Sie sind das Problem: So ekelhaft beweisen AfD-Fans, wie rassistisch sie sind

| Social Media | 6. Juni 2020

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Rassisten sind rassistisch, wer hätte es gedacht?

Seit Tagen haben wir anlässlich des rassistischen Mordes an George Floyd in den USA auch eine breite Diskussion über Rassismus in Deutschland und was man dagegen tun könne. Die Autorin Jasmina Kuhnke hat diesen emotionalen Gastbeitrag über ihre Erfahrungen bei uns verfasst (hier entlang), Carolin Kebekus gab Sendezeit ihres Comedy-Programms für einen „Brennpunkt“ über den Alltag nichtweißer Menschen in Deutschland (mehr dazu).

Kebekus-Brennpunkt über Rassismus: 8 Minuten & 46 Sekunden, die alle Weißen sehen müssen

Auch die in Deutschland geborene, deutsche Vizepräsidentin des Landtags von Schleswig-Holstein Aminata Touré wurde von der Tagesschau zitiert erklärte, dass Rassismus auch in Deutschland ein Problem sei und das rassistisch Sein „entlernt“ werden müsse. Nicht schwarze Menschen sollen deshalb „zuhören und sich solidarisieren“.

Die Vizepräsidentin des Landtags von Schleswig-Holstein, Aminata Touré (Grüne), betont vor dem Hintergrund der Proteste in den USA, dass Rassismus auch in Deutschland ein Problem sei.

Gepostet von tagesschau am Mittwoch, 3. Juni 2020

AfD-Anhänger*innen zeigen den Rassismus, den sie leugnen wollen

Wie die Recherchegruppe DieInsider belegt fand der Screenshot dieses Tagesschau-Posts seinen Weg in die rechtsextremen und rassistischen Gruppen wie „Patrioten für Deutschland“ oder „Freunde und Verbündete der AfD“. Und völlig erwartbar zeigen die AfD-Wähler*innen wie immer, wie ekelhaft rassistisch und rechtsextrem sie sind. Dass sie sich darüber empören, dass eine „nicht Biodeutsche“ es wagt, ihnen vorzuschreiben, dass sie sich nicht rassistisch verhalten sollen, ist noch das harmloseste.

Nein, man verlangt von ihr, dass sie in „ihr Land zurück“ soll, oder „in ihrem Land bleiben“ soll. Und nein, sie meinen natürlich nicht Neumünster. Und sie packen alle rassistischen Klischees aus, die ihnen ihre rassistische Partei die letzten Jahre pausenlos mit Hetze und Fake News eingebläut hat: Schwarze Menschen seien selbst rassistisch, „Schmarotzer“ und würden sich nicht „anpassen“. Merke: Das sind Leute, die gerade leugnen wollen, dass es Rassismus gibt. Und da gibt es Nutzer mit kyrillisch geschriebenen Namen, die sich darüber beschweren, dass eine studierte Deutsche Forderungen an ihn stellen würden.

Man beschwert sich gleichzeitig, dass es angeblich keinen Rassismus geben würde – und behauptet dann, die Existenz von Afrodeutschen sei automatisch eine Bedrohung für Weiße. DieInsider haben noch viele, viele weitere Screenshots gesammelt, denn die ach so unglaubliche Forderung von Touré, nicht rassistisch zu sein, kam bei den Profi-Rassist*innen nicht so gut an, und sie mussten unbedingt zeigen, wie sehr rassistisch sie doch sein können.

Die AfD ist die Rassisten-Partei

In der derzeitigen Debatte gibt es tatsächlich Menschen, die meinen, es gäbe keinen Rassismus in Deutschland. Wir möchten nochmal daran erinnern, dass es dutzende Gruppen gibt, die die Anhänger*innen einer Partei, die noch in allen Parlamenten vertreten ist, täglich den Hass auf nicht-weiße Menschen mit Lügen und Hetze antrainieren. In der ein Verbrechen erst dann verwerflich ist, wenn der Täter dabei schwarz war (mehr dazu). So offen rassistisch sind die Anhänger*innen einer parlamentarischen Partei. Das ist normal. Und ironischerweise haben diese Rassisten damit umso mehr bewiesen, wie Recht Touré hat: Wir erwarten Solidarität.

 



Artikelbild: Screenshot facebook.com / via DieInsider

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