Diesmal Nutella: Wieder Anti-AfD-Plakat in Berlin aufgetaucht

Bericht

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Kein Nutella für die AfD

Nachdem ein inoffizielles Anti-AfD-Plakat von Coca Cola zu einem Eklat und zu diversen Distanzierungen von verschiedenen Cola-Herstellern von der AfD führte, ist heute ein weiteres Plakat aufgetaucht. Vergangene Woche gab es einen regelrechten Social-Media-Schlagabtausch mit Fakes und Boykottaufrufen, die alle für die Rechten peinlich endeten. Hier die ganze Geschichte:

Pepsi & Coca Cola: Die ganze Geschichte der AfD-Blamage



Jetzt Nutella

Heute tauchte ein weiteres Plakat einer großen Marke in Berlin auf:

„Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf! Gegen Rassismus, Intoleranz und die rechte Hetze der AfD“ steht auf dem Plakat von Nutella?

„Lieber braun aufs Brot als braun im Kopf!“Nach Coca-Cola nun auch Nutella.#staybehindfoundation#berlin

Gepostet von Stay Behind Foundation am Montag, 10. Dezember 2018

Also hat sich nun auch der große Ferrero-Konzern gegen die AfD gestellt?

Nein. Denn aus deren Marketingabteilung kommt das Werk nicht, wie die Pressestelle uns auf Nachfrage offiziell mitteilte.

Auch hier scheint es sich um ein nachgemachtes Plakat eines unbekannten Künstlers zu handeln. Diesmal tauchte es an prominenter Stelle in Berlin auf. Am U-Bahnhof Zoologischer Garten, der sich in unmittelbarer Nähe zum Breitscheidplatz (Ort des Terroranschlages vom 19.12.2016) befindet.

Wer die Plakate von CocaCola und Nutella hergestellt und aufgehängt hat, ist bisher nicht bekannt. Zuerst gepostet wurden die Fotos von der Aktivistengruppe Stay Behind Foundation, welche auch eine Fake Melde-Plattform für rechte LehrerInnen erstellt hatte.

Enthüllt: Melde-Portal für rechte LehrerInnen ist Fake

Sollte sich auch hier eine Solidarisierung von Konzernseite ergeben, müssten die Anhänger der AfD dann auf den leckeren braunen Brotaufstrich verzichten? Die Idee ist auf jeden Fall nicht schlecht, denn so kann man gleich sehen, für welche Werte ein Konzern steht.

Konzerne zu Toleranz- und Weltoffenheitsbekundungen zwingen

Bei CocaCola, Fritz Kola, PEPSI und Vita-Cola hat das gut geklappt. Einem nicht falschen Fake-Plakat folgend bekannten sich all diese Konzerne zu Toleranz und Weltoffenheit, was der AfD mit Sicherheit nicht gefallen dürfte.

Nun können sich ja schon mal Nudossi und Konsorten Gedanken machen, wie sie dann auf die garantiert kommende, unfreiwillige Werbung der AfD reagieren wollen. Ein Eigentor für die AfD wird es bei der Ausgangslage sicherlich sein, also wie blamiert diese Partei sich nun noch besser in der Vorweihnachtszeit?

Eine Frage, die die nächsten Tage beantwortet werden.

Artikelbild: Stay Behind Foundation

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