Video: Attila Hildmann bedroht Journalisten – Polizei schaut zu – Strafanzeige

| Social Media | 29. Juni 2020

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Hildmann bedroht Journalisten

Bei einer Demonstration des gefährlichen Verschwörungserzählers Attila Hildmann, der antisemitische Märchen verbreitet (mehr dazu) und rechtsextreme Begriffe und Symboliken (mehr dazu) nutzt, gab es die nächste Stufe der Eskalation. Wie ein Video zeigt, sind Journalisten vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus von Attila Hildmann bedroht worden. Während Hildmann behauptet, für Grundrechte zu demonstrieren, greift er die von anderen an: „Ihr seid Faschisten und wir werden eure Namen finden und dann gucken wir mal weiter“, bedrohte er sie.

Ein anderer Demonstrationsteilnehmer von Hildmann schlug gegen die Kamera eines Pressevertreters. Laut dem Jüdischen Forum wurden „die am Rande stehenden Personen aggressiv“ von Hildmanns Anhänger*innen angegangen, bedroht und eingeschüchtert. Sie liefen bedrohlich immer näher auf das Team zu, so dass dieses zurückweichen musste. Die Gefahr für Leib und Leben, die von diesen Verschwörungsideologen ausgeht, scheint immer größer zu werden. Inzwischen beobachten bereits mehrere Behörden Hildmann.

Jetzt prüft der Staatsschutz: Wie rechtsextrem ist Attila Hildmann?

Kritik an tatenloser Polizei

Die Polizei wird bei der Szene im Netz heftig kritisiert. Denn während der Drohungen und dem Schlag auf die Kamera griffen die Beamten zunächst nicht ein.

Trotz des großen Gefahrenpotentials, das inzwischen von den Verschwörungsideologen ausgeht, waren zunächst auch nur zwei Beamte anwesend. Die Polizei schritt erst ein, als ein Journalist mehrfach um Hilfe bat. Auf Twitter erklärte die Polizei, der Fall werde in die “Vorbereitung von künftigen Einsätze einfließen”.

Der Journalist Tobias Huch hat jetzt Strafanzeige gegen Hildmann erstattet. Er bezeichnet die Verschwörungsideologen als “Fascho-Anhänger”.

Unter diesen soll sich auch ein Kandidat der AfD befunden haben:

Artikelbild: Screenshot twitter.com

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