Ekelhaft: AfD-Politiker verharmlost Halle-Attentat & Antisemitismus

| 15. Oktober 2019

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widerliche verharmlosung von antisemitismus

Nach dem schrecklicken rechtsextremen Terroranschlag von Halle versuchen AfD-Politiker reihenweise  den Vorfall zu instrumentalisieren, Lügen darüber zu verbreiten oder herunter zu spielen. Unter anderem wurde versucht, dem Täter eine Zugehörigkeit zum muslimischen Glauben anzudichten, damit das rechte, hasserfüllte Weltbild bestehen bleiben kann. Besonders perfide, da der Täter schließlich u.a. auch darauf aus war, Muslime zu töten.

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Der Leipziger AfD-Stadtrat Roland Ulrich löste ebenfalls massiv Empörung aus mit seinen verachtenswerten Kommentaren zum Anschlag in Halle auf Facebook:

„Was ist schlimmer, eine zerstörte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?“



Antisemitismus

Ulbrich relativiert damit massivst den terroristischen Anschlag. Als Jurist müsste er wissen, dass er damit aktiv Verharmlosung von rechtsextremistischem Terror betreibt. In der Kommentarspalte zeigt er weiter deutlich, dass er dies genau so meinte.

Wer ein versuchtes, rechtsextremistisches und antisemitisches Massaker zu einer Sachbeschädigung verharmlost, der will bewusst die Tat und die Verantwortung der eigenen Partei herunter spielen. Die AfD ist die Partei, die am meisten anfällig für Antisemitismus ist und Holocaust-Leugner und -verharmloser beherbergt.

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Jedem ist klar, was der rechtsextreme Mörder vor hatte – er hatte es angekündigt und anschließend auch zugegeben. Und in voller Kampfmontur und bewaffnet versucht man nicht eine vollbesetze Synagoge zu stürmen, nur um dann den Anwesenden nur nett Hallo zu sagen. Es ist eine Verhöhnung des Terrors und eine Verharmlosung von Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Viel schlimmer: Der Text ist subtil ebenfalls antisemitisch. Denn Ulbrich unterstellt, dass die Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft und die deutsche Staatsangehörigkeit sich gegenseitig ausschließen. Er suggeriert, die “deutschen” Opfer – die der Täter nicht primär töten wollte – seien wichtiger als die potentiellen jüdischen – Und tut so, als wären Juden (oder Muslime) eben keine Deutschen.

Widerliche Reaktionen der AfD zu Halle

Es war bei Weitem nicht die einzige widerliche Reaktion auf die Tat, die ein AfD-Politiker äußerte.

Es wurde hier wieder versucht, irre Verschwörungstheorien zu verbreiten, um gleichzeitig die eigene Verantwortung der Partei, die aktiv die rechtsextreme Szene bestärkt, von sich zu weisen und sich perfiderweise selbst als Opfer zu inszenieren – obwohl man der geistige Brandstifter ist, der zu solchen Taten erst anstachelt.

Auch der Abgeordnete Brandner retweetete diesen widerlichen Kommentar, der genau die gleiche Absicht hatte wie der Ulbrichs: Relativierung der Gesinnung des Täters und des Terrors. Die AfD behauptet, ein Terrorist solle nicht für seine Gesinnung bestraft werden. Und instrumentalisiert tagtäglich unpolitische oder erfundene Straftaten von Muslimen und alles, was sie dafür halten, indem sie ihnen erst eine Gesinnung andichten. Es ist widerlich, verlogen und geheuchelt.

Man fragt sich, ob Ulbrich ebenfalls nur von einer Sachbeschädigung sprechen würde, wenn jemand versucht hätte, gewaltsam in sein Haus einzudringen, um alle Anwohner*innen zu töten. Die Mitglieder dieser Partei gehören geächtet und vom Verfassungsschutz beobachtet.

Artikelbild: pixabay.com, CC0

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