Mit „Die Zerstörung der Presse“ landet Rezo den nächsten Coup – Video

| Videos | 31. Mai 2020

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„Die Zerstörung der Presse“

Rezo hat es wieder getan: In seinem neuesten Video „Die Zerstörung der Presse“ zerstört er natürlich nicht die ganze Presselandschaft (auch wenn der BILD-Chef gleich davon ausgeht, ohne das Video gesehen zu haben …), sondern er macht einen wahnsinnig ausführlichen und differenzierten Rundumschlag mit allen Formen der deutschen Berichterstattung. Ausführlich zerlegt er die Tricks und Geschäftsmodelle der Verschwörungsideolog*innen (mehr dazu), aber gnadenlos auch, wo und in welchem Ausmaß sich Fake News, Framing, Manipulation und auch Verschwörungsmythen in der deutschen Presselandschaft finden lassen.

Er zeigt deutlich, dass die Klatschpresse im Grunde genommen nichts anderes macht als die Telegram-Gruppen der Verschwörungsideolog*innen und zeigt, wie auch seriöse Medien mit verschiedenen Tricks und Fakes ihre Leserschaft hinters Licht führen. Bestimmte Medien wie BILD, deren schmutzige Kampagne gegen Drosten er explizit erwähnt (mehr dazu), kriegen besonders ihr Fett weg. Er nimmt sich sogar besonders viel Zeit, um an einem bestimmten Beispiel der Berichterstattung über ihn zu zeigen, welche Zeitungen wie viel Unwahrheiten verbreiten. Besonders die FAZ fiel in der Hinsicht sehr negativ auf (wir berichteten auch).

REzo: „Journalisten: Besser machen!“

Sein Ziel von „Die Zerstörung der Presse“ war jedoch kein Journalist*innen-Bashing oder 60-minütiges „Lügenpresse!“-Rufen, ganz im Gegenteil. Er hat viel Lob für viele Medien übrig und sein erklärtes Ziel ist es sogar, pauschale Verurteilungen der deutschen Presse zu verhindern. Pausenlos wiederholt er, dass alle diese Dinge zwar Misstrauen in die Presse schwächen, aber dass wir alle immer daran denken müssen, dass es auch in den Redaktionen der größeren Übeltäter viele gute Journalist*innen gibt und dass die Presselandschaft sehr breit und divers ist.

Er ruft die Medien dazu auf, selbstkritischer zu sein und deutliche Verfehlungen ihrer Kolleg*innen (auch aus dem eigenen Haus) auch deutlich anzuprangern. Er ruft zu mehr Selbstkritik und Fehlerkorrektur auf, eben damit das Vertrauen in die „seriösen Medien“ nicht geschwächt wird. Denn davor warnt er: Dass geringes Vertrauen eben jenen Verschwörungsideolog*innen, Hetzer*innen und Antidemokrat*innen Argumente und Vorschub leistet. Ein Vertrauensverlust aufgrund Fehler, Fakes und Manipulationen sei „kacke“: „Weil auch da gute Leute arbeiten, die genau so abgestraft werden.“

Insbesondere appelliert er an Medien, im Online-Journalismus mit Quellen und Verlinkungen zu arbeiten, um die Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Danke an dieser Stelle, dass Rezo explizit Volksverpetzer als Positiv-Beispiel erwähnt! Er selbst hat das nämlich auch gemacht: Nicht nur hat er im ganzen Video Fußnoten eingeblendet, genau wie im „Zerstörung der CDU“-Video hat er ein 25-seitiges Google-Dokument mit allen seinen Quellen mit angegeben (Quelle).

Danke in eigener Sache!

Hier sein Video:

Rezo rechnet gnadenlos mit Hetzer*innen, Verschwörungsideolog*innen und den schlechtesten Seiten der deutschen Presse ab, die das in unterschiedlichen Graden verdient haben. Er appelliert an einen höheren Anspruch an die Presse an sich selbst und dass derartige Praktiken ein Grundmisstrauen erhöhen, dass „die meisten von euch nicht verdient haben. Unterhaltsam, differenziert und informativ dürfte „Die Zerstörung der Presse“ wohl auch in den nächsten Tagen wieder für Gesprächsstoff sorgen.



Artikelbild: youtube.com

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