BY-SA 3.0 / nakaridore, shutterstock.com

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Ekelhaft: AfD-Politiker verharmlost Halle-Attentat & Antisemitismus

widerliche verharmlosung von antisemitismus

Nach dem schrecklicken rechtsextremen Terroranschlag von Halle versuchen AfD-Politiker reihenweise  den Vorfall zu instrumentalisieren, Lügen darüber zu verbreiten oder herunter zu spielen. Unter anderem wurde versucht, dem Täter eine Zugehörigkeit zum muslimischen Glauben anzudichten, damit das rechte, hasserfüllte Weltbild bestehen bleiben kann. Besonders perfide, da der Täter schließlich u.a. auch darauf aus war, Muslime zu töten.

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Der Leipziger AfD-Stadtrat Roland Ulrich löste ebenfalls massiv Empörung aus mit seinen verachtenswerten Kommentaren zum Anschlag in Halle auf Facebook:

„Was ist schlimmer, eine zerstörte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?“



Antisemitismus

Ulbrich relativiert damit massivst den terroristischen Anschlag. Als Jurist müsste er wissen, dass er damit aktiv Verharmlosung von rechtsextremistischem Terror betreibt. In der Kommentarspalte zeigt er weiter deutlich, dass er dies genau so meinte.

Wer ein versuchtes, rechtsextremistisches und antisemitisches Massaker zu einer Sachbeschädigung verharmlost, der will bewusst die Tat und die Verantwortung der eigenen Partei herunter spielen. Die AfD ist die Partei, die am meisten anfällig für Antisemitismus ist und Holocaust-Leugner und -verharmloser beherbergt.

Alle Beweise für den Antisemitismus in der AfD

Jedem ist klar, was der rechtsextreme Mörder vor hatte – er hatte es angekündigt und anschließend auch zugegeben. Und in voller Kampfmontur und bewaffnet versucht man nicht eine vollbesetze Synagoge zu stürmen, nur um dann den Anwesenden nur nett Hallo zu sagen. Es ist eine Verhöhnung des Terrors und eine Verharmlosung von Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Viel schlimmer: Der Text ist subtil ebenfalls antisemitisch. Denn Ulbrich unterstellt, dass die Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft und die deutsche Staatsangehörigkeit sich gegenseitig ausschließen. Er suggeriert, die „deutschen“ Opfer – die der Täter nicht primär töten wollte – seien wichtiger als die potentiellen jüdischen – Und tut so, als wären Juden (oder Muslime) eben keine Deutschen.

Widerliche Reaktionen der AfD zu Halle

Es war bei Weitem nicht die einzige widerliche Reaktion auf die Tat, die ein AfD-Politiker äußerte.

Es wurde hier wieder versucht, irre Verschwörungstheorien zu verbreiten, um gleichzeitig die eigene Verantwortung der Partei, die aktiv die rechtsextreme Szene bestärkt, von sich zu weisen und sich perfiderweise selbst als Opfer zu inszenieren – obwohl man der geistige Brandstifter ist, der zu solchen Taten erst anstachelt.

Auch der Abgeordnete Brandner retweetete diesen widerlichen Kommentar, der genau die gleiche Absicht hatte wie der Ulbrichs: Relativierung der Gesinnung des Täters und des Terrors. Die AfD behauptet, ein Terrorist solle nicht für seine Gesinnung bestraft werden. Und instrumentalisiert tagtäglich unpolitische oder erfundene Straftaten von Muslimen und alles, was sie dafür halten, indem sie ihnen erst eine Gesinnung andichten. Es ist widerlich, verlogen und geheuchelt.

Man fragt sich, ob Ulbrich ebenfalls nur von einer Sachbeschädigung sprechen würde, wenn jemand versucht hätte, gewaltsam in sein Haus einzudringen, um alle Anwohner*innen zu töten. Die Mitglieder dieser Partei gehören geächtet und vom Verfassungsschutz beobachtet.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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AfD Politiker verharmlost Halle-Attentäter




Alle Beweise für den Antisemitismus in der AfD

Jede Stimme für die AfD stärkt Antisemitismus

Nach dem rechtsextremen Terroranschlag von Halle versucht die AfD Schadensbegrenzung zu betreiben – mit wenig Erfolg. In Umfragen hat sie sofort Zustimmung verloren, fast alle, die nicht mit der rechtsextremen Partei sympathisieren, sind der Ansicht, dass sie den Terroristen mit zu verantworten habe (Quelle). Vor allem mit Bezug auf Antisemitismus – der Täter schließlich versucht, ein Massaker in einer Synagoge anzurichten – versucht die AfD jedoch, die Vorwürfe zurück zu weisen. Das macht sie mit einem geheuchelten Gegenangriff. Faschist Höcke zum Beispiel tut so, als seien die anderen Parteien antisemitischer als seine eigene. Wir haben das gestern aufgegriffen:

Der größte Heuchler in diesem Land ist der Faschist Höcke!

Auch Jörg Meuthen durfte im ZDF die Lüge verbreiten, die AfD habe „mit Antisemitismus nichts, aber auch wirklich nichts zu tun.“ Warum das nicht stimmt und wieso die AfD die Partei im Bundestag ist, wo Antisemiten am ehesten willkommen sind, belegen wir in diesem Artikel.



1. Juden wollen nichts mit der afd zu tun haben

Die Partei wird so ziemlich von allen Juden gemieden und verurteilt. Der Zentralrat der Juden und 16 andere jüdische Organisationen distanzierten sich in einer gemeinsamen Erklärung. Ihre Begründung: In der AfD haben „Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoa ein Zuhause“. Mehr dazu gleich. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung sagt über die AfD, sie habe „sehr viele judenfeindliche Positionen.“

Sogar die Regierung Israels, der man nicht unterstellen kann, besonders links zu sein, will mit der rechtsextremen AfD nichts zu tun haben. Als zum Beispiel alle NRW-Landtagsabgeordnete eine Israel-Reise unternehmen wollten, bestand Israel darauf, dass die AfD-Abgeordneten keinen Empfang bekommen würden und nicht am Programm teilnehmen dürften. Die Reise musste wegen der AfD abgesagt werden (Quelle). Das gleiche passierte mit einer Delegation aus Hessen (Quelle). Wenn die AfD Freund der Juden sein möchte: Die Juden wollen es auf jeden Fall nicht.

Achja: Und die Gruppe „Juden in der AfD“? Dieses Feigenblatt für die AfD ist parteiintern völlig unbedeutend und hat gerade einmal 24 Mitglieder – die meisten davon aus der ehemaligen Sowjetunion (Quelle). Alle jüdischen Organisationen distanzieren sich davon.

2. judenfeindliche positionen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung erwähnt, dass die AfD das Schächten verbieten will. Es ist zwar als Drangsalierung von Muslimen gedacht, trifft aber auch Juden. In ihrem Grundsatzprogramm lehnt die Partei das Schächten ab. Auch gebe es „eine nicht ganz eindeutige Haltung der AfD zur Beschneidung“ sagt der Beauftragte (Quelle).

Unter afd anhängern sind die meisten antisemiten

Die meisten Anhänger der AfD haben antisemitische Positionen und damit ist die AfD Spitzenreiter unter allen großen Parteien. 55 % der AfD-Anhänger meinen laut einer Allensbach-Umfrage, Juden hätten auf der Welt zu viel Einfluss (Quelle). Das ist eine typisch rechtsextreme Verschwörungstheorie – die übrigens auch der Terrorist von Halle glaubt. Die Anhänger der AfD scheinen also mit Meuthen nicht einer Meinung zu sein.

3. Holocaustleugner und -verharmloser

Faschist Höcke hat das Holocaust-Denkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnet und in Dresden eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert, was ebenfalls heißt, die Zeit des Nationalsozialismus und des Holocausts positiv zu betrachten, was man aus seiner Rede auch einfach herauslesen kann. Er ist Spitzenkandidat der AfD in Thüringen. Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg, der offiziell als Holocaust-Leugner bezeichnet werden darf, ist immer noch in der AfD. Er schrieb in einem seiner Bücher: „Wie der Islam der äußere Feind, so waren die talmudischen Ghetto-Juden der innere Feind des christlichen Abendlandes.“

Er wurde trotz angestrebtem Ausschlussverfahren eben nicht aus der AfD geworfen, musste nur die Parteiführung der AfD-Fraktion in Stuttgart verlassen – was zeitweise sogar zu einer Spaltung der Fraktion führte. Klare Kante gegen Antisemitismus sieht anders aus. Auch die AfD-Politikerin Doris von Sayn-Wittgenstein, die einen Verein unterstütze, der den Holocaust leugnete, wurde zuerst noch zur Landesvorsitzenden gewählt, bevor sie aus der Partei ausgeschlossen wurde. Gegen den Willen der Basis, die das offensichtlich nicht störte.

Es gibt unzählige weitere Verbinungen der AfD in die rechtsextreme Szene, zu Pegida, zu vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen wie der NPD, der Idenitäteren Bewegungen und vielen mehr – und dort wird regelmäßig der Holocaust geleugnet und antisemitische Parolen und Verschwörungstheorien verbreitet. Die ziehen sich jedoch bis weit in die AfD, wie man bereits sehen kann. Der Attentäter von Halle ist auch Holocaust-Leugner gewesen (Quelle). Und wir möchten daran erinnern, dass die AfD während einer Holocaust-Gedenkstunde demonstrativ sitzen geblieben ist:

4. Die AfD ist rechtsextrem. Rechtsextremismus ist antisemitisch

Benjamin Winkler von der Amadeu Antonio Stiftung analysierte in einem Thread:

„Die AfD kultiviert Menschenhass. Menschen werden objektiviert, vor allem Minderheiten werden kollektiv negative Eigenschaften zugeordnet. Dieses Denken, auch als Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bezeichnet, ist eine der Ursachen für den Hass und die Gewalt von Halle.“ Und weiter: „Im antisemitischen Narrativ stehen immer im Geheimen agierende Kreise dahinter, welche alles lenken und organisieren. Genutzt werden Codierungen wie „Globalisten“ oder einzelne, meist jüdische Namen wie „Geore Soros“. Man will nicht „Jude“ sagen, weil das nicht so gut klingt.“ Kein Wunder, dass in AfD Kreisen antisemitische Verschwörungstheorien über Greta Thunberg zu beliebt sind:

Antisemitischer Fake: KEIN Foto von Greta Thunberg mit George Soros!

Winkler weiter: „Die AfD weiss genau, dass sich Antisemitismus prima als verkürzte Kritik an gesellschaftlichen Prozessen eignet. Und sie weiß auch dass sie mit diesem uralten Mythos Massen emotionalisieren und mobilisieren kann. Wir brauchen daher dringend eine erweiterte Auffassung von dem, was Antisemitismus ist. Es ging und geht dabei um mehr als bloßen Judenhass. Es geht um die Auffassung, dass letztendlich alles Schlechte und Krisenhafte in der Welt auf die Figur des „Juden“ zurückzuführen sei.“

Wer in weiten Teilen offen rechtsextrem ist, sich menschenfeindlicher Narrative bedient und von geheimen Eliten spricht, die die Weltgeschickte lenken, wer den NS verherrlicht oder verharmlos, der ist mitten drin im Antisemitismus und bereitet den Boden für diese Ideologie. Und für Taten wie die des Terroristen von Halle.

Die 50 schlimmsten Aussagen der AfD: Dieses Video entlarvt die AfD mit ihren eigenen Worten

5. So reagieren AfDler nach Halle

Während einige AfD-Politiker halbherzig den Antisemitismus verurteilten und sich gegen Rechtsextremismus aussprachen (natürlich nicht ohne unzusammenhängend Linksextremismus zu erwähnen), zeigten andere noch offener, wie egal ihnen der Anschlag war – und verbreiteten Lügen und Verschwörungstheorien über den Attentäter.

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Der Sprecher der AfD Sachsen störte sich darüber hinaus wohl daran, dass man nach dem versuchten Massaker in einer Synagoge über Antisemitismus spricht und nennt Juden absichtlich „Semiten“. Der Begriff wird heute fast ausschließlich als rassistischer Begriff verwender (Quelle).

In den Kommentarspalten wimmelte es auch nur so vor antisemitischen Aussagen und volksverhetzenden Aussagen. Daran störte sich wohl auch niemand. Der Bundestagsabgeordnete Brandner reagierte darüber hinaus mit solchen Retweets:

Die AfD ist antisemitisch

Die AfD hat aber auch „mit Antisemitismus nichts, aber auch wirklich nichts zu tun“? Die anderen Parteien seien „Heuchler“, Faschist Höcke? Die AfD ist die Partei, in der wie in keiner anderen Antisemiten und Holocaust-Leugner Platz haben. Sie hat die judenfeindlichsten AnhängerInnen von allen und schafft es nicht mal richtig, den Opfern des Holocausts zu gedenken, sondern will lieber positiv über das dritte Reich reden – einen „Vogelschiss“, wie es Gauland nannte. 

Juden möchten mit der AfD rein gar nichts zu tun haben. Eine Partei, die in weiten Teilen offen faschistisch ist und bereits jetzt teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die AfD ist nur nach außen gegen Antisemitismus, um sich selbst zu verharmlosen (Mehr dazu) und um so gegen Muslime hetzen zu können. Denn sie spricht bei Antisemitismus ausschließlich über Islamisten. Und tut so, als gäbe es keinen deutschen Antisemitismus. So mancher Springer-Chef macht es genau so.

Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Antisemitismus ist immer noch vor allem ein Nazi-Problem

Halle dürfte der beste Gegenbeweis sein, dass es nicht nur auch rechtsextremen Antisemitismus gibt, er auch noch brandgefährlich ist. Ein Neonazi wollte ein Massaker in einer Synagoge anrichten – und natürlich auch Muslime töten, weshalb er auch in einer Dönerbude um sich schoss. Doch rechtsextremer Antisemitismus ist auch noch das wahre Problem: Fast 90% aller antisemitischen Straftaten wurden von Rechtsextremen begangen.

Antisemitismus in der rechtsextremen SzeneDer antisemitische Anschlag in Halle zeigt: Deutschland hat ein massives…

Gepostet von Monitor am Samstag, 12. Oktober 2019

Wer die AfD wählt, stärkt den Antisemitismus. Dabei helfen keine Hinweise auf die Mini-Gruppe der „Juden in der AfD“ oder der geheuchelten Vorwürfe und Verurteilungen der Vorsitzenden. Wenn die AfD es ernst meinen würde mit der Verurteilung des Antisemitismus, müssten nicht nur eine ganze Reihe an Holocaust-Leugnern aus der Partei geworfen werden, sondern ihr gesamter völkisch-nationalistischer Flügel, bis einschließlich ihres Spitzenkandidaten für Thüringen, dem Faschisten Höcke.

Artikelbild: ColorMaker, shutterstock.com

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Nazi-Sprache: AfD Rostock blamiert sich mit diesem irren Antrag

Die Satire-Partei afD schlägt wieder zu

Demokratische Parteien beschäftigen sich mit wichtigen Themen wie der Klimakrise, mit militanten Rechtsextremisten, die Terroranschläge begehen. Oder mit Armut und Arbeit, die sich lohnt, mit Bildung oder mit Sicherheit. Irgendetwas, das irgendwie relevant oder sinnvoll ist. Nein, aber nicht die rassistische AfD. Die AfD Fraktion für den Landkreis Rostock stellt vor wenigen Tagen tatsächlich einen Antrag, der völliges Kopfschütteln hervorrufen muss. Nachdem die Stadt Rostock wie über 50 Gemeinden zuvor den Klimanotstand ausgerufen hatte, möchte die AfD jetzt im Landkreis einen anderen Notstand ausrufen.

Der Antrag liest sich wie Satire, die jemand auf die AfD selbst gemacht hätte: Die AfD hätte gern einen Notstand wegen „Überfremdung“. Ja, richtig. Das Wort „Überfremdung“ – ein rechtsextremes Schlagwort, das bereits 1993 zum Unwort des Jahres (wegen der vielen Nazis, die es verwendeten!) ernannt wurde – wird jetzt von der AfD verwendet. Der manipulierende Begriff möchte versuchen, dass nicht nur Menschen als „fremd“ erklärt werden, dass „fremd“ etwas Schlechtes sein sollte, sondern dass auch noch „zu viel“ davon da sei. Astreine Nazi-Sprache, die man sonst nur bei der NPD oder anderen vom Verfassungsschutz überwachten Gruppen findet. Was das über die AfD aussagt, kann man selbst entscheiden. Oder nein, warte, lieber nicht: Das heißt, die AfD Rostock sind wohl auch Faschisten.



Kopfschütteln oder Auslachen?

In ihrem Gaga-Antrag möchte die AfD aus dem Landkreis Rostock jetzt für alle Beschlüsse feststellen, ob damit die „Identität“ geschützt werde. Warte, Identität? Ja wirklich, das ist (leider) keine Satire. Weil der Landkreis Rostock sage und schreibe 3,0% Ausländeranteil hat und davon 1,1% Schutzsuchende sind (Quelle), verliert der Landkreis Rostock… seine Identität oder so? Nazi-Logik ist seltsam, muss man wissen. Die AfD Fraktion vom Landkreis Rostock sieht in „kultureller Beliebigkeit“ (Was zur Hölle ist das?) ein „Risiko“.

Deshalb möchte die AfD mit diesem Antrag alle Menschen, die nicht aus dem Landkreis Rostock stammen, deportieren („Wege in die Heimatländer ebnen“). Jep, anscheinend müssen auch das Viertel der EU-Ausländer irgendwie aus Rostock geworfen werden oder so. Weil nicht genug „Identitätsarbeit“ geleistet werde. (Keine Ahnung, ich kann nichts davor, dass das keinen Sinn ergibt!) Die AfD, die alle Ausländer deportieren will, weil irgendwas mit Kultur und Identität, lehnt aber laut Antrag aber natürlich Ausgrenzung und Rassismus ab. Ok, vielleicht ist der Antrag doch Satire.

Analyse: Nazi-Sprache und verfassungsfeindliche Ideologie

Also jetzt mal im Ernst: Die AfD Fraktion Landkreis Rostock ist ein Musterbeispiel für eine astreine, faschistische und rassistische Gruppe, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden muss. Sie verwendet nicht nur NPD-Begriffe, glaubt, dass wir nicht nur „zu viele“ Nicht-Deutsche hätten, sondern, dass es überhaupt „zu viel“ geben kann, sie möchte diese Menschen auch noch deportieren. Und behauptet dann dreist, nicht rassistisch zu sein.

Durch die ungewollte, rassistische Parodie auf das ernste Thema des Klimanotstandes möchte sie so tun, als seien ihre irren, rassistischen Fantasien genau so ernst zu nehmen wie der menschengemachte Klimawandel, den über 99% aller Experten als Bedrohung für die Menschheit ansehen. Und natürlich die AfD als einzige nicht. So viel zu ihrer vermeintlichen Seriosität und wie ernst sie zu nehmen ist.

Diese Anfrage der AfD zum Konsens über den Klimawandel ist ein Eigentor

Das ist ein sprachliches Verwirrspielchen, dass astreinen Faschismus etablieren und normalisieren soll. Es ist so absurd, dass es wirklich ungewollt eine Satire auf sich selbst ist. Mit Nonsens-Begriffen wie „Identitätsarbeit“ und „kulturelle Beliebigkeit“ sagt sie „Ausländer raus“ (übrigens 1992 in Rostock-Lichtenhagen auch groß im Kurs), nur mit etwas mehr Blabla. Das ist völlig sinnfrei und natürlich eindeutig rechtsextrem. Und deshalb kauft ihnen auch keiner diesen Unsinn ab. Hoffentlich bleibt das auch so. Verfassungsschutz, wann übernehmen Sie endlich?

AfDler erklärt offen, warum sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden müssen

Artikelbild: nakaridore, shutterstock.com

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Ich habe euch rechte Hetzer & Trolle so unglaublich satt!

Ich hab die schnauze voll!

Hallo willkommen, meine lieben Volksverpetzer-Leser*innen zu meinem persönlichen Kotzeimer. Oder wenn wir es positiver formulieren wollen: Meine Therapiestunde. Und ihr dürft alle daran teilhaben. Gestern habe ich den viel diskutierten Leitartikel von Springer-Chef Döpfner in der WELT gelesen. Und war entsetzt. So offen, mit so vielen Whataboutismen und Lügen gespickt hat sich der Springer-Verlag noch nie rechtsextrem geäußert (außer vielleicht in der BILD). Das ist hart formuliert, und vielleicht merkt man auch meinen Ärger im Text selbst, in dem ich die Lügen und die unglaublichen Unterstellungen Döpfners aufgezählt habe:

Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Merkt man das Entsetzen? Wahrscheinlich. Manche meinen, wer so reagiert, müsse übertreiben. Es kann doch nicht sein, dass so ein Text wirklich erschienen ist. Vielleicht war ich harsch. Aber was ich definitiv nicht getan habe, sind haltlose Anschuldigungen zu verbreiten. Man mag nicht einer Meinung mit dem Volksverpetzer sein, und dass wir uns manchmal erlauben, wütend zu sein, wenn so ein einflussreicher Mann wie Döpfner seine Plattform dafür nutzt, um einen rechtsextremen Anschlag dafür zu instrumentalisieren, nicht über Rechtsextremismus zu reden, nicht mal über Antisemitismus, sondern um Lügen über Merkels Flüchtlingspolitik 2015 zu verbreiten und Lügen über die niedrigste Kriminalität seit 1992.

Aber das machen wir immer sachlich. Nicht unkommentiert, aber inhaltlich begründet. Ich verwende keine Begriffe, die ich nicht begründen kann. Wenn ich „Lügen“ sage, dann sind Dinge bewusst falsch dargestellt. Wenn ich „rechtsextrem“ sage, dann kann ich belegen, dass es falsche, rechtsextreme Narrative sind. Das kann man gern kritisieren. Hey, natürlich machen wir Fehler. Ich freue mich immer über konstruktive Kritik und sachliche Hinweise auf Fehler. Aber 99% des negativen Feedbacks, das wir in Twitter, Facebook und Instagram bekommen ist ganz bestimmt nicht das. Und darüber will ich heute reden.



 

Hass, hetze, lügen, verdrehungen

Ich habe schon öfter über Trolle und Hetzer im Netz geschrieben. Verschwendet nicht eure Zeit damit. Blockt sie kommentarlos. Und selbst wenn sie ein Bundestagsmandat haben. Dass Menschen rechtsextreme Trolle wählen, sollte deren Hass, Hetze und Verwirrspielchen nicht legitimieren. Aber wie kann es sein, dass 99% des negativen Feedbacks auf Artikel wie den über Döpfner semantische Verwirrspielchen und Beleidigungen sind?

Wir seien „linksextrem“. Was bitte, ist an uns „linksextrem“? Stellen wir irgendwo den Marktmechanismus in Frage, wenn wir Faschisten kritisieren? Wir seien „Hetzer“. Weil wir Hetze Hetze nennen? Wenn die Feuerwehr als Brandstifter bezeichnet wird. Wir blocken ohne zu Zögern jeden, der solche Vorwürfe bringt. Nicht, weil wir nicht bereit sind, Selbstkritik zu üben. Hey, wenn jemand mal aufrecht der Meinung sein sollte, dass das so ist, sind unsere Türen offen für Kritik. Erklärt sachlich, ohne Beleidigungen (!), was euch stört und vielleicht können wir Fehler korrigieren. Im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn ich meine Methodik oder Rhetorik verbessern könnte.

Aber keiner von denen will das. Sie wollen uns zum Schweigen bringen. Entweder durch Entmutigen oder durch Mobbing. Sie wollen uns brandmarken. Sie wollen uns geistig zermürben. Sie wollen unsere Zeit mit sinnlosen Diskussionen verschwenden. Doch lasst euch gesagt sein: Wir werden das nicht zu lassen. Wir werden euch blockieren, ohne zu Zögern. Wir löschen eure Hass-Mails ungelesen. Wir werden euren geistigen Müll einfach ignorieren. Und dann noch bestimmter eure Lügen aufzeigen. Ihr seid es, die eure Zeit verschwendet.

Volksverpetzer antidemokratisch??

Wer behauptet, wir seien „Extremisten“, „Hetzer“ oder „Antidemokraten“, der will uns nur ärgern und aus dem Diskurs verbannen. Es ist das Kindergarten-Spiel, wenn einem die Argumente ausgehen und man nur „SPIEGEL!!“ ruft. Wir blocken euch, denn mit Idioten diskutieren wir nicht. Und ja, mit diesem Vorwurf müsst ihr leben, aber wer hat mit Beleidigungen angefangen? Blocken ist nicht antidemokratisch, ganz im Gegenteil.

Wenn man mich zwingen müsste, jeden Tag Lügen, Hass, Hetze und Morddrohungen gegen mich zu lesen, das hielte ich für ziemlich autokratisch und grausam. Und dann müsste ich meine Arbeit in Social Media beenden. Ja, ich weiß, dass ihr das erreichen wollt. Könnte euch so passen. Das gilt übrigens auch für Unternehmen und private Sender, wenn es um AfD-Politiker geht. Wer so argumentiert, will sich in den Diskurs mobben. Nicht mit uns. Wenn ihr ein Problem mit uns habt, dann formuliert es sachlich und höflich, mit Quellen und Argumenten. Wenn ihr das nicht könnt, dann überlegt erst einmal, was das über euch aussagt und dann ignoriert uns. Es ist ein freies Land, auch wenn ihr was anderes behauptet.

Wir ignorieren übrigens auch nicht die Fake News und die Argumente, die die Trolle uns vor die Füße werfen. Auch wenn wir sie dann blocken. Wenn sich ein Argument und eine Lüge oft wiederholt, dann greifen wir das in einem Artikel auf. Aber sachlich, mit Fakten und Quellen. Und mit richtigem Framing. Damit andere Menschen vor der neuesten rechtsextremen Lüge gewarnt werden und diese bequem entkräften können. Aber mit Trollen reden werden wir nicht. Wir haben es satt, es zu versuchen.

Ich habe euch rechte Hetzer & Trolle so unglaublich satt!

Und während wir das Blocken von irrationalen Extremisten praktizieren und auch anderen dazu raten, glauben manche, das würde uns unseriös machen. Nur weil jahrzehntelang der Vorwurf, dass jemand rechtsextremes Gedankengut verbreitet, meistens haltlos war, heißt das nicht, dass derjenige unseriös ist, der jetzt echte rechtsextreme Hetze rechtsextreme Hetze nennt. Sondern derjenige, der so tut, als sei das jetzt völlig normal. Der Rechtsruck im Diskurs ist erschreckend. Und dass manche es nicht wahr haben wollen, ist umso erschreckender.

Wenn Faschisten wie Höcke zu Interviews geladen werden, wenn nach einem rechtsextremen Anschlag ein Politiker einer rechtsextremen Partei eingeladen wird, um seine Partei von seiner Verantwortung reinzuwaschen, läuft etwas gewaltig schief. Nur weil viele Menschen eine Lüge glauben, macht es diese Lüge nicht ernstzunehmender. Nur weil Menschen Lügner, Hetzer und Verschwörungsideologen wählen, heißt das nicht, dass wir dessen Lügen ernst nehmen sollen. Das ist nicht undemokratisch, sondern im Gegenteil die beste Verteidigung der Demokratie.

die lügen nicht normal werden lassen

Wenn Trolle systematisch anfangen, diejenigen, die Hetze aufklären als Hetzer zu bezeichnen, wenn Extremisten die normalen Menschen als Extremisten bezeichnen und Faschisten plötzlich links sind, dann ist oben unten. Und nichts ist mehr wahr.

Das wollen die Hetzer doch erreichen. Dann stehen ihre Lügen gleichwertig neben der Wahrheit. Dann entgleist uns der Diskurs vollständig. Dann hat die Demokratie und die Meinungsfreiheit verloren. Deswegen habe ich genug davon. Und ich rate euch allen, euch auch nicht auf diese Spielchen einzulassen.

Danke fürs Haare halten, mir geht’s auch gleich viel besser.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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Rechte Lüge & Hetze: Der Terrorist von Halle ist KEIN Iraner, sondern Deutscher!

Rechte verschwörungstheorie zu halle

Zum rechtsextremen Anschlag in Halle werden viele Lügen geteilt, vornehmlich in AfD-Kreisen. Die AfD Salzgitter teilte noch während der Live-Berichterstattung rechtsextreme Verschwörungstheorien:

Halle: AfD Salzgitter verbreitet Fake News & Verschwörungstheorien

Auch der Sprecher der AfD Sachsen teilte Lügen über die Religion des rechtsextremen Täters:

Ernsthaft? AfD Sachsen verbreitet Fake News über den Halle-Terroristen

Eine weitere rechtsextreme Lüge, die derzeit verbreitet wird, ist, dass der Täter Stephan B. angeblich aus dem Iran stamme und Islamist sei.

via Mimikama



Das ist frei erfunden!

Fakt ist: Der Mörder Stephan B. ist Deutscher und auch in Deutschland geboren. „Bailliet“ ist NICHT sein Nachname. Er ist NICHT im Iran geboren. Wir werden jedoch seinen echten Namen nicht nennen und sein Gesicht nicht zeigen. Warum, haben wir hier erklärt:

Halle: Warum uns Name und Gesicht des Täters keine Schlagzeile wert sind

Wie unsere Freunde von Mimikama berichten, werden auch Screenshots eines gefälschten Profils verbreitet, das NICHT den Täter zeigt:

via Mimikama

Die Generalbundesanwaltschaft schreibt dazu eindeutig: (Quelle):

„Die Bundesanwaltschaft hat heute (10. Oktober 2019) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gegen den deutschen Staatsangehörigen Stephan B. wegen Verdachts des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in mehreren Fällen (§§ 211, 212, 22, 23, 52, 53 StGB) sowie weiterer Straftaten gestellt. Der Beschuldigte wurde gestern (9. Oktober 2019) vorläufig festgenommen.“

Auch ist eindeutig geklärt, dass Stephan B. 1992 in Eisleben geboren wurde, ganz in der Nähe des Ortes vom Anschlag (Quelle). Fest steht: Der rechtsextreme Terrorist ist also deutscher Staatsbürger, der in Deutschland geboren wurde. Die Herkunft mit dem Iran ist eine bewusste Lüge!

Frame-Check: Warum die Lüge?

Genau wie mit den anderen Lügen von Rechtsextremen zum Terroranschlag von Halle soll erreicht werden, dass die Tat wieder Menschen mit Migrationshintergrund zugeschoben wird. Und das, obwohl der Mörder selbst ein Rassist und Faschist ist. Bereits nach den ersten Meldungen der Tat behaupteten viele, die Herkunft des Täters zu kennen:

Ziel ist natürlich, dass in unseren Köpfen jede Gewalttat mit Migranten oder Muslimen verknüpft wird, und dass man denkt, dass diese nur von diesen verübt werden. Doch die Realität und die Statistik zeigt: Das ist vollkommen falsch! Tatsächlich ist Deutschland sogar so sicher wie seit 1992 nicht mehr. Die meisten Straftaten werden von Deutschen begangen und die meisten politischen Verbrechen werden von Rechtsextremisten begangen. Halle ist wieder das beste Beispiel dafür und nur eines aus einer langen Reihe an jüngsten, rechtsextremen Anschlägen.

Diese Lüge ist besonders schäbig und dumm, da der deutsche Terrorist ja sogar seine eigene Tat im Live-Stream gefilmt hatte, sich schriftlich und später vor dem Ermittlungsrichter die Tat gestanden hatte, ebenso wie auch sein rechtsextremes und antisemitisches Motiv (Quelle). Es ist also eine blanke, offensichtliche Lüge, damit Rassisten und Faschisten ihre perverse Weltsicht aufrecht erhalten können. Und vielleicht einige davon überzeugen. Dabei ist es genau diese Ideologie, die erst zu diesen grausamen Morden führte. Deswegen widersprecht diesen Lügen und lasst diese geistigen Mittäter damit nicht davon kommen!

Artikelbild: Screenshots facebook.de

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Wahnsinn! Springer-Chef Döpfner verbreitet Lügen & gibt Merkel Schuld an Halle-Terror!

Springer-chef lässt seine afd-maske fallen

Heute morgen veröffentlichte Springer-Chef und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger Mathias Döpfner einen Artikel in der WELT mit Titel „Terror in Halle: Nie wieder „nie wieder“. Es ist ein WELT+ Artikel, aber keine Sorge, die unglaublichen Dinge, die Döpfner dort geschrieben hat, will man nicht lesen.

Es ist unfassbar, dass ein Artikel, der so voller Lügen, Whataboutismen und Verteidigung von rechtsextremen AfD-Narrativen ist, derart prominent eine Bühne bekommt. Und es ist der Beweis, dass der Springer Verlag mittlerweile der Partei-Verlag der AfD ist. Wir zerlegen den Artikel, die Behauptungen und die krassen Unterstellungen des Artikels.



Der Anfang war noch in ordnung

Zuerst beginnt der Anfang des Artikels von Döpfner noch richtig: Er verurteilt die Verharmlosung des Halle-Terrors durch Annegret Kramp-Karrenbauers als „Alarmzeichen“ – Denn über Alarmzeichen sind wir längst hinaus. Richtig sieht er auch die Parallelen zum Attentat von Christchurch – auch wenn er dann später diese Parallele völlig vergisst und nicht mehr darauf eingeht. Wohin sein Text jedoch danach abdriftet, ist unfassbar und höchst erschreckend.

Plötzlich spricht er davon, dass es eine „politische Kultur“ gäbe, in der die „Selbstgerechten“ den „Wunschtraum der Political Correctness“ träumen. Moment, was? Ging es nicht gerade um einen rechtsextremistischen Terroranschlag eines Neonazis, der laut seinem Manifest nicht nur Juden umbringen wollte, sondern auch „Muslime“ und „Linke“? Wieso nutzt Döpfner plötzlich den rechten Kampfbegriff „Political Correctness“?

Döpfner instrumentalisiert die Tat eines rechtsextremen Terroristen plötzlich, um genau die fremdenfeindliche Stimmung anzuheizen, die eben zu genau diesem Terror geführt hat. Die offen rechtsextreme AfD dürfte über diesen Leitartikel jubeln. Denn was Döpfner danach macht, ist, nicht mehr über den grassierenden Antisemitismus oder Rechtsextremismus zu sprechen – Sondern plötzlich redet er über Dinge, die damit rein gar nichts zu tun haben. Und macht so die Drecksarbeit für Rechtsextreme. Und er scheut auch nicht davor zurück, Lügen dabei zu verbreiten.

Lügen und rassistische Whataboutismen

Plötzlich spricht Döpfner von Limburg und wiederholt talking point, die rechtsextreme AfD-Trolle seit Tagen nutzen. Was zur Hölle hat das mit einem rechtsextremen Anschlag zu tun? Über das Motiv in Limburg ist bis heute offiziell nichts bekannt. Was Döpfner macht, ist hier reine AfD-Verschwörungstheorien zu verbreiten. Umso mehr, da er behauptet, man würde den Täter als „verwirrten Einzeltäter“ bezeichnen. Wir haben keinen einzigen Artikel gefunden, der das getan hat, außer als Frage unmittelbar nach der Tat.

Im Gegenteil, wer diesen Begriff ernsthaft verwendet ist die AfD. Und zwar über den rechtsextremen Mörder von Halle. Warum verurteilt Döpfner nicht das, als Dinge zu kritisieren, die er sich einbildet? Die vermeintliche „politische Korrektheit“ – ein Begriff, den ausschließlich die AfD und Rechtsextreme (und jetzt auch Döpfner, was das bedeutet, kann man sich selbst beantworten) verwenden – ist wieder einmal herbeiimaginiert. Dann spricht er weiter über Dinge, die nichts mit Antisemitismus, Rechtsextremismus oder Terror zu tun haben.

Er kritisiert, dass der gambische Fußballspieler Bakery Jatta angeblich eine falsche Identität angegeben hätte und dass Journalisten „systematisch wegschauen“ würden. Was zur Hölle? Was hat das bitteschön mit dem rechten Terror von Halle zu tun? Und es stimmt nicht einmal: Viele haben darüber berichtet, eine kurze Google-Suche hätte das bestätigen können.

Was ebenfalls nicht stimmt: Die Polizei hat in dem Fall nie ermittelt und nie Beweise gefunden, dass er eine falsche Identität angegeben hatte. Also auch eine glatte Lüge. Er kritisiert, dass der Deutschlandfunk nicht über den Mord in Stuttgart berichtet hätte – obwohl die Tat überhaupt keinen politischen Hintergrund hatte. Während er selbst übrigens kein Wort über den Mord in Kassel verliert, der am gleichen Tag wie in Stuttgart passierte. Der Unterschied? Dort war der Täter Deutscher. Man sieht das Muster.

Rassistische Hetze: Wo sind die empörten Wutbürger zum Mord in Kassel?

Weiterer rassistischer Unsinn & Lügen

Dann schwenkt er plötzlich zum AfD-Highlight der Kölner Silvesternacht, welche – nochmal! – absolut rein gar nichts mit Antisemitismus, rechtsextremen Terror oder irgendeiner Form von politischer Gewalt zu tun hat. Auf die Frage, warum Döpfner völlig am Thema vorbei schreibt und nur rassistische Schlagworte raushaut, kommen wir gleich noch.

Und wieder verbreitet er Lügen dazu: Er behauptet, dass die Übergriffe keine Konsequenzen gehabt hatten. Und vergisst dabei vollkommen, dass eine ganze Sexualrechtsreform die Folge war, um eben solche Taten (stärker) bestraften zu können. Aber nein, er verbreitet den AfD-Mythos, dass gegen sexualisierte Gewalt (nur von Nicht-Deutschen natürlich!) nichts unternommen werde.

Dann kommt er wenigstens ansatzweise zum Thema zurück, nachdem er das halbe AfD-Hetz-Repertoire durch genommen hatte und nennt wieder Fälle von Antisemitismus. Auffälligerweise aber nur Beispiele von muslimischem Antisemitismus, obwohl Halle definitiv nicht so ein Fall war. Er nennt eine Diskriminierung einer Airline aus Kuwait (die leider rechtmäßig war) und dass Deutschland zu tolerant zu einem Rapper sei, der antisemitische Demos besucht habe.

Döpfner gibt tatsächlich merkel schuld an halle!

Hier kommt die perfideste Unterstellung Döpfners: Er gibt tatsächlich Merkels Flüchtlingspolitik Schuld an den Morden in Halle. Wörtlich nennt er sie „Brandbeschleuniger“. Wie bitte? Das ist eine reine Lüge und eine glatte Rechtfertigung für Terror! Merkels Flüchtlingspolitik war 2015 einwandfrei rechtmäßig – Döpfner behauptet frecherweise das Gegenteil. Er behauptet, es werde kein Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und „Wirtschaftsflüchtlingen“ gemacht. Das ist faktisch 100% falsch. Und einfach nur das Wiederkäuen rechtsextremer Lügen der AfD.

Döpfner nimmt hier allen Ernstes einen rechtsextremen Terroristen in Schutz und betreibt eine perfide Täter-Opfer-Umkehr. Denn er verbreitet das rechtsextreme Narrativ der „Selbstverteidigung“, das die Hetzer der AfD auch teilen. Und ohnehin: Warum sollte jemand einen Amoklauf in einer Synagoge unternehmen, um „Kritik“ an Flüchtlingspolitik zu üben? Das ist doch irre.

Hier zeigt sich auch, warum Döpfner zuvor völlig zusammenhanglos mit keinem Wort nach den ersten Absätzen von Rechtsextremismus geredet hat und am Ende nur über entweder völlig unzusammenhängende Fälle, die weder antisemitisch waren, noch rechtsextrem, noch politisch. Döpfner wagt es, den Faschisten, die er zuvor noch vermeintlich verurteilen wollte, einen Verständnis für ihre Morde auszudrücken, indem er ihnen dann am Ende ja doch Recht gibt. Man muss sich fragen, wie sehr es um rechtsextreme Einstellungen beim Chef des Springer-Verlages besteht, wenn solche wahnwitzigen Zeilen geschrieben werden.

Wie Döpfner am Anfang noch richtig feststellte, war das eine Nachahmung des Täters von Christchurch. Er tötete aus Judenhass, er schrieb ein eindeutig rechtsextremes Manifest (auf englisch!), und hat seine Tat gestreamt, während er Helm und Militärkleidung trug. Der Täter war ein mordender Faschist, der übrigens auch Muslime gehasst hat, und Döpfner veröffentlich ein Hass-Pamphlet auf Muslime, denen er perfiderweise indirekt die Schuld am Terrror gibt.

Das ist keine Judenverteidigung, sondern salonfähiger Rechtsextremismus

Döpfner kritisiert die Kriminalität in Deutschland, nennt dabei ausschließlich Fälle, in denen die Täter keine Deutschen waren und dass der Staat die Kontrolle verloren hat. Das ist aber faktisch falsch. Die Kriminalität ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Muslime oder Migranten begehen den kleinsten Teil daran. Dass viele Menschen das anders sehen ist ganz allein Döpfner, seinen Zeitungen wie der BILD und seinen geistigen Freunden von der AfD zuzuschreiben, die über jede lokale Tat von Ausländern wochenlang berichten und Taten von Deutschen verschweigen und beschönigen (so wie offensichtlich derzeit Tat in Halle).

Kriminalität: So realitätsfern ist die „alternative“ Sicht der AfD-Wähler

Warum sonst wird Stuttgart erwähnt, aber Kassel nicht? Oder noch besser, wie konnte Döpfner mit keinem Wort den rechtsxtremen Mord an Walter Lübcke erwähnen? Was ist mit den zehntausenden rechten Morddrohungen, Todeslisten, rechte Straftäter, die sich immer häufiger bewaffnen, Revolution Chemnitz, Nordkreuz, NSU 2.0 und so weiter und so fort? Wie kann es sein, dass nach einer politisch motivierten Tat eines Faschisten über unpolitische Straftaten von Migranten gesprochen wird?Döpfner puscht also erneut eine rechte Verschwörungstheorie, die sich nahtlos in sein „Selbstverteidigung“-Narrativ fügt. Und gut zu den rechtsextremen Narrativen der AfD passt. Und zum Mörder von Halle.

26Döpfner schafft es also, einen Text zu schreiben, von dem er sich selber einreden möchte, dass er Juden verteidigt. In Wirklichkeit kritisiert sein Text ausschließlich wahllose unpolitische Straftaten ausschließlich von Muslimen und ausschließlich muslimischen Antisemitismus und nimmt im Gegenteil Rechtsextremismus als „Selbstverteidigung“ in Schutz. Er besitzt dann auch noch die Dreistigkeit, die Tat von Halle für seine eigene politische Agenda auszuschlachten.

Döpfner lässt seine AfD-Maske fallen

Döpfner schützt nach einer rechtsextremistischen Tat lieber die Lügen und Verschwörungstheorien der AfD als jüdisches Leben in Deutschland. Natürlich gibt es muslimischen Antisemitismus, der bekämpft werden muss. Aber die größten Antisemiten sind immer noch die Faschisten selbst, wie jede Statistik zeigt und verdammt nochmal das Attentat von Halle, oder etwa nicht? Döpfner nutzt seine enorme Reichweite dafür, rechte Verschwörungstheorien und Lügen zu streuen.

Er erwähnt und verurteilt mit keinem Wort die Ideologie des Täters, er verurteilt sie nicht, er erwähnt mit keinem Wort die Opfer, er verschweigt den Muslimhass des rechtsextremen Mörders und hat dann noch die Dreistigkeit, völlig zusammenhanglos mit Lügen und Whataboutismen, während der sichersten Zeiten seit der Wiedervereinigung vom Versagen bei Kriminalität zu sprechen, die er ausschließlich und wieder falscherweise nur auf Migranten und Muslime zurückführt.

Entweder Döpfner hatte einige gewaltige geistigen Ausssetzer beim Verfassen des Textes oder er sympathisiert mit Faschisten und der AfD. Da er ihre Narrative wiederholt, verteidigt und in Schutz nimmt, muss man letzteres befürchten. Applaus von der AfD erhält er schon massiv, in rechtsextremen Gruppen wird er begeistert geteilt. Und besonders beliebt ist er bei AfD-Seiten und -PolitikerInnen, Erika Steinbach und dem rechtsextremen Portal Journalistenwatch:

Döpfner sollte sich als ernst zu nehmender Journalist vollkommen disqualifiziert haben. Da dies wahrscheinlich nicht der Fall ist, zeigt, wie schlecht es um den Zustand des konservativen Journalismus und der Springer-Gruppe bestellt ist. Und das ist längst auch kein „Alarmzeichen“ mehr.

Artikelbild: Screenshot facebook.com

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Halle: AfD Salzgitter verbreitet Fake News & Verschwörungstheorien

instrumentalisierung und lügen

Noch während die ersten Bilder und die ersten Live-Berichte über den rechtsextremen Terroranschlag von Halle verbreitet wurden, begangen offizielle Accounts der AfD die Tat bereits für ihre Zwecke zu instrumentalsieren. Sachsens rechtsextremer AfD-Chef Jörg Urban nutzte die Chance, um die rechtsextreme Tat perfiderweise für seine rechtsextreme Agenda zu instrumentalisieren und forderte Grenzkontrollen, die rein gar nichts mit der Tat zu tun hatten.

Doch besonders perfide Fake News und Verschwörungstheorien verbreitete der besonders hetzerische Account der AfD Salzgitter, die diese manipulativen Bilder verbreitete, um ihre paranoide, rechtsextreme Anhängerschaft zu belügen. Unser Faktencheck.



Der Faktencheck

Die AfD Salzgitter behauptet sarkastisch, es sei kein Zufall, dass der Täter und später eine Reporterin vor einem AfD-Plakat berichten würden. Sie behauptet, das sei Absicht gewesen, um die rechtsextreme AfD mit der rechtsextremen Gesinnung des Terroristen in Verbindung zu bringen. Als vermeintlichen Beweis soll die rhetorische Frage dienen, dass in Sachsen-Anhalt gar keine Wahlen stattfinden würden.

Was es für Zufälle gibt….. Was wird denn eigentlich in #Halle / Sachsen-Anhalt gewählt??
#AfD 💙

Das ist natürlich völliger Unsinn. Denn erstens ist das überhaupt gar kein Wahlplakat der AfD. Sondern ein Plakat von Bernd Wiegand, dem parteilosen Oberbürgermeister von Halle. Und zweitens gibt es eine Wahl in Halle, am 13. Oktober 2019 (Quelle). Allein damit sollten sich die unverschämten Lügen der AfD Salzgitter in Luft auflösen. Denn: Auch ohne eine seltsame Verschwörung sind die Verbindungen der Ideologie des Täters und die der AfD offensichtlich.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hetzer von AfD Salzgitter mit Lügen und Verschwörungstheorien negativ auffallen. Solche offen rechtsextremen Hetzer sind leider kein Einzelfall in der AfD.

Wegen Fake News & Hetze: So genial rechnet die Polizei mit der AfD ab

Der Frame-Check

Warum verbreiten die rechtsextremen Hetzer derartige Verschwörungstheorien? Weil sie genau wissen, dass ein rechtsextremer Terrorist, der genau die Lügen und Verschwörungstheorien geglaubt hat, die sie täglich verbreiten, mit ihnen in Verbindung gebracht wird. Der Mörder von Halle sprach vom gleichen  Unsinn von „Umvolkung“; wie ihn auch die AfD verbreitet. Doch um sich der Verantwortung für die Morde zu entziehen werden noch mehr Lügen verbreitet.

Wenn die AfD Salzgitter ihren Anhängern erzählt, dass hinter den Verbindungen nur eine große Verschwörung steckt, die sogar Wahlplakate fälschen und aufhängen kann, ohne dass es keiner bemerkt, dann kann sie jede seriöse Anschuldigung als Teil der Verschwörung bezeichnen. Das ist natürlich völlig irre, aber in einer verblendeten AfD-Welt, in der „Lügenpresse“ ein völlig normaler Begriff ist, ist das möglich.

Für die rechtsextreme Wahnwelt in der AfD existieren entweder ausschließlich Straftaten von Nicht-Deutschen, die sie zu Mord- und Gewaltfantasien treiben. Aber wenn dann jemand die Fantasien dieser geistigen Brandstifter umsetzt und tatsächlich Menschen umbringt, dann muss es eine Inszenierung sein. Doch es ist klar: Sie sind alle Mitschuld an der Tat. Ihre Lügen werden davon auch nicht ablenken.

Artikelbild: Mix and Match Studio, shutterstock.com

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Halle: Das müsst ihr über die Nationalität & Motivation des Täters wissen!

rein gar nichts müsst ihr jetzt wissen!

Ich habe es so satt. So satt, dass Menschenleben überhaupt keine Rolle mehr spielen, und nur noch Klicks und politisches Kapital wichtig sind. In Halle an der Saale sind am Mittag zwei Menschen getötet und mindestens zwei verletzt worden. Viel ist noch nicht bekannt, inzwischen geht man nur noch von einem Täter aus. Man versuchte erfolglos, in eine Synagoge einzudringen. Benutzt wurden Molotowcocktails, Böller und Granaten. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen (Quelle).

Viel ist wie gesagt noch nicht bekannt. Und das ist völlig in Ordnung und völlig normal. Man weiß noch nicht mal, wer verantwortlich ist, wie viele, ob sie noch auf freiem Fuß sind. Jetzt ist der Zeitpunkt, seinen Schock und seine Trauer auszudrücken. Sein Beileid den Angehörigen der Opfer auszusprechen. Und zu hoffen, dass die Schreckenstat bereits vorbei ist und keine weiteren Opfer fordert. Aber nein, die große Frage, die alle schon seit den ersten Eilmeldungen diskutieren, ist:



Nazi oder islamist??

Wie scheiße ihr doch alle seid. Versteht mich nicht falsch. Wir sind alle geistig schon so vergiftet, so konditioniert, dass wir bei solchen Ereignissen wie in Halle immer sofort gleich daran denken müssen, wie das wieder politisch ausgeschlachtet wird. Dass man, anstatt an die Opfer – an die Toten! – zu denken, sich fragt, welche Hautfarbe und Nationalität der Täter hat. Diese Gedanken hatten wir alle, das verurteile ich nicht. Wer sich aber öffentlich an den Spekulationen beteiligt, oder gar Fake News in die Welt setzt, damit sie sein politisches Weltbild untermauern, der spuckt auf die Toten.

Ist es jetzt ein Nazi oder ein Islamist gewesen? Wir wissen es noch nicht sicher. Und es ist jetzt erstmal auch scheißegal. Es wird eine Zeit geben, wenn wir wissen, wer es war und warum, da können wir seine Motivation diskutieren und ob und welche politischen Konsequenzen sie haben muss. Aber das ist nicht jetzt. Denn keiner von euch kann die richtigen Schlussfolgerungen fordern, weil keiner von euch irgendetwas weiß. Wer das dennoch tut, führt keine politische Debatte, der kotzt nur seine Vorurteile ins Netz.

Und ja, das trifft auf alle zu, völlig egal, welche politische Ausrichtung sie haben. Aber das heißt auch nicht, dass hier beide Seiten gleichermaßen Propaganda, Lügen und Hetze verbreitet haben. Und mit gleicher Intention. Wer das behauptet, der relativiert auch das Ausmaß des rechten Hasses, der nach so einer Tragödie normal geworden ist. Nein, mit den rechtsextremen Hetzern habe ich ein besonderes Hühnchen zu rupfen.

So instrumentalisierten Rechtsextreme die Tat von Halle

In den Gruppen „Merkel muss weg“, „Freunde und Verbündete der AfD“ oder „AfD-Freunde Tübingen“, die von der Recherchegruppe DieInsider überwacht werden, wurde sofort wild spekuliert. Oder besser gesagt, es wurde gar nicht erst spekuliert, sie dachten, sie wüssten sofort, wer die Schuldigen seien. Nämlich diejenigen, die für sie immer an allem Schuld sind. Sie müssen sie gar nicht einmal mehr ansprechen, es ist allen klar.

Diese hasserfüllten Fratzen spielen einfach immer dasselbe Band ab, sie plappern hirn- und herzlos die selbe Leier herunter wie immer. Es geht nicht um Fakten, es geht nicht um die Opfer, es geht einfach nur darum, zu hetzen und sein eigenes, rassistisches und rechtsextremes Weltbild vermeintlich bestätigt zu sehen.

Doch kaum kam heraus, dass der Täter mutmaßlich ein „weißer Deutscher“ (Was für eine ekelhafte Unterscheidung) war und man von einer rechtsterroristischen Tat ausgeht, dann ändert sich der Tonfall in den Gruppen. Diejenigen, die zuvor von einem gewünschten Bürgerkrieg gefaselt haben, können es nicht glauben, dass einer ihrer Gesinnungsgenossen der Täter sein könnte.

Ohne jegliche Indizien akzeptieren sie sofort, dass der Täter ihr geliebtes Feindbild sein müsse, sobald die Realität dem zu widersprechen scheint, werden wahnwitzige Verschwörungstheorien verbreitet. Diesen Menschen ist echt nicht mehr zu helfen. Auch offizielle AfD-Seiten beteiligen sich an diesen rechtsextremen Verschwörungstheorien:

Um die Frage zu beantworten, was gewählt wird: Derzeit ist die Oberbürgermeister-Wahl in Halle (Saale). Aber ja klar, fantasiert euch weiter eure Welt zusammen, ihr macht ohnehin nichts anderes. Der rechtsextreme Chef der AfD Sachsen hatte übrigens das zu Halle zu sagen:

Irgendwie sind Grenzen und „bunt“ doch wieder Schuld

Die AfD-Spitzen stellten sich etwas schlauer an, warteten ab und beschlossen, dass eine Instrumentalisierung leider nicht möglich war. Wenn der Täter nicht ins Schema passt, ändert sich die Reaktion. Doch das ist ein alter Hut.

Abwarten, Hetzer verurteilen

Und klar gab es Menschen, die „gehofft“ haben, dass der Täter ein Nazi ist. Das ist auch kacke, aber nicht mit der systematischen Instrumentalisierung der Rechtsextremen zu vergleichen. Derjenige instrumentalisiert die Tat auch, aber diskriminiert niemanden. Denn die AfD spricht zwar von „Willkommenspolitik“ und Frau Merkel, aber ob der Täter Asylsuchender war, oder einfach nur eine Nicht-Weiße Hautfarbe hat, oder einen Migrationshintergrund oder die „richtige“ Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle. Es geht um Rassismus. Das wird alles gleich behandelt. Kein weißer, deutscher Staatsbürger ohne Migrationshintergrund (Arier?) = Der Feind.

Ein „Dunkelhäutiger“, also? Aha. Denn wie sagte Kling? Unter Flüchtlingen mögen Arschlöcher sein, aber unter Rassisten gibt es nur Arschlöcher. Rassisten kann man nicht diskriminieren, denn erstens dürfen Rassisten nicht die Meinungshoheit im Diskurs erlangen und zweitens können sie ja aufhören, Rassisten zu sein. Ein Nicht-Weißer kann seine Hautfarbe nicht ablegen.

Ich hoffe, wir können uns nach dem x-ten Mal in den letzten Jahren endlich im Klaren werden, dass politische Diskussionen einen richtigen Zeitpunkt haben. Und der ist nicht, während man keine Ahnung hat, wovon man redet. Rechtsextreme reden immer die gleiche, menschenverachtende Scheiße, völlig egal, ob etwas passiert ist, oder wer wirklich dafür verantwortlich ist. Die AfD schlachtet die Taten und nur die Taten aus, die in ihr Weltbild passen. Wie immer.

Beteiligt euch nicht an den Spekulationen, verbreitet keine Fake News und Verschwörungstheorien. Wir werden die Tage noch über die etwaigen politischen Konsequenzen reden. Aber lasst uns um Himmels Willen erst einmal Luft holen, und der Opfer von Halle gedenken. Unser Mitleid den Angehörigen aussprechen. Und ein bisschen menschlich sein.

Artikelbild: Screenshot twitter.com

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Aufgedeckt: 6 Beweise für den linken Mainstream in Deutschland!

Der linke mainstream ist real!

Deutschland ist linksgrün versifft, eindeutig. Überall linker Mainstream. Die Linken sitzen in der Regierung, in der Presse, Justiz, überall und machen Dinge, die Linke nun mal tun. Doch man muss nicht weit gucken, um die große Verschwörung zu entdecken: Überall im Alltag gibt es Beweise für das Machwerk der Linken und wie sie die deutsche Gesellschaft nach ihrem Willen umgestaltet haben! Wir haben sechs Beweise dafür gesammelt.



1.) Der Mindestlohn ist 12€!

Die Linken und die Grünen, die natürlich in den letzten 14 Jahren an der Regierung waren, haben den völlig überzogenen Mindestlohn von 12€/Stunde eingeführt. Mit so lächerlichen Argumenten wie der Tatsache, dass man garantiert in Altersarmut landet, wenn man sein Leben lang für den Mindestlohn gearbeitet hat, wollen sie nur den armen Arbeitgebern das Geld aus der Tasche ziehen! Bereits bei der Einführung des Mindestlohns von 8€ sind ja Millionen Betriebe pleite gegangen, weil sie ihre Mitarbeiter plötzlich anständig bezahlen mussten. Eine grausame Dystopie!

2.) Arbeitslose kriegen nicht nur 424 € im Monat!

Nein, weil ein linker Mainstream auch Arbeitslosen ein angenehmes Leben ermöglichen will (Irgendein linksextremer Kampfbegriff mit „Würde des Menschen ist unantastbar“ oder so), wurde Hartz IV abgeschafft und eine sanktionsfreie Mindestsicherung eingeführt! Vorbei sind die Zeiten, in denen der deutsche Staat Geld gespart hat, indem er 60 Millionen Euro ausgegeben hat, um ja die fehlenden 18 Millionen Euro an Kleinbeträgen von Hartz-IV-Empfängern wieder einzufordern! Wäre ja noch schöner, wenn Arme versehentlich ein paar Euro mehr übrig hätten.

3.) Seit 14 Jahren hat keine Partei rechts der Mitte mehr regiert!

Skandalös! Die konservative CDU war seit über 14 Jahren nicht als stärkste Partei an der Regierung! Nur linke Parteien haben durchregiert – Kein Wunder, dass Arbeitnehmer, Arbeitslose und Rentner jetzt viel mehr Geld bekommen als vorher. Und nicht mehr die 45 reichsten Deutschen so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Schade, dass nicht mehr die Einkommen der Spitzenverdiener dramatisch gestiegen sind, während im letzten Jahrzehnt die Gehälter von allen anderen stagnieren. Verdammter, linker Mainstream!

4.) Es gibt gar keine Abschiebungen mehr!

Wegen den Linken werden in Deutschland keine Menschen mehr abgeschoben! Schön wäre es gewesen, wenn man 2019 fast 12.000 Menschen abschieben hätte können! Wie jeder weiß, ist Afghanistan, wo man 20.921 Menschen 2019 hätte abschieben können, vollkommen sicher. Es gab schließlich auch keine 50 Terroranschläge dort allein in diesem Jahr.

Mehrere Afghanen, die abgeschoben hätten werden können, hätten inzwischen nicht mehr am Leben sein können. Oder der Irak, wohin man 18.457 Menschen abschieben sollte, hat keine Anschlagserie nach einem Aufstand nach dem US-Rückzug.

Man hätte aus dem Kindergarten, während der Geburt, direkt während der Krebstherapie, aus der Reha, ohne schwangere Ehefrau, aus dem Unterricht, aus dem Job oder aus der Lehrstelle direkt abschieben können. Weil das ganz offensichtlich gefährliche, schlecht integrierte Menschen sind, die hier nicht leben, lachen, arbeiten und Steuern zahlen. Was für eine grausame Welt das ist!

Zufrieden, AfD? Die 10 absurdesten Abschiebungen des Jahres

5.) Rechter terror wird gnadenlos bekämpft

Alle reden über den rechtsextrem motivierten Anschlag auf Walter Lübcke und dessen Hinrichtung durch den mehrfach vorbestraften Neonazi. Man konzentriert sich nur auf das rechtsextreme Netzwerk bei der Polizei, das bei der Bundeswehr, die vielen rechtsextremen Terrorgruppen, den „NSU 2.0„, die 95% aller antisemitischen Straftaten, die von Rechtsextremen begangen werden oder die politisch motivierte Gewalt gegen Kinder zu 87%. Das lenkt doch nur von der viel schlimmeren Gefahr der Linksextremisten – der Antifa! – ab. Schauen wir uns doch die Anzahl der Straftaten von Hasskriminalität der PMK 2018 an:

Grafik von Frank Stollberg, Danke!

77 Straftaten! Diese gefährlichen Kriminellen! Darunter übrigens auch 14 antisemitische Straftaten (vs 1603 Rechtsextreme) und 40 fremdenfeindliche (vs 7064 von Rechtsextremen)! Solche Heuchler! Die Linken sind die wahren Nazis, eindeutig. Und gewalttätig sind sie auch noch!

Grafik von Frank Stollberg, Danke!

12!!! Gewalttaten im Bereich der Hasskriminalität der ANTIFA im ganzen Jahr 2018. Warum spricht keiner darüber, na? Was soll hier verschwiegen werden???

6.) EIn ausreichendes und umfassendes klimapaket wurde beschlossen

Linker Mainstream: Ganz klar, dass Deutschland ein Klimapaket bekommt, dass die Pariser Klimaziele einhält, die die Bundesregierung unterzeichnet hat. Absurd! Wer denkt sich so etwas aus? Versprechen einhalten muss linker Mainstream sein. Wären vernünftige Parteien an der Macht, dann hätten sie einen CO2-Preis festgelegt, der das Benzin satte 3 Cent teurer gemacht hätte. 3 Cent! Das muss dann ja auch mal reichen, um einen Anreiz zu schaffen, dass öfter mal aufs Auto verzichtet wird.

Aber nein, dieser linke Mainstream denkt nicht an die Armen. Ich meine armen Gutverdiener. Nein, die Grünen haben ein Energiegeld von 100€ eingeführt und natürlich den 12€-Mindestlohn. Denken sie denn überhaupt nicht an Leute, die sich Anreize leisten können? Wären nicht diese Klimahysteriker an der Macht, dann wären wir erst 2099 klimaneutral!

Wie schön das wäre, wenn wir die Erderwärmung nicht auf 1,5° begrenzen würden und dann ein nicht aufzuhaltender Teufelskreis eintreten würden! Dann wäre die deutsche Wirtschaft gesichert. Und die ganze Welt, die garantiert nicht alle auf E-Autos umsteigen, würde die guten, deutschen Verbrennungsmotoren, subventioniert von der Regierung, kaufen! Und der Export würde nicht schwächeln. Schade, dass das nicht so ist.

Wie jedes Gespräch mit einem Klimaschutzverzögerer abläuft

Fazit

Jetzt mal im Ernst: Wo ist dieser „linker Mainstream“? Danke an dieser Stelle an @ArioMirzáie, der die Idee für diesen Artikel in seinem Tweet formulierte:

Und ich schließe mich ihm voll an: „Linker Mainstream“ ist ein rechter Kampfbegriff. Nicht einmal die sinnvollsten, menschlichsten und von den meisten WissenschaftlerInnen unterstützten „linken“ Forderungen und Ideen werden derzeit umgesetzt. Der Mindestlohn liegt unter dem Mindestlohn, jeder fünfte Rentner lebt in Altersarmut, es gibt 1000 Tafeln in Deutschland, Arbeitslose werden unter lebenswerten Bedingungen gehalten, um verzweifelt genug zu sein, um einen Job zu suchen, mit dem sie auch nicht genug verdienen, um nicht in Altersarmut zu landen. Das Klimapaket ist ein de facto Austreten aus den Pariser Klimaabkommen. Was ist an dieser deutschen Politik derzeit bitteschön links?

Artikelbild: Ewa Draze, shutterstock.com

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