Ermittlungen gegen „Querdenker“ wegen verbalen Angriffs auf Prof. Drosten

| Querdenker | 3. Juli 2022

Volksverpetzer ist nur durch eure Spenden für alle Menschen kostenlos.
Nur eine*r von 250 Leser*innen unterstützt uns langfristig.
Du kannst eine*r davon sein!

Jetzt Spenden

Später lesen:
5.790

Tolle „Freiheitskämpfer“ – Querdenkende Dauercamper versauen Drosten die Erholung

Wie wenig Respekt kann man vor dem Privatleben anderer Menschen haben, wie groß muss der Hass auf Menschen sein, die durch das bloße Anerkennen der Wahrheit einem die Verschwörungslügen kaputt machen? „Querdenkende“ beantworten diese Frage mal wieder mit der schlechtesten Antwort. Als Christian Drosten letztes Wochenende eine Nacht an einem Campingplatz im südlichen Mecklenburg-Vorpommern verbringen wollte, wurde er prompt von querdenkenden Dauercampern (oder dauercampenden Querdenkern?) beschimpft.

Laut einem Bericht auf einem Lokalblog wurde Prof. Drosten von den drei Personen als „Massenmörder“ und „Transhumanist“ beschimpft und musste schließlich die Polizei rufen. Die Wissenschaftsfeinde warfen ihm vor, “Kinder auf dem Gewissen zu haben”. Wo darin die Logik stecken soll, ist völlig unklar, wie so oft bei „Querdenkern“ Es wurde Anzeige wegen Verleumdung erhoben und Ermittlungen eingeleitet. Drosten reiste kurz darauf ohnehin wieder ab.

War das Auflauern geplant?

Ob die Querdenker sich spontan zu den Beschimpfungen entschieden haben oder bereits im Austausch mit anderen „Ähnlichdenkern“ waren, ist unklar. Anscheinend wurde sich in einer lokalen Berliner Querdenken-Telegramgruppe schon am Samstag davor darüber ausgetauscht, dass Prof. Drosten auf einem Campingplatz gesehen wurde. Es wurde ein Foto gepostet und darüber diskutiert, ob man hinfahren solle. Darüber berichtete ein Twitter-User schon zwei Tage, bevor der Vorfall mit den Beschimpfungen öffentlich wurde:

In der Telegramgruppe hat sich eine Person später zu den Beschimpfungen bekannt. Dokumentierte Screenshot zeigen, dass die Person dafür in der Gruppe gefeiert wurde. Typisch: Fakten und Argumente gibt es keine – Hass gegen Andersdenkende ist das, was diese Extremisten haben.

Die zunächst öffentliche Gruppe ist nun nicht mehr auffindbar. Prof. Drosten selbst nimmt den Vorfall gewohnt sportlich: Er spricht trotzdem eine uneingeschränkte Urlaubsempfehlung für Mecklenburg-Vorpommern aus.

…und bekommt zum Dank zahlreiche Angebote von Meck-Pommern für erholsamere Urlaubstage.

Prof. Drosten wird oft von der extremistischen Bewegung beschimpft, weil diese keine faktischen Argumente haben, nur Hass. Erst vor einer Weile gewann er gegen Hassrede vor Gericht.

Gericht verurteilt „Querdenker“: Drosten wehrt sich erfolgreich gegen Hassrede

Auch plumpe Versuche, Prof. Drosten mit Quatschjura-Argumenten für die Pandemie verantwortlich zu machen, scheiterte von Querdenkern vor Gericht.

Querdenker Fuellmich verliert gegen Drosten vor Gericht – Er wollte keine Maske tragen

Artikelbild: Michael Kappeler/dpa

Spendiere uns doch einen Kaffee für unsere gemeinnützige Arbeit:
Unterstütze uns auf Paypal Unsere Autor:innen nutzen die Corona-Warn App des RKI.